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Spiritus, der Panther
Träumer




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft:
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 892
Spiritus, der Panther ist offline
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Werwesen gibt es viele, auch wenn der Wolf wohl am bekanntesten ist. Aber es gibt ebenso geschichten über Werbären, Löwen, Leoparden, Hyänen, Krokodile, Eber... die Liste lässt sich wohl noch weiter fortsetzen.
Die Verwandlung ist aber oft unterschiedlich. Beim Werwolf stehen ja der Vollmond im Zusammenhang mit einem Fluch an forderster Stelle für die Verwandlungskriterien. Es gibt aber auch Rituale, die meisten dem Teufel zugeteilt. Verwandlung durch anlegen von Talismanen oder Gürteln. Auch andere Varianten von Flüchen, die zum Beispiel durch Wut ausgelöst werden.

Schwer hats, wer sich mit den Werwesen beschäftigt...

S, d P


__________________
In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

28.11.2002, 21:09
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Phantom
Panthera lupus




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft: woanders
Niedersachsen (DE)
Beiträge: 1080
Phantom ist offline
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ich finds cool, mal was von nem Wertiger anstatt immer nur Werwolf zu hören...hab mir früher mal - als ich bei Vollmond draußen war - ne Geschichte über nen Werlöwen ausgedacht...Vollmond & Löwen (naja, eigentlich beinahe alle Raubkatzen) haben eben ne faszinierende Anziehungskraft auf mich...


__________________

~ Wer sich vor dem Wolf fürchtet, der soll nicht in den Wald gehen. ~

14.11.2002, 22:34
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Whough
Whough
Beiträge: 823
PattWór ist offline
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Ja, es ist eine sehr schöne Geschichte, zwar etwas hölzern geschrieben, aber ich denke, da ließe sich schon etwas draus machen
Und natürlich ist es eine Fiction, wie auch die Personen fictiv sind. Und für diese Personen ist die Geschichte wiederum wahr.

Ich finde es interessant, mal eine Geschichte über Wertiger gelesen zu haben. Ist doch die berühmteste Wercreatur der Werwolf, um die sich alle bekannten Geschichten und Verfilmungen drehen.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


07.10.2002, 12:51
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Panther
Pantherkönig




Dabei seit: Juni 2002
Herkunft: Camargue/France
Camargue (F)
Beiträge: 734
Panther ist offline
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hoer mal shir khan, wahre geschichte?

kann das so sein? ich weiss, es gibt vile dinge, von denen wir manches mal nicht mal annehernd haben ahnung, aber das ist eine wahnsinns geschichte.

villeicht ist doch nur, damit jaeger fernbleiben von diese waelder und lassen in ruhe die tiger? koennte es nicht auch so sein? vor allem frueher das haette bestimmt gut gewirkt. heute ich weiss nicht. gibt vil leute, die heute, wenn etwas so ist, vor lauter neugierde gehen in diese gegend und richten dadurch schon schaden an. kann das nicht sein symbolisch eben eigentlich wegen die schaden, die von dumme menschen ueberall wird angerichtet. aus neugier oder aus profitgier oder andere gruende. gruende sich finden immer, um nach sensationen zu spaehen oder grund zu finden, etwas zu tun.

mir kommt geschichte unwahrscheinlich vor, klingt wie eben eine gute geschichte. wirkt echt und wahr.


__________________
Panther Koenig Jamie oder auch CJP ...

06.10.2002, 10:53
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
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Wertiger


