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Schneeleopardin
Leopard(in)




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Schneeleopardin ist offline
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Zum Glück gibt es immer wieder nachwuchs!!!!!

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Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.

27.11.2004, 12:01
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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SchneeleopardenberichtAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Der illegale Handel mit Schneeleoparden
Deutsche Kurzfassung des Originalreports: The Illegal Trade in Snow Leopards – A Global Perspective

Originalreport: The Illegal Trade in Snow Leopards - A Global Perspective

Schneeleoparden gehören zu den Großkatzen, die weltweit am stärksten vom Aussterben bedroht sind: Nur noch 3.500 – 7.000 Tiere überleben in den Hochgebirgsregionen Zentralasiens. Der illegale Handel mit Fellen, Knochen, aber auch lebenden Tieren und sogar Fleisch sowie der illegale Abschuss durch Tro-phäenjäger haben die Art an den Rand der Ausrottung gedrängt.

In 11 Ursprungsländern - Afghanistan, China, Indien, Kasachstan, Kirgisistan, Mongolei, Nepal, Pakistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan - wird illegal mit Schneeleopardenfellen gehandelt, vor allem beim Weiterverkauf werden dabei hohe Profite erzielt. Die Gewinnspanne im Handel mit bedrohten Arten ist die zweithöchste direkt hinter dem Drogenhandel bei vergleichsweise geringem Risiko und Strafen: Jährlich werden Wildtiere und Pflanzen im Wert von circa 164 Milliarden Euro weltweit gehandelt.

Der Handel mit Fellen
Die Felle von Schneeleoparden werden als Wandbehänge oder für Mützen und Mäntel verwendet. Ein Mantel, der aus sechs bis 12 Fellen hergestellt wird, kann 60.000 US-$ auf dem Schwarzmarkt kosten. Die höchsten Preise für Felle werden in den Handelsmetropolen Russlands (5.000 – 15.000 US-$) sowie in den USA (9.000 – 15.000 US-$) erzielt, und die niedrigsten in der Mongolei (25-50 US-$). In China und Pakistan kostet ein Fell rund 1.000 US-$ und in Kirgisistan zwischen 800 – 1500 US-$.

China und Russland sind nach derzeitigen Erkenntnissen die größten Märkte für Felle. Die Felle werden in der westchinesischen Autonomen Provinz Xingjiang auf den lokalen Bazaren an westliche und japanische Touristen verkauft oder in die industriellen Zentren Ostchinas und in Peking versandt, von wo aus sie auch nach Taiwan und Hongkong gelangen. Die Felle stammen sowohl aus den zent-ralasiatischen Nachbarstaaten als auch aus China selbst, wo in den fünf Provin-zen (inkl. Tibet) die mit schätzungsweise 2.000 – 2.500 Exemplaren größte nationale Schneeleopardenpopulation lebt. Die Felle aus den früheren Sowjetrepubliken Kirgisistan, Kasachstan, Tadschikistan und Usbekistan gelangen aufgrund der reduzierten Grenzkontrollen innerhalb der Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) auf die Märkte nach Moskau und Kaliningrad und von dort durch Osteuropa auch in die Europäische Union.

In Zentralasien, Russland und China resultiert der große Druck auf wildlebende Schneeleoparden aus einer Kombination von hoher Nachfrage für Felle, Knochen und lebenden Tieren einerseits und den sehr schwachen bis nicht-existenten Strafvollzugsmaßnahmen. Letztere stellen de facto keine Abschreckung für Kriminelle dar. Im Gegenteil: Es verdichten sich die Beweise, dass sich insbesondere in den Ländern der früheren Sowjetunion, aber auch in China aufgrund der niedrigen Strafen und hohen Gewinne sowohl immer mehr Kleinkriminelle als auch die organisierte Kriminalität am lukrativen Geschäft mit Wildtieren beteiligen.

