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Marina
Pantherkönigin




Dabei seit: September 2002
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Camargue (F)
Beiträge: 814
Marina ist offline
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@Cor_Talarake: Es geht hier in dem Thread nicht um Hass auf Menschen, es geht um Leoparden-Geschichten, ob ganz eigene, etwas überarbeitete oder diejenigen von anderen.

Wenn sie von anderen sind vor allem, bitte anfragen und Copyright beachten dabei. Vielen Dank.

20.03.2007, 14:21
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Cor_Talarake
Wolfswelpe




Dabei seit: Oktober 2006
Herkunft: Deus Lupus
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 10
Cor_Talarake ist offline
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Ich hasse solche Menschen auch, und während deines :Edit Beitrages ist mir etwas eingefallen. Der Satanismus im Ursprung hatte die 11 satanischen Gebote, und eines davon lautet:
"Töte keine nichtmenschlichen Tiere, außer wenn sie dich angreifen und zu Nahrungszwecken"
Zu schade das es den Satanismus in dieser Form nicht mehr gibt, sondern nur noch "Grabschändungen von Teenagern" oder "Opferzeremonielle"
Ich beschäftige mich momentan damit, was wirklich Satanismus ist, aber das passt wohl nicht in dieses Forum


__________________
Ein letzter Abschied war das Lied das ich in jener Abenddämmerung heulte. Ein Lied von Trauer und meiner aufflammenden Gier. Gier nach Rache für meine getöteten Eltern. Menschen, hört mir zu:
Erst wenn das letzte Fleisch zerrissen, der letzte Knochen gebrochen und die letzten Häuser zerstört sind, dann werde ich sterben!


Cave canem? Cave me!
Non omnis moriar!

03.11.2006, 18:48
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Rul
Tjololo




Dabei seit: Februar 2006
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Tirol (A)
Beiträge: 153
Rul ist offline
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Ihr habt da wirklich schöne und gute Geschichten!

Dann will ich mich auch mal an Geschichteschreiben versuchen

Auf diese Geschichte kam ich als ich unlängst Google auf Leopardenbilder durchsuchte, und mir plötzlich ein Foto von einem A****loch (entschuldige wegen der Ausdrucksweise) entgegen sprang, der bei einer so genannten Hunting Safari eine Leopardin geschossen hat bei der das Fell um die Zitzen braun gefärbt war. Und jeder weis was das bedeutet …. Die gute war Mutter … Und er hat sie noch stolz präsentiert…


Das ist sie:


Ich bin die einzige Überlebende aus einem Wurf von drei Kindern. Meinen Bruder wurde von einer Hyäne getötet, da war er gerade 2 Monate alt, meine Schwester starb als sie 6 Monate alt war. Eine Löwin hatte sie erwischt.
Mir fehlen die beiden immer noch.

Doch meine Mutter sagte damals dass es der Lauf der Dinge sei. Auch ihr fiel es immer wieder schwer sich von ihren getöteten Jungen zu verabschieden, doch so ist der Ablauf der Natur. Ein ständiges kommen und gehen. Sagte sie.
Meine Mutter war sehr weise. Sie lehrte mich alles was ich zum Überleben brauche, wie ich mich richtig an meine Beute anschleiche, wie ich richtig jage, welche die für einen Leoparden richtige Beute ist und von welchen Tieren ich mich doch besser in acht nehmen soll.
Sie sagte mir auch dass ich von diesen nackten Affen, die sich mit diesen komischen bunten Häuten kleiden und mit diesen lauten Tieren unterwegs sind, keine Angst haben soll.
Ich soll sie einfach ignorieren. Das hab ich bis jetzt auch getan, aber manchmal sind die echt lästig.

