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Candy
Terrier




Dabei seit: März 2002
Herkunft: Pulheim
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 252
Candy ist offline
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Es ist wirklich manchmal unglaublich was sich unsere "Hüter des Gesetzes" und "Vertreter für Recht und Ordnung" einfallen lassen um ihre Macht auszuspielen.
Ich wurde vor einigen Jahren von einem solchen "Staatsgewaltigen" einmal verhaftet, weil ich im Park herrenlose Katzen betreue. Die Geschichte kann jeder auf unserer HP-Seite nachlesen unter "Geschichten aus dem Tier-Paradies". Sie ist ebenfalls amüsant wie auch für viele verblüffend. Und in der Geschichte "Bruno, der Streuner" bewiesen unsere "Freunde und Helfer" wieviel Mut in ihnen steckt.
Manchmal erlebt man im Tierschutz auch mal was Amüsantes.


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25.11.2002, 20:43
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CleanerWolf
Wolf




Dabei seit: Juli 2002
Herkunft: Berlin
Berlin (DE)
Beiträge: 609
CleanerWolf ist offline
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Mein Hund und ich hatten neulich ein "nettes" Erlebnis mit Vertretern der Staatsmacht. Auf einem U-Bahnhof wurde ich ca. 10 Minuten lang festgehalten, nur weil der Hund keine Steuermarke am Halsband trug und obendrein bekam ich vor einigen Tagen einen Brief vom Bezirksamt, in dem es heisst, es sei ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet worden! Deshalb wurde ich aufgefordert, zu den Geschehnissen Stellung zu nehmen, was ich natürlich gerne gemacht habe.

Aber lest selbst:

Zitat:

Hiermit möchte ich dem Angebot, zu der mir vorgeworfenen Ordnungswidrigkeit Stellung zu nehmen, nachkommen.

Wie an fast jedem Arbeitswochentag war ich gerade dabei, am Bahnhof Zoologischer Garten von der U9 in die U2 umzusteigen, meinen Hund hatte ich dabei an der kurzen Leine, so daß er brav bei Fuss lief, als jemand hinter mir "Junger Mann !!!" rief. Da ich mich mit meinen 32 Jahren dadurch nicht angesprochen fühlte, ging ich zunächst weiter. Plötzlich direkt hinter mir eine Stimme: "Hey Sie, zeigense mir mal ihre Hundesteuermarke!". Zumindest die Tollwutmarke konnte ich dem jungen Polizeibeamten zeigen, auch wenn sie nicht am Halsband meines Hundes befestigt war, weil ich befürchtete sie könne dort irgendwann abfallen und verloren gehen, ausserdem stört mich das ständige Geklimper beim Laufen. Obwohl ich natürlich Hundesteuer bezahle, hatte ich aber dummerweise die Hundesteuermarke nicht dabei.
"Na kommse mal hier zur Seite!"
Umringt von mehreren Polizisten, die darauf aufpassten, daß ich nicht flüchtete und ihrem Kollegen bei dieser riskanten Aktion beistanden, wurde ich darüber belehrt, daß mein Hund die Steuermarke immer am Halsband tragen müsse. Ausserdem wurden meine Personalien aufgenommen, die der pflichtbewusste Beamte per Handy überprüfen liess, ich hätte ja schliesslich ein gesuchter Verbrecher oder Terrorist sein können, nach dem 11.9.2001 muss man ja mit Allem rechnen. Daß ich durch die ganze Aktion ca. 10 Minuten festgehalten wurde und entsprechend später zur Arbeit kam, nahm ich natürlich gerne in Kauf, denn es gibt mir ein ungemeines Gefühl von Sicherheit, daß es noch derart pflichtbewusste Beamte gibt, die das, was sie auf der Polizeischule gelernt haben auch in die Praxis umsetzen, hart durchgreifen und damit für Recht und Ordnung in einer zunehmend von moralischem Verfall geprägten Gesellschaft sorgen. Dienst nach Vorschrift, wir leben ja schliesslich in Deutschland. Richtig so! Verbrechensbekämpfung im Großen beginnt im Kleinen. Wäret den Anfängen. Heute ist es eine nicht vorschriftsmässig angebrachte Hundesteuermarke, morgen vielleicht schon ein geklautes Fahrrad und übermorgen ein Banküberfall.
Man stelle sich das mal vor - ich bin mit meinem Hund bereits hunderten von Polizisten begegnet und nie hat mich einer auf die Steuermarke angesprochen. Welch lasche Arbeitsweise! Dabei möchte ich doch als braver Bürger unbedingt auf meine Pflichten hingewiesen werden um mich an die Regeln halten zu können!
Anhand der Tatsache, daß besagter Beamter mir gegenüber klarmachte, daß er Hunde nicht mag, könnten böse Zungen behaupten, der Beamte hätte seinen beruflichen Status ausgenutzt, um mich als Hundebesitzer unnötig lange festhalten und damit schikanieren zu können und damit seiner persönlichen Abneigung gegen Hunde und ihrer Halter etwas Luft zu machen. Aber sowas wäre ja Verleumdung und sowas Böses tut man ja nicht. Nein nein, hier hat ein vorbildlicher Freund und Helfer lediglich seine Pflicht getan. Jawoll.
Daß nun infolge der grob fahrlässigen Vernachlässigung meiner Bürgerpflichten auch noch ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet wurde, ehrt mich. Trotz angeblich völlig überlasteter Polizeibeamter nehmen Sie sich die Zeit, gegen mich zu ermitteln. Ich bin gerührt. Endlich werde ich beachtet und jemand kümmert sich um mich, und das in einer Gesellschaft, in der man mitten auf der Strasse an einem Herzinfarkt sterben kann ohne daß jemand Notiz davon nimmt, geschweigedenn helfend eingreift.
Übrigens trägt mein Hund mittlerweile sowohl die Steuermarke als auch Tollwutmarke vorschriftsmässig am Halsband, darüber hinaus ist er, entsprechendes Gerät vorausgesetzt, jederzeit anhand des Mikrochips identifizierbar, der ihm bereits vor Jahren implantiert wurde.
Abschliessend möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für Ihre hervorragende Arbeit und die Ihres Kollegen bedanken, Sie beide sind ein Vorbild für die gesamte Berliner Polizei.