In Indien ist der illegale Handel mit Katzenfellen, der in den 90er Jahren erheblich eingebrochen war, erneut aufgeblüht. Daran sind nachweislich hochgradig organisierte Netzwerke beteiligt. Indische Felle werden in Indien verarbeitet und sowohl in Indien, aber auch in Nepal, einem seit den 80er Jahren bekannten Umschlag- und Durchlaufplatz für Felle, verkauft. In Nepal, Indien und Pakistan werden Schneeleoparden auch von Hirten getötet, weil sie dort immer mal wieder Schafe und Ziegen reißen. In einigen Regionen Indiens und Nepals geht von den Vergeltungsmaßnahmen der Hirten die stärkste Bedrohung aus. Nach jüngsten Berichten werden in Indien Hirten mittlerweile von Händlern angeheuert, Schneeleoparden in ihren Regionen als Problemtiere zu deklarieren, diese zu töten und die Felle in den Handel zu bringen. Der Nachweis, ob die getöteten Tiere tatsächlich Nutztiere gerissen hatten, ist dabei sehr schwierig. Ein weiterer wachsender Absatzmarkt sowohl für Felle als auch für Lebendexemplare befindet sich in den Vereinigten Arabischen Emirate und Dubai. Dubai hat sich bereits als großer Umschlagsplatz für illegales Elfenbein einen unrühmlichen Ruf erworben.

Der Handel mit Knochen und weiteren Produkten
Die Knochen von Schneeleoparden werden zunehmend als Ersatzstoffe für Tigerknochen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt, ein weltweit rasch wachsender Markt bei immer kleiner werdenden Tigerpopulationen. China ist das einzige Land, in dem sowohl Felle, Knochen, Lebendexemplare als auch Fleisch gehandelt wird. Eine Mahlzeit mit Schneeleopardenfleisch kostet in dort 16 US-$ pro Gericht.

Der Handel mit lebenden Tieren
Lebend werden Schneeleoparden sowohl in Kirgisistan, Tadschikistan, China und Pakistan gefangen und gehandelt. Ein Jungtier kostet auf dem kirgisischen Schwarzmarkt 5.000 –11.000 US-$. Abnehmer sind Zoos in China und anderen Ländern, die aufgrund ihrer schlechten Haltungsbedingungen auf offiziellem Wege im Rahmen des Europäischen Zuchtaustauschprogrammes (EEP) keine Schneeleoparden erhalten würden. Aber auch Privatpersonen und aller Wahrscheinlichkeit nach Zirkusbetriebe sorgen für Nachfrage nach lebenden Schneeleoparden. In den Ländern der früheren Sowjetunion und China gibt es eine große Zahl von Zirkusse und nur die größten bei den Behörden bekannt und registriert.

Die Rolle des Westens
Auch von westlichen Ländern geht eine Bedrohung aus. Westliche Trophäenjäger aus Europa und den USA stellen dem Schneeleoparden mit illegal erworbenen Lizenzen in der Mongolei und in Tadschikistan nach. In der Mongolei kostet eine 19 tägige Safari samt Schneeleopardenabschuss 25.000 US-$, in Tadschikistan ist das Ganze schon für 7.520 zu haben. Vermittelt werden die Jagdreisen nach Tadschikistan von einer russischen Firma, die im Internet für deutschsprachige Kunden ihre Dienste anbietet.

Was muss zur Rettung der Schneeleoparden geschehen?
Die Bedrohung für den Schneeleoparden durch den illegalen Handel war noch nie so groß wie heute. Die letzten Exemplare können nur dann erhalten werden, wenn die internationale Staatengemeinschaft geschlossen, konzertierte und umfassende Maßnahmen zur Stärkung des Strafvollzugs in den Ursprungsländern und zur Eindämmung des illegalen Handel beschließt. Als Vorbild könnten die Beschlüsse und Maßnahmen für den ebenso bedrohten Tiger dienen. Vom 3.-15. November wird in Santiago de Chile die 12. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (englisch: CITES) stattfinden. Obwohl seit 1976 unter der höchsten Schutzkategorie der Konvention (Anhang I ) gelistet, sind von den Vertragsstaaten bis dato keine weiteren Schutzmaßnahmen beschlossen worden. Es bedarf der Initiative auf höchster Ebene sowie der finanziellen und technischen Unterstützung für die zentralasiatischen Länder bei der Umsetzung der CITES-Schutzbestimmungen.

In Russland (Operation Amba) und Kirgisistan (Gruppa Bars) haben der Einsatz spezieller Anti-Wilderei-Einheiten gezeigt, dass innerhalb kürzester Zeit durch den Einsatz gezielter Maßnahmen und kriminalistischer Technik der illegale Handel und damit das Töten wesentlich eingedämmt werden konnte. Der NABU fordert den Einsatz ähnliche Gruppen in allen Ursprungsländern, insbesondere in China, Indien, Pakistan, Tadschikistan und der Mongolei.


Quelle: Nabu


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

20.12.2002, 18:33
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