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Guts
Mitglied




Dabei seit: Dezember 2002
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Brandenburg (DE)
Beiträge: 87
Guts ist offline
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an den sachen sieht man mal wieda wie widerlich der mensch doch ist, aber es sind ja keine einzelfälle.......werd dann auch mal protestieren, hoffentlich bringts wirklich was, die lage der beiden wölfe is ja so ziemlich aussichtslos........werd ma gewissen anderen leuten die ich kenn auch ma dazu animieren...............soclhe vorfälle sollte es meiner meinung nach nich geben, zum schicksal der wölfe möchte ich nichts weiter sagen, außer das es mich wirklich betrifft....schon merkwürdig, dass tierschicksale mich mehr mitnehen, wie die von menschen.......

ich hätt ma wieda extrem lust einigen leuten kräftig eins auszuwischen


__________________
Morgen oder im nächsten Leben

09.01.2003, 19:57
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Artami
Junglöwin




Dabei seit: Dezember 2002
Herkunft:

Beiträge: 412
Artami ist offline
grrrrr!!!!Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

ich kann dich sehr gut verstehen cleanerwolf!

ein freund von mir hat sich diesen spruch gemacht:
" der krebs der erde ist der mensch!"

sehr treffend, oder??


natürlich werde auch ich mich beim protest beteiligen!

lg artami


__________________
Wenn alle Tiere, die umsonst gelitten haben, im gleichen Moment schreien würden, würde eine unglaubliche Katastrophe die Welt verwüsten, und die wenigen überlebenden Menschen würden taub und im Wahnsinn umherirren.
OSCAR GRAZIOLI

09.01.2003, 12:55
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CleanerWolf
Wolf




Dabei seit: Juli 2002
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Berlin (DE)
Beiträge: 609
CleanerWolf ist offline
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*Seufz*

Ja Marina, so ist es.

Hier eine aktuelle Mail von Elli Radinger:
Zitat:
Liebe Wolfsfreunde!

Zunächst einmal möchte ich Ihnen im Namen von Günther und Karin Bloch ganz
herzlichen Dank für Ihre Unterstützung bei unserer Protestaktion sagen.
Wir möchten Sie insbesondere bitten, nicht mit Ihren Protesten aufzuhören,
sondern vielmehr immer weiter zu machen und auch neue Wege des Protestes
zu finden.

Wenn schon die Fallensteller mit allen Tricks arbeiten, um die Wölfe zu
töten, sollten wir uns auch einige Tricks einfallen lassen, um die
verbliebenen Wölfe zu retten und die Parkverwaltung zum Handeln zu
„zwingen“.

Bekanntlich sind Touristenorte wie Banff empfindlich, wenn es an ihren
Geldbeutel geht. Nun haben wir von der Redaktion uns überlegt, dass wir
eigentlich schon lange geplant hatten, in ein paar Wochen einen schönen
Ski-Urlaub in Banff zu machen.

Wir haben darum in allen großen Hotels in Banff über deren Website online
ein oder mehrere (teure) Zimmer für einen Termin in 2-3 Monaten gebucht.
(Dies geht nur mit einer gültigen Kreditkarte.) In ein paar Tagen werden
wir diese Reservierung wieder stornieren (dies geht ebenfalls online und
ist kostenlos) und eine Mail dazu schicken, dass wir stornieren, weil wir
gehört haben, dass Wölfe getötet werden und wir in einem solchen Ort
keinen Urlaub machen wollen.
Kommen derartige Stornieren in Massen, werden einige sehr erboste Hotels
bei der Parkverwaltung und beim Tourist Office Sturm laufen und fragen,
was denn los sei und was unternommen werde, damit keine Touristen
weglaufen...

Diese Methode können wir zur Nachahmung sehr empfehlen. Es sind keinerlei
Kosten damit verbunden und die Wirkung ist enorm.

Günter Bloch bittet darum, kein Geld zu schicken und keine Sonderkonten
einzurichten. Sie können mit Protesten sehr viel mehr helfen. Neben den
Mails sollten Sie auch faxen und Briefe schreiben (alles zusammen), damit
die Briefkästen in Banff so voll wie möglich werden.

