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Imiak
Jungwolf




Dabei seit: März 2003
Herkunft: Tal des flüsternden Windes
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Meinst du wirklich, dass so etwas veröffentlicht werden würde? Nun, einen Versuch wäre es ja wert, und die erste Geschichte habe ich mittlerweile so weit überarbeitet, dass sie zumindest in etwa meinen Ansprüchen genügt. Nur, wo müsste ich mich da hinwenden?

Ja, die fröhlichsten Geschichten sind es nicht gerade, die ich da geschrieben habe, aber es hatte in beiden Fällen einen Hintergrund, bei der ersten Geschichte einfach, weil sie auf einem einfachen Fragengerüst aufgebaut war und sich somit die ganze Atmosphäre darauf stützt, bei der zweiten, weil ich damit ein wenig zum Nachdenken anregen wollte, falls es an der Schule in den Jahresbericht aufgenommen werden sollte. Wie gesagt, an sich ist es zu kurz, aber ich hatte eben ein Limit vorgeschrieben.


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So when the birds fly south
I'll reach up and hold their tails
Pull up and out of here
And bridle the autumn gails
Down to the burning cliffs
To the everlasting rolls
To marry the untold blisses
And anchor this lost soul

>Patrick Wolf, Teignmouth<

Dieser Beitrag wurde von Imiak am 23.04.2003, 20:39 Uhr editiert.

23.04.2003, 20:38
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CleanerWolf
Wolf




Dabei seit: Juli 2002
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CleanerWolf ist offline
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*Seufz*
Du hast wirklich Talent, Imiak. Nur schade, daß Deine Geschichten so traurig sind, vor allem die Zweite
Was hälst Du davon, sie mal Elli Radinger vom Wolfmagazin anzubieten? Die veröffentlicht sowas gerne.


__________________
Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

22.04.2003, 23:34
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Imiak
Jungwolf




Dabei seit: März 2003
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Und noch einmal ich, diesmal mit einer etwas anderen Geschichte, heute geschrieben, die thematisch allerdings nicht ganz so aussieht, wie ich es gerne wollte. Ich weiß, das Ganze ist im Grunde zu kurz und zu schnell gerafft, aber länger durfte es leider nicht sein.

Wie auch immer, hier jedenfalls die Geschichte. Ach ja, und Kommentare sind erlaubt, und Fortsetzungen oder andere Geschichten sowieso.


