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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
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Die Welt ist die für uns größte vorstellbare Biosphere. Bar der Kenntnisse über größere Zusammenhänge pfuschen wir an ihr herum, und machen uns so zu Probanten in einem Labor dessen Ausmaße vorstellbares übersteigen.

Für den Biosphere Zoo ist Ngorongro ein ideales Beispiel, nur hatten wir dort auch "Ereignisse" die einen Teil der Löwenpopulation und auch andere Tiere fast ausrotteten. Die Natur funktioniert auch in Kleinen, nur hat der Mensch bei weitem nicht die Kenntnisse für soetwas. Ein solchen Biosphere Zoo wäre denke ich auch mehr für Forschungen geeignet als für Besucher, von daher wird es ihn nie geben. Wenn wie Orte wie Ngorongro oder das Okanvango-Delta verlieren, dann werden wir auch nie erfahren was wir hätten tun müssen, um die Welt nicht zu zerstören. Eine Schande das man so argumentieren muss.

PS: Ltd. Com. Data sprach aber von Fixpunkten durch das Raum-Zeit-Kontinuum und nicht von einem normales temporalen Fluss . Außerdem geht es ja keinem wie Worf, der plötzlich Frau und Kinder hat, obgleich Diana keine schlechtes Pendat für ihn wäre. Letztenendes hat man die richtige Quantensignatur gefunden und alle konnten wieder dahin wo sie hin gehören. Der Begriff "Hapyy End" drängt sich mir auf, sieht man mal von der einen Borg-vor-geschädigten Enterprise, welche verlustig ging, ab.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

08.12.2002, 22:32
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Kidogo Gepard
acinonyx jubatus




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: Serengeti, hinten links

Beiträge: 518
Kidogo Gepard ist offline
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Hmmm... kurz gesagt: ich erachte dieses vorhaben für nicht möglich.
Das geht schon damit los, dass man hunderte impalas braucht, bis diese sich auch als potentielle löwen-beutetiere (die angesprochenen fünf aber nur) ihre population stabil halten können - sollte man also versuchen, die verschiedenen Tiere im anzahligen verhältnis zueinander in die biosphäre einzubringen, bräuchte man wohl ein etwas grösseres stückchen erde. es wäre denkbar, dass die löwen bevorzugt gnus jagen und den bestand derer permanent ausrotten, nebenbei verhungern die krokodile, weil die alljährliche gnu-wanderung wegen demotivation abgesagt wurde, während die krokodile womöglich gerade nicht die besten jagdwochen hinter sich haben. in wenigen monaten hat sich dann auch das löwenrudel verdoppelt, vielleicht verdreifacht und monate darauf haben wir nun doppelt soviele, jedoch gleichbleibend gefrässige katzen, wobei sich nun auch täglich die männlichen Tiere um das rudel kloppen. viele gelegenheiten zum aus dem wege gehen wird es nicht geben und ein eigenes rudel suchen ist da auch erst einmal nicht... der rest macht die inzucht. möglicherweise werden im moment der unachtsamkeit die beiden gepardenmütter und deren nachwuchs von löwinnen getötet, sodass die verbleibenden drei gepardenmännchen die repäsentanten einer potentiell ausgestorbenen art darstellen. die impalas wird das freuen, denn diese vermehren sich nun noch mal so gut und im nächsten sommer rätseln wir, ob die landschaft mit grünen wiesen nicht doch besser aussah. bei unserem glück verendet ein gnu an den verletzungungen einer missglückten löwenjagd unmittelbar vor dem wasserloch und weil ja gerade sommer ist, bricht auch noch eine seuche aus und binnen 4 tagen ist alles tot... äh... ja.


ein wenig drastisch, ein wenig einseitig geschildert der obige abschnitt und bar jeglicher sachkenntnis, jedoch mögliche szenarien und als beispiele und denkanstösse durchaus hilfreich...


lt. com. data sagte einst, dass eine aktion unendlich viele aktions-möglichkeiten zur folge hat (und alle möglichkeiten im jeweiligen paralleluniversum zur dortigen realität werden - auch das sagte er ). wir sind gar nicht in der lage, die komplexität zu überschauen, weil wir nur das offensichtliche kennen, all das, was man in jahren der beobachtung erkennen konnte. so beschreibt derek joubert in "jagd im mondschein" wie ein 1958 erbauter wasserkanal 25 jahre später austrocknete - binnen 2 jahren. unzählige tiere sind dabei verendet, ohne überhaupt zu wissen, warum der fluss scheinbar aus dem zusammenhang der dinge heraus vertocknete. man konnte demnach keine klimaveränderungen festmachen, keine vergrösserten tier-populationen verantwortlich machen, etc. wenn man also noch nicht einmal in der lage zu erkennen ist, warum ein künstlicher fluss austrocknet, wie will man dann glauben, dass man eine biosphäre nachstellen kann? wie oft will man neue gnus in die gehege sperren, bis man erkannt hat, wie man sie vor einer möglichen ausrottung bewahrt? wie will man die überzähligen impalas reduzieren? laden wir jäger in unseren zoo? wie bekommt man die inzucht in den griff ohne riesige areale zu errichten, mit mehren löwenrudeln darin enthalten? will ich jedes jahr die löwenmännchen von zoo zu zoo tauschen?


alles mist das.