Entscheidend ist vor allem, langfristigen Druck zu machen und nicht nach
einer Woche schon wieder aufzugeben.

Hier die Webadressen von den größten Hotels – falls Sie auch einen Urlaub
geplant hatten...

Charlton’s Cedar Court
http://www.charltonresorts.com/banff.html

The Rimrock Resort Hotel
http://www.rimrockresort.com/

Rundlestone Lodge
http://www.rundlestone.com/

The Fairmont Banff Springs (früher: Banff Springs Hotel)
http://www.fairmont.com/FA/en/CDA/Home/H...D100100,00.html


Mount Royal Hotel
http://www.mountroyalhotel.com/

Banff Park Lodge Resort Hotel & Conference Center
http://www.banffparklodge.com/

Tunnel Mountain Resort
http://www.tunnelmountain.com/

_________________________________

Was gibt es Neues von Hope und Nanuk???

Die Lage sieht zur Zeit nicht gut aus. Hope ist alleine auf die Jagd
gegangen und hat auch durch einen glücklichen Zufall ein Reh getötet. Seit
4 Tagen aber ist sie verschwunden. Sie hat noch kein Futter zu Nanuk
gebracht. Der neun Monate alte Welpe läuft verwirrt und ängstlich am Bow
Valley Parkway herum (dem Parkway, von dem wir fordern, dass er über Nacht
geschlossen wird) und hat vermutlich großen Hunger.

Lt. Günther Bloch gibt es verschiedene Spekulationen:
Entweder, Hope frisst alleine am Kadaver, weil sie großen Hunger hat und
kommt dann später zurück. Oder sie sucht nach einem neuen Partner, da
jetzt – bedingt durch die nahende Paarungszeit – eine hormonelle
Umstellung stattfindet.

Ihr Welpe ist auf jeden Fall immer noch alleine – und noch immer hat die
Parkverwaltung keinerlei Kadaver ausgelegt, um dem kleinen Wolf zu helfen.

Günther und Karin Bloch sind zur Zeit ständig unterwegs, um an den Straßen
oder Müllhalden einen Rehkadaver zu finden, den sie dem Welpen bringen
können.

Die Fallen und Schlingen an den Parkgrenzen bestehen ebenfalls weiterhin,
das heißt, dass auch die Gefahr für die Wölfe weiterhin enorm ist.
In Fernsehinterviews haben sich die Regierungen von Alberta und BC
gegenseitig die Schuld zugeschoben und keiner hält sich für
verantwortlich.

Auf unsere Website http://www.wolfmagazin.de finden Sie noch einen
weiteren aktuellen Brief und neuere Protestadressen.

Leute, ich flehe euch an, helft mit! Protestiert was das Zeug hält!
Nur wenn der Protest möglichst massiv ist, können wir etwas bewirken!



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Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

06.01.2003, 23:24
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Marina
Pantherkönigin




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Beiträge: 814
Marina ist offline
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Ich denke es gibt auch solche, denen die Worte fehlen oder solche, die immer mal wieder diesen Artikel durchlesen und sich überlegen, was sie tun wollen und sagen wollen, darum die vielen Klicks und weniger Beiträge.

Mich beelendet immer, was alles in diese Richtung geschieht. Ein Tier hat Anspruch auf Leben wie ein Mensch auch. Zum Glück jedoch denken nicht alle Menschen so. Nur viele, von denen, die so denken und handeln, haben auch die Macht und das Geld dazu. Und viele, die dagegen sind, denen fehlen oft die nötigen Mittel und vor allem die Macht.

Ich werde meinen Protest anbringen.

06.01.2003, 19:36
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CleanerWolf
Wolf




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Beiträge: 609
CleanerWolf ist offline
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Ich stimme Dir zu, Spiritus.

Ich hoffe nur, daß mehr Leute sich am Protest beteiligen als hier geantwortet haben, denn immerhin hat der Thread schon über 60 Klicks, aber nur 3 Leute haben geantwortet...


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Dr. Erich Klinghammer

06.01.2003, 13:35
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Spiritus, der Panther
Träumer




Dabei seit: Oktober 2002
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Beiträge: 892
Spiritus, der Panther ist offline
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Der Mensch wart geschaffen, um im Einklang mit der Natur zu Leben, sie zu respektieren und zu schützen. Doch machten Gier und Hochmut ihn zu ihrem schlimmsten Feind.

