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Tigerforum » Mitgliederbereich & Off-Topic » Politik » [Diskussion] Schmerzensgeld in den USA lässt Ärzte Streiken » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Eigentlich war ich der Meinung mich klar artikuliert zu haben. Was mit diesen armen Ärtzen die sich nun keine 200.000 Doller Versicherung mehr leisten können ist mir herzlich egal. Keine Versicherung -> keine Abprobation, so sollte die einfach Regel sein.

Ich habe mit keinem Wort auch nur angedeutet, daß mir die Assisstenzärzte, die oft 80% eines Krankenhauses schmeißen mir egal sind. Natürlich muß man um diese besorgt sein, und sie müssen im Sinne von Versicherungen eben nicht selbst, sondern durch KH gestützt werden. Nur das scheitert wieder am wirtschaftlichen Ziel eines Krankenhauses, daß in vielen Fällen eben auch wie jede andere "Firma" Gewinn abwerfen muß.

Das Rechtssystem in den USA ist soweieso ein Fall für sich. Viele Entschädigungen sind in ihrer absurden Höhe genau das richtige Mittel um den Verursachern Herr zu werden. Das war auch das Ziel, leider ist es in den letzten Jahren durch viele Winkeladvokaten in den Staaten scharmlos mißbraucht worden. Reformstau ist kein deutsches Patent, sondern ein Exportschlager in alle Welt - leider.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

09.01.2003, 22:51
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PattWór
Crond'Llor




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Shir Khan, das ist doch das allgemeine Problem. Die misligen Zustände interessieren keinen Menschen, so lange sie nicht direkt oder indirekt selbst davon betroffen sind.
Ich weiß nicht, wie es dir geht, mich interessiert jedenfalls, wieviele Stunden der Arzt schon auf dem Buckel hat, der mich operieren wird.
Mich interessiert es auch, wenn die Volksgesundheitspflege unter diversen Praktiken leidet oder nicht. Ich will auch morgen noch mit einer komplizierten Handfraktur zum Arzt gehen können und sie mir wieder richten lassen.
In deinen Worten sehe ich leider die selbe Ignoranz, die du der allgemeinen Menschheit vorwirfst, wenn es um das Leid der Tiger geht. So oder so ist Ignoranz kein guter Berater.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


09.01.2003, 17:43
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Panther
Pantherkönig




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aber ...

es muesste dich kuemmern shir khan, dass dadurch, durch diese irre praktiken manche patienten nicht mehr zu den operationen kommen, die fuer ihr ueberleben notwendig sind, dass sie nicht mehr genug aerztliche versorgung haben und dann schaden nehmen koennten. und ich weiss auch, dass nur einzelne von den aerzten hier bei uns absahnen, die anderen haben ihre probleme. wenn durch solch dumme klage praktiken nur stirbt dann ein patient, es schon ist verwerflich.

diese schadenersatz klagen sind doch einfach irre dort. steht in kein verhaeltnis zu nix mehr und darum es geht in mein augen und nicht in erste linie um geld haben oder kein geld haben von die aerzte.

ich bin auch nicht dafuer, sagte ich ja, dass manche praktiken von den luxus aerzten einfach so gemacht werden, aber es geht hier nicht in erst linie darum, sondern um dann solche situationen, die hat beschrieben pattárchta bei dem unfall. das ist doch hirnrissig. echt.


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Panther Koenig Jamie oder auch CJP ...

Dieser Beitrag wurde von Panther am 09.01.2003, 16:24 Uhr editiert.

09.01.2003, 16:22
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Zitat:
von Nala:
Auf Grund der hohen Schmerzensgeldzahlungen denen ärztliche Kunstfehler zu Gunde liegen, sind die Versicherungen der Ärzte gegen Kunstfehler ins unermessliche gestiegen. (ca. 150.000-200.000 $ im Jahr muss ein Arzt dafür berappen) Viele Krankenhauschirurgen können sich das aber nicht mehr leisten.


...nicht mehr leisten.... das heißt in meinen Ohren, daß es für viele Festangestellte, ich rede nicht von den Assisstenzärzten die 24-h-Schichten haben, bisher doch bezahlbar war. Und das diese feine Herren das nicht mehr bezahlen können, soll mich kümmern??? Definitiv nein!!


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

09.01.2003, 16:13
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PattWór
Crond'Llor




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PattWór ist offline
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Daß in den USA im Rechtsystem einiges im Argen liegt, ist kein Geheimnis. Eine Fassette davon sind die überzogenen Schadensersatzklagen.

