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Marina
Pantherkönigin




Dabei seit: September 2002
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Camargue (F)
Beiträge: 814
Marina ist offline
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Ja Jamie, Du hast vollkommen recht. Es ist ein einmalig schöner Bericht. Und mir ist es so, als hätte ich letzthin einmal im TV einen Bericht über gerade dieses gesehen. Ganz sicher bin ich mir nicht mehr, aber es ist mir so.

07.03.2003, 10:05
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Panther
Pantherkönig




Dabei seit: Juni 2002
Herkunft: Camargue/France
Camargue (F)
Beiträge: 734
Panther ist offline
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ohhhh merci fuer diese schoene bericht

ich bin so froh dafuer. ich bin auch froh fuer menschen, die sich auf diese art und weise einsetzen. hier in diese gebiet haben die wildtiere vorrang und nicht andere interessen. hoffentlich das geht noch lange gut und nicht jemand kommt auf idee zu zerstoeren all dies. ja leoparden sind scheu. du weisst das shir khan. aber sie sind sehr faszinirend auch und etwas ganz besonderes unter den vilen schoenen raubkatzen, die es gibt.


__________________
Panther Koenig Jamie oder auch CJP ...

20.12.2002, 22:08
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Nala
Löwin




Dabei seit: Januar 2002
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Beiträge: 772
Nala ist offline
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Jap.... der Mark Jenkins.... endlich einmal wird er öffentlich gewürdigt.
Danke an die Sonntagszeitung und an den Khani der den artikel gefunden hat.
Ich habe schon des öfteren von seinem Projekt und vor allem aber von seiner durchaus autoritären Art der Handhabung seines Postens dort gehört. Ich denke er geht den einzig gangbaren Weg und wünsche ihm alles erdenkliche Glück, Verständnis und Unterstützung.


__________________
...wonder where the lions are....

20.12.2002, 20:37
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
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Leopard in freier WildbahnAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Im Meru-Park sind Tiere nicht auf den ersten Blick zu entdecken

Der Leopard ist eine Reminiszenz an die Grosswildjagd. Er hing vermutlich jahrzehntelang in einer guten Schweizer Stube, bevor die Erben des Besitzers das ausbleichende Stück ins Brockenhaus brachten. Nun steht er, Geschenk eines Freundes, an meiner Wohnzimmerwand, aufgespannt auf ein schweres, poröses Gipsbrett, der Fellrand gesäumt mit angefressenen Filzbordüren. Retten kann man das Tier nicht mehr. Dafür in Ehren entstauben.
Leoparden stehen seit Jahren unter strengstem Schutz. Sie sind dennoch immer seltener geworden. Gelegenheit, einen Leoparden in der Wildnis zu beobachten, sind rar. Im Meru-Nationalpark sind ein Fels und eine Lodge nach der getupften Raubkatze benannt worden, auch hat George Adamson mit seiner Löwin Elsa und einem Leoparden in diesem Park gelebt. Vielleicht lassen sich dort ja noch Nachfahren finden.
Aus der gelblich schimmernden, mit Dornbüschen durchsetzten Grassavanne ragt eine rötliche, bizarre Felsformation, der Leopard Rock, umgeben von Schirmakazien, den Wahrzeichen dieser Landschaft. Ein Leopard allerdings hat sich dort schon lange nicht mehr blicken lassen. Der Park ist von Wilderern stark bejagt worden. Im letzten Jahr haben ihn bloss 1200 Touristen besucht.
«Heruntergewirtschaftet», bezeichnet Mark Jenkins vom Kenya Wildlife Service, der Chef an Ort, den Zustand. Dabei führt der Äquator durch den Meru-Park. Fauna und Flora der nördlichen und der südlichen Hemisphäre lassen sich im Park beobachten. Die Landschaft ist vielgestaltig, trockene Lebensräume werden durchzogen von Rinnsalen, Bächen und Kenyas wasserreichstem Fluss, an deren Ufern Galeriewäldchen wachsen. In der erschlagenden Weite dieser Ebene östlich des Mount Kenya finden viele Tiere Rückzugsgebiete in Sumpflandschaften, an palmbestandenen Wasserlöchern und in sperrigem Dickicht.
Aber der Park ist heruntergekommen. Das Gemetzel an den letzten Spitzmaulnashörnern (Schwarze Nashörner) vor zehn Jahren hat ihn mit bösem Zauber belegt. Jenkins' Gegenzauber ist ein neues Konzept. Umwelt- und Studientourismus schwebt dem hünenhaften Weissen vor, der in dieser Umgebung aufgewachsen ist. Zuerst aber will er Strassen und Flugpisten erneuern und den Wildbestand aufstocken.
Tierbeobachtungen sind im Meru-Park keine Wildparade wie im Masai Mara oder in der tansanischen Serengeti. Man kann nicht einfach neben eine fressende Löwengruppe fahren, die Tiere nutzen hier das abwechslungsreiche Gelände aus, sie verstecken sich im hohen Gras, ducken sich hinter Büschen und Felsen. Ausserdem sind sie scheu geworden, die menschenbefrachteten Minibusse sind sie nicht mehr gewohnt.