Ich bin jetzt dreieinhalb Jahre alt und bin vor 6 Monaten selbst Mutter geworden. Ich hab schon einiges mit ihnen mitgemacht, aber alle beide leben noch und sind putzmunter. Sie halten mich ganz schön auf Trab. Ich frage mich ob ich auch mal so war.
Manchmal wünschte ich mir, dass ihr Vater hier wäre. Jedoch, wenn ich so nachdenke, hatte ich auch nie einen Vater, alles was ich weiß hab ich von meiner Mutter gelernt … danke Mama. Ich will genau so eine gute Mutter werden, wie du zu mir warst.
Ich verstehe jetzt auch weshalb du mich nicht mehr sehen willst, es ist einfach unsere Natur, alleine zu sein, und für sich selbst zu sorgen….

Nun ist es sieben Monate her und den beiden geht es sehr gut, sie lernen schnell sind aber noch nicht in der Lage für sich selbst zu sorgen. Es ist helllichter Tag, aber ich muss jagen gehen, ich habe Hunger und die beiden sicher auch.
Die kleinen sind gut versteckt, und können schon gut auf sich selber aufpassen. Ich hab ihnen gelernt dass sie sich bei Gefahr auf Bäumen flüchten sollen, oder, falls Paviane kommen sollten, in Höhlen. Die haben nämlich Angst vorm Dunkeln.
Dennoch hab ich irgendwie ein ungutes Gefühl.
Doch muss ich mich nun auf den Weg machen.

Schon wieder sind diese Affen da, aber wieso sind sie diesmal nur zu dritt?
Sie haben mich gesehen, und einer von denen holt einen langen glänzenden Ast hervor.
Was ist das bloß?
Schluss jetzt! Ich werde sie einfach ignorieren, so wie ich es schon vorher getan habe, ich muss jetzt jagen.
Was war dass für ein Knall? Und wieso schmerzt mein ganzer Körper?
Ich kann mich nicht mehr auf den Beinen halten, der Schmerz ist einfach zu groß. Da, ein zweiter Knall. Ich kann mich nicht mehr bewegen. Meine Brust, und mein Bauch bluten, aber wovon?
Ich liege jetzt da, im Gras, überall Blut, mein Blut. Es waren diese Affen, die das getan haben, aber wieso? Ich habe ihnen doch nie was getan…
Ich werde sterben, aber, wer passt denn jetzt auf meine Kinder auf? Die ganze Freude, Mutter zu sein … vernichtet, von diesen … Menschen. Warum? Das kann doch nicht der wahre Lauf der Natur sein… Ein ständiges kommen und gehen … aber sie machen das aus Spaß, aus Spaß am töten.
Ich will zu meinen Kindern, ich will sie noch einmal sehen! Doch es ist zu spät, ich kann mich nicht mehr bewegen, nur noch atmen und klar denken…
… ein dritter Knall, es wird schwarz ……



Edit:
Ich hab die Geschichte jetzt ein bisschen überarbeitet.
Ich wollte sie aus der „Ich Form“ der Leopardin heraus erzählen, dass es ein bisschen persönlicher wirkt. Ich hab sie so geschrieben denn: Sie hat die Kindheit überlebt (was auch nicht allzu oft vorkommt), sie hat Kinder und dann wird sie von einem Menschen aus den Leben gerissen. Und dieser Mensch ist auch noch stolz darauf…
Ich wollte darin meinen Hass und meine Trauer ausdrücken.
Meinen Hass auf den jenigen, der zum Spaß tötet und eine ganze Familie auslöscht (aber ja, der Mensch darf das, ihn gehört ja alles), meinen Hass auf die jenigen, die damit Geld machen und meine Trauer in erster Linie um die Tiere, die aus Spass getötet werden, nur um den Tötungs- und Zerstörungstrieb des Menschen zu befriedigen, und um die Tatsache das ich gar nichts dagegen tun kann …



LG Rudi


__________________

Ruhe in Frieden Tjololo.

Nato al lume guizzante della candela, scritto in tempi oscuri sulla vecchia pergamena ,scorre la penna.
E dal suo braccio nasce il disegno delle volte celesti. È l'inizio dei tempi. E cambierà il mondo!!
(Eppur si muove / Haggard)


Mein Myspace
Würde mich für den ein oder anderen add freuen

Dieser Beitrag wurde von Rul am 02.11.2006, 22:38 Uhr editiert.