"Dies ist eine wahre Geschichte . Sie furchtbar und mysteriös , aber leider wahr . Sie begann ganz harmlos als mein Freund Joel und ich auf die Idee kamen unseren Urlaub in Indien zu verbringen . Es lief alles planmäßig bis.. , ja bis wir uns ein Auto mieteten um die Gegend außerhalb der Stadt etwas kennen zulernen . Wir fuhren auf einer ziemlich holperigen , aber durchaus befahrbaren Strasse . Durch irgend etwas , oder irgend jemand kam unser Wagen ins schleudern . Einen Augenblick zuvor sah ich einen seltsam aussehenden Mann am Straßenrand und ich könnte schwören das dieser Mann mich direkt ansah . Joel bekam den Wagen nicht mehr unter Kontrolle , er brach nach links aus und erfasste den Mann. Ich verlor das Bewusstsein , Joel erzählte mir später was dann passierte .
Zuerst kümmerte Joel sich um mich , da ich aber keine sichtbaren Wunden hatte und auch schon wieder etwas Farbe bekam , ging Joel zu dem Mann und kniete sich zu ihm hin . Der Mann sah sehr schlecht aus , deshalb griff Joel nach seinem Handgelenk , um den Puls zu fühlen . Er war sehr schwach und Joel war beinahe überzeugt , dass der Mann sterben würde, bevor er die nächste Stadt erreichen würde . Als er noch so da kniete machte der Bewusstlose, halbtote Mann ein blitzschnelle Bewegung mit der Hand , so dass sich seine Fingernägel in Joel's Handrücken krallten . Dann fiel die Hand des Mannes wieder kraftlos nach unten und Joel starrte auf seine Hand , wo aus drei kleinen aber tiefen Wunden dunkelrotes Blut quoll . Dann schlug der Mann die Augen auf .
"So du hast es also geschafft mich zu töten , aber freu dich nicht zu früh , denn die Saht für deine Sühne ist gesät , in drei Tagen wird sie aufgehen . Du wirst ein Leben kennen lernen wie nur wenige vor dir , das Blut wird dich stark machen , gib dich nicht mit Tieren zu Frieden , im Menschen liegt die wahre Kraft . Halte dich daran und du wirst ewig leben ."Dann brach er in ein beinahe wahnsinniges Gelächter aus und starb . Die Polizei gab uns keine
Schuld an dem Unfall und Joel's Verletzung war auch nicht so schlimm. Wir hätten also ohne weiteres unseren Urlaub weiter genießen können, wenn da nicht diese seltsamen Veränderungen gewesen wären. Joel veränderte sich, zuerst langsam. Es fing mit Joel's plötzliche Begeisterung für Nachtspaziergänge an, früher hasste er Spaziergänge und Nachts hatte er sich nie richtig wohl gefühlt, dann fing er an sich Nachts draussen rum zu treiben und erst bei Morgengrauen zurück zu kehren. Auf meine Fragen wo er gewesen sei antwortete er einfach nicht. Dann drei Tage nach unseren Unfall war es soweit. Joel kam an diesen Morgen früher als sonst von seinen nächtlichen Aktivitäten zurück, aber seine Kleidung war verschmutzt und zerknittern. Als ich ihn fragte wie das passiert war sagte er nur er wäre hingefallen.
Ich verliess das Zimmer und ging nach unten, auf dem Weg in das Hotelrestaurant fiel mir auf, dass sich das Personal so merkwürdig verhielten, obwohl alle so taten als wäre nichts passiert, aber es war deutlich zu merken, das etwas nicht stimmte. Als ich mich an unseren Tisch niederließ und mit dem Frühstück begann, hörte ich von den Nachbartischen die ersten Klatschgeschichten. Jeder erzählte etwas anderes und jeder war der Meinung das er die einzige wahre Geschichte kennt. Nach Beendigung meines Frühstücks hatte ich eine Menge gehört und das was dabei raus kam gefiel mir überhaupt nicht. Denn in einem waren sich all einig, nämlich in dem Punkt das eines der Zimmermädchen in der letzte Nacht auf eine ziemlich unschöne Art umgebracht wurde war. Ich musste an Joel denken, an seine Kleidung. Mir waren Flecken auf gefallen, braune Flecken, ich hatten sie für Erdflecken gehalten, aber jetzt fiel mir ein, dass es auch Blutflecken hätten sein können. Ich sagte, es könnten Blutflecke sein, aber ich wollte und konnte mir einfach nicht vorstellen das Joel jemanden umbringen könnte.