ich finde es ja schon witzig hier im forum darüber zu beraten, ob dies eine lösung wäre, wenn man sich bisher immer so einig war, wie verabscheuungswürdig doch solch ein zoo ist und dass sie sofort stillgelegt gehören? und nun denkt man darüber nach, wie man mit sehr viel geld und ungeheuer viel platz eine biosphäre nachstellen könnte, anstatt die forschungsgelder da anzubringen, wo die tiere jetzt leben und noch halbwegs platz haben? warum bleiben wir unserer "mit uns nicht"-linie nicht treu und finden auch dieses zoo-konzept scheisse und propageren weiterhin die sterilisierung der zootiere, auf dass die zoos austerben? warum wollen wir einen zoo errichten, der zwar möglichst artgerechte haltung gewährleisten wird, jedoch für den besucher, dem beobachter nichts mehr bringt, da man die tiere, ob der riesigen gehege nur noch bedingt beobachten kann? warum sollte man hier solch eine unnütze institution errichten, wenn sie doch keinem etwas bringt und von vornherein nur probleme bereiten wird? die kosten vernachlässigen wir mal eben. lassen wir die tiere also dort wo sie sind.


in anbetracht der enormen finanziellen und forschungstechnischen aufwendungen ist diese art eines zoos noch weit verwerflicher, da zum einem gelder beinahe veruntreut werden, die man unten in afrika (um beim beispiel zu bleiben) zielbringender einsetzen könnte. zum anderen versucht man durch solch ein projekt schönfärberei zu betreiben, denn es bliebe nach wie vor ein zoo. und den meinungen vieler hier folgend wurde der zooparks' daseinsberechtigung schon lange aberkannt.


es war allerdings seit jeher das problem des menschen... es wurde nie versucht zu retten und zu schützen. vielmehr bewunderte man sich selbst ob seiner genialität, etwas bereits nicht mehr existentes wiederzuerwecken.

Dieser Beitrag wurde von Kidogo Gepard am 08.12.2002, 20:41 Uhr editiert.

08.12.2002, 20:08
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
Gute Idee!Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Die Idee halte ich für sehr gut! Es fragt sich nur, ob das auch machbar ist. Wenn man auf diesem Gebiet noch ein bisschen forscht, bin ich aber sehr zuversichtlich. Ich glaube auch, dass die Tiere diese Art von Zoo eher "genießen" könnten, als die jetztige. Für Auswilderungsprojekte, hätte das auch große Vorteile. Der Nachteil ist, dass man sehr viel Platz braucht, und der ist leider teuer.
Moralische Bedenken hätte ich keine. Wenn ein gutes Zusammenspiel der Natur auch in Menschenhand möglich ist, wieso nicht?!


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

08.12.2002, 18:09
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Sesshoumaru ist offline
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Biosphere ZooAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Immer wieder hat man seit Einführung der zoologischen Gärten im letzen Jahrtausend Verbesserung eingeführt. Anfangs waren es "nur" Vergrößerungen der Gegehe. Auf diesem Stand ist nur das Gro der Zoos in den Industriestaaten.

Der nächste Schritt, der gerade im Umbruch ist, ist das sogenannte "Behavioural Enrichment". Für alle die damit nichts anfangen können sei gesagt, daß man hier versucht die Tiere artgerecht zu beschäftigen. Z. B. das ein Gepard in einer Art "Jagdmaschine" seinem Futter erst mal hinterher rennen muß.

Die neuste Stufe hat Simba angesprochen. Nun werden die Tiere die den Lebensraum für gewöhnlich Teilen "vergesellschaftet". Dieser Schritt ist aber so visionär, daß er noch nicht anerkannt ist, und sich deswegen auch nur langsam durchsetzt. Vornehmlich in Safariparks wurde dies bereits gemacht, während die klassischen zoologischen Gärten noch auf eine strikte Trennung setzten und höchstens die Gehege der Tiere des gleichen Lebensraums nebeneinander anordnen.

Was allen Konzepten gleich ist, ist die Trennung der Raubtiere eines Lebensraums, von den Beutetieren eines Lebensraums. Aber wieso macht man diesen Schritt nicht auch noch??? Wieso nicht einen "Biosphere Zoo" anstreben???

Das Biosphere 2 Experiment sollte auf einem begrenzten Raum die Erde nachstellen. Man wollte testen ob es möglich ist eine kleine Kopie der Erde völlig autark zu bereiten. Dies wurde als Vorbreitung für eine dauerhaften Raumstadtion, beispielsweise auf dem Mond, durchgeführt. Jedoch ist es kein Geheimnis das Biosphere 2 nicht erfolgreich war, da der CO2-Anteil nach einigen Wochen toxisch in der Biosphere wurde. Jedoch halte ich das für einen Fehler, welchem man sich ín einem "Biosphere Zoo" nicht gegenübersehen wird.

Was ist also der "Biosphere Zoo"?? Ganz einfach an einem Beispiel für Afrika erklärt. Der Zoo ist nach den Kontinenten geteilt. Und ja nach Anteilen von Tieren auf einem Kontinent werden dann die Tiere dort platziert. Z.B. gehören dann eben, wenn man ein Löwenrudel von 5 Löwen dort hat, dann auch 20 Impalas und 3 Krokodile in die Biosphäre. Die Krokodike bedingen dann wieder 2 Gnus und so weiter und so weiter. Das ins Geleichgewicht zu bekommen wäre nicht einfach, aber vielleicht kann man es schaffen.

"Alles" was man bereitstellen müsste, wäre Wasser, Sonne und ausreichend Grünfutter für die Herbivoren. Alles andere würde sich im Idealfall selbst regeln. Es wäre eine Miniatur der realen Welt.

Was würdet ihr von soetwas halten?? Haltet ihr es für machbar?? Ist es auch moralisch ok?? Wo seht ihr Probleme, Chancen oder Bedenken?????


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

08.12.2002, 15:14
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