Ich hoffe, das sich daran noch was ändert. Ich bete, das der Mensch endlich versteht. Doch glaube ich, das die Welt mit den Menschen auf ihr keine Chance hat...

S, d P


__________________
In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

05.01.2003, 20:55
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CleanerWolf
Wolf




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CleanerWolf ist offline
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Es sterben täglich 100e Wölfe auf dieser Welt, was mich aber in diesem Fall so betroffen macht ist, WIE sie getötet wurden und das dadurch praktisch das gesamte Rudel ausgelöscht wurde, denn die beiden restlichen Wölfe haben keine guten Überlebenschancen, nachdem bereits diverse andere Rudelmitglieder an Altersschwäche und durch Autoverkehr gestorben sind.
Ironischerweise heisst die noch lebende Alphawölfin "Hope". Aber wenn auch sie stirbt, dann stirbt mit Ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Hoffnung auf ein Überleben der Wölfe im Banff-Nationalpark.
Deprimierend an der Sache ist halt auch, daß Kanada nunmal ein Volk von Jägern ist. Dort ist die Jägerlobby noch viel mächtiger als hier in Deutschland. Keine Chance, da irgendwas zu bewegen, die Fallenjagd abzuschaffen oder zumindest einzuschränken. Und wenn die die Wölfe in den Rocky Mountains ausrotten wollen, dann tun sie es auch, da helfen auch keine Protestmails.
Es ist wieder einer von diesen Tagen, an denen ich Amok laufen könnte...


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Dr. Erich Klinghammer

05.01.2003, 00:41
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Sesshoumaru ist offline
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Es ist wieder einmal geschehen, was viel zu oft gesieht. Wenn man schon nicht legal seinen Mordgelüsten nach kommen kann, dann sucht mana eben die "Scheinlegalität". Man stellt den Tieren nach und wartet auf den kleinsten "Anlass" zu schießen, oder wenn man unbeobachtet ist, dann denkt man sich eben aus, das Tier haben angegriffe - blanker Zynismus.

Was hier geschehen ist, geschieht zu Hauf an jedem Tag. In Indien nähern sich die "guten Bürger" absichtlich zu Nah an einen Tiger an. Sie provozieren einen Angriff, gehen gezielt auf Mütter mit Welpen zu. Diese Menschen wollen angegriffen werden, um sich verteidigen zu "müssen". Sie müssen ihr leben schützen, und dabei habe ich noch nie gehört, daß man etwas wertloses schützen muss!!!

CleanerWolf, ich kann Deine Trauer gut verstehen, ich weis wie einem das Herz schmerzen kann, wenn man sieht, wie geliebte Lebewesen ermordet werden. Was einen dann besonders zu Weißglut treibt sind die "Argumente" und die Großkotzigkeit der Täter, die denken sich damit auch noch rühmen zu müssen. Arme Menschheit - da kann man nur noch "gute Nacht" sagen...


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

04.01.2003, 23:28
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Panther
Pantherkönig




Dabei seit: Juni 2002
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Camargue (F)
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Panther ist offline
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ich finde sehr traurig, was da geschehen ist mit den woelfen. es hat mich gemacht betroffen und ich werde bestimmt schreiben hin. erst ich hab angeschaut die bericht und konnte nicht gleich sagen etwas dazu, und nun auch nicht vil, nur dass mir so ist, als sei jemand gestorben, den ich kenne. und dabei ich kenne die woelfe nicht.


