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Simba
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Hallo Shirarch,

die Dokumentation des ZDF-Magazins 37 Grad "Zambi - Ein Elefant dreht durch" erwähnte das "Gustl" in Dresden agressiv geworden ist und deshalb eine neue Heimat in Caberceno gefunden hat. Basierend auf dieser Aussage im Zusammenhang mit Dr.Lückers Erklärung, "Gustl" sei lediglich auf Hochzeitsreise und dem damals darauf folgenden Import von neuen Baby-Elefanten über einen Tierhändler aus Südafrika startete Albrecht die Kampagne gegen den Dresdner Zoo-Direktor.

Ich gebe Dir absolut recht, dass viele Zoogegner es sich sehr einfach machen mit der pauschalen Zoo-Verurteilung und man mag zu dieser Aktion nun stehen wie man will, Tatsache bleibt aber doch, dass der damalige Import der jungen Elefanten in keinster Weise zu rechtfertigen ist.

Es ist letztendlich ohne große Bedeutung welche Gründe Dr. Lücker für die Abgabe von "Gustl" angibt, da schließlich nur relevant ist, dass es dem Tier jetzt gut geht. Der springende Punkt für mich ist, dass die Lüge ganz offensichtlich nur dazu diente, diesen Elefanten-Import über die Bühne zu bekommen.

11.10.2002, 19:14
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Shirarch





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Nur eine Frage Simba: Wer sagt, daß der Elefant haltungsbedingt durchgedreht ist?

Damit wäre nämlich jedwede Grundlage für eine Verweigerung von neuen Elefanten für den Dresdner Zoo genommen. Aber hat sich da einer von den Tierschützern mal ernsthaft kundig gemacht? Hat jemand mal vernünftig mit den Verantwortlichen gesprochen, um die wahren Hintergründe für das Geschehen zu erfahren?

Ich weiß, es ist einfach zu sagen, daß ist immer so. Zoos sind schlecht für die Tiere und deshalb drehen die durch. Aber es ist eben nicht imme die Wahrheit.

PS. Ich wollte Dich nicht in die Reihen dieser Tierschützer mit einsortieren. Ich weiß zwar nicht, ob Du oder obn nicht, aber das ist egal. Ich habe mich einzig und allein auf diesen Frank und PETA bezogen.

11.10.2002, 15:19
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Simba
Routinier




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Hallo Shirarch,

wie Du sicher weisst, bin ich weder Tierschützer noch Tierrechtler und auch kein grundsätzlicher Zoogegner. Was hier die eigentliche Brisanz ausmacht, ist die Tatsache das Dr. Lücker, die haltungsbedingt agressive "Gustl", nach Caberceno abgegeben hat (was ja auch absolut zu begrüssen war), jedoch den eigentlichen Grund verschleierte um den Import der Tuli-Baby-Elefanten nicht zu gefährden. Darin liegt der Skandal begründet und natürlich nicht darin, dass "Gustl" jetzt ein besseres Leben in Nordspanien hat. Dresden hätte zurecht niemals neue Elefanten bekommen, hätte der Zoo zugegeben das "Gustl" haltungsbedingt agressiv geworden ist und nicht mehr zu halten war. Dr. Lücker hat den Import der Baby-Elefanten zu verantworten und nun meiner Meinung nach zurecht die Rote Karte erhalten.

11.10.2002, 13:56
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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In der Tat sehe ich hier zwei verschiedene Sichtweisen. Auf der einen Seite kann es auf jeden Fall nicht schaden, wenn ein Zoo-Direktor ein gewisse Erfahrung auf dem Gebiet der Zoologie hat, jedoch muß das nicht sein.

Der Zoo-Direktor hat weder etwas mit der medizinischen Betreuung noch mit den Tieren selbst konkret zu tun. Ein Zoo hat einen Tierarzt und einen oder mehrere Zoologen. Natürlich die Pfleger nicht zu vergessen. Das gesamte wissenschaftliche KnowHow bündeln diese Leute. Ein Zoo-Direktor sollte sich eigentlich, um die wirtschaftliche Seite, vornehmlich, bemühen.

Natürlich muß der Zoo-Direktor entscheiden was im Zoo umgebaut und moderniesiert wird, dafür sollte er schon etwas über die Bedürfnisse der einzelnen Arten wissen, aber muß man deswegen gleich Zoologe sein???? Alleine die Bezeichnung "Geschäftsführer" zeigt doch deutlich welche Kompetenzen ein Zoo-Direktor vornehmlich haben muß (auch in den Augen des Bürgermeisters).

Alldings verstrete ich die Meinung, daß eine Kündigung ohne Angabe eines Grundes vor dem Gesetz nicht anerkannt werden sollte. Jeder hat das Recht zu erfahren, weswegen man nicht mit ihm zufrieden ist, sonst lernt man nichts dazu und kann nicht an sich arbeiten (falls nötig ).


