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Black Panthera
the SilverDragon




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hospitalismus klingt nach krankenhaus...^^

tja...
der mensch kann ja für sowat ins krankenhaus...
tiere werden entweder erfolgreich behandelt...
oder büßen mit dem leben...



aber wenn tiere die gleichen symptome aufweisen würden wie die menschen...
ich glaube dann würden die tiere nicht wirklich überleben...
oder sie würden sich wieder ganz umanpassen...
und vll. mit der zeit evolutionieren...^^

(frau geht von wilden tieren aus)


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In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

24.01.2003, 22:47
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Ja, so etwas gibt es auch in ähnlicher Form beim Menschen. Man nennt das ''Hospitalismus''.

Zitat:
Hospitalismus äußert sich in folgenden Symptomen ( Erscheinungsformen ) :

- Ernährungsstörungen, Gewichtsabnahme, geringes Größenwachstum

- erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten

- verstärkte Weinerlichkeit, apathisches ( teilnahmsloses ) Verhalten , Desinteresse an der Umwelt : schwaches Neugierverhalten, Gleichgültigkeit gegenüber Mitmenschen

- Verzögerung der körperlichen und motorischen sowie der sprachlichen und geistigen Entwicklung

- gesteigerte Ängstlichkeit und Depressionen, Misstrauen und Aggressivität

- Verhaltensauffälligkeiten wie monotones Kopfwackeln, Nägelbeißen, Haareausreißen

Quelle


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... and yesss ... my rage ...
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24.01.2003, 19:25
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Black Panthera
the SilverDragon




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nur das der mensch in der lage ist konkrett seine lage zu beschreiben...
er kann sagen wos weh tut..
den schmerz beschreiben...


tiere können das zwar auch...
aber man muss es interpretieren...
weil tiere ja nicht reden können...


würden menschen auch weben???
würde er auch mit dem kopf hin und herwackeln???

kriegen diese tiere denn nicht irgendwann so einen richtigen blackout???
wo sie total durchdrehen???


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24.01.2003, 17:07
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Simba
Routinier




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Zitat:
Original von PetraB.
Grundsätzlich muss ich Dir zustimmen Simba, jedoch weben sich die Tiere nach meiner Meinung nicht in den Wahnsinn, sie versuchen durch das Weben dem Wahnsinn zu entkommen ... bzw. den permanenten Stress, unter dem sie stehen, zu ertragen.


Jepp, da hab ich mich in der Tat falsch ausgedrückt. Natürlich versuchen sie dem Elend durch dieses Verhalten zu entfliehen ...

Sperrt man einen Menschen lebenslang in ein leeres Zimmer, wo er zur Untätigkeit verdammt ist, würde er ebenso schwerste Verhaltensstörungen erleiden. Also es ist egal auf welches Lebewesen man es bezieht, die Folgen die solche Lebensbedingungen nach sich ziehen sind überall in etwa dieselben.

24.01.2003, 15:03
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Black Panthera
the SilverDragon




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würden tiere auch so weben wenn sie in gruppen gehalten würden???
auch einzelgängerrassen???

ich mein...
dann hätten sie beschäftigung...
ich verstehe nicht warum die menschen den zirkustieren dies antun und das die behörden dies auch noch zulassen...

kann man eine behörde anzeigen wegen unterlassener tierschutzmassnahmen???


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24.01.2003, 10:53
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PetraB.
Alpha-Wolf




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PetraB. ist offline
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Ja nettwork,

ich fand diese Untersuchung auch sehr interessant. Zwar wusste ich, dass das Weben eine Art ''Selbstschutz''funktion erfüllt, bzw. eine Ersatzhandlung darstellt, aber dass die Tiere dadurch ''aktiv'' ihren Stress bewältigen, war mir in der Form auch nicht bekannt.

:)


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24.01.2003, 10:34
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nettwork
Panthera leo




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Das ist gut, was du da rausgesucht hast Petra!

Möglicherweise ist mein Wissen etwas zu allgemein und es trifft nicht wirklich auf 'Weben' zu. Interessant finde ich die Erkenntnis, dass Pferden in diesem Fall scheinbar kein körperlicher Stress nachzuweisen ist. Das ist ja dann eine Art Schutzmechanismus gegen die Umwelt.