Der Gesang der Freiheit

Friedlich lag der Wolf im Schutz des hohen Grases am Rande der Lichtung, versunken in einen Wachtraum, den nur er selbst kennen konnte, der sich nicht in schlichte Worte fassen ließ. Noch ein Jungwolf war er, ein Jährling kaum, wie jeder sehen konnte, der sich die Zeit nahm, ihn genauer zu betrachten, obgleich dies niemand tat, denn kein Lebewesen existierte ringsum, das ihn nicht ohnehin schon seit seiner Geburt kannte – seit jener des Wolfes oder aber seit der eigenen. Die Läufe von sich gestreckt lag er scheinbar reglos, abgesehen von den ruhigen Atemzügen, unter deren regelmäßigem Rhythmus sein Brustkorb sich hob und senkte, doch seine Sinne waren hellwach, registrierten jeden Laut, all die mannigfaltigen Gerüche, die sich von der Wiese erhoben und an ihm vorüberströmten. Der Wind säuselte verhalten über die weite baumfreie Fläche, strich dem Wolf durch das dichte graubraune Fell und vereinte sich mit dem munteren Plätschern des Wasserlaufs, der die Lichtung von Norden her durchzog, verschmolz mit dem Summen der umherschwirrenden Insekten und dem rauschenden Flügelschlag der Vögel, die hie und da jubilierend über die Schar der Wölfe hinwegstoben. Diese Vielfalt an Geräuschen, die von dem allgegenwärtigen Leben, das die Wiese, den umzingelnden Wald und das gesamte endlose Land jenseits des Jagdgebiets der Wölfe erfüllte, kündete – dies war das Lied, nach dem alle Geschöpfe zusammenlebten, ob groß wie der Alte Bär oder klein wie die zerbrechlichen, durchscheinenden Flügelwesen, ob in der Weite des Windes oder in der kristallenen Tiefe des Wassers. Es war der Gesang der Freiheit.
In einiger Entfernung, nahe am Waldrand, zog einer der älteren Wölfe wachsam seine Runden, auf der Patrouille entlang der nördlichen Grenze des Reviers. Der Jungwolf hob sachte den Kopf, stellte die Ohren auf und schnupperte mit noch halbgeschlossenen Augen. Der sanfte Wind roch erdig und versprach Regen, doch die bleigrauen Wolken, die schwer über der Lichtung hingen, würden ihre Fracht noch eine Weile für sich behalten. Er ließ die Schnauze wieder sinken, als vom Waldrand her ein ohrenbetäubendes Krachen die Luft zerschnitt und unheilvoll über der Lichtung verhallte. Ein schmerzerfülltes Jaulen, das in ein schwaches Winseln überging – dann herrschte Totenstille. Der Gesang der Freiheit war verstummt. Der Wolf blickte ruckartig gen Himmel empor, doch er wusste auch so, das kein Donner, und sei er noch so mächtig, ein solches Geräusch hervorrufen konnte. Außerdem war der Schmerzensschrei des älteren Wolfes unmissverständlich gewesen. Aus der Nähe erscholl das dünne verwirrte Heulen der Welpen vom diesjährigen Wurf, die nicht verstanden, was vor sich ging. Angespannt hatten die anderen aus dem Rudel sich erhoben und spähten Richtung Norden. Die meisten bekamen die Quelle des falschen Donners nie zu Gesicht. Ein weiterer Schuss fegte über die Lichtung, kurz darauf ein langgezogenes, gepeinigtes Fiepen, dann überschlug sich einer der Jährlinge und blieb regungslos im eigenen Blut liegen. Einer nach dem anderen wurden sie auf diese Weise von einer unbekannten Macht hingerichtet, ihr angsterfülltes Knurren ließ den unsichtbaren Angreifer unbeeindruckt, denn er war ohne Gesetz, er kannte das Lied der Wölfe und ihrer Welt nicht.
Es war das hohe Riedgras, das dem Jungwolf das Leben rettete. Verborgen vor den Blicken des Feindes, der unangekündigt über das Rudel hereingebrochen war, musste er mit ansehen, wie eine Gruppe hochgewachsener zweibeiniger Gestalten aus dem Dickicht des Waldes trat und sich der Höhle an der Flussbiegung näherte, wo seine verbliebenen Geschwister sich schützend um die Welpen geschart hatten –
Auch wenn er nicht verstand, warum die Zweibeiner sein Rudel ausgelöscht hatten, anstatt nur einen oder zwei zu nehmen, wie es bei Fressfeinden der Fall gewesen wäre, auch wenn er nicht wissen konnte, dass gar kein Grund existierte, der ihr Verhalten rechtfertigte, eines vergaß der Jungwolf nie. Das Schreien seiner Artgenossen, das entsetzte Winseln der Welpen – und die Stille. Die Nacht war hereingebrochen und der Wolf kauerte immer noch im zweifelhaften Schutz seines Verstecks. Erst gegen Morgengrauen, als die kalt durch die Wolkendecke blitzenden Sterne allmählich verblassten, wagte er sich hervor.
Die getöteten Wölfe waren verschwunden, das Lager trostlos und leer. Nichts verriet, dass sie nicht einfach weitergezogen waren. Nichts, außer dem stechenden Blutgeruch, dem Geruch des Todes, der mit der Witterung eines gerissenen Hirsches keine Ähnlichkeit hatte. Stunden verbrachte der junge Wolf, nach dem Rudel zu suchen. Er verstand nicht, dass sie einfach verschwunden sein sollten, doch alles, was er finden konnte, war der abschreckende fremde Geruch der zweibeinigen Jäger; eine Barriere, die er nicht zu überschreiten wagte. Schließlich gab er seine Bemühungen auf und kehrte zur Flussbiegung zurück, dort, wo die Wölfe während der vergangenen Wochen über ihre Jungen gewacht hatten. Zögernd hob er die Schnauze und stimmte ein anklagendes Heulen an, als wolle er den Himmel anrufen.
Der Gesang der Freiheit war verstummt. Der Ruf, der über die Hügel schallte und die Herzen ihrer Bewohner erschauern ließ, war von tiefer Trauer erfüllt, von Elend und Unverständnis. Und ein vergebliches Flehen um Hilfe, die nie eintreffen würde. Nicht für ihn und nicht für all die anderen Opfer der Jäger ohne Gesetz.