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

11.10.2002, 13:41
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Shirarch





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Shirarch ist offline
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Welches Recht hat dieser "Tierschützer" - ich distanziere mich gewaltig von ihm - einen Zoodirektor zu feuern, bzw. dessen Entlassung zu verlangen, nur weil dieser einen Elefanten nach Spanien verfrachtet hat?

Diese Elefantendame ist von ihrem Verhalten gefährlich geworden, aus was für Gründen auch immer. Es mußte also etwas passsieren, damit sie keinen gefährdet - weder ihre Artgenossen noch einen Menschen. In Spanien scheint sie sich nun wohl zu fühlen. Vielleicht lag es nur am Wetter, was dieser Dame zu schaffen gemacht hat. Auf jeden Fall war es das Richtige, sie nach Spanien zu bringen. Oder hätte man sie besser erschießen sollen? Ist es das, was der Tierschützer wollte?

Und wegen einer Wortspielerei seitens des Tierschützers soll nun Hr. Lücker gefeuert werden. Tolle Leistung. Da können die Tierschützer wirklich stolz auf sich sein. Ist es eigentlich nicht egal mit welcher Begründung die Elefantin nach Spanien geht? Wenn es ihr hier schlecht geht und in Spanien gut, dann sollten die Tierschützer doch froh darüber sein. Aber nein, Hauptsache gemeckert. Hauptsache was bewirkt - irgendetwas. Ich finde dies abscheulich und widerlich.

Simba, bei aller Liebe, aber man sollte diferenzieren können, ob dieser "Sieg" des "Tierrechtlers" Sinn macht oder nicht. Ob er gerechtfertig ist, steht ebenfalls noch auf einem anderen Blatt. Dies hat also nicht im geringsten etwas mit einer Niederlage des Dresdner Zoos zu tun, auch nicht mit einer Schmach. Diese Aktion ist eher oberpeinlich für die Tierschützer... zumal wirklich nicht ersichtlich ist, welcher Sinn hinter dieser gesamten Aktion steckt.

11.10.2002, 13:35
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Simba
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"Anschuldigungen der Tierrechtler unbegründet"



Dr. Alex Rübel, Präsident der "World Association of Zoos and Aquariums" (WAZA) in Zürich, kritisierte in einem Schreiben an Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) dessen Entscheidung, Zoo-Direktor Hubert Lücker per 31. Dezember ohne Angabe von Gründen seiner Stelle als Geschäftsführer zu entheben und per Zeitungsannonce einen neuen Geschäftsführer ohne jegliche Qualifikation im Bereich der Zoologie zu suchen. "Prof. Lücker ist in der Zoowelt als sehr innovativer, zielstrebiger Zoodirektor bekannt, dem es gelungen ist, den Dresdner Zoo als einen der ersten im Osten Deutschlands im schwierigen Umfeld mit relativ geringen Mitteln und ohne große Verschuldung nach der Wende wieder in die Spitzengruppe der Zoologischen Gärten Europas zurückzuführen", so Rübel. Der Zoo leiste ausgezeichnete Arbeit im Arten- und Naturschutz.

"Es macht uns große Sorgen, wenn für die Geschäftsleitung keine Qualifikationen im Bereich der Zoologie verlangt werden, die das eigentliche Geschäft eines Zoos und sein Rückgrat bilden", heißt es in dem Schreiben weiter. Dresden hatte am 14. September per Inserat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen neuen Geschäftsführer für den Zoo gesucht.

Auch SPD-Stadträtin und Zoo-Aufsichtsratsmitglied Claudia Strahl (claudia.strahl@spd-dresden.de ) stellte sich gestern hinter Lücker: "Seit 42 Jahren lebe ich in Dresden, besuche und liebe unseren Zoo, und nie war er so schön wie heute. Das ist das Verdienst von Prof. Lücker, der sich seit zwölf Jahren mit seinen Mitarbeitern und dem Freundeskreis für den Zoo engagiert." Die vagen Anschuldigungen der Tierrechtler seien nicht begründet, so Strahl.

Frank Albrecht von der internationalen Tierschutzorganisation "Peta" hatte gestern in einem Schreiben den sofortigen Rücktritt Lückers gefordert. Dieser habe 1999 die sich immer aggressiver gebärdende Elefantin "Gustl" nicht etwa, wie behauptet, auf Hochzeitsreise geschickt, sondern sie an einen spanischen Zoo abgeschoben und sich ihrer für immer zu entledigen versucht. Lücker dazu: ",Gustl wurde nicht abgeschoben, sondern ging aus Gründen der deutlichen Verhaltensänderungen, die sie für ihre Umwelt gefährlich machte, nach Spanien." Es gebe jetzt mehrere Möglichkeiten. Entweder bleibe "Gustl" in Spanien, weil sie sich in der Herde gut etabliert habe, oder sie bzw. ein Kalb von ihr komme in einigen Jahren zurück.

