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PetraB.
Alpha-Wolf




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GAIA-Presseerklärung «Zirkus»

GAIA fordert ein Verbot von wilden Tieren in Zirkussen
Der Bericht einer Untersuchung ergibt, dass Tiere in Zirkussen chronisch leiden

Das Befinden von wilden Tieren in Zirkussen ist schrecklich. Oft sind sogar die Zuschauer nicht in Sicherheit. Außerdem sind die Darstellungen von wilden Tieren in den Zirkussen ohne jeden Erziehungswert. Das ist die Aussage eines detaillierten Berichtes und eines neuen Videos, beides heute von GAIA vorgestellt anlässlich einer Pressekonferenz in Brüssel. Der Bericht erlaubt auch einen Blick hinter die Kulissen des Zirkuslebens. Man wendet brutale Methoden bei der Dressur an und lässt ungeeignete Tiere auf obskure Weise verschwinden.

Von 1995 bis 2002 führte GAIA eine gründliche Untersuchung in 18 Zirkussen durch, die Vorstellungen in Belgien gaben, und untersuchte die Lebensbedingungen von Elefanten, Löwen, Tigern Jaguaren, Pumas, Schimpansen, Giraffen, Eisbären, Nilpferden, Nashörnern und anderen wilden Tieren. Die Lage ist verzweifelt und die Probleme sind grundsätzlicher Natur: Wilde Tiere leiden generell in Zirkussen.

In allen besuchten Zirkussen haben die Inspekteure festgestellt, dass die schlechten Lebensbedingungen bei den Tieren chronischen Stress und ernste Arten von Fehlverhalten verursachen. Das psychische Wohlergehen der Tiere wird davon dramatisch beeinträchtigt. Sie sind depressiv und apathisch. Es handelt sich hier um ganz klare Manifestationen von Unwohlsein, die auch der Gesundheit der Tiere (Reduzierung des Immunsystems) ernsthaft schaden können.

Professor Erik Van Der Straeten, Biologe, Experte von wilden Säugetieren und Kommissionsmitglied der zoologischen Gärten, erklärte auf der Pressekonferenz: ''Man kann unter gar keinen Umstände wilde Tiere in einem Zirkus einsperren. Die Zirkusse entsprechen nicht den minimalen Bedingungen, durch die das Wohlergehen der wilden Tiere garantiert wird. Die einzige Lösung wäre, diese Tiere in den Zirkussen zu verbieten. Außerdem ist die Sicherheit nicht gewährleistet: sowohl Menschen wie Tiere sind während der Vorstellungen in Gefahr.''

Im Jahr 2003 gibt es in Belgien keine spezielle Gesetzgebung für Zirkustiere. Es gibt eine Gesetzgebung, die Mindestanforderungen für die Haltung von Tieren in Zoos betrifft. Sie soll die schlimmsten Auswüchse verhindern, ist aber nicht anwendbar bei Zirkussen, in denen nicht einmal die Mindestanforderungen der Zoohaltung erfüllt werden. Das können sie auch gar nicht.

Zum Beispiel haben nach der Gesetzgebung zwei Elefanten Anspruch auf einen Außenraum von 1000m2. In den Zirkussen haben sie nur einige Quadratmeter und sind angekettet. Doch ein Elefant in einem Zirkus hat dieselben Bedürfnisse wie in einem Zoo. Das beweist den Ernst der Lage.

So geht's nicht weiter. GAIA appelliert an den Minister für Tierschutz, Herrn Jef Tavernier, dass Maßnahmen ergriffen werden. GAIA fordert ein gesetzliches Verbot, wilde Tiere in Zirkussen zu halten und einzusetzen. Einige Länder wie Dänemark, Schweden, Finnland, Israel und Singapur haben schon gänzlich oder teilweise den Einsatz von wilden Tieren in Zirkussen verboten. GAIA ist auch der Meinung, dass Haustiere nicht im Zirkus eingesetzt werden sollen, denn sie können in einem Zirkus nur unter schwierigen Bedingungen gehalten werden. Auch hierbei gibt es Tierschutzprobleme, die genauso unlösbar sind. Außerdem gibt es immer mehr Beispiele von Zirkussen ohne Tiere, die großen Erfolg haben (z.B. der Cirque du Soleil, der Cirque Plume und der Zirkus Ronaldo).

