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tiger-lilly
Tiger




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Heinz Sielmann ist am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben.

08.10.2006, 17:55
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tiger-lilly
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Hallo ich möchte diesen Thread nutzen, um mal wieder einen neuen Artikel über Heinz Sielmann zu posten. Für mich ist Sielmann einer der erstaunlichsten Männer des internationalen Naturschutzes. Ich finde es einfach klasse, wie agil dieser Mann trotz seines hohen Alters noch für den Tierschutz kämpft. Möge er noch lange leben.

Heinz Sielmann sieht sich als glücklicher Mensch

Osnabrück (AP) Der 87-jährige Tierfilmer Heinz Sielmann ist trotz aller Sorge um die Erhaltung der Natur nach eigenen Worten ein «glücklicher Mensch». Er habe mit der Arbeit in der Natur immer das tun können, was ihm Spaß mache. «Das Leben ist eine Wucht», sagte Sielmann der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstagausgabe).

Pessimistisch äußerte er sich dagegen über die Entwicklung der Natur. 1938 habe er seinen ersten Tierfilm gedreht, «seitdem hat sich die Zahl der Menschen auf über sechs Milliarden verdreifacht, und mehr als die Hälfte aller Wirbeltierarten ist in ihrer Existenz bedroht», sagte Sielmann. «Doller geht es doch wohl nicht.»

Der 87-Jährige kritisierte, dass der Naturschutz in Krisenzeiten als zu teuer in Frage gestellt werde. «Wir müssen im Gegenteil aufpassen, weil unsere Maßlosigkeit die Natur so weit zerstört, dass sie anfängt, sich zu rächen.» Als Beispiel nannte Sielmann die Jahrhundertflut an der Elbe vor zwei Jahren. Die Bundesregierung bemühe sich zwar um effektiven Umweltschutz, aber gegen «den schicksalhaften Drang» der Menschen, immer mehr haben zu müssen, sei schwer anzukommen.

Sielmann zeigte sich indessen überzeugt davon, dass Dokumentarfilme die Welt verändern können. «Filme können Menschen von den Stühlen reißen, die Leute zum Jubeln bringen und sie zu Tränen rühren. Der Film ist ein unwahrscheinlich psychologisches Mittel.»

Seine Filme und Reportagen würden derzeit digitalisiert und blieben somit der Nachwelt erhalten. Auf die Frage, ob es überhaupt noch Naturschätze gebe, die niemand mit der Kamera dokumentiert habe, sagte Sielmann: «Gehen Sie in Ihren Garten. Da gibt es Hunderte unentdeckter Wunder.»

Sielmann wurde vor allem mit seiner ARD-Serie «Expeditionen ins Tierreich» populär. 1991 wechselte er zu RTL und zeigte in zehn Folgen auf, welchen ungeheuren Veränderungen die Natur in den vergangenen 50 Jahren unterworfen wurde. Danach produzierte er für Sat1 Dokumentationen mit den Themen «Sind die Alpen noch zu retten» und «Jagd als Naturschutz».

quelle: http://de.news.yahoo.com/040903/12/46x3q.html

04.09.2004, 15:00
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Marozi ist offline
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Sicherlich mag die Jagd grausam sein, aber ganz unrecht hat der Mitarbeiter da nicht... Versteh mich bitte nicht falsch, ich will weder die Stiftung verteidigen noch finde ich es gut mit den heutigen Methoden Tiere zu jagen, aber die Waldschäden durch sog. "Nutzwild" wie Wildschweine oder auch Rehe können teilweise immens sein. Zwar ist das sicherlich ihr natürliches Verhalten, aber die Regulierung der Art fehlt halt schlichtweg, da keine Räuber mehr dafür sorgen.


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

11.01.2003, 23:30
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CleanerWolf
Wolf




Dabei seit: Juli 2002
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CleanerWolf ist offline
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  Heinz Sielmann Stiftung...Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich habe bis vor ca. 2 Monaten noch für die Heinz-Sielmann-Stiftung gespendet, bis ich erfuhr, daß unser alter Professor Jäger ist.
Darufhin schrieb ich folgenden Brief:
Zitat:
Hallo Herr Sielmann,

Bitte streichen Sie mich von Ihrer Adressenliste, ich werde in Zukunft nichts mehr für ihre Stiftung spenden, die Gründe dafür sind Folgende:

1. Ich habe kürzlich erfahren, daß sie Jäger sind. Da ich die Jagd, vor allem in ihrer heutzutage praktizierten Form, aus ethischen und moralischen Gründen ablehne, fördere ich keine Jäger und Jagdbefürworter. Im Gegenteil - ich setze mich für die Abschaffung der Jagd ein. Sie können sich noch so oft Fischotterbabys knuddelnd ablichten lassen, als Tierschützer sind Sie nicht ernst zu nehmen.

2. Ich weiss nicht, wieviel von dem an Ihre Stiftung gespendeten Geld auch wirklich zum bestimmten Einsatzzweck verwendet wurde, klar ist jedoch, daß ein Teil davon ständig für Adressenaufkleberchen und Kalender ausgegeben wird, die Sie ihren Spendern als "Dankeschön"zukommen lassen. Es mag undankbar klingen, aber ich bin an derlei Geschenken nie interressiert gewesen.
Das beste Geschenk wäre für mich eine Natur, in der ich mit meinem Hund spazieren gehen kann, ohne Angst haben zu müssen, daß er von Jägern über den Haufen geschossen wird oder einer von uns beiden in eine Totschlagfalle tritt, eine Natur, in der es wieder selbstverständlich ist, daß man Tiere tagsüber ohne Fernglas beobachten und fotografieren kann ohne daß sie sofort in panischer Angst davonrennen, sobald sie mich bemerken.

Vor ein paar Tagen bekam ich einen Antwortbrief von einem Sielmann-Mitarbeiter, aus dem ich mal den Teil über die Jagd abgetippt habe:
Zitat:
Zu Ihren Anmerkungen bezüglich der Jagd: Die Ausübung der Jagd auf bestimmte - nicht auf alle - Wildarten halten wir für notwendig: Man denke im Falle des Schwarzwildes an Schäden in der Landwirtschaft, an Schweinepest u.a. Die Heinz Sielmann Stiftung hat mit dem Erwerb von Flächen zum Zwecke des Naturschutzes das Recht, aber auch die Verpflichtung zur Ausübung der Jagd übernommen. Damit dieser Verpflichtung nachgekommen wird, ohne naturschutzfachliche Zielsetzungen zu gefährden, haben wir uns entschlossen, die Jagd auf diesen Flächen nicht zu verpachten, sondern in Eigenregie auszuüben. Wir haben dadurch die Möglichkeit, solche Jagdmethoden zu wählen, die den Wildbestand möglichst wenig beeinträchtigen und die sich an den wildökologischen Verhaltensmustern orientieren. Wir können zulässige, aber nicht verbindliche Jagdarten wie Fallenjagd ausschliessen und Flächen als Rückzugsgebiet benennen, in denen die Jagd ruht. Nicht zuletzt haben wir die Möglichkeit, dass wir die Jagd an die Erfordernisse der Öffentlichkeit anpassen können, so dass diese durch die Jagdausübung nicht gestört wird.

Ich möchte Heinz Sielmann hier nicht komplett runtermachen, er hat durch seine Tierfilme sicher eine Menge für die Tiere getan, aber ich unterstütze nunmal keine Organisationen, die vorgeben, sich für den Tier- und Naturschutz einzusetzen, dies aber mit der Schusswaffe tun.


__________________
Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

11.01.2003, 22:34
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