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Umfrage: Das Dosenpfand ist
sehr gut. Hätte längst eingeführt werden müssen.
vom Gedanken her gut, aber hätte anders umgesetzt werden müssen
Totaler Schwachsinn. Es gibt andere Probleme, die angepackt werden müssen
weiß nich. Habe mich damit nicht auseinandergesetzt.
Ergebnis
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Sesshoumaru
sama




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die EU greift einAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich bin bekanntlich nicht so ein Fan der EU und ihrer Bestimmungen und Verwaltungsstrukturen. Endlich hat die EU aber einmal ein wahres Wort gesprochen und eine unsinnige Abzocke stoppen wollen. Ich hoffe inständig, daß die EU sich, trotz Schröders naiven Versuch sich gegen die selbstverordnete Obrigkeit durchzusetzen, ihre Ansichten durchsetzen wird .

Zitat:
Brüssel (dpa) - Nach einem Vorstoß von Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die EU-Kommission im Streit um das Dosenpfand zunächst auf rechtliche Schritte verzichtet. Stattdessen bat Kommissionspräsident Romano Prodi den Kanzler, das derzeitige Übergangssystem beim Dosenpfand auszusetzen. Umweltminister Jürgen Trittin lehnte das umgehend ab. Vor allem Anbieter aus dem Ausland verkaufen Getränke in Dosen. EU-Kommissar Bolkestein sieht deshalb ausländische Getränkeanbieter durch die vorläufige Regelung benachteiligt.

Quelle: Sat1 Nachrichten


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

23.07.2003, 23:35
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Neuer Streit ums Dosenpfand: Kunden verschenken Geld

Da nach Einschätzung von Verbraucherschützern nur jeder vierte Kunde seine Dose oder Einwegflasche zurückbringt, mache der Handel Extrakasse.

Hamburg (dpa) - Dieses Geld sollte in eine Verbraucher-Stiftung fließen, verlangte Prof. Edda Müller vom Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband im Gespräch mit «Bild am Sonntag». Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, sagte dem Blatt: «Der Handel hat allein im ersten Halbjahr schätzungsweise 250 Millionen Euro zusätzlich eingenommen.» Komme das einheitliche Rücknahmesystem später als erwartet könnte bis Jahresende bis zu einer halben Milliarde Euro in die Kassen des Handels fließen.

Als «völlig absurd» bezeichnete dies der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr. Dieser Vorschlag ziele gerade auf die Unternehmen, «die das Rücknahmesystem vorbildlich geregelt und es dem Kunden so bequem wie möglich» gemacht hätten, sagt er der dpa. Pellengahr sprach von «billiger Polemik» gegen den Handel. Der Kunde habe drei Jahre lang Zeit die Dosen zurückzugeben. Durch derartige Vorschläge werde die Tendenz beschleunigt, überhaupt keine Einwegverpackungen und Dosen mehr zu verkaufen.

Resch von der Umwelthilfe schätzt, dass allein in den Kassen von Metro und Tengelmann zwischen zehn und 20 Millionen Euro an Pfandgeld schlummern. Resch sagte der «Bild am Sonntag»: «Das ist ungerechtfertigte Bereicherung, die Gelder gehören den Verbrauchern.» Simone Meyer, Sprecherin der zur Metro-Gruppe gehörenden Warenhaus- Kette Real, hielt dem entgegen: «Wir sammeln das Geld und warten darauf, dass der Kunde kommt und es abholt.» Verbraucherschutz- Ministerin Renate Künast (Grüne) sagte der Zeitung: «Industrie und Handel sollten endlich ein flächendeckendes Rücknahmesystem aufbauen, statt zu Lasten der Geldbörsen der Verbraucher zu taktieren. Das Geld steht den Verbrauchern zu.»

Nach dem monatelangen Gezerre um das Dosenpfand werden Getränkedosen in Deutschland erheblich weniger gekauft. In einer Umfrage im Auftrag der dpa gaben insgesamt 78 Prozent an, die Dosen zu meiden. Allerdings kauften 46 Prozent schon vorher keine, durch den Ärger mit dem Dosenpfand kamen weitere 32 Prozent hinzu. Junge Leute greifen der Umfrage zufolge noch am ehesten zur Dose und verzichten auch häufiger darauf, das Pfand von 25 Cent einzulösen.