Imiak, April 2002


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>Patrick Wolf, Teignmouth<

Dieser Beitrag wurde von Imiak am 22.04.2003, 22:29 Uhr editiert.

22.04.2003, 22:27
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Imiak
Jungwolf




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Imiak ist offline
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Dann will ich mal diesen Thread nicht in den Tiefen des Forums verschwinden lassen und stell einmal eine kleine Geschichte hier rein, die ich vergangenen Herbst einmal geschrieben habe. Sie gefällt mir zwar heute nicht mehr hundertprozentig, aber Geschmäcker ändern sich eben. Wie auch immer, in Bezug auf die Wölfe ist diese Geschichte bestimmt nicht sonderlich realitätsgetreu, aber darum ging es mir ja damals auch nicht.
Also, viel Spaß (hoffentlich) beim Lesen.


Eine Nacht am Kristallsee

Der Weg stieg gemächlich an, wand sich über den mit hohem weichem Gras bewachsenen Hang, stetig emporklimmend, ehe die dunkle Flut der Wälder sich von oben heranwälzte und die sanften Wiesen ablöste. Karyuki hielt inne und blickte zurück in die schlafende Stadt im Schatten des Berges. Vor langer Zeit bereits hatte er die einsamen Straßen und ihre verschlossenen Häuser hinter sich gelassen, ein jedes Träger eines Schicksals; in jedem dieser Häuser lebten Menschen mit eigenen Sorgen, Hoffnungen, Träumen. Er war hier, um dafür zu sorgen, dass sie weiterhin friedlich vor sich hin leben konnten. Die kleine Stadt, nur eine von vielen in dieser weiten Welt und bestimmt nicht eine der bedeutenden, war schon seit Stunden im Schatten der Nacht versunken und nur vereinzelt blinkten noch die Lichter erhellter Fenster wie winzige Funken von der Niederung herauf.
Mit einem Schulterzucken wandte er sich ab und setzte seinen Aufstieg fort. Er brauchte nicht zu suchen, er hatte diesen Weg schon unzählige Male beschritten und das milchige Licht des Mondes, der wie eine silbrig glitzernde Münze vor dem samtenen Dunkel des sternübersäten Firmaments hing, genügte ihm, um den schmalen Pfad zu erkennen. Die Luft war erfüllt von leichter schwebender Stille, nur hie und da durchsetzt vom melancholischen Zirpen einer Grille. Es war nicht mehr weit und schon bald umgab Karyuki die tiefere Dämmerung des Waldes, dunkel und unnahbar, nur von Zeit zu Zeit vom flüchtigen Aufflackern eines Glühwürmchens unterbrochen, einem Licht, das keine Helligkeit brachte.
Das Gelände wurde zunehmend flacher, wies auf eine Stufe hin, die über Jahrhunderte von Regen und Wind aus der Flanke des Berges geschlagen worden war, noch bevor der Wald den Hang für sich erobert hatte. Schließlich teilte sich der Wald vor ihm, als wäre ein schattiger Vorhang beiseite gezogen worden. Vor ihm erstreckte sich, dunkel und ruhig, der See. Kirschbäume in voller Blüte säumten das Ufer, schienen in weißem Feuer zu entflammen, während das silberne Licht des Mondes in ihren Kronen spielte und die Luft war erfüllt von ihren blassrosa Blütenblättern, die unendlich leicht im schwachen Windhauch schwebten. Der Duft der Kirschblüten hing betörend in der Luft und unterstrich die magische Atmosphäre des schwarzen Wassers, auf dessen glatter Oberfläche sich das Licht der unzähligen Glühwürmchen widerspiegelte, gleich funkelnden Juwelen, die tief unter der Wasseroberfläche ihr sanftes Leuchten gen Himmel sandten.
Karyuki atmete tief durch, trat an das Ufer heran, legte den Kopf in den Nacken und stieß einen weithin schallenden Ruf aus, ein Geräusch, das nicht von dieser Welt zu stammen schien, doch von einer traurigen Schönheit erfüllt, für diejenigen, die es zu deuten vermochten. Ein leises Rascheln im hohen Gras hinter ihm antwortete auf seinen Ruf. Mit einem begrüßenden Lächeln wandte er sich um und blickte in Richtung der Wesen, die dort aus dem Schutz der Bäume traten. Sie waren vollzählig, bemerkte er, als sein Blick über die Schar der zierlichen grauen Wölfe schweifte und er konnte den hilfesuchenden Blick in ihren von tiefer Trauer erfüllten Augen erkennen.