__________________
Panther Koenig Jamie oder auch CJP ...

04.01.2003, 22:47
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Panther senden Homepage von Panther Schicke Panther eine ICQ-Nachricht AIM Screenname: keinen YIM Screenname: keinen MSN Passport: jamiemorand@hotmail.com  
CleanerWolf
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Berlin (DE)
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CleanerWolf ist offline
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Hier noch detailiertere Infos zu der Geschichte:
Zitat:
ÜBERLEBEN DES WOLFES IM KANADISCHEN BANFF NATIONALPARK NICHT SICHER - STORM UND YUKON BESTIALISCH ERMORDET

- Wenn ein Traum zum Albtraum wird

Günther und Karin Bloch

Wölfe in freier Wildbahn beobachten zu können ist immer unser großer Traum gewesen. In den letzten elf Jahren haben wir im kanadischen Banff National Park mehrere Wolfsfamilien intensiv observiert und dabei viele neue Erkenntnisse gewonnen. In den letzten drei Jahren waren wir sogar in der Lage, nahe bei den Wölfen zu sein, ihr Vertrauen zu gewinnen und so das Verhaltensrepertoire jedes Wolfsindividuums genau beschreiben zu können. Wir haben Verhaltensethogramme und Soziogramme angelegt und so das Familienleben von Wölfen in freier Wildbahn sehr präzise dokumentiert. Die Forschungsergebnisse haben wir in zahlreichen Artikeln und in unserem Buch "Timberwolf Yukon & Co veröffentlicht. Nun kann der Erhalt der Spezies Wolf im Banff Nationalpark nicht mehr garantiert werden.

Verhaltensforscher werden während ihrer Arbeit immer wieder mit dem Tod des einen oder anderen "Studienobjektes" konfrontiert. Davon blieben auch wir nicht verschont. So haben wir im Verlaufe der letzten Dekade viele Wölfe sterben sehen, sei es, weil sie auf natürliche Art und Weise leise und still dahin schieden, wie z.B. die Leitwölfinnen Betty (11 Jahre) und Aster (10 1/2 Jahre), Leitrüde Stoney (9 1/2 Jahre), sei es, weil sie in der hiesigen Infrastruktur des Banff Nationalparks auf der Autobahn beziehungsweise auf der Eisenbahnschiene umkamen, wie z.B. Betarüde Timber (10 Jahre), Betarüde Aspen (4 Jahre), Jungwölfin Christine (1 Jahr) und viele andere Auch wenn der Verlust eines jeden Wolfsindividuums stets schwer zu verkraften ist, man auch als Feldforscher emotional betroffen ist, weil man ein bestimmtes Tier gut kennt, muß man trotzdem die natürlichen Regeln von Selektion und biologischen Abläufen akzeptieren. Das haben wir auch immer getan.

NICHT AKZEPTIEREN KANN MAN allerdings nach unserer Meinung, wenn Tiere, und hier besonders Wölfe auf bestialische Weise durch Menschen ermordet werden, die sich einen Dreck um biologische Zusammenhänge scheren, nur ihrem egoistischen Kalkül folgen, Wölfe als wandelnde "Pelzware" ansehen und auf ethisch nicht vertretbare Weise umbringen. Kurz vor Weihnachten wurden der Leitrüde des Bowtal - Rudels "STORM" und der Betarüde "Yukon", sowie die Leitwölfin des Kootenay - Rudels "Kali" durch Schlingen getötet. Bei dieser unmenschlichen Methode wird in unmittelbarer Nähe zu einer Nationalparkgrenze zunächst Fleisch ausgelegt, das Wölfe anlockt und dann zwischen Büschen etliche Schlingen aufgestellt, die völlig neutral riechen und außerdem Wölfe, die in Nationalparks leben, nicht kennen. Ein Wolf läuft dann in die Richtung einer wohlriechenden Nahrungsquelle, Kopf voran in eine Schlinge, die sich immer weiter zu zieht und das Tier letztlich erwürgt. Je mehr sich ein Wolf gegen die Schlinge um seinen Hals wehrt, desto fester zieht sie sich zu und der Wolf stirbt langsam aber sicher auf grausame Art und Weise. Jeder der uns kennt, kann nachvollziehen, in welcher Verfassung wir uns im Augenblick befinden.
Auch wenn die beschriebene Tötungsmethode ganze Wolfsfamilien ausrotten kann, ist sie in den kanadischen Provinzen Britisch Kolumbien und Alberta absolut legal und soll sogar noch ausgeweitet werden, damit Jäger mehr Hirsche schießen können. Der Nationalparkverwaltung von Banff ist dieser Umstand seit Jahren bekannt, konkrete Maßnahmen fehlen bis zum heutigen Tag. Schlimmer noch, nach dem Tod von "STORM" und "YUKON" sind die Fallensteller immer noch aktiv, legen weiter Schlingen aus und hoffen auf die Ausrottung des Wolfes in den Rocky Mountains.