29.10.2006, 01:29
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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
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Er war ein einsamer Jäger, nicht mehr jung und zu oft allein, aber er meisterte es und hatte an Eigenschaften, an Geschicklichkeit dazu gewonnen. Rurock konnte die zweibeinigen Wesen mit ihren Stöcken und brüllenden Rohren, mit ihren feuerspeienden Ästen gut umgehen, austricksen oder sie erwischen.

Er wusste nicht, was für eine Aufregung er auslöste, wenn er einmal in einem ihrer seltsamen Höhlenbehausungen aufgetaucht war, um nach einfacher Beute Ausschau zu halten. Er wollte nur leben, sonst nichts.

Er wusste noch weniger von ihren Plänen, ihn zu töten. Warum auch? Sie waren Beute geworden wie jede andere Beute. Was war anders? Natürlich schmeckten sie nicht gut. Nein, für seine Begriffe war ihr süssliches Fleisch nicht das beste, aber er nahm damit Vorlieb, wenn er nichts anderes mehr fand.

Denn immerhin gab es immer mehr von ihnen, sie drangen immer weiter in sein Gebiet vor und nahmen ihm die Möglichkeit, an andere Beute zu kommen, weil es davon immer weniger gab.

Er sass im Gebüsch, wartete und roch, nahm Witterung auf, hörte. Noch hörte er gut, noch witterte er gut, noch waren seine Krallen scharf und sein Gebiss wies keine Lücken auf. Und doch machten ihm Verletzungen zu schaffen, schmerzten ihn Narben. Aber dieser Schmerz machte ihn wütender, unerbittlicher. Böse? Nein, nicht böse. Er war nicht böse. Er war nur ein Leopard. Er war nicht ganz wie die anderen mit ihrem goldenen Fell, er hatte ein schwarzes und erschreckte alle damit offensichtlich noch mehr. Warum? Er war so auf die Welt gekommen. Sie waren doch auch unterschiedlich.

Da! Es knackte, ein Ast brach, auf dem Weg kam jemand. Wie laut sie waren. Hätte er lachen können, hätte er es getan. Kein Wunder erwischte er einen um den anderen. Sie waren zu laut und verstanden nichts vom schleichen, verstanden auch nicht viel von Wegrennen. Es nützte ihnen nichts, wenn er seine Atem in ihr Genick hauchte, wenn er sie ansprang und sie fielen und er tötete. Es nützte nichts. Er war lautlos, nicht laut.

Und er sprang, als der Zweibeiner nahe genug war. ...

(c) Marina

06.05.2006, 17:30
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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
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Ich möchte einmal dieses Thema wieder hervorgraben. Hat denn niemand mehr Geschichten mit Leoparden? Oder schreibt doch einfach mal welche. Ich würde mich darüber sehr freuen.

04.05.2006, 18:40
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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
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Warum schreien sie denn so? Warum rennen alle? Ich kann sie nicht verstehen, diese Zweibeiner. Ich tu ihnen nichts, aber sie sehen mich und schon geht der Lärm los. Das ist doch einfach verrückt.

Ich kann gehen und stehen, wo ich will. Kaum siehst mich so einer, geht das ganze Getöse schon los. Letzthin lief einer schreiend weg. Ich setzte mich da hin am Waldrand und fragte mich, was denn nun wurde? Als dann aber viele von ihnen so mit langen Stangen und komischen spuckenden und feuernden Dingern zurückkamen, schaute ich zu, dass ich so schnell wie möglich verschwand. Sie stöberten noch eine Weile herum. Ich schaute ihnen von den Ästen eines dichten Baumes aus zu und konnte mir ein Grinsen nicht ganz verkneifen. Was an mir macht ihnen denn so fürchterlich Angst? Ich bin ja nicht einmal auf der Jagd. Ich habe meinen Bauch vollgeschlagen, finde immer mal was und kann gut und gerne auf diese seltsamen Tiere verzichten. Die schmecken mir nicht.