Er trat einige Schritte näher und kniete nieder, wartend, dass der Alphawolf vortreten würde, um das Ritual in Gang zu setzen. Der Anführer des Rudels war etwas größer, als seine Artgenossen, doch schien er unter einer noch tieferen Last erdrückt zu werden, als die übrigen Tiere. Behutsam streckte Karyuki eine Hand aus und strich dem Geschöpf sanft durch das zerzauste graue Fell, blickte ihm tief in die Augen und fühlte, wie seine Seele mit der des Wolfes verschmolz, verstand die ruhigen Gedanken des Wesens, fühlte sein Leid, als wäre es sein eigenes.
Das war der Preis des friedlichen Lebens der Menschen unten im Dorf und überall auf der Welt: Das unermessliche Leid jener Tiere. Alle negativen Emotionen, Trauer, Verlust, Hass und Unterdrückung verblieben für eine kurze Weile im Geist des Menschen, ehe sie für gewöhnlich überwunden und vergessen wurden. Doch was geschah mit diesen Gefühlen, nachdem sie den Menschen verlassen hatten? Sie verschwanden nicht einfach ins Nichts, den Gefühle konnten nicht zerstört werden. Stattdessen suchten sie eine neue Heimat, um dort weiterzuleben. Die Wölfe hatten das ungeheure Opfer erbracht, diese Gefühle auf sich zu nehmen, das Leid der Menschheit an ihrer Stelle zu ertragen. Es war die Aufgabe Karyukis, an jedem Vollmond den See aufzusuchen und sie von ihrer Bürde zu erlösen, um zu verhindern, dass sie daran zugrunde gingen.
Er fühlte, wie die Trauer auf ihn übersprang, sich durch seine Gedanken fraß, ehe sie auf den Widerstand seines Geistes stieß und endgültig bezähmt wurde, umgewandelt in den Stoff, aus dem die Träume sind. Mehr als einmal hätte die ungeheure Flut an Schmerz und Leid ihn beinahe zerbrochen, doch er hielt stand, ewig, wenn es sein musste. Darin bestand sein Sinn, seine eigene Existenz für die aller anderen Lebewesen hinzugeben.
Mit einem tiefen Seufzer erhob er sich und blickte die anderen Geschöpfe an, einen nach dem anderen streifte sein flüchtiger Blick. Dann trat er in die Mitte des gebildeten Halbkreises und begann zu tanzen, langsam und melancholisch, doch seltsam beruhigend. Die Luft knisterte, doch mögliche erwartete Leuchteffekte blieben aus, an ihrer Stelle breitete sich schlicht eine vertrauenerweckende Aura der seelischen Ruhe über die Wölfe, nahm ihre Trauer in sich auf und bannte sie in den Traum jenseits der Welt, während der See still blieb und stumm beobachtete. Dennoch war es der See, dem die Wölfe ihre Heilung verdankten, ohne ihn hätte Karyuki es nicht vermocht, ihren Schmerz zu lindern.
Ein durchdringender Schrei, erfüllt von durchaus materiellem Schmerz, verloren und unglücklich, durchschnitt die erwartungsvolle Stille. Karyuki schüttelte bedauernd den Kopf. Den Wölfen brachte das Ritual Erlösung, doch ein Wesen, das selbst der Inbegriff des Unrechts war, das sich an den gequälten Seelen der Wölfe erfreute und für ihr Leiden mitverantwortlich war, ein Wesen, das allgemein als Mensch bezeichnet wurde, wurde gnadenlos in seiner Wirkung vernichtet. Es würde ein weiterer mysteriöser Todesfall bei Vollmond am See sein. Doch am Morgen würde der See nicht mehr hier sein. Niemand würde jemals über den Verbleib jenes unglücklichen Besuchers erfahren. Es schmerzte Karyuki, doch er konnte nichts daran ändern und am Ende war es vielleicht doch nicht vollkommen falsch. Immerhin waren sie es, die erst all das Unglück über die Wölfe gebracht und dafür gesorgt hatten, dass ihrer nur noch wenige geblieben waren...
Vielleicht nur Minuten, vielleicht aber auch Stunden später verlangsamte er seine Bewegungen, um schließlich schwer atmend zur Ruhe zu kommen. Der sanfte Wind war verebbt und das Gras übersät von den gefallenen Kirschblüten. Von Osten her hellte der Himmel sich allmählich auf. Karyuki blickte ihnen nach, als die Wölfe mit einem letzten dankbaren Blick wieder im Schatten des Waldes verschwanden. Für ein paar wenige Tage würden sie ein friedvolles glückliches Dasein führen können.
Seine Aufgabe war erledigt, bis zum nächsten Mond. Langsamen Schrittes wandte er sich von der beruhigenden Szenerie des unwirklichen Sees ab, um dorthin zurückzukehren, wohin er gehörte. Während des nächsten Monats würde auch er seinen Frieden finden. Nach der endlos erscheinenden Nacht kündigte sich ein sanfter Morgen an...