Was die Bowtal - Wolfsfamilie angelangt, bleibt derzeit eine erst 2 1/2 Jahre alte, relativ unerfahrene Wolfsmutter namens "Hope" und ihr erst 8 1/2 Monate alter Sohn "Nanuk" im Bowtal zurück. Beide Wölfe kämpfen uns Überleben, können kaum Nahrung finden, verhungern vielleicht schon sehr bald, wenn nicht etwas entscheidendes passiert. Storm und Yukon mußten u.a deshalb ihr Leben lassen, weil sie in ihrem heimischen Territorium durch Mismanagement in ungefähr 50% der Fälle durch Präsenz des Menschen, besonders aber durch massiven Autoverkehr in ihrem Jagdverhalten unterbrochen wurden.



AUFRUF ZUM MASSIVEN PROTEST!!

Die ständigen Störungen durch den Menschen veranlaßten die Wölfe, auf der Suche nach Nahrung große Wanderungen zu unternehmen und die Grenzen des Banff Nationalparks zu überschreiten. Das gleiche Schicksal kann nun auch "Hope" und "Nanuk" ereilen. Nur eine sofortige Protestwelle kann unsere Wölfe noch retten. Nicht nur Wolfsfreunde, sondern jeder, der sich dem Naturschutz verpflichtet fühlt müßte sich betroffen fühlen und bereit sein zu protestieren.

Wir wenden uns deshalb an alle Menschen, die wir kennen, an alle Menschen, die uns unterstützen wollen und an alle Menschen, die in der Vergangenheit von unseren Forschungsergebnissen profitiert haben. Jede Stimme zählt. Bitte bleiben sie nicht passiv, sondern werden AKTIV! Drohen sie mit einem Fellkaufboykott, einem Urlaubsboykott, einem Kaufboykott kanadischer Waren und machen sie klar, dass der Tod der "IKONEN" Storm und Yukon ernsthafte Konsequenzen für die Touristik - Industrie des Banff Nationalparks haben wird, weil durch deren Tod "traditionelles und kulturelles" Verhalten unwiederbringlich zerstört wurde und die Zukunft des Wolfes besonders im Banff Nationalpark miserabel aussieht.

Fordern Sie:

* Eine kurzfristige Ernährung von Hope und Nanuk durch regelmäßiges Auslegen von Beutetierkadavern im Bowtal.

* Die Einrichtung einer geschützten "Pufferzone" um die Nationalparks der Rocky Mountains.

* Die Schließung der Parkstraße (1A) für Publikumsverkehr zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang, damit die Wölfe wieder - vom Menschen ungestört - jagen können.

Bitte übernehmen sie jetzt erst recht eine Wolfspatenschaft für "Hope" oder Nanuk", damit wir vor Ort weiter präsent sein können, als Augenzeuge die weitere Entwicklung dokumentieren können und etwas verändern können, das den Fortbestand der Spezies Wolf im Bowtal des Banff Nationalparks sichert. Wir hoffen, auf ihre Hilfe zählen zu können. Wir hoffen außerdem, dass sie als Multiplikator fungieren, andere ihnen bekannte Organisationen oder Menschen informieren und somit eine große Protestwelle entsteht. Es ändert sich hier nur etwas, wenn die Tourismusbranche finanzielle Einbußen befürchten beziehungsweise sogar konkret hinnehmen muß. "Geld regiert die Welt". Wir hoffen, dass Storm, Yukon und Kali nicht umsonst sterben mussten!!! Werden sie aktiv, zeigen sie Engagement!!


Wir bedanken uns für ihre Unterstützung.

Günther und Karin Bloch
(Bow Valley Wolf Behavior Study)


Schreiben oder faxen sie an:

Banff National Park
Superintendent Bill Fisher
Banff / Alberta
TOL OCO Kanada

Fax: 001-403-762-1551
e-mail: banff.@vrc pc.gc.ca


__________________
Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

04.01.2003, 19:36
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