Nein, nicht Joel er war oder besser ist, nein die korrekte Bezeichnung ist wohl doch war ein ruhiger, zurückhaltender, ja fast schüchterner Mann, nein Joel wäre niemals fähig gewesen jemanden zu töten und doch ein Rest Zweifel blieb. Ich begann, in der Hoffnung etwas genaueres zu erfahren, herum zu fragen wer denn die Leiche gefunden hatten. Es dauerte eine Weile, aber dann erfuhr ich, das eine ältere Dame beim verlassen ihres Zimmer, im wahrsten Sinne des Wortes über die Leiche gestolpert war. Ich fragte weiter und erfuhr, das ich sie in der Bar finden könnte, wo sie ihren Schock ertränkte. Ich ging zu ihr und setzte mich zu ihr an den Tisch, beinahe sofort begann sie zu erzählen ."Es war furchtbar, ich kam heute Morgen aus meinem Zimmer und sofort fielen mir die dunkelbraunen Flecken an der gegenüber liegenden Wand auf. Ich wollte hingehen um nachzusehen was das sein könnte, als ich auf irgend etwas ausrutschte , ich fiel hin und als ich hinsah was das gewesen war , da sah ich..," sie schluckte schwer und nahm einen Schluck aus ihrem Glas, "da sah ich dass das worauf ich ausgerutscht war ein abgetrennter Arm war, an dem noch die Reste eines Blusenärmels hingen. Ich sah nach rechts, den Flur runter, und da lagen noch mehr Körperteile, überall war Blut, ich sah nach links und da lagen auch Körperteile und Blut, über all war Blut. Der Kopf dieser Frau lag ganz in meiner Nähe und die toten Augen starrten mich an, so als wollten sie sagen das sie es mir missgönnten, dass ich noch am Leben war." Dann schwieg sie und ich erhob mich tief erschüttert, unfähig irgend etwas tröstendes zu sagen. Aber das war erst der Anfang, es geschahen immer mehr Morde, jeder so grausam wie der erste, wenn nicht noch schlimmer. Alle Morde geschahen in unmittelbarer Nähe des Hotels. Die Polizei ging ein und aus, fand aber keine Spur, es war immer das gleiche. Es gab immer "nur" zerfleischte Leichenteile.
Die Morde ähnelten sich zwar, aber die Polizei kam nie darauf wer der Täter war. Es begannen Gerüchte zu kursieren, z.B. dass es ein Verrückter sei, der sich ein "Spaß" daraus machte, das er die Leute erst umbrachte und dann "auseinander" riss. Andere sagten es sei ein Serienmörder, der aus einem anderen Land hierher gekommen war um sein grausames Werk weiter zu führen , wieder andere sagten es wäre ein wilder Tiger der aus dem Wäldern in die Stadt gekommen war. Die Sache mit dem Tiger fand ich am wahrscheinlichsten, warum?, das kann ich nicht sagen. Oder vielleicht doch. Nämlich, das was der tote Mann gesagt hatte, das über die Saht ist gesät, neues Leben und in den Menschen liegt die Kraft. All das gab mir zu denken. Auch Joel's Veränderungen gingen weiter, er aß fast gar nichts mehr, er schlief eigentlich nur noch tagsüber, er wusch und rasierte sich nicht mehr. Aber er sah trotzdem nicht krank aus, im Gegenteil, er sah gesünder und kräftiger den je aus, es war richtig gespenstisch. Dann verschwand er spurlos, er ging Abends aus dem Zimmer, wie er es seit acht Tagen jeden Abend tat, und kam an nächsten Morgen wieder. Das war zehn Tagen nach unseren Unfall, ich sah Joel nie wieder. Wobei das nicht ganz stimmt, ich sah ihn noch einmal wieder und das kostete mich fast mein Leben . Aber immer der Reihe nach. Nachdem Joel verschwunden war hörten die Morde auf , dafür berichteten die Zeitungen jetzt, das in den umliegenden Dörfern mehrere Schafe auf ziemlich eklige Art umgebracht worden waren. Als nächstes berichteten die Zeitungen von ermordeten Menschen, ebenfalls in den umliegenden Dörfern. Es hieß das es ein Tiger sei, der sich zu weit an die Dörfer traute. Man schickte Jäger aus um dem Tiger unschädlich zu machen. Es wurden eine ganze Menge Tiger umgebracht, aber das Morden ging weiter. Ich machte mich selber auf den Weg, um ein paar Fragen zu stellen. Das Ergebnis war folgendes:
Die jungen Frauen und Männer waren alle der Meinung, das es sich wirklich um einen Tiger handelte. Die Verletzungen der Toten gab ihnen recht und es wurden auch Spuren eines Tigers in allen Dörfern gefunden. Die Alten waren nach langen, intensiver Befragung dann doch anderer Meinung, von ihnen erfuhr ich eine Geschichte, deren Stoff für einen der besten Horrorfilmen gereicht hätte, wenn ich heute daran zurück denke wird mir immer noch ganz anders. Der Älteste des Dorfes, in dem ich heute lebe, erzählte mir etwas, was mir immer dann den Magen umdreht wenn ich an Joel denke.