Ist es mein schwarz glänzendes Fell? Kann nicht sein. Ist doch schön. Sind es meine glühenden Augen? Na gut, immer glühen die nicht mal, schon gar nicht am Tage. Oder dann vielleicht meine Krallen? Das kann schon eher hinkommen. Auf die bin ich stolz. Die sehen echt gut aus. Muss sie wieder einmal pflegen und ein wenig schleifen. Vermutlich ist es mein Gesicht ... aber .. na ja, hässlich finde ich mich an sich nicht. Ach so ein Mist. Nein, es müssen meine Zähne sein. Die können schon eindrücklich aussehen, wenn ich vor Ärger fauchen muss.

Und trotzdem, ich tu denen nichts. Neee, mag kein Fleisch von diesen Tieren. Puhhh .... passt mir nicht.

Ich bin nur ab und zu neugierig, was sie da treiben und wage mich vielleicht zu weit hervor. Muss ich eben doch noch ein wenig vorsichtiger sein in Zukunft.

Obwohl ... ist spassig, das Treiben. Echt.

09.01.2004, 10:54
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Black Panthera
the SilverDragon




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Black Panthera ist offline
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wild hetze ich durch den busch...
mein herz rasst und mein atem fliegt...
ich habe angst...
meine gedanken schwirren an mir vorbei...
ich höre wie sie hinter mir her sind...
höre ihre schritte...
höre das laute bellen der feinde...
ich weiss das in der nähe ein kleiner fluss ist...
meine kräfte lassen nach...
ich werde müde...
die zeit scheint still zu stehen...
ich habe mittlerweile die orientierung verloren...
panisch suche ich den weg durch den busch...
immer näher kommt das bellen...

ich laufe immer weiter geradeaus...
laufe an einer bekannten stelle vorbei...
doch ich kann mich nicht besinnnen was sie heißt...
und ich weiss sei bedeutet nichts gutes...
ich laufe und laufe...
meine beine werden schwerer...
ich bekomme kaum noch luft...


meine schritte werden langsamer...
und ich sehe vor mir eine mauer...
ich drehe mich um und sehe sie durch die blätter brechen...
wie ein blitz bleiben sie alle vor mir stehen...
ich fauche sie an...
sie bellen nur...

plötzlich sehe ich wie sie auch aus dem busch brechen...
sie sehen das ich hilflos bin...
sehen das ich in eine falle geraten bin...
mit ihren langen stäben die feuer spucken stehen sie hinter den bellern...
einer hebt seinen stab...
und richtet ihn auf mich...

und dann knallt es ganz laut...
tausend gedanken rasen um mich...
ich höre nur noch ein geheule und wimmern...
höre laute schreie und stimmen...
ich spüre eine druck in meinem schenkel...
ich schaue mich um und sehe lauter wesen mit anderen stäben...
sie kämpfen mit den anderen wesen mit stäben die mich hetzten...
ein beller liegt bewegungslos vor mir...
die anderen sind weg..
ich spüre eine schöne müdigkeit..
meine augen werden schwerer...
mein körper unkontrollierbar...
und dann entschinde ich in eine dunkle welt...


__________________

In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

27.01.2003, 21:52
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Marina
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Marina ist offline
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Ich hoffe, Jamie kommt einige Male hierher ins Forum und liest diese Geschichte immer wieder und vor allem das, was Du am Ende zu ihm gesagt hast Spiritus. Ich hoffe es sehr. Die Hoffnung, die er Dir gegeben hat ... Spiritus ... Was ist wertvoller und schöner, als einem Menschen Hoffnung zu geben?

Ach ja Black Panthera, Deine Geschichten sind auch sehr schön.

27.01.2003, 10:47
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Black Panthera
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Black Panthera ist offline
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das ist eine traurige, aber schöne geschichte...
sie regt zum nachdenken an...
und es ist leider wirklich so wie sie erzählt wird...
alles was nicht natürlich erscheint oder bedrohung bedeutet wird vernichtet...
und die botschaft überlesen...


__________________

In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

25.01.2003, 23:04
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Spiritus, der Panther
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Vielleicht nicht grad das, wonach hier gesucht wurde, aber ich wollte mich mal beteiligen. Außerdem, ein Leopard kommt ja drin vor...