Insgesamt machen sich 15 Prozent aller Befragten die Mühe, die Dosen zum Händler zurückzubringen. Sieben Prozent werfen sie einfach Weg. Nach derzeitiger Regelung kann das Pfand nur in dem Geschäft eingelöst werden, in dem die Getränke gekauft worden waren. Bis Herbst soll es ein nationales Rücknahmesystem geben.

Frauen sind deutlich umweltfreundlicher - nur vier Prozent quer durch alle Altersgruppen werfen die Dosen weg, während es bei den Männern neun Prozent sind, ergab die polis-Umfrage. Schon vor der Einführung des Pfands mit Beginn dieses Jahres hatten 53 Prozent der Frauen auf die Dose verzichtet - und nur 38 Prozent der Männer.

Das Institut polis befragte für dpa 1029 Menschen im Alter ab 14 Jahren.

Quelle


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23.06.2003, 21:26
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Sesshoumaru
sama




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Ich kann Dir zustimmen JCS. Das Dosenpfand halte ich nicht für ein probates Mittel. Neben der Tatsache das es den Wettbewerb verzerrt, steigert es sogar auf kurze Sicht nur die Preise. Auch die Mehrwegverpackungen sind etwas teurer geworden. Das alte Spiel - je mehr Leute etwas haben wollen, desto niedriger ist die Hemmschwelle der Verkäufer den Preis etwas zu treiben. Den gegenteiligen Effekt hat man meist nur bei neueren technischen Geräten die im Zuge der Serienreife durch Massenproduktion billiger werden.

Zitat:
Sieg für Trittin: Rücknahmesystem für Dosen kommt doch bis Oktober

Umweltminister Trittin rechnet damit, dass bis Oktober nun doch ein funktionierendes Rücknahmesystem für Dosen aufgebaut werden kann.

Berlin (dpa) - Die Ernährungsindustrie erklärte sich am Freitag überraschend bereit, bis dahin ein Rücknahmesystem aufzubauen. Parallel begannen große Handelsketten im Widerstand gegen das Dosenpfand bereits damit, Einwegverpackungen aus ihren Regalen zu verbannen.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) wertete dies als Erfolg im Streit mit Teilen von Industrie und Handel um das so genannte Dosenpfand. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) sagte dagegen, von einem bundesweit einheitlichen Rücknahmesystem könne bei weitem nicht die Rede sein. Ursprünglich hatte der Einzelhandel den Aufbau eines Rücknahmesystems zugesagt, die Vereinbarung mit Trittin dann aber wieder aufgekündigt. Nun hat das Dosenpfand Einzelhandel und Industrie gespalten.

Bis Oktober wird es nach Darstellung von Trittin «über den Daumen» mehr als 100.000 Rücknahmestellen geben, mit denen vor allem Kioske und Tankstellen erfasst sind, und dazu einige große Discounter, die auf eigene Lösungen, so genannte Insellösungen, setzen. Der Rest könne auf Mehrweg zurückgreifen. Damit werde eine «Stabilisierung der Mehrwegquote» erreicht. «Dass dies kein einheitliches System ist, mag man bedauern.» Der Verpackungsverordnung werde auf jeden Fall genüge getan. Deswegen werde es auch keine Bußgelder geben.

In Zukunft haben Geschäfte und Supermärkte damit drei Möglichkeiten: Sie können auf Mehrweg umstellen, sich dem Lekkerland-Tobaccoland-System anschließen oder als Discounter wie Lidl und Plus ein eigenes «Inselsystem» für die Rücknahme von Dosen und Flaschen aufbauen.

Umweltstaatssekretär Rainer Baake begrüßte die «Rückkehr zur Vernunft» zumindest bei Teilen der Wirtschaft. Er appellierte an jene, die sich bisher verweigerten, ihre Position zu überdenken. «Es liegt jetzt ein Angebot auf dem Tisch. Dem kann sich jeder anschließen», sagte Baake im dpa-Gespräch.