Berin erzählte:
Das vor Hunderten von Jahren ein englischer, übereifriger Missionar versucht hatte den Eingeborenen ihren Glauben an ihre Götter zu verbieten. Einige Dörfer liessen sich einschüchtern, andere Dörfer nicht. Eines dieser Dörfer, das sich zur Wehr setze, war ein Dorf in dem eine Priesterin der Göttin Pavati lebte. Diese Priesterin stand in wahrhaftigen Kontakt mit der Göttin. Dieser Missionar glaubte nicht an die Macht dieser Frau und noch weniger die Göttin . Eines Tages platzte er in eine Feier, welche zu Ehren der Göttin abgehalten wurde. Es war der Tag an den die jungen Mädchen in den Kreis der Frauen aufgenommen werden sollten. Er zerstörte die Feier und bezichtigte die Priesterin der Gotteslästerung. Die Dorfbewohner griffen den Missionar und seine Leuten an. In seiner Wut zog der Missionar ein Messer und erstach die Priesterin. Kurz vor ihrem Tot warf sie einen Fluch auf ihn. Der Fluch besagte, das Er, der es wagte einen geweihten Tag zu stören, die Folgen zu tragen habe. Der Fluch besagte weiter, das Er, der es wagte die Götter zu erzürnen die schlimmste Strafe erhalten sollte, diese Strafe soll sein, das Er fortan als Kreatur , halb Tier, halb Mensch, leben sollte. Eine Kreatur, die so furchtbar sein soll, dass sie nicht mit Tieren und auch nicht mit Menschen leben kann. Er soll schlafen bei Tag und jagen bei Nacht. Er soll leben und niemals sterben, es sei den er wird von dritter Hand getötet. Aber wenn er getötet wird so soll der Fluch nicht beendet sein, sondern auf denjenigen übergehen, der den Sterbenden als letztes berührt. Dieser Fluch soll vom einem zu anderen weiter gegeben werden, bis an das Ende der Welt.
Es ist ein grausamer Fluch, aber die Priesterin meinte es wohl wirklich ernst und so wie es aussieht hat ihr Fluch auch gewirkt. Denn die Dorfältesten waren der Meinung dass jenes Tier, welches in den Dörfern wilderte, in Wirklichkeit jene durch den Fluch entstandene Kreatur war. Diese Vorstellung bestürzte mich, denn der Gedanke das Joel jetzt als diese Kreatur durch die Wälder lief und niemals sterben würde, ausser er wälzte diesen unheimlichen Fluch auf einen anderen ab.
Es wurde mir erzählt das die Morde bald aufhören würden. Denn wenn eine Kreatur stirbt und eine neue erschaffen wird ist die neue Kreatur anfangs etwas desorientiert und gibt ganz und gar den Gefühlen seines "neuen Leben" nach. Dieses "neue Leben" lebt von den Blut anderer, von Tieren und von Menschen. Die hauptsächliche Nahrung besteht aus Tieren aller Art, aber die meiste Kraft spendet ihnen der Mensch und sein Blut. Das Morden dauert ungefähr vier Wochen, solange dauert es bis sich das Opfer mit seinem neuen Leben im Einklang befindet. Das bedeutet, dass die Saht welche die sterbende Kreatur weitergegeben hat sich in dem neuen Körper eingelebt hat, aber es bedeutet auch das ihm zu Bewusstsein kommt was er oder vielmehr sein Körper angestellt hat. Sobald er das merkt zieht er sich in die Wälder zurück und kommt nur noch selten in die Nähe der Dörfer. Er verkriecht sich und ernährt sich von den Tieren des Waldes, sollte ihn aber ein Jäger über den Weg laufen, so wird man nie wieder etwas von diesen Jäger finden, er verschwindet