GAIA wird zunächst eine Informationskampagne in allen Grundschulen Belgiens durchführen, wobei das neue Video überreicht wird. Die Lehrer werden eine Informationsmappe erhalten. GAIA wird auch die Öffentlichkeit informieren durch neue Broschüren und Poster. Außerdem wird es eine Postkartenaktion geben, die für den Minister für Tierschutz, Herrn Jef Tavernier, bestimmt ist. Weitere Aktionen werden folgen.

GAIA ist nicht grundsätzlich gegen Zirkusse. GAIA plädiert dafür, dass die Zirkusse zu Vorstellungen ohne Tiere übergehen. GAIA will den Zirkussen helfen, für die von ihnen gehaltenen Tiere einen natürlicheren und angemesseneren Lebensort zu finden. Allerdings müssen sie sich verpflichten, in Zukunft keine Tiere mehr einzusetzen.

Der Bericht ''Tierleiden ist keine Unterhaltung'' beschreibt detailliert die größten Probleme, die sich stellen.

TRANSPORT
Jedes Jahr sind Zirkusse neun oder zehn Monate auf den Straßen. Sie reisen quer durch Europa und darüber hinaus und legen Entfernungen zurück, die tausend Kilometer per Tournee überschreiten können. Die Transportbedingungen der Tiere sind unannehmbar: sie reisen oft in schlecht belüfteten, dunklen Lastwagen. Die Elefanten werden an einem Hinterbein und/oder Vorderbein im Lastwagen angekettet, was sie daran hindert, sich hinzulegen. Die Giraffen müssen wegen ihrer Größe gebückt reisen, sonst könnten sie nicht unter Brücken durchfahren.

CHRONISCHES LEIDEN
Die Tiere befinden sich in Dunkelheit während 12 Stunden pro Tag. Sie leiden sehr unter Langeweile und Frustration. Nur während einer Viertel- oder halben Stunde können sie für die Vorstellung im Zirkus aus ihren Käfigen kommen. Die Tiere gehen fortdauernd hin und her und wiederholen unaufhörlich dieselben Bewegungen: sie schütteln den Kopf, drehen sich im Kreis, strecken die Zunge heraus oder verdrehen sie, verdrehen den Hals ... In den Zirkussen verbringen die Elefanten 22% ihrer Zeit mit anormalem Verhalten (Hin- und Herschaukeln, Kopfschütteln), und die Bären in den Zirkussen verbringen 30% ihrer Zeit mit Hin- und Herlaufen. Diese Verhaltensprobleme verschlimmern sich mit zunehmendem Alter, bis sie schließlich 75% der Aktivitäten des Tieres ausmachen. Die Langeweile führt auch zu einer sexuellen Aktivität von anormaler Intensität, auch Hypersexualität genannt bei bestimmten Arten. Die Reproduktion liegt also nicht daran, dass die Tiere sich wohl fühlen. In allen von GAIA besuchten Zirkussen wurden zahlreiche anormale Verhaltensweisen beobachtet (unter anderem Depression und Apathie). Das ist das Ergebnis unter anderem vom Eingesperrtsein in viel zu kleinem Lebensraum und bei fehlender Anregung. Sowohl die jungen wie auch die älteren Tiere und jene, die in der Natur gefangen genommen oder in Gefangenschaft geboren wurden, sind davon betroffen. Die Bedürfnisse von in Gefangenschaft geborenen wilden Tieren unterscheiden sich nicht von denen, die in der Natur geboren geworden sind.

ZWANG UND GEWALT
Die Zirkusnummern können für die Tiere schmerzhaft sein. Zum Beispiel, wenn die Elefanten sich hinsetzen oder sich auf den Vorder- oder Hinterbeinen aufrichten müssen, werden die Gelenke der Tiere überanstrengt. Die Dompteure von Elefanten benutzen den ''Elefantenhaken'', einen Stab mit einem spitzen Metallhaken am Ende. Mit diesem Haken schlagen sie Elefanten auf die Stellen des Körpers, wo die Haut am dünnsten ist, zum Beispiel hinter die Ohren.