Katrin Richter

Quelle: Dresdner Neuesten Nachrichten 11.10.2002

Also wenn Dr.Lücker wegen einer Kampagne von Tierrechtlern seinen Platz räumen muss, wäre das für diesen Zoo eine ziemliche Schmach.

Hier ein weiterer Artikel:


Titelseite der Dresdner Morgenpost titelt heute:



Dresdner Zoo: Gustls traurige Hochzeitsreise

DIE DICKE ELEFANTENLÜGE



Der Fall Gustl

SPD – Aufsichtsrätin: „Lücker muss Zoo-Chef bleiben“



Von Dana Peter



Unsere Elefantendame „Gustl“ ist in Spanien nur auf Hochzeitsreise – das behauptete der Zoodirektor noch heute felsenfest. Doch dass es sich dabei um eine Hochzeitsreise auf Lebenszeit handelt, davon sollten die Dresdner nichts erfahren.



„…In der Öffentlichkeit werden und müssen wir erzählen, das ´Gustl` auf einer Langzeitreise (Leihgabe) in Ihrem Zoo ist. Nach einigen Jahren ist es einfach, den Leuten hier zu sagen, dass sie für immer an Ihrem Standort bleiben wird…“



Diese Zeilen schrieb Hubert Lücker am 17.März 1999 an den Chef des Safari-Parks in Cabarceno Santiago Borragan. Damit bestätigen sich die Vorwürfe der Tierrechtler und -schützer, die schon nach Gustls Abreise im Juni 1999 behaupteten, sie komme nie wieder zurück. Jetzt fordert die Tierrechtsorganisation PETA Lückers sofortigen Rücktritt: „Ein Zoodirektor, der so offensichtlich versucht, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen, ist als Zoo-Direktor einfach nicht tragbar“, so Harald Ullmann, 2.Vorsitzender von PETA -Deutschland e.V. „Für wie dumm hält er eigentlich die Bevölkerung?“



Trotz des Briefes hält Hubert Lücker weiter an seiner Version fest: „Das Schreiben ist vielleicht etwas unglücklich formuliert. Gustl ist und bleibt auf Hochzeitsreise.“ Nach einer „Deckung“, die bislang nicht geschehen ist, gebe es mehrere Möglichkeiten: Die Kuh bleibt in Spanien oder sie kommt nach einigen Jahren zurück oder es kommt irgendwann ein Kalb von ihr retour.



„All diese Optionen sind auf lange Sicht zu prüfen und dann mit den Kollegen in Cabarceno abzustimmen, wenn es soweit ist“, so Lücker. Er sehe in den nächsten Jahren kein Handlungsbedarf.



Von der Möglichkeit, dass Gustl für immer in Spanien bleibt, war aber bisher keine Rede. Die Begründung des Zoodirektors heute: „Damals gab es noch einen Kampf mit den Tierrechtlern. Ich wollte nicht, dass die weiter Öl ins Feuer gießen.“ In seinem Schreiben vom 17.März 1999 war die Begründung eine andere: „…Wir müssen diesen Weg gehen, weil sie ein prominentes Geschenk an uns war…“

1992 schenkte die Dresdner Bank Gustl dem Zoo- als lebendiges Symbol für Verbundenheit mit der Stadt. Auch wenn der Konzern Gustl gern wieder in Dresden sehen würde, wäre er mit der Entscheidung, die Elefantendame in Spanien zu belassen, einverstanden.



„Gibt es dafür veterinärmedizinische Gründe, tolerieren wir das“, so Tobias Scharch, Banksprecher der Region Ost. Warum Lücker damals angebliche Befindlichkeiten des Sponsors als Begründung für seine Doppelzüngigkeit vorschob – „das kann ich heute nicht mehr nachvollziehen“.



Jetzt verlangt auch der Zoo-Aufsichtsrat eine Erklärung von Lücker: „Es brodelt unter der Decke und es wird bald eine Explosion gebe“, sagt Stadt und Aufsichtsratsmitglied Franz Josef Fischer (f.j.fischer@gmx.de /Freie Bürger), der täglich Emails von Tierrechtlern bombardiert wird. Die „Explosion“ wird für den 28. Oktober erwartet, denn dann findet die nächste Aufsichtsratssitzung statt – Ergebnis ungewiss.



Nicht für SPD-Stadträtin Claudia Strahl (claudia.strahl@spd-dresden.de): „Lücker muss Zoo-Chef bleiben!“ Sagt sie als Aufsichtsratsmitglied der Zoo Dresden GmbH. „Dr. Lückers Arbeit kenne und schätze ich, seiner zoologischen Kompetenz vertraue ich. Die vagen Anschuldigungen der Tierrechtler kann ich nicht nachvollziehen.



Quelle: Dresdner Morgenpost vom 11.10.2002




Dieser Beitrag wurde von Simba am 05.11.2002, 19:41 Uhr editiert.

11.10.2002, 12:03
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