Wildtiere sind keine Exhibitionisten, eine Artenparade gibts hier nicht

Reich an Wild ist der Park trotzdem. Doch die Tiere halten Abstand, und erst nach einer gewissen Zeit wagen sich Netzgiraffen und Zebras, Wasserböcke, Kudus, Grant- und Giraffengazellen, Eland- und Kuhantilopen aus ihrer sicheren Fluchtdistanz weiter vor. Enttäuscht? Warum auch. Ein Nationalpark ist weder Zoo noch Zirkus, und Wildtiere sind keine Exhibitionisten. Im Meru-Park erkundet man Lebensräume mit ihren Bewohnern, eine Artenstafette wird nicht geboten.
Und die Leoparden? Wir möchten Leoparden sehen. Ausgerechnet Leoparden! Ein frommer Wunsch, kaum zu erfüllen. Diese prächtige Raubkatze hat nicht den geringsten Grund, sich ins Dunstfeld menschlicher Aura zu begeben. Ausserdem ist sie nicht so zahlreich vertreten, dass sie Hals über Kopf vors Fahrzeug rennen würde.
Wir suchen bei Rolf Gloor Hilfe. Der Aargauer, der während 22 Jahren an der Bezirksschule von Unterkulm Naturkunde unterrichtet hat, lebt das dritte Jahr im Schutzgebiet. Den Park hat er seit zwei Jahrzehnten regelmässig besucht, er kennt ihn fast wie seine Hosentasche und hat einen Dokumentarfilm über das Gebiet gedreht. Mit dem Wohnort hat Gloor auch den Beruf gewechselt. Er ist Hotelier geworden und hat zusammen mit einem lokalen Partner die alte Leopard Rock Lodge neu aufgebaut.
Leoparden sieht auch er nur selten, aber Gloor hofft natürlich, dass sich die Katze seinen künftigen Gästen zeigen wird. Vorerst geben wir uns mit Grünen Meerkatzen und Pavianen zufrieden. Wenn keine Löwen um die Lodge streifen, steigen die Affen von ihren Bäumen herunter und entfalten eine muntere Betriebsamkeit. Die Früchteschale auf der Terrasse ist ein beliebtes Angriffsziel, und ehe man sich vor dem Frühstück die Augen gerieben hat, ist schon wieder eine Banane verschwunden.
Gloors Lodge bietet Annehmlichkeiten, die man sich nach einer Safari durch Staub und Hitze gerne gefallen lässt. Die Häuser, ostafrikanischen Hütten nachempfunden, sind hoch gebaut und in zwei grosszügig gestaltete Räume geteilt. Die Höhe und netzversperrte Luken im Dachbau ermöglichen eine ständige Belüftung. Im Restaurant wird nicht nur internationale Küche serviert. Gloors pädagogische Ader wirkt nach, die Gäste sollen afrikanische Gerichte ausprobieren. Vor der Bar hat er eine «nyama choma» gebaut, was Beiz und Feuerstelle bedeutet. Hier werden Ziegen geröstet und Gemüse und Beilagen der Gegend auf traditionelle lokale Weise zubereitet. Gloor experimentiert selber gern als Koch. Pfeilwurz, ein Knollengemüse, hat er in dicke Stangen geschnitten und im Ofen gebacken. Schmeckt wie Nussstengeli. Aber auf den Leoparden warten wir immer noch.
Wir dürfen Jenkins begleiten, als er einen Leoparden aussetzt. Das junge Weibchen ist eingefangen worden, weil es Bauern in der Gegend von Nanyuki ein paar Ziegen gestohlen hatte. Die Katze wurde in einem Gitterkäfig auf einem Lastwagen in den Park transportiert. Nun steht der Anhänger in einem Abschnitt verbuschter Grassavanne. Die Leopardin knurrt nervös, sie scheint zu ahnen, dass sie bald wieder auf freier Wildbahn jagen kann. Ein Tau ist am Zugfahrzeug und an der Schiebetür des Käfigs befestigt worden. Alle bringen sich in Sicherheit, Jenkins fährt behutsam rückwärts. Die Schiebetür öffnet sich quietschend. Wie im Verkehrsunterricht schaut die Leopardin mal rechts, mal links. Ein Sprung. Weg ist sie, im Zickzack durch die Büsche. «Ich möchte noch mehr Leoparden aussetzen», sagt Jenkins, «aber nur junge, weibliche Tiere. Ältere und männliche kehren in ihre alten Reviere zurück.»