Ein Ende

Ich liege hier eingerollt neben einem heruntergekommenen Bettler, der gedankenverloren auf seine Pappschachtel hinabsieht, in der nur wenige Centstücke liegen.
Meine Augen sind nur einen Spalt weit geöffnet. Die Menschenmenge, die durch die Kortumstraße strömt, nimmt mich nicht wahr. Sie wuseln von einem Geschäft zum anderen, mit leeren Augen. Es ist ihnen egal, was um sie herum geschieht, sie wollen nur schnell ihre Geschäfte er ledigen und dann wieder nach Hause.
Es ist Frühling, und nach der großen Uhr am dazugehörigen Laden zwanzig nach zwölf.
Es ist geschehen. Ich hab alles menschliche hinter mir gelassen. Nun hab ich diesen kräftigen Körper, ein seidiges schwarzes Fell mit einem Schimmer, wie vom Mondlicht. Ich habe scharfe Krallen und spitze Zähne, und überragende Sinne.
Wie ich hier hergelangte, weiß ich nicht, nur, das ich es so wollte.
Und dann ist da diese Passantin. Ihr Blick schweift über den Bettler zu meiner Linken, und dann kreuzen sich unsere Blicke. Nur ein Bruchteil einer Sekunde lang, doch es genügt. Erst stutzt sie, wird langsamer, um dann mit großen Augen und blassem Gesicht stehen zubleiben.
Nun folgt eine Kettenreaktion. Wachgerüttelt durch das befremdliche Verhalten eines Individuums wird die ganze Masse auf mich aufmerksam. Alle blicken sie wie doof auf den schwarzen Panther, der doch so gar nicht in ihr Bild passt.
„Guck mal Mami, ne Mieze Katze!“ ruft ein entzücktes kleines Mädchen, das von der nicht so begeistert dreinblickenden Mutter schnell an sich gezogen wird.
Was sie wohl denken? Halten sie mich für ne Attrappe? Na das lässt sich ändern! Ich entrolle mich und strecke ausgiebig meine Vorderläufe, und mit ihnen den Rücken bis zur Schwanzspitze.
Eine Traube von Menschen blockiert nun die Einkaufspassage. Der Verkehr kommt zum erliegen, ohne das die reisenden den Grund kennen, schließlich ist ihnen mein Anblick durch viele Leiber verwehrt. Und hier und da hör ich wüste Beschimpfungen und sehe gekonnt geschwungene Regenschirme oder Gehstöcke.
Was denken sie jetzt? Verstecke Kamera? Ja, ein paar schauen sich schon um, aber finden tun sie höchstens die auf den Ladenausgang gerichteten Überwachungskameras, oder die eilig gezückten Camcorder von gut ausgerüsteten Passanten.
Und dann fangen die Handys an. Schnell gezückt, noch schneller gewählt. „Hey das glaubst du nicht! Hier in der Innenstadt sitzt ein voll fettes Katzenvieh!“
„Schatzi, ich bin grad shoppen, und vor einem Schaufenster sitzt ein schwarzes Riesenvieh, ein Puma oder so. Nein, das ist keine Pappmaschefigur! Warum nimmst du mich eigentlich nie ernst?“ Und so weiter, und sofort.
Sogar mein Nachbar ist ob der großen Aufmerksamkeit aktiv geworden, und ängstlich davon gekrochen. Naja, was soll’s? War eh nicht sehr gesprächig.
Nun, auf ans Werk, schließlich bin ich nicht ohne Grund hier. Ich gehe ein paar Schritte auf die Masse zu, die auf die selbe Anzahl von Schritten zurückweicht um ihren vier Meter Sicherheitsabstand zu erhalten. Dann drehe ich ihr meinen hübschen Rücken zu und fahre die erste Kralle aus. Ich beginne mit ihr über das Pflaster zu kratzen, und ich hinterlasse deutliche Spuren. Nach und nach formen sich aus diesen Kratzern Buchstaben, aus den Buchstaben Worten, und aus den Worten schließlich Sätze.