Wichtig ist, daß man sich als Hundebesitzer in solchen Zeiten nicht unterkriegen lässt und den Humor nicht verliert.
Ich hoffe, der Text hat Euch beim Lesen genauso viel Spass gemacht, wie mir beim Schreiben };o)


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Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

24.11.2002, 00:38
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Whough
Whough
Beiträge: 823
PattWór ist offline
Hundeführerschein - Ein kontroverses ThemaAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Nach den Übergriffen einiger sog. Kampfhunde auf Kinder und ältere Leute, sind Hundebesitzer landesweit in Verruf gekommen und gerade die Besitzer großer Hunde wurden gar diskriminiert. Landesweit ist eine sog. Kampfhundeverordnung in Kraft getreten.

Jetzt wird nach einem Wesenstest der Hunde und nach einer Kenntnisprüfung der Besitzer geschriehen. Und was bringt das? Geld, Geld in die leeren Kassen der Komunen. Mal abgesehen, daß die Güte eines solchen Wesenstests in Fachkreisen umstritten ist, sind die Gebühren mit über 500 Euro so horrend hoch, daß sie sich ein normaler Bürger kaum leisten kann, geschweige denn, die Gebühren, die für den Erwerb eines Hunde-Führerscheins zusätzlich anfallen werden.
Hier sieht der Staat nur eine ertragsreiche Quelle weiterer Einnahmen.

Ein Beispiel:
Jeder Führerscheinanwärter muß eine augenärztliche Bescheinigung über einen Sehtest vorweisen. Dabei fallen Gebühren um die 25 Euro an.
Jetzt ist man zum Schluß gekommen, daß ältere Personen (so ab 50 Jahre) an Sehleistung verloren haben und will ihnen einen Augentest aufzwingen, um ihre Fahrerlaubnis zu erhalten. Daran ist nichts auszusetzen, denn das A und O zum Führen eines KFZ ist nun mal das Augenlicht.
Nur frage ich mich, warum die selbe Untersuchung, die auch ein Führerscheinanwärter über sich ergehen lassen muß, dann plötzlich 250 Euro kosten soll. Das ist doch reine Geldschneiderei.

Gut, ihr werdet euch jetzt fragen, was das mit den Hundeführerschein zu tun hat. Ich sage euch, sehr viel, denn wieder einmal soll der Bürger (dieses mal die Hundebesitzer) geschröpft werden. Und alles unter dem Deckmantel des gesteigerten Sicherheitsbewußtsein der Abgeordneten. Dabei gehe ich von Gebührenwucher, wie es bei den älteren Führerscheininhabern geplant ist, aus.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


22.11.2002, 19:08
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Spiritus, der Panther
Träumer




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft:
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 892
Spiritus, der Panther ist offline
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Schon traurig das es soweit kommen muss. Da sieht man mal, wie viel Verantwortung die Menschen übernehmen können...

Spiritus, auf der ewigen Suche...


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In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

22.11.2002, 14:27
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Simba
Routinier




Dabei seit: März 2002
Herkunft:
Baden-Württemberg (DE)
Beiträge: 310
Simba ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Simba gestartet
  Presseerklärung der Grünen zum Thema "Hundehaltung in der Stadt&qAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

berlin.de
pressestelle@gruene-fraktion-berlin.de
www.gruene-fraktion-berlin.de

22.11.2002


388/2002

Gerichtsurteil Kampfhunde
-cs-

Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin, erklärt:

Hundeführerscheinpflicht durch rasseneutrales Hundegesetz

Das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtes bekräftigt die Forderung von Bündnis 90 / Die Grü-nen: Berlin braucht endlich ein Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Hunden, das nicht auf das will-kürliche Verbot einzelner Hunderassen abzielt.
Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat bereits Ende August einen entsprechenden Gesetzantrag ins Abgeordnetenhaus eingebracht. Danach sollen alle Besitzer großer Hunde (17 kg, 40 cm) und gefährlicher Hunde (Hunde, die gebissen oder Menschen gefahrdrohend angesprungen haben) einen Hundeführerschein ablegen. Damit sind Hundehalter verpflichtet, die notwendige Sachkunde und Eignung zum Führen eines Hundes nachzuweisen und den Hund auf soziale Verträglichkeit überprü-fen zu lassen. Es besteht eine Kennzeichnungspflicht mit Mikrochip und Plakette. Die Überprüfung soll durch außerbehördliche Prüfstellen vorgenommen werden, vergleichbar mit dem Kfz-TÜV.
Die bisherige Verordnung ist nach den jüngsten Erfahrungen in großen Teilen unwirksam. 94 Pro-zent der Hundebisse gehen auf das Konto von Nicht-Kampfhunden.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert den Senat auf, schnellstens tätig zu werden und die Berliner Kampfhundeverordnung durch eine „Hundeführerscheinpflicht“ für alle großen Hunde zu ersetzten, wie sie von Fachexperten gefordert wird. Der Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen muss endlich beschlossen werden.

22.11.2002, 14:16
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