Der Vorsitzende der Bundesvereinigung Ernährungsindustrie, Peter Traumann, erklärte dem Umweltministerium zufolge, dass unter der Führung der Handelskette Lekkerland-Tobaccoland bis zum 1. Oktober ein Rücknahmesystem für Einweg-Leergut aufgebaut werde. Weitere Unternehmen könnten sich anschließen. Spar kündigte dies bereits an.

Trittin erklärte sich daraufhin bereit, die derzeit beschränkten Möglichkeiten zur Rückgabe von Dosen und Einwegflaschen noch bis Oktober zu dulden. Die Mehrwegwirtschaft und die Umweltverbände verzichten deshalb auf ihre angedrohte Klagewelle. «Die Schlacht ums Dosenpfand ist entschieden», erklärte die Deutsche Umwelthilfe.

Der Bundesverband mittelständischer Privatbrauereien begrüßte die «Aufgabe der Blockadepolitik» durch die Industrie. Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) hingegen stelle sich mit seinem Versuch, die Politik zu erpressen, klar ins Abseits, hieß es.

Nach Aldi Süd und Tengelmann (Kaisers und kd) werden auch der Handelsriese METRO und die EDEKA-Gruppe Einweggetränke aus den Regalen nehmen. «Wir werden nur noch Getränke in pfandfreien und Mehrwegverpackungen anbieten», sagte ein Sprecher der METRO AG in Düsseldorf. Rund 1000 Filialen (Real, Extra, Kaufhof, Metro Cash & Carry) seien betroffen. Auch die 3000 EDEKA-Geschäfte, die noch Einweg-Getränke führen, einigten sich auf eine Auslistung. Innerhalb der Tengelmann-Gruppe geht der Discounter Plus aber einen neuen Weg und bietet eine eigene Einwegflasche an.

Quelle: Vistaverde

Alle das Bild dieses feiksenden Umwelttyrannen Trittin hat mich schon aufgeregt. Ich habe das Gefühl das Arbeitsplatzvernichtung ihm Spass macht. Ich bin bereit durchaus anzuerkennen, daß Dosen aus ökologischer Sicht schlechter dastehen als Mehrwegverpackungen (auch nur bedingt). Was wir in dieser Situation jedoch mehr im Auge haben sollten ist der Arbeitsmarkt. Mehr Arbeitslose kosten den Staat mehr Geld und genau dieses fehlende Geld wird allzugern bei Umweltschutzprojekten eingespart und zusammengestrichen. Genau das, was man vermeiden wollte, denn aus dem Dosenpfand zieht der Staat kein Kapital welches er für ökologische Zwecke verwenden könnte. Eine andere Sichtweise des gleichen Problems.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

16.06.2003, 16:05
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JCS
(Gast)




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  DosenpfandAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Die Argumente für das Dosenpfand kranken meiner Meinung nach daran, dass man eine Mehrwegsysteme per se als etwas unbestreitbar sinvolles ansieht. Dann wird Argumentiert: Das Dosenpfand ist ein Erfolg, da es schon jetzt zu mehr Mehrweg geführt hat.
Die Frage muß aber vielmehr lauten: Ist eine Einwegdose wirklich so etwas schlimmes, als dass sich der Milliardenaufwand, die zusätzliche Regelungsdichte, die Anmaßung den Bürger erziehen zu müssen und vor allem der Verlust von Arbeitsplätzen dafür lohnen. Ich meine das kann kein vernünftiger Mensch bejahen.
Dahinter steckt ein fundamentalistisches aber nicht zu Ende gedachtes Ökologieverständnis.
Es gibt andererseits auch Stimmen, von Bürgern, die offensichtlich nicht zur klassischen Grünenklientel gehören und das Dosenpfand dennoch für eine gute Sache halten.
Da heißt es denn: \"Anders kann man den Bürger ja nicht erziehen\". Hier beeinflusst der Wunsch nach dem regulativen ordnenden Obrigkeitsstaat die Ideologie.
Dann gibt es noch die Getränkeimdustrie, die ihre Produkte in Mehrwegflaschen anbietet. Auch die sind für das Dosenpfand. Warum denn wohl?