WEG DAMIT
Oft werden die alten, nicht dressierbaren oder gefährlichen Tiere ''abgeschafft'' oder verkauft und landen in einem dubiosen Handel. Wenn sie Glück haben, kommen sie in spezialisierte Einrichtungen, wie Pantera und Stichting Aap (eine Organisation für Affen in Holland), die die Zirkusse nur allzu gern als ''Abfalleimer'' missbrauchen. Bei einem Besuch beim Staatszirkus Moskau hat man den Inspektoren von GAIA ganz deutlich nahe gelegt, die schwierigen Schimpansen (ein Schimpanse hat die sechsfache Kraft eines Mannes) aufzunehmen, damit der Zirkus neue junge Schimpansen aufziehen kann, mit anderen Worten: ein Teufelskreis, an dem GAIA sich selbstverständlich nicht beteiligen will.

UNSICHERHEIT
In Fragen der Sicherheit sind die Zirkusse nicht auf der Höhe. Es gibt weder eine Überwachung der Tiere noch der Käfige. Besonders die Elefanten, die großen Raubtiere und die Bären sind in Gefangenschaft sehr gefährlich. Außerdem können in einigen Zirkussen die Besucher sich mit jungen Löwen fotografieren lassen, was den Eindruck vermittelt, dass sie harmlos seien. In der Vergangenheit sind zahlreiche Unfälle aus dem Ausland bekannt geworden. Zwischen 1996 und 2000 hatte GAIA Kenntnis von fünf Unfällen. Wahrscheinlich gab es noch mehr, denn über solche Vorkommnisse wird weder berichtet noch erscheinen Meldungen in den Medien.

KEIN ERZIEHERISCHER WERT
Der Einsatz von wilden Tieren im Zirkus verstärkt das Bild vom Menschen, der das wilde Tiere beherrscht und unterwirft. Im Zirkus lernt man nichts über das Verhalten der Tiere, über ihre physischen Eigenschaften oder ihre Art zu leben. Außerdem werden die Tiere lächerlich gemacht: Bären, die Coca trinken, Elefanten, die rauchen, und bekleidete Affen werden zu unnatürlichen Verhaltensweisen gezwungen. Raubtiere werden eingesetzt für Nummern neben Tieren, die ihre natürliche Beute sind.

Der vollständige Bericht steht im Format PDF (970KB) oder als ZIP (433KB) zur Verfügung. Wer diese Kampagne unterstützen will, kann eine Informationsmappe (Plakate, Prospekte, Postkarten) anfordern bei:
GAIA , 90
Rue des Palais
B 1030 Brüssel
Tel.: 00 32 2/245 29.50
info@gaia.be


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© Alpha P.

31.01.2003, 21:51
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Black Panthera
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Black Panthera ist offline
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ich finde es gut das mal endlich was unternommen wrid... diese tiere haben ein besseres leben verdient wie das grausame zirkusdasein...

aber wie kommt man eigentlich an solche informationen????
obwohl ich jeden tag zeitung lese...

aber glaubt ihr die zirkusse geben zu das sie ohne tiere arbeiten sollen???
ich mien, eben wegen dieser tiere kommen doch viele besucher...
gibt es überhaupt ein tierzirkus wo die tiere nicht "qualvoll" leben???
ich habe mir eine dieser zirkusseiten angeschaut...
weiss nich tmehr wie die heißt... und da waren halt nur die zirkusse aufgelistet die schlecht isnd..
aber die guten wurden überhaupt nicht erwähnt...
oder gibts keine guten????

was würdet ihr denn von einem zirkus halten der tiergerecht auftritte macht???
oder können zirkusse gar nicht tiergerecht sein???


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Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

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solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

25.01.2003, 23:10
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Simba
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Wie einer Pressemitteilung der belgischen Tierschutz-Organisation "Gaia" zu entnehmen war, startet sie eine Kampagne gegen den Wildtier-Zirkus. Durch eine versteckte Kamera wurde in 80 Zirkussen belastendes Bildmaterial aufgenommen und soll nun veröffentlicht werden um den Druck auf die Zirkusse verstärken.

Animal Public in Deutschland, Gaia in Belgien, das gibt Hoffnung zu einem europaweiten Flächenbrand im Sinne der Tiere. Hinzu kommen die Länder wo die Tierhaltung bereits verboten ist.

25.01.2003, 15:09
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