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Marozi
Panthera leo maculatus




Dabei seit: Januar 2003
Herkunft: Pforzheim
Baden-Württemberg (DE)
Beiträge: 329
Marozi ist offline
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Seit dem Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es keine Berichte über Sichtungen von gefleckten Löwen aus Kenia, sieht man von Fotografien eines jungen Löwen mit markanter Fleckung aus dem Jahr 1969/70 ab. Wenn es sich bei den Marozi (siehe hier im Thread oder in den Artikeln hier und hier) tatsächlich um eine genetische Variante handelte könnte dies bedeuten, dass dieses Merkmal nicht weiter in der Löwenpopulation von Kenia existiert. Und die Chancen doch nochmals einem solchen Löwen zu begegnen sinken weiter. In den nächsten zwanzig Jahren könnte das Land bei der momentanen Rate alle seine Löwen verloren haben, wenn nicht geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Die Löwenpopulation fiel durchschnittlich um 100 pro Jahr über die letzten sieben Jahre durch eine Kombination an Faktoren. Hauptsächlich Mensch-Tier-Konflikte, Zerstörung des Habitats, Klimaveränderung, Krankheiten und Zunahme an menschlicher Population. Von geschätzten 2749 Individuen im Jahr 2002 waren es 2004 geschätzte 2280 Löwen und dieses Jahr könnten es möglicherweise nur noch 2000 sein. Um diesen Trend zu untersuchen bzw. umzukehren hat der Kenianische Wildlife Service Beobachtungen der Population, Öffentlichkeitsarbeit und eine nationale Löwenschutz- und management-Strategie unternommen. Kein Wunder, sind Löwen doch eine der Attraktionen die die Besucher in das stark von Tourismus abhängige Kenia führen.

Name des Nationalparks/Reservats: Anzahl der Löwen

  • Masai Mara, Nairobi u. Kajiado: 825
  • Tsavo Conservation Area: 675
  • Laikipia: 230
  • Isiolo/Samburu Complex: 100
  • Northern Kenya: 100
  • Meru Conservation Area: 40
  • Aberdare: geschätzte 30


Zusammen: 2000


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

02.09.2009, 22:22
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Marozi
Panthera leo maculatus




Dabei seit: Januar 2003
Herkunft: Pforzheim
Baden-Württemberg (DE)
Beiträge: 329
Marozi ist offline
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Die Beibehaltung des Jugendfells ins Erwachsenenstadium ist sicherlich genetisch bedingt. Dies ist im Grunde, insbesondere bei weiblichen Tieren, jedoch nicht ungewöhnlich da man durchaus solche Fälle kennt . Das besondere am Fall Marozi ist an diesem Punkt jedoch die Ausprägung/Deutlichkeit der Flecken. Hinzu kommen weitere Aspekte wie geringere Größe und relative Mähnenlosigkeit bei männlichen Tieren. In der Summe für einen genetischen Defekt also durchaus viel verlangt, zumal bei differierenden Örtlichkeiten und in relativ hoher Anzahl.

Das London National Museum of History (LNMH) erklärt, es handelt sich beim Trent-Fell um ein jungen Löwen, etwa ein Jahr alt, der sein Jugenfell beibehalten hat. Dies steht im Widerspruch zu den Analysen des eigenen Experten aus den 30/40ziger Jahren. Als Argument wird dabei das 1968/69 geschossene, von der Intensität der Flecken vergleichbare Bild eines jugendlichen, männlichen Löwen aus dem Nairobi-Nationalpark angeführt. Das Alter dieses Löwen beträgt gesichert höchstens 15 - 18 Monate, das genaue Alter ist in der Studie über den NP leider nicht dargelegt. Die Frage, die sich also stellt ist die nach dem Alter des Fells. Das LNMH blieb uns bislang eine Antwort zu der Diskrepanz in der Analyse schuldig. Eine DNA-Untersuchung ist nicht erfolgt. An dieser Stelle mal kurz in eigener Sache: sollte jemand einen Löwenexperten kennen, der bereit wäre sich mit meinem Kollegen und mir über den Fall mal näher zu unterhalten, wäre ich dankbar.

Im Gegensatz zu den Timbavati-Löwen hätten es die gefleckten Löwen in der spezifischen Umgebung, in denen über sie berichtet wird, einen Vorteil (Bergwälder) durch ihr Fell.
Das normale Löwen die gefleckten Vettern abgewiesen hätten, steht nicht fest. Geht es nach den Kikuyu, müsste es ja sowieso eine eigenständige Population geben.