16.06.2003, 15:29
 
Helmut Schuster
(Gast)




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  statistische ZahlenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich arbeite für das statistische Bundesamt in Wiesbaden. Und ich möchte zu dem Thema eigentlich die Zahlen sprechen lassen, ich denke das wird am meisten nutzen. Die Import-Export-Daten und die Angaben im vorhergehenden Beitrag stimmen im Groben.

Daten des Arbeitsmarktes:
Laut aktuellen Erhebungen hat die Einführung des "Dosenpfandes" 2003 in der Einwegbehälterindustrie etwa 12000 Arbeitsplätze vernichtet. Im gleichen Zeitraum wurden in der Mehrwegbehälterindustrie 4000 Arbeitsplätze geschaffen. Zum Teil sind diese Prozeße sogar firmenintern gelaufen. Die Ermittlung der Streuungsmaße wird aber bis Mitte 2003 auf sich warten lassen.

Wer möchte kann diese Abgaben unter Arbeitsmarkt auf der Seite des stat. Bundesamtes nachlesen http://www.destatis.de/. In wie weit die zu erwartende Energieersparnis auf dem Verpackungssektor wirken wird ist ungewiss, jedoch wird mit Gewinnmitnahmen und nicht mit Reinvestition in den Arbeitsmarkt gerechnet. Ciao

01.03.2003, 18:39
 
Shirarch





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Die Nachrichten scheinen zu belegen, daß das Dosenpfand seinen Zweck erfüllt. Die Mehrwegquote ist wieder immens gestiegen.

Dosenpfand leitet "zweiten Frühling" für die Mehrwegflasche ein /
Mehrwegquote bei Bier im Januar 2003 von 74,7 % auf 91 % und bei
Limonade von 50,5 % auf 75,8 % angestiegen



Zitat:
Dosenpfand leitet "zweiten Frühling" für die Mehrwegflasche ein /
Mehrwegquote bei Bier im Januar 2003 von 74,7 % auf 91 % und bei
Limonade von 50,5 % auf 75,8 % angestiegen


Berlin (ots) -"Das Dosenpfand hat wie erwartet einen "zweiten
Frühling" für die Mehrwegflasche eingeläutet", so Jürgen Resch,
Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V." anlässlich der
Vorstellung einer Studie der GfK (Gesellschaft für Konsum-, Markt-
und Absatzforschung Nürnberg) über die Entwicklung der Mehrwegquote
nach Einführung des Dosenpfandes zum Jahreswechsel. "Im Durchschnitt
wurde jede zweite Einwegdose oder Flasche im Januar 2003 gegenüber
Dezember 2002 durch eine Mehrwegflasche ersetzt", so Resch. Besonders
eindrucksvoll war die Lenkungswirkung bei Colagetränken und
Limonaden: Lag die Mehrwegquote im 4. Quartal 2002 bei nur noch 50,5
%, stieg sie im Januar 2003 auf 75,8 %. Im Biermarkt stieg die
Mehrwegquote von 74,7% auf 91,0 %. "Wir sind mit dem Ergebnis
zufrieden - auf zehn Mehrwegflaschen kommt eine Dose". Ebenfalls
deutlich fällt die Lenkungswirkung im Wassermarkt aus: Hier stieg die
Mehrwegquote von 67,8 % auf 78,7% .