Ich bin der Bote, und dies ist eine Warnung an alle Menschen.
Wenn ihr nicht aufhört die Welt auf der ihr lebt zu zerstören, und ihren Bewohner Leid zuzufügen, werdet ihr vernichtet.
Nicht durch die Tiere, nicht durch die Natur, sondern durch euch selbst.
Spiritus, der Panther

Als ich Ende, ist nur noch eine meiner Krallen übrig, die anderen sind stumpf oder zersplittert.
Ich platziere mich oberhalb meines kleinen Textes und sehe mich um. Große Augen, blasse Gesichter. Bekannte Gesichter. Zu meiner rechten hat sich ein Grüppchen Azubis gebildet.
Was machen die denn hier? Hm, Michelle hat noch ihre Pflanzkelle in der Hand. Aha, also Frühjahrsbepflanzung.
Und Marc ist sichtlich am Grübeln. Ja, er kennt diesen eingeritzten Namen, auch wenn er ihn erst einmal sah. Erstauntes Gesicht, als es ihm klar wird, und ein Nicken meinerseits veranlasst ihn, daraufhin Thomas anzuhauen. Natürlich macht dieser ihm gleich durch eine deutliche Handbewegung klar, das er ihn für Panne hält.
Das erste Fernsehteam ist auch schon eingetroffen. Sieht nach ner Live Übertragung aus.
Und die Polizei ist auch schon angerückt. Mit gezogenen Knarren achten sie auf jeder meiner Bewegungen. Tja, und dann wär da noch die nette Lady mit dem Blassrohr. Und schon folgt der erste Schuss.
Mit nem kleinen Hopser zieh ich mich aus der Affäre. Und auch dem zweiten Projektil weich ich mühelos aus.
Nein, ihr werdet mich nicht einsperren, studieren, mit Tests und Versuchen quälen.
Ich gehe einen Schritt vor. BAM! Oh, eine verdächtige Bewegung. Da hat wohl ein Beamter die Nerven verloren.
Blut quillt mir aus der linken Seite. Ich wende mich um und trete an das Schaufenster. Ich stelle mich unter Schmerzen auf die Hinterbeine, tatsche mit der linken Pfote in das Blut und beginne erneut zu schreiben:

Ist das eure Antwort?
So sei es

Ich wende mich wieder um. Marc hat wohl den anderen erzählt, was er vermutet. Thomas, Michelle, Yve, Sonja, Nicole und Katja, die liebe Vorarbeiterin, sehen mich erstaunt an. Und ich antworte mit einem Lächeln, das sogar so begriffsstutzige Wesen wie Menschen es als ein Lächeln erkennen können.
Doch dann senke ich meinen Blick mit trauriger Gewissheit. Ich sitze mittlerweile, weil ich mich nicht mehr auf meine Hinterbeine verlassen kann. Ich schüttle sachte mit meinem Kopf und hebe den Blick, um dann aus Leibeskräften zu Brüllen.
BAM! BAM! BAM! Meine Stimme versagt, als sich drei kugeln ihren Weg durch meinen Brustkorb bahnen.
Mein Blick verschwimmt durch meine Tränen, als ich wie in Zeitlupe auf die Seite kippe. Tränen aus Blut.
Ich höre dumpf einen Aufschrei, Nein aus wenigen Kehlen, Fußgetrappel. Und das unverwechselbare Geräusch, wenn eine Faust auf eine Nase trifft.
Ich spüre die Nähe von Freunden, Händen auf meinem Leib, und dann... nichts mehr...............

Ein Anfang


S, d PS: Die Story ist dir gewidmet Jamie. Lass dich von dem Ende aber nicht betrüben, schließlich ist jedes Ende auch ein Anfang.
Außerdem ist es die Hoffnung, die du mir gegeben hast, der Grund, warum sich mein Story Alterego nicht in die Savanne gewünscht hat. Die Hoffnung, das die Botschaft die Menschen ändert.


__________________
In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

25.01.2003, 22:43
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