in der ewigen Dunkelheit des Waldes. Niemand weiss was mit diesen Jägern geschieht, aber jeder ist sich sicher das diese furchtbare Kreatur ahnungslosen Jägern auflauert um sie dann in einem unaufmerksamen Moment zu überfallen , sie umzubringen und aus ihrem Blut Kraft zu schöpfen. Es wird erzählt, dass diese Kreatur nachdem sie einen Menschen getötet hat, in totale Verzweiflung stürzt, weil in diesem Moment seine menschliche Seite voll durchkommt. Es ist ein Nebeneffekt des Fluch, aber ein wichtiger, denn es heisst , das in diesem Moment alle tierischen Impulse unterdrückt werden und wenn man viel Glück hat, kann man mit ihm reden ohne getötet zu werden und wenn man dann noch etwas mehr Glück hat kann man ihn vielleicht dazu bringen dieses unselige Leben aufzugeben, das hat es zwar noch nie gegeben, aber es hat auch noch nie jemand gewagt zu der Kreatur hinzugehen. Darin sah ich meine Chance, wenn es nie jemand gewagt hatte hinzugehen , könnte es doch sein das es stimmte und ich könnte Joel wirklich davon überzeugen, dass es nicht richtig war was er da tat.
Ich war überzeugt, dass ich ihn überreden könnte mit mir zu kommen, ich glaubte, das wir uns einfach nur eine Priesterin suchen brauchten und dann alles wieder so werden würde wie es vor diesem unglückseligen Urlaub war . Was für ein Wunschgedanke.
Wieder aller Ratschläge , nicht in die Wälder zu gehen und nach Joel zu suchen , sondern ihn einfach seinem Schicksal zu über lassen, kaufte ich alles ein was ich brauchen würde und machen mich auf den Weg. Ich war sicher das ich es schaffen würde Joel aufzuspüren , ihn zu folgen und dann, wenn er gerade einen unaufmerksamen Jäger umgebracht und verspeist hatte, wenn er gerade in dieser tiefen Verzweiflungsphase steckte, dann würde ich mit ihn reden und ihn klar machen das er noch zu retten ist, das dieser Fluch rückgängig zu machen ist. Ich war mir sicher, das ich es schaffen würde diesen Fluch zu beenden. Aber wie so oft kam es alles anders. Als ich schon ziemlich weit in die Wälder eingedrungen war über fiel mich das schlechte Gewissen. Ich kam mir ziemlich mies vor, weil ich bereit war einen anderen Menschen zu opfern nur um mit Joel zu reden. Vor allem weil ich mir ja nicht einmal sicher war, dass das was ich da vor hatte auch wirklich klappte und was war wenn Joel mich zu erst fand, immer hin war er jetzt ja mit tierischen Instinkten ausgestattet. Es war eigentlich höchst wahrscheinlich das er mich zu erst fand, bedauerlicher weise wollte ich das zu diesen Zeitpunkt noch nicht so recht einsehen . Wenn er mich zu erst fand war es aus, es würde meinen Tot bedeuten. Aber ich musste es zu mindestens versuchen. Es war eine ausweglose Situation, wenn ich nichts unternahm würden Joel für "immer" leben und wenn er starb dann würde er diesen grausamen Fluch auch noch weiter geben. Wenn ich aber zu ließe das ein anderer sein Leben lassen muss, nur damit ich mit Joel gefahrlos reden kam, machte ich mich eines Mordes mitverantwortlich . Aber was war schon ein Menschenleben wenn ich dafür für alle Zeiten alle andere Menschen retten konnte, wenn ich es war der diesen Fluch ein für alle mal beendete. Aber es blieb Mord, ob es zum