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PetraB.
Alpha-Wolf




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Ansiedlung von Luchsen droht zu scheitern

Keine Meldung von Sendern

Zwiesel (mm/lby) - Die Wiederansiedlung von Luchsen im Bayerischen Wald droht zu scheitern. Nach Einschätzung von Experten ist die Zahl der Raubkatzen in Niederbayern und der Oberpfalz auf nur noch etwa ein Dutzend zurückgegangen.

''Die Zahl hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren halbiert'', sagte der Luchsexperte Manfred Wölfl. Er befürchtet, dass die Luchspopulation durch illegalen Abschuss zurückgegangen ist. Jäger würden die ''Pinselohren'', die sich hauptsächlich von Rehen ernähren, als Konkurrenten betrachten.

Auch ein Vorhaben zur Erforschung der Luchse in Ostbayern und in Böhmen ist gefährdet. Für das Gemeinschaftsprojekt des Naturparks Bayerischer Wald in Zwiesel und des bayerischen Umweltministeriums in Zusammenarbeit mit dem Landesjagdverband, Bund Naturschuztz und Landesbund für Vogelschutz wurden vier Tiere mit Sendern ausgestattet. Vom Jungtier ''Chica'' konnten seit August, vom Weibchen ''Andra'' seit Oktober keine Signale mehr empfangen werden, berichtete das bayerische Umweltministerium. Nur von ''Beran'' und ''Don'' gibt es noch Lebenszeichen. ''Das Luchsprojekt bereitet uns große Sorgen'', sagte deshalb Umweltminister Werner Schnappauf (CSU).

Durch das Projekt wollten die Wissenschaftler Erkenntnisse über die Lebensgewohnheiten der Tiere bekommen. Die Funksignale der beiden vermissten Tiere sind plötzlich über Nacht abgebrochen, erklärte Wölfl. ''Ein technischer Defekt ist unwahrscheinlich, das kündigt sich meist an.''


''Bert'' wurde erschossen

Für Schnappauf ist besonders besorgniserregend, dass rund 20 Kilometer von der Grenze entfernt in Tschechien erst kürzlich der durch einen Bauchschuss erlegte Luchs ''Bert'' entdeckt worden ist. Die Ermittlungen der tschechischen Polizei hätten bisher nichts ergeben. Im Herbst 2000 war auf deutscher Seite am Rande des Nationalparks Bayerischer Wald ein erschossener Wolf entdeckt worden. Damals konnte die Staatsanwaltschaft ebenfalls keinen Jäger oder Wilderer ermitteln.

Um den Jägern entgegen zu kommen und die Akzeptanz der Luchse zu erhöhen, hat Schnappauf angeregt, den Einfluss der Großkatzen künftig bei der Festlegung der Abschusszahlen für Rehwild zu berücksichtigen. Jeder Luchs frisst durchschnittlich ein Reh pro Woche. ''Es muss uns gelingen, für den früher ausgerotteten Luchs in Bayern wieder eine Heimat zu finden'', so der Minister.

mm

17.01.2003

Quelle: Merkur Online


Luchs Nachrichten 1

Luchs Nachrichten 2

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Jagd auf Wölfe – aber es gibt neue Pläne im Bayerischen Wald: Abschuß von zwei Luchsen?

v. Markus Christandl

Lassen sich zwei im Bayerischen Wald herumstreunende Wölfe nicht einfangen, sollen sie getötet werden. Während ihre Häscher sie zu stellen versuchen, bahnt sich eine weitere Jagd auf Raubtiere im Nationalpark an: Im Lamer Winkel sollen zwei Luchse abgeschossen werden.

Ein entsprechender Antrag wurde am Montag vom Hegering Lamer Winkel beim Bayerischen Jagdverband eingereicht. Das ist das erste Mal seit 1975, dass auf den Luchs Jagd gemacht werden soll. Offiziell streifen sieben Raubkatzen durch die Reviere, es können aber auch mehr sein.

An den Jägerstammtischen herrscht seit Wochen Hilflosigkeit wegen des Speiseplanes der Luchse. „Jeder von ihnen frisst 50 Rehe pro Jahr“, sagt Hegeringleiter Herbert Liebl (49) aus Arrach im Lamer Winkel.

Er und seine Kollegen müssen aber Abschusszahlen für Rehe (beispielsweise wegen Waldverjüngung oder Wildverbiss) einhalten. Aber es läuft ihnen immer weniger Wild vor´s Gewehr. Mit Folgen für die Jäger, die in einen Konflikt geraten: „Ich kann dich nicht auf jedes Reh schießen, das ich sehe“, sagt Liebl, der als Leiter von 29 Jagden insgesamt 10.000 Hektar Gebiet betreut. Gegrummelt wurde des Problems schon öfters unter den Jägern. Der Plan: die Luchspopulation um zwei Stück dezimieren – nur wie? Diese Unzufriedenheit hat auch der Luchsbeauftragte für den Nationalpark Bayerischer Wald, Manfred Wölfl, mitbekommen und zumindest Verständnis signalisiert. Er wandte sich direkt an die Jäger: „Macht´s das offiziell! Beantragt eine Abschussgenehmigung!“

Das haben die Jäger nun gemacht, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Hegeringleiter Liebl verteidigt sich: „Wir wollen den Luchs nicht ausrotten, wir wären sogar bis vor kurzem nie auf die Idee gekommen, dass wir auf so etwas Schönes schießen.“ Der Luchsbeauftragte Manfred Wölfl bereitet derweil eine offizielle Stellungnahme zum Abschussplan vor.


tz. vom 09.05.02


Leider konnte ich keine Informationen finden, ob der Abschuss der Luchse letztendlich genehmigt wurde.


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... and yesss ... my rage ...
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Dieser Beitrag wurde von PetraB. am 21.01.2003, 11:20 Uhr editiert.

21.01.2003, 00:33
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CleanerWolf
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  Luchse in Bayern in Gefahr?Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Angeregt durch eine Bemerkung von Shir Kan in einem anderen Thread eröffne ich hier mal ein neues Topic zu dem Thema.

Die Population der vor einigen Jahren in Bayern ausgesetzen Luchse ist stark zurück gegangen.
Nun werden Jäger verdächtigt, Luchse abgeschossen zu haben.

Ich habe mal im Feindeslager, also dem W&H-Forum nachgeguckt und das hier gefunden:
http://www.wildundhund.de/cgi-bin/ubb/ul...c&f=12&t=000270

Ich hoffe das Beste für die Luchse, aber vor ein paar Monaten war doch mal was mit 2 illegal abgeschossenen Luchsen... Hm.
Hab jetzt keine Zeit mehr zum recherchieren, vielleicht findet jemand von Euch noch was Konkretes...


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Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

21.01.2003, 00:23
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