Aber in einem Punkt kann ich dir nicht zustimmen, Shir Khan. Ärzte haben weder einen lauen Job, noch sind alle Ärzte stets gut bezahlt. Dies mag für prominente Schönheitschirurgen und Ärzte, die eine eigene Praxis haben, zutreffen. Jedoch gehen in Krankenhäusern angestellte Ärzte mit einem recht bescheidenem Gehalt nach Hause (sowie hier als auch in den USA).
Der größte Mißstand sowie in den USA als auch hier in Deutschland sind die unmenschlichen Arbeitszeiten von Chirurgen und Stationsärzten.
Ich sag dir was: Jeder LKW-Fahrer hat seine festgeschriebenen Lenkzeiten und Pausen, die er einzuhalten hat. Jeder Arbeiter hat seinen 8-Stunden-Tag (mit entsprechenden Pausen). Ärzte jedoch schieben ihre normale 8-Stunden-Schicht und bis zu 20 mal im Monat darf er direkt an seiner regulären Schicht noch 16 Stunden Bereitschaft dranhängen. Und glaub mal ja nicht, daß der Arzt in seiner Bereitschaft viel Zeit zur Erholung findet. Da haben wir schon mal quasi einen regulären 24-Stunden-Dienst. Aber häufig müssen dann dazu noch Doppelschichten gefahren werden, weil die Kliniken Kosten einsparen müssen und am Personal sparen. Nicht selten müssen Ärzte und Chirurgen dann 32h-Schichten schieben. Und das bei einem Berufsstand, wo es wirklich um etwas geht, nämlich die Gesundheit der Patienten. Anscheinend ist es schlimmer, wenn ein Bauteil wegen Übermüdung des Arbeiters versaut wird, als daß einem Menschen bestenfalls die Gesundheit aufgrund der Übermüdung des Arztes ruiniert wird. Denk mal über die Arbeitsbedingungen dieser Ärzte nach, bevor du so zynische Texte ablieferst.

Ach ja, was das Rettungswesen in den USA angeht:
Laut dort geltendem Gesetz sind auch Leienhelfer für ihre lebensrettenden Maßnahmen vollständig haftbar. Folgendes Beispiel:
Ein Wagen hat sich überschlagen und liegt im Feld. Ihr als Verkehrsteilnehmer hältet an, begebt euch zum verletzten Fahrer und stellt fest, daß er komatös ist. (Im schlimmsten Fall atmet der Verletzte nicht mehr und hat gar keinen Puls mehr.) Ihr befreit ihn und holt ihn aus dem Wagen heraus, um die lebensrettenden Maßnahmen einzuleiten. Leider habt ihr nicht diagnostizieren können, daß das Rückrad gebrochen ist und durch die Bewegung eine Querschnittslähmung eingetreten ist.
Durch eure Hilfe hat dieser Mensch überlebt und verklagt euch als Leienhelfer auf Millionenhöhe, weil ihr ihm bei der Rettung eine Querschnittslähmung zugefügt habt.
Soll ich euch etwas sagen? Unter diesen Umständen würde ich ebenfalls weiterfahren und den Menschen verrecken lassen!!
Ein Glück, daß in Deutschland die Leienhelfer gesetzlich abgesichert sind und nicht für etwaige Folgeschäden haften.


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Homo lupo lupus est.
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09.01.2003, 14:02
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Na, wenn es um Schadensersatz geht ist Amerika der Top-Tipp auf Erden. Ich höre mal von einem Fall das eine 60-jährige Frau ihren Kater in der Microwelle nach dem Baden trocknen wollte. Wie das ausging kann sich wohl jeder vorstellen. In der Bedienungsanleitung der Microwelle stand aber nicht, daß man damit keine Haustiere trocknen darf. Nach einer Klage gegen der Hersteller bekam diese Frau dann satte 3,8 Mio. Dollar. Deswegen steht heute bei jeder Microwelle in den USA dabei, daß man keine Tiere damit trocknen kann.

