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Sesshoumaru
sama




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Wenn Katzen schnurren, heilen Knochen besserAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Wer sich schwach fühlt oder an brüchigen Knochen leidet, dem geben US-Forscher nun eine erstaunliche Antwort: Leg dir ein Kätzchen zu, streichle es bis es schnurrt und betrachte dich alsbald geheilt. Sie fanden nämlich heraus, daß schnurrende Katzen viele Leiden heilen können – durch niederfrequente Vibrationen ihres Schnurrens.

Es sind nicht nur Hauskatzen, die schnurren. Von vielen ähnlichen Arten, wie der Wildkatze, den Löwen und Geparden weiß man, daß sie ebenfalls das typische Vibrieren erzeugen.

Bisher glaubte man, daß dies ein vor allem ein Ausdruck von Wohlbefinden ist. Doch diese Theorie hat ein paar Haken.

Zum ersten wäre da die Selektionstheorie der Natur. Diese besagt, daß eine bestimmte Funktion vorteilhaft für ein Lebewesen sein muß, um anderen Arten überlegen zu sein. Doch das Schnurren passt nicht so ganz in dieses Schema. Welchen Vorteil sollte es etwa haben, seine Zufriedenheit auszudrücken?

Zum anderen wissen etwa Tierärzte zu berichten, daß Katzen selbst bei schweren Verletzungen schnurren. Und das kann nun wirklich kein Ausdruck von Zufriedenheit sein. Bekannt ist auch, daß Katzen ihre Verletzungen extrem schnell ausheilen. Nicht von ungefähr kommt der Spruch, Katzen hätten neun Leben.

Außerdem kursiert unter Veterinären ein alter Spruch der besagt: "Sperr eine Katze und ein paar gebrochene Knochen in einen Raum und die Knochen werden heilen."

Tierärzte können darüber hinaus ein Lied davon singen, wie schwierig etwa die Behandlung von Knochenbrüchen bei Hunden ist, ganz im Gegensatz zu Katzen. Und nicht zuletzt gibt es das sogenannte "High-Rise-Syndrom":

Von 132 untersuchten Katzen, die von Hochhäusern gefallen sind, haben mehr als 90 % überlebt. Der Rekordsturz einer Mietze liegt bei unglaublichen 45 Stockwerken, der Durschnitt bei 5,5 Stockwerken.

Auch wenn einige Knochen gebrochen waren, die Heilung dauerte in der Regel nicht lange. Doch welche treibende Kraft hinter dieser schnellen Erholung steckt, wußte man nicht.

Es war vor ungefähr zwei Jahren, als ein Team um Dr. Clinton Rubin von der State University of New York in Stony Brook eine faszinierende Entdeckung machte. Die Forscher fanden heraus, daß, wenn sie Knochen einer Frequenz von zirka 20-50 Herz aussetzten, diese wesentlich robuster wurden.

In einer Studie setzte man Hühner über 20 Minuten täglich auf eine vibrierende Tischplatte und maß schließlich die Knochenstärke. Tatsächlich zeigte sich, daß die Knochen viel stabiler waren als zuvor. Eine Studie an Hasen zeigte ähnliche Ergebnisse.

Forscher wissen überdies, daß niedrige Frequenzen positive Wirkung auf Schmerzen haben können. Frequenzen zwischen 50 und 150 Herz haben chronischen Schmerzpatienten in über 82 % der Fälle Linderung verschafft.

Biomechanische Stimulationen, ebenfalls basierend auf niedrigen Frequenzen, werden überdies in der russischen Sportmedizin eingesetzt. Und Frequenzen unter 100 Herz können sogar Muskelspasmen entscheidend reduzieren.

Das sind nur einige wenige positive Wirkungen, die niedrige Frequenzen auf den Körper haben können. Viele weitere wurden und werden noch erforscht. Was aber hat das ganze mit Katzen zu tun? Und noch fragwürdiger: Was hat das mit deren Schnurren zu tun?

Die Antwort ist einfach: Das Schnurren der Katzen findet ebenfalls in diesen Frequenzbereichen statt, fanden jetzt Wissenschaftler des Fauna Communications Research Institut im US-Bundesstaat North Carolina heraus. Sie untersuchten das Schnurren verschiedener Katzenarten. Die dominante Frequenz einer Hauskatze lieg dabei zwischen 27 und 44 Herz, und zwischen 20 und 50 Herz bei Geparden, Pumas, Ozelots, Servalen und Wüstenluchsen.

Diese Studien decken sich mit der Erkenntnis, wonach niedrige Frequenzen zwischen 20 und 50 Herz den Heilungsprozeß von Knochenbrüchen entscheidend beschleunigen. Aber auch andere positive Auswirkungen auf Sehnen und Muskeln sind bereits bestätigt.

Ist es möglich, daß die Natur Katzen mit einem genialen Selbstheilungsmechanismnus ausgestattet hat? Die Forscher von Fauna Communications sind sich dessen absolut sicher. Wenngleich es keine einzige Studie gibt, die sich auf die Untersuchung von Knochen kleinerer Katzenarten konzentriert hat.

Lediglich Geparden und Tiger wurden untersucht, doch Tiger schnurren nicht (Anmerkung: das stimmt so nicht!!) und Geparden sind quasi eine Sonderart unter den Katzen, extrem spezialisiert und einzigartig. Aus diesem Grund arbeiten die Forscher jetzt an einer eigenen Studie über Hauskatzen, um den Zusammenhang zwischen Schnurren und Knochenwachstum zu untersuchen.

Doch berücksichtigt man die schnelle Heilung bei Knochenbrüchen, das High-Rise-Syndrom, die Jahrhunderte alten Sprichtwörter und das neue Wissen über die Niederfrequenzen des Schnurrens, dann liegt der Schluß wohl nahe, daß das Schnurren einer Katze mehr als nur Ausdruck ihrer Zufriedenheit ist.

Sollten die derzeitigen Studien diese Annahmen bestätigen, dann könnten Katzen bald Einsatz bei vielen Therapien finden. Dazu zählt vor allem die Behandlung von Osteoporose (Knochenschwund). Aber auch Astronauten, die bei längerem Aufenthalt im Weltraum unter einem Rückgang der Knochendichte leiden, könnten bald ein Schosskätzchen mit auf den Weg bekommen.



Autor: Klaus Hofbauer
Link: http://www.expeditionzone.com/start_hi.c...=&club=&member=


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

25.10.2002, 00:23
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