Die immense Weite lässt sich am besten aus der Luft erleben

Der Chef führt ein striktes Regiment. Er erzählt zwar gerne von den Tieren, etwa von der Löwin, die ihn beobachtet, wenn er nachts auf der Veranda am Computer sitzt. Kommen aber die Parkregeln zur Sprache, antwortet er schmallippig. Darf man die Strassen verlassen? Nein. Nachts durch den Park fahren? Nein. Fischen? Nein. Holz sammeln? Nein. Und Rinder im Park weiden lassen? Total illegal.
Die immense Weite des 800 Quadratkilometer grossen Parks lässt sich am besten aus der Luft erleben. Jenkins beherrscht seine einmotorige Aviat Husky wie andere Leute ihr Velo. Wir gleiten über saftig grüne Sumpfweiden hinweg, auf denen Giraffen und Zebras grasen. Die trockenen Savannen schimmern lindgrün. Die Herden der schwarzen Kaffernbüffel heben sich wie Kohlehaufen vom Grund ab. Jenkins kreist über mäandrierenden Flüssen und späht nach Wilderern, die sich im Schatten der Ufervegetation eingerichtet haben könnten. Unter einer Baumgruppe im Buschgebiet entdecken wir fünf, sechs Elefanten. Weiter südwärts fallen weissliche Flecken in der Landschaft auf. Der Flieger peilt die Flecken an. Rinderherden. Wie wird Jenkins wohl nach der Landung ausrufen?
So weit kommt es nicht. Der Chef schraubt die Husky hoch und plötzlich, ohne Warnung, rast sie im Sturzflug wie ein Jagdbomber aus dem Zweiten Weltkrieg auf die Herde zu. Im letzten Moment zieht Jenkins die Maschine wieder hoch. Mir schwappt das Gekröse unters Kinn, den Rindern fährt der Schrecken in die Glieder. In Einerkolonne rennen sie davon, der Hirte hastet hinterher. Nach mehreren Luftangriffen dreht Jenkins ab. Rinder im Park? Illegal!
Und der Leopard? Vergiss es.
Zwei Tage später, im Nationalpark vor den Toren Nairobis. Ein Dutzend Impalas spaziert gemächlich über die Rasenpiste. Yassim, der Fahrer, starrt aus dem Fenster. Im gelben Gras ist nichts zu sehen. Plötzlich, zwei Ohren. Ein ganzer Kopf wird nachgeschoben. Endlich. Ein Leopard auf der Jagd. Unser Auto versperrt ihm das Gesichtsfeld. Lautlos rückt er vor. Er sucht sich eine neue Lauerstellung auf der Seite vor dem Auto, dann schleicht er wieder zurück, offenbar unzufrieden mit der Aussicht auf die Impalas. Er erkundet das Gelände hinter dem Auto, bedächtig, konzentriert. Hinter einem Busch setzt er sich auf die Hinterpfoten. Gespannt wie eine Feder, das Maul leicht geöffnet. Er duckt sich. Angriffsposition. Gleich schnellt er los.
Fehlalarm. Der Wind hat gedreht. Die Impalas stieben auf und davon. Entspannt legt sich der Leopard wieder hin.


Quelle: Sonntagszeitung.ch


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

20.12.2002, 19:12
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