In den unbepfandeten Getränken setzt sich hingegen die Talfahrt
der Mehrwegquote fort. So ist bei den fruchthaltigen Getränken die
Mehrwegquote von 18,3 auf 16,2 % weiter zurückgegangen. "Mit dem
geplanten Inkrafttreten der Novelle zur Verpackungsverordnung zum 1.
Oktober 2003 wird sich auch bei Fruchtsäften ein Wiederanstieg der
Mehrwegquote ergeben. Mit der geplanten generellen Bepfandung aller
Getränkedosen und Einwegflaschen wird auch das Dosenpfand für alle
Bürger verständlicher", so Resch. Über alle Getränkesorten hinweg, d.
h. inkl. der unbepfandeten Fruchtsäfte, Wein und Sekt ist die
Gesamt-Mehrwegquote von 52,2 % im 4. Quartal 2002 auf 61,1 % im
Januar 2003 angestiegen.

Der Mehrweganstieg macht sich auch in entsprechenden Zuwächsen
beim Getränkefachgroßhandel und im Getränkeabholmarkt bemerkbar.
Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes des
deutschen Getränkefachgroßhandels: "Fast über die gesamte
Bundesrepublik sind annähernd zweistellige Absatzzuwächse bis heute
zu verzeichnen und sichern so die verbliebenen Arbeitsplätze im
Getränkefachgroß- und Einzelhandel." Der noch im Dezember verkündete,
mögliche Getränkenotstand sei also nicht eingetreten. Besonders
begrüßte Guder die jetzt von großen Getränkeherstellern gestarteten
Werbekampagnen für Mehrwegverpackungen. "Wir werden dabei auch von
unserer Seite alles tun, um den Verbraucher von den Vorteilen der
Mehrwegverpackungen zu überzeugen und so noch einen dritten Frühling
einzuleiten", so Guder.

"Die mittelständische Brauwirtschaft zeigt sich mit der
Lenkungswirkung des Pflichtpfandes äußerst zufrieden", betonte Roland
Demleitner, Geschäftsführer des Bundesverbandes mittelständischer
Privatbrauereien. Der fulminante Anstieg der Mehrwegquote bei Bier
von 74,7 % auf 91 % sei darauf zurückzuführen, dass der
Dosenbierabsatz dramatisch zurückgegangen sei. Dies sei nicht nur bei
den Discountern, sondern auch bei anderen Vertriebskanälen wie der
Großfläche der Fall. "Die mittelständischen Privatbrauereien
profitieren eindeutig von diesem geänderten Kaufverhalten der
Verbraucher. Eine von uns durchgeführte stichprobenartige Umfrage
hatte zum Ergebnis, dass unsere Betriebe im Flaschenbierbereich in
den ersten Wochen seit Inkrafttreten des Dosenpfandes in einer Spanne
zwischen 5 % und 20 % Umsatzzuwächse erzielen konnten", unterstrich
Demleitner. "Zudem gehen wir fest davon aus, dass dieser positive
Trend für Mehrweg langfristig anhalten wird. Beim Kaufverhalten des
Verbrauchers spielt vor allem der höhere Pfandsatz von 25 Cent pro
Einwegverpackung eine Rolle. Bei einem vergleichbaren Pfandsatz von 8
oder höchstens 15 Cent für eine Mehrweg-Glasflasche bei Bier greifen
die Konsumenten letztendlich wieder zum Original, da beide
Verpackungen wieder zurückgegeben werden müssen, um den Pfandbetrag
zu erhalten".

BUND-Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm: "Die Testkäufe der
Umweltschutzverbände haben gezeigt, dass das Pfand wirkt. Die Zunahme
der Mehrweggetränkeverpackungen spricht für sich. Sogar die Bahn will
jetzt Mehrweggetränke verkaufen".

Die Deutsche Bahn AG hatte schriftlich erklärt, ab 21. Februar
bundesweit komplett Einwegprodukte aus den Verkaufsautomaten zu
entfernen. "Die aufgezeigten Maßnahmen liegen damit auf der Linie der
DB AG, aus Umweltschutzgründen auf Einwegprodukte ganz zu verzichten
und ausschließlich Mehrwegprodukte zu verwenden", so aus der
Erklärung der Deutschen Bahn AG.



Diese und viele weitere Informationen über das Dosenpfand in meinem OTS-Newsservice .