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24.01.2003, 10:25
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Nun, ich habe bereits BP gegenüber erwähnt, daß ich so ein Verhalten auch von Tigern kenne, und das es zur Entfernungsbestimmung dient. Jedoch wusste ich nicht das Du (BP) meintest, daß es praktisch chronisch und ständig passiert.

Wenn ein Tiger das ständig machen würde, dann käme ich auch zum Schluß ein eine Verhaltensstörung vorliegt und nicht das er zwanghaft wissen will, wie weit alles entfernt ist. Obwohl ich bei einem Menschen sowas nicht so pauschal ausschließen würde *g*.

Hier der Link auf meiner Seite wegen der Entferungsbestimmung: Link.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

23.01.2003, 22:36
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Grundsätzlich muss ich Dir zustimmen Simba, jedoch weben sich die Tiere nach meiner Meinung nicht in den Wahnsinn, sie versuchen durch das Weben dem Wahnsinn zu entkommen ... bzw. den permanenten Stress, unter dem sie stehen, zu ertragen. Somit muss ich Dir nettwork in Bezug auf die Ursache => Reizmangel widersprechen.

Hier eine Untersuchung über das Weben von Pferden:

Zitat:
[...] 1. Ursächlich liegen bei den hier untersuchten webenden Pferden dem erstmaligen Weben einschneidende Belastungssituationen zugrunde. Als Auslöser fällt der Fütterung eine besondere Rolle zu. [...]

Die erniedrigte Nozizeptionsschwelle stützt die These der streßabbauenden Funktion des Webens, da es bei Streß üblicherweise zu einer Erhöhung der Herzfrequenz und einer Heraufsetzung der Schmerzschwelle kommt. Die wohl aufgrund zentralnervöser Vorgänge herabgesetzte Reaktionsschwelle spricht gegen die häufig postulierte „Selbstnarkotisierung“ durch das Ausführen einer Stereotypie, welche zu einer verminderten Wahrnehmung von nicht adäquaten Haltungsbdingungen führen soll. Die unveränderten Plasmaspiegel der verschiedenen Blutparameter geben keinen Hinweis darauf, daß die entsprechenden Konzentrationen im ZNS ebenfalls unverändert sind, sondern sie stützen vielmehr die These, daß nur die zentralnervösen Konzentrationsveränderungen verschiedener Substanzen für das Entstehen von Stereotypien verantwortlich sind.

Angesichts dieser erregungsreduzierenden Funktion der Websequenzen und der Tatsache, daß weder durch diese noch durch andere Untersuchungen eine grundsätzliche Beeinträchtigung der Gesundheit webender Pferde festgestellt werden kann, muß eine rein symptomatische „Therapie“ dieser Verhaltensstörung durch mechanische oder pharmakologische Maßnahmen kritisch hinterfragt werden.

Quelle


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23.01.2003, 22:02
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nettwork
Panthera leo




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Ich stimme Simba zu.

Stereotypes Verhalten ist die ständige Wiederholung einer Verhaltensweise.
Dabei findet dieses Verhalten seinen Ausgang in einer natürlichen Verhaltensweise, die das Tier auch unter normalen Umständen zeigt. Mit der Zeit wird aber die Intensität und die Dauer länger und das bestimmte Verhalten wird zwecklos eingesetzt. So wird z.B. aus einem einfachen Kopfheben ein ständiges Wippen, das durch keinen Mechanismus mehr abgestellt wird.
Meist führt ein dauerhafter Reizmangel zu solchen Handlungsweisen. Tiere, die diese Symptome über längere Zeit entwickeln sind geistig stark beeinträchtigt und bedürfen einer regelrechten Therapie, um sie wieder an eine 'vernünftige' Umgebung zu gewöhnen. Später kann ein einfacher Reiz dazu führen, dass dieses stereotype Verhalten wieder auftaucht.

Manche Symptome sind leicht zu erkennen, bei anderen kann man es aufgrund mangelhafter Freilandstudien nicht genau sagen. Verdächtig ist immer die Zunahme von Dauer und Intensität eines bestimmten Verhaltens. Schon einmal eine Raubkatze gesehen, die ohne Grund ganz nervös in einem 15m² Gehege hin und her läuft - stundenlang?


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23.01.2003, 20:37
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