(Imiak, Okt. 2002)


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>Patrick Wolf, Teignmouth<

Dieser Beitrag wurde von Imiak am 17.04.2003, 22:30 Uhr editiert.

17.04.2003, 22:29
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Marina
Pantherkönigin




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Camargue (F)
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Ach je, nein, mit Abknallen ist gar nichts getan, auch nicht mit Abknallen der Jäger. Gerade im Moment sollten wir gelernt haben, dass damit kein Problem gelöst wird.

Ansonsten wollen wir hier ja wohl Wolfsgeschichten erzählen oder? Na, wer hat die Nächste?

24.03.2003, 12:23
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Azyura
Omega-Wolf




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Bayern (DE)
Beiträge: 217
Azyura ist offline
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@ Black Panthera:

Ich kenn die Story schon, da ich den User aus dem Wolfs-Rollenspiel kenne... Die Story hat wirklich was an sich, denn sie zeigt, wie Menschen mit solch einer Situation umgehen, und dieses Verhalten ist eigentlich sehr traurig...

*howl*


__________________

a rebell in chaos. a wolf in my soul.

23.03.2003, 22:01
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Queencheetah
Königsgepardin



Dabei seit: März 2003
Herkunft:

Beiträge: 565
Queencheetah ist offline
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Ich habe deine Wolfsgeschichte gelesen, Black Panthera.
Auch ich denke mir oft: Wieso sagen viele Menschen;ist doch bloß ein Tier! Ich finde, Tiere sind viel mehr wert als Menschen. Weil sie vernünftig denken und nicht alles zerstören.
Auch ich mag Wölfe, ich mag sie zwar noch lange nicht so sehr wie Geparden, aber ich finde ihr süßes Gesicht und ihr hübsches Fell schön.
Wilderer und Jäger sollte man entweder für immer hinter Gitter bringen oder abknallen. Ilovecheetahs

23.03.2003, 12:20
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CleanerWolf
Wolf




Dabei seit: Juli 2002
Herkunft: Berlin
Berlin (DE)
Beiträge: 609
CleanerWolf ist offline
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Und noch eine Wolfsgeschichte


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Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

28.01.2003, 23:33
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Black Panthera
the SilverDragon




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft: Deutschland
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 630
Black Panthera ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Black Panthera gestartet
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wie im leoparden und jaguarenthread wollte ich
eien geschichte schreiben..


ich habe allerdings iene aus dem internet gefunden..

wolfsgeschichte


__________________

In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

28.01.2003, 11:09
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