01.03.2003, 17:45
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Lord
hanyou




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Zitat:
Original von Shirarch
Inhaltlich ist es total Unwahr und verdreht die bestehenden Tatsachen. Ich habe mir die gesamte Diskussion nochmal mehrmals durchgelesen. Der erste unsachliche Beitrag kam von Lord. Der nächste aus Symphatie vion Dir Khani, nur weil Lord Deine Meinung gegen das Dosenpfand teilt. Danach war es mit vernünftigen Argumenten nicht mehr möglich eine anständige Diskussion zur Problemlösung zu führen.


ich sag dazu nur noch eins:
Zitat:
Sachkenntnis = Das letzte, was man für eine lebhafte Diskussion benötigt.
Autor: Pierre Augustin Caron de Beaumarchais (1732-99), frz. Dramatiker u. Lustspielautor


und danke nochmal,Shirach,dass du mich als stifter jeder unruhe und unsinnigkeit hinstellst.Das mag vielleicht so sein,aber ich finde deine Post bieten auch nicht grade viel Inhalt.Also pass erst mal auf,bevor du hier anfängst sinnige von unsinnigen antworten auszusortieren.


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Yours Faithfully,
the Lord of Darkness

18.01.2003, 23:00
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Shirarch





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Shir Khan, Petra. Es ist unsinnig sich über Euer letztes Posting aufzuregen. Es hat nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun, deswegen habe ich es geparkt, nun ist es wieder im Thread... diesmal ohne Parkfunktion. Ich sehe hier eindeutig den Versuch Meinungen zu steuern und zu manipulieren.

Inhaltlich ist es total Unwahr und verdreht die bestehenden Tatsachen. Ich habe mir die gesamte Diskussion nochmal mehrmals durchgelesen. Der erste unsachliche Beitrag kam von Lord. Der nächste aus Symphatie vion Dir Khani, nur weil Lord Deine Meinung gegen das Dosenpfand teilt. Danach war es mit vernünftigen Argumenten nicht mehr möglich eine anständige Diskussion zur Problemlösung zu führen.

Ich habe die gesamte Diskussion an eine unabhängige Person zur Erörterung geschickt. Sollte diese Person feststellen, daß ich unsachlich, beleidigend, unwahr oder gar verleumdend - wie es ja immer behauptet wird - geführt habe, dann werde ich mich hier an dieser Stelle entschuldigen. Im Moment sieht es allerding nicht so aus, denn eine 2. Person, die diesen Thread gelesen hat - und ebenfalls nicht wußte, wer was mitteilte - hat festgestellt, daß Du versuchst Deine Meinung aufzudrängen und wenn es nicht funktioniert, beleidigt abziehst.

Ich habe auf meiner HP eine Extraseite aufgemacht und einen direkten Link in diesen Thread gelegt, damit noch mehr unabhängige Stimmen zu Wort kommen.Ich hoffe, daß dann eine ordentliche Diskussion wieder möglich ist.

18.01.2003, 19:14
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PetraB.
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Im Auftrag von Shir Khan teile ich Dir, Shirarch, folgendes mit:

Ich weigere mich, diesen Thread noch einmal zu besuchen, weil ich keine Lust mehr auf Deine wirren Diskussionsverbiegungen habe. Du widersprichst Dir in jedem Deiner Postings auf's Neue. Falls Dir das noch nicht aufgefallen sein sollte, empfehle ich Dir dringend, Deine Postings wieder und wieder zu lesen, so lange, bis Du es endlich merkst.

Mehr werde ich zu dem Thema nicht sagen, denn es widerstrebt mir, völlig sinn- und zwecklos Zeit und Energie für einen ''solchen'' Diskussionspartner aufzuwenden.

gez. Shir Khan, the tiger


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16.01.2003, 19:17
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Shirarch





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Das hat doch nichts damit zu tun, irgendwelche Grundrechte in Frage zu stellen oder dem Bürger das Recht zu nehmen, den Staat in Frage zu stellen. (Was Du immer alles ausgräbst?!) Natürlich muß ich die Gesetze des Staates in Frage stellen (dürfen). Ich habe doch nicht gesagt, daß dies nicht legitim ist. Du bringst hier was gewaltig durcheinander, denn was ich zuwider finde ist, daß man bis zuletzt gewartet hat, was denn der Staat nun tut. Man hat schlichtweg diesen "Machtklampf" zwischen Einweglobby und Staat provoziert.