Übrigens wurde ein Unterartstatus für die Marozi nie anerkannt. B. Heuvelmans schlug lediglich eine solche Benennung vor (P. leo maculatus).


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Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

28.07.2005, 21:21
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tiger-lilly
Tiger




Dabei seit: Juni 2004
Herkunft: Kassel
Hessen (DE)
Beiträge: 1318
tiger-lilly ist offline
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Ist es nicht auch möglich, daß Marozis einfach nur Afrikanische Löwen mit einem Gendefekt waren und aufgrund ihrer seltenen Fellzeichnung nicht in der Wildnis überleben konnten? Die weißen Löwen von Timbavati oder der Königgepard sind ja auch nur morphologische Varianten ihren bekannten Artgenossen. Der Marozi wird doch auch nicht mehr als Unterart angesehen, oder?

28.07.2005, 00:00
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Goldkatze
Routinier




Dabei seit: Februar 2004
Herkunft: Land der goldenen Feliden

Beiträge: 452
Goldkatze ist offline
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Bei mir kann die Seite zwar nicht angezeigt werden, aber es ist die Regel, dass Liger zu Riesengröße heranwachsen.
Bei Tigons ist jedoch genau das Gegenteil der Fall: Sie bleiben wesentlich kleiner als die Elterntiere.


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On the day Cc was born, 6,000 unwanted pet cats and kittens were destroyed in the USA.

09.10.2004, 21:26
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Fitnesssocke
Balitigerin




Dabei seit: April 2004
Herkunft: Althornbach,Mitte von Nirgendwo
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 165
Fitnesssocke ist offline
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Weil ich das mit dem Bilder-einfügen grade nicht hin kriege, klickt mal hier
Mal abgesehen davon,dass dieser Liger ausgesprochen fett ist,ist es normal,dass diese "Viecher" sooo riesig werden???


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Ihr geht mit der Welt um, als hättet ihr eine zweite im Keller!

09.10.2004, 18:59
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Tirica
Ozelopardin




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Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Jaaaaa, Scherzkeks! So einer bist du?! Ist ja interessant!
Na soo leicht ist es dann auch wieder nicht, mich reinzulegen...


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

30.09.2004, 17:17
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gepard





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gepard ist offline
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Stimmt, es ist definitiv ein Hybrid. Ein Liger um genau zu sein (Wollte mal versuchen, neue Spekulationen über einen "echten" Marozi auslösen, aber ich schätze mal das Foto war zu offensichtlich )

26.09.2004, 20:19
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
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Tirica ist offline
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Sobald ich das Foto gesehn hab, ist mir der Gedanke gekommen, das könnte ein Hybrid sein. Zwar spricht die Form der Flecken dagegen, aber von der Figut her könnte das doch ein Tigon oder ein Liger sein, oder? ich meine, der ist so stämmig, der Kopf ist auch recht rundlich und besonders das Muster am Kopf schaut mir recht nach Tiger aus.
Woher hast du das Bild denn?


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Gandalf/ J.R.R. Tolkien

26.09.2004, 17:26
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gepard





Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Kiel (Schleswig-Holstein)

Beiträge: 495
gepard ist offline
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Ich möchte euch hier ein Foto zeigen, dass einem "spotted lion" schon recht nahe kommt. Und auch wenn es sich bei dieser Löwin nicht um einen Marozi handelt, kann sie doch mit einer ungewöhnlich starken Fleckenzeichnung aufwarten.

folgendes Bild wurde angehängt:

25.09.2004, 23:10
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Marozi ist offline
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Neben den japanischen Zoos "Hanshin Park Zoo" und dem "Koshien Zoo" wurde lt. Karl Shuker auch in Italien ein derartiger Hybrid geboren.

Eine einsame Löwin formte nach einem Bericht aus Afrika eine Allianz mit einem männlichen Leoparden. Als sie hitzig war, wurde sie tatsächlich vom Leoparden bestiegen und gebar Leoponjunge in freier Wildbahn.

Das Magazin "Welt des Zoos", 198x berichtet über einen Zoo in Japan (wohl einer der beiden genannten), in dem männliche Leopone geboren worden sind die Zeugungsfähig gewesen sein sollen.

Weiß zufällig jemand etwas mehr hierüber?

Hier noch ein schönes Leoponbild:

Leoponbild


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Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

18.02.2004, 20:00
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