Zu den ärtzen kann ich eigentlich nix sagen. Vielleicht sollten sie ihren Job gründlicher Machen. Ich kenn keinen anderen Handwerker der 3 mal im Jahr ne Mauer falsch hochzieht und danach immernoch seinen Job hat. Wenn ich schon höre, die armen Chirurgen können sich bals ihre 200.000$ pro Jahr Versicherung nicht mehr leisten!! Och, diese armen unterbezahlt Schlucker, man sollte Spendenaufrufe starten.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

09.01.2003, 11:31
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Panther
Pantherkönig




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Camargue (F)
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Panther ist offline
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oui, so hat alles seine zwei seiten. ich bin sehr dagegen, dass werden sogenannt kunstfehler verschleiert irgendwi und folgen heruntergespilt, aber was geschieht nun da, ist ja auch nicht im sinne der sache und der patienten. wenn sich keiner mehr wagt heran an medizin, an risiko, an probleme der gesundheit, dann steht patient da mit offene mund. ich denk, oft wird mit diese forderungen gross uebertrieben. es ist ja zum teil in andere bereiche als in medizin schon echt laecherlich, was man hoert aus die land ueber die gross teich. da jemand tut rein in mikrowelle verruekte zeug und dann klagt an firma, weil da nicht steht, diese verruekte zeug gehoert nicht in die mikrowelle.

ich verbrenn mich mund an kaffee und kann dann klagen an den, der mir hat gegeben das getraenk auf millionen usw.

das ist irre und fehlt wol ganz der gesund menschenverstand bei der angelegenheit dabei. mensch hat doch in kopf drin etwas wie graue zellen, die er kann schalten ein und handeln nach gescheite ueberlegungen und nicht so etwas ....


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Panther Koenig Jamie oder auch CJP ...

09.01.2003, 09:28
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Nala
Löwin




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Eigenes Grab geschaufelt – Kunstfehlerklagen treiben US-Ärzte aus der Praxis

Tja, da haben sie ihren Salat die Amis....
Auf Grund der hohen Schmerzensgeldzahlungen denen ärztliche Kunstfehler zu Gunde liegen, sind die Versicherungen der Ärzte gegen Kunstfehler ins unermessliche gestiegen. (ca. 150.000-200.000 $ im Jahr muss ein Arzt dafür berappen) Viele Krankenhauschirurgen können sich das aber nicht mehr leisten. Deshalb kommt es momentan immer öfter zu öffentlichen Demos der Ärzte sowie zu Plakaten und Fernsehsendungen in denen auf die Problematik hingewiesen wird. Teilweise gibt es in Krankenhäusern schon keine Neurochirurgen mehr, aus Angst vor Klagen sehen sich viele Ärzte gezwungen riskante Behandlungen und Eingriffe nicht mehr vorzunehmen. „dazu zählen sie Narkosen für schwangere Frauen, Behandlungen von offenen Brustwunden oder Handoperationen. Aber auch Geburten stehen inzwischen auf dem Index...Manche Ärzte gestehen auch ein, dass sie an einem Unfallort aus Angst vor Klagen keine erste Hilfe mehr geben, sondern möglichst schnell weiterlaufen“ (Luxemburger Wort 09.01.2003)
Offensichtlich ist wohl die Auswirkung: Bedrohung der ärztlichen Versorgung....
Nun gibt es Bundesstaaten (im ganzen sind es 12) in welchen es eine Begrenzung der Höhe bei Schadensersatzklagen gegen Ärzte oder Pharmaziefirmen gibt... Bush will das landesweit ausweiten. Muss sich aber gegen Kritik aus den eigenen Reihen zur Wehr setzen. Die werfen ihm nämlich vor, es gehe im um die Interessen vor allem der großen Konzerne. Weil es eben so aussieht, als ob alle Gesetzesänderungen nur den Klageweg erschweren....
Allerdings “haben die meisten zu dem Ärztestreik im Fernsehen befragten Amerikaner Verständnis“ für die Lage und die daraus resultierenden Kohnsequenzen der Ärzte.
Was aber ist denn nun gerecht????
Wer will denn ermessen ob 2,4 Millionen Dollar zu viel sind für den Tod eines Babys, weil eine Drehung des Darmes von Ärzten übersehen wurde?
Ich finde es viel zu hoch... weiß aber auch keinen gescheiten Rat..... nur wenn letzten Endes die Konsequenz die ist, dass Ärzte nicht mehr erste Hilfe leisen, dass sie nicht mehr praktizieren... dann ist da etwas nicht in Ordnung... und immerhin sind Ärzte eben auch nur Menschen, was nicht verschönen soll, dass Fehler ihrerseits, das Leben des Betroffenen mehr als nur aus der Bahn werfen können... aber müssen es Millionen an Entschädigung sein?




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...wonder where the lions are....

09.01.2003, 08:22
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