Man wußte, daß die Mehrwegquote schon lang nicht mehr stimmt. Aber man hat abgewartet. Als dann der Staat durchgriff und einem seit mehreren Jahren bestehenden Gesetz Geltung verschaffte, erst dann hat man angefangen zu jammern, zu klagen und den Staat zu verteufeln. DAS prangere ich an.

Aber das hier ist einfach eine Frage der Akzeptanz oder der Ignoranz. Wenn ich Fehler mache, dann muß ich die Folgen tragen. Und die Befürworter des Einwegs haben Fehler gemacht. Wie Siegmar auch bestätigt: Mehrwegquote... bekannt seit... geflissentlich von der Einwegloby ignoriert... usw.

Ich verlange nicht, daß man meine Meinung teilt. Ich verlange, daß man die Argumente akzeptiert und nicht immer wieder schief redet oder gar ignoriert. Ich verlange, daß man Fakten nicht wegzureden versucht, damit eine gefaßte Meinung nicht geändert werden muß. Ich habe diesen Thread angefangen, weil ich wenigstens einigen bewußt machen wollte, was für Schindluder hier wieder mit uns getrieben wird. Für wie blöd man uns verkaufen will. Wie sehr die Interessen einer Lobby durchgeprügelt werden, und das auf dem Rücken des Bürgers.

Ich steh übrigens nicht allein da mit meiner Meinung, Khani.
Hier, kam heute per Newsticker rein:


Entscheidung des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts / Aufforderung
an den Handel und die Industrie, ihr "unsägliches Spiel" zu beenden

Berlin (ots) - Die heutige Entscheidung des Leipziger
Bundesverwaltungsgerichts unterstreicht nach Meinung der "Allianz pro
Mehrweg" das vollständige Scheitern der Einweglobby bei ihrem
Versuch, das Dosenpfand aufzuhalten.

Nach Auskunft des Anwalts der Allianz pro Mehrweg, Remo Klinger
aus der Kanzlei Geulen & Klinger, wird die angekündigte
Verfassungsbeschwerde schon nicht zur Entscheidung angenommen werden.
Dazu müsste dargelegt werden, dass die vorbefassten Gerichte und
insbesondere das Bundesverwaltungsgericht Grundrechte der Kläger
gänzlich verkannt haben. Dazu gibt es nach der Verhandlung keinen
Anlass. Die Tatsache, dass man die Anrufung des
Bundesverfassungsgerichts ohne Kenntnis der schriftlichen
Urteilsbegründung ankündigt, spricht ebenfalls gegen eine fundierte
juristische Begründung.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V.
forderte Handel und Industrie auf, ihr "unsägliches Spiel" zu
beenden. Er erinnerte an die Zusage der bundesdeutschen
Handelsunternehmen und der Getränkeindustrie, anlässlich des
Dosengipfels am 5. Dezember 2002, das Leipziger Urteil zu
respektieren und nach einer Entscheidung des
Bundesverwaltungsgerichtes keine weiteren Rechtsmittel einzulegen.

ots Originaltext: 16.01.2003
Deutsche Umwelthilfe e. V.
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=22521

Für Rückfragen:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
Deutsche Umwelthilfe e. V.
Güttinger Str. 19
78315 Radolfzell
Tel.: (07732) 9995-0, Mobil: (0171) 3649170
Fax: (07732) 9995-77, Email: info@duh.de

Dr. Remo Klinger
Rechtsanwaltskanzlei Geulen & Klinger
Schaperstr. 15, 10719 Berlin
Tel.: (030) 88472-80, Fax.: (030) 88472-8 10
Email: klinger@geulen.com

Dieser Beitrag wurde von Shirarch am 16.01.2003, 18:16 Uhr editiert.

16.01.2003, 18:02
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