besten der Menschheit war oder nicht, aber jetzt war ich schon soweit gegangen das ich nicht mehr umkehren konnte. Ich drang immer weiter in die Wildnis vor, ungefähr zwölf Tage nachdem ich auf gebrochen war dachte ich, ich hätte Joel gefunden. Ich hörte ein Geräusch und bekam einen riesen Schreck , denn das Geräusch welches ich hörte klang nicht danach als ob ein Tier einen Menschen anfallen würde, sondern es klang danach als ob sich jemand mit grosser Kraft seinen Weg durch das Unterholz bahnte. Als nächstes hörte ich ein knurren und dann schrie jemand um Hilfe, ich konnte es nicht glauben, ich hatte ihn gefunden und er war bedauerlicher weise schon dabei jemanden umzubringen. Das Opfer tat mir leid, ich hätte ihn gerne geholfen, aber ich wusste dass das meinen sicheren Tot bedeutet hätte. Ich fühlte mich krank, ich fühlte mich schuldig, trotzdem konnte ich es mir nicht verkneifen durch die Zweige der Büsche zu schauen, um so Zeuge der blutigen Tat zu werden .Ich sah einen Mann der vor etwas davonlief, was zu diesem Zeitpunkt für mich noch im verborgenen lag. Dieser Mann war total in Panik, er blickte sich immer wieder um und dann wurde von irgend etwas zu Boden gestoßen, und plötzlich sah ich ihn oder es, je nachdem wie man es sah. Er/es war wirklich eine Kreuzung zwischen Tier und Mensch, eine makabere Mischung. Diese Kreatur lief auf zwei Beinen wie ein Mensch, seine Beine waren menschlich, seine Füsse allerdings waren die eines Tigers. Der Oberkörper war der eines Menschen aber die Arme, Hände und der Kopf waren der eines Tigers. Eine echte Horrorgestalt, dieses Monster war hinter diesem armen, unschuldigen Mann her und ich stand da, schielte durch die Büsche und hoffte darauf das alles bald zu Ende war. Ich kam mir feige und gemein vor. Dann geschah es, das Monster fiel über den Mann her, es/er sprang auf den am Boden liegenden Mann und biss ihn im die Schulter. Der Mann wehrte sich so gut konnte, doch diesem Monster hatte er nichts entgegen zu setzten. Es war ein kurzer aber sehr blutiger Kampf. Dieses Monster brachte sein Opfer nicht einfach um, nein er/es zerriss ihn, er/es zerfleischte ihn, er/es zerlegte ihn in kleine handliche Stücke. Zuerst biss und kratzte er/es sein Opfer nur, es war klar das er nur mit seinen Opfer spielte.
Dann begann er/es sich ernsthaft mit seinem Opfer auseinander zu setzen. Er/es begann Hiebe zu verteilen, Hiebe die soviel Kraft hatten, das sie ganze Fleischstücke aus Brust und Armen rissen. Das Monster zerpflückte den Mann, während er noch am leben war. Erst als der Mann nur noch ein blutiger Haufen Fleisch war tötet er ihn. Die Kreatur stand mit dem Rücken zu mir, leicht vorn über gebeugt, die Tigervorderläufe, die einmal menschlich Arme gewesen waren, bis zu den Ellenbogen mit dem Blut des Opfer getränkt und dann sprach er.
"Martin, du kannst ruhig her kommen. Hat es dir gefallen was du gesehen hast? Möchtest du dich mir vielleicht anschließen?"
Seine Stimme war rau, leicht knurrend. Sie jagte mir eine Gänsehaut über den Rücken. Das er aber meinen Namen kannte gab mir denn Rest, denn jetzt war es klar, dieses furchterregende Wesen war tatsächlich mein Freund Joel .
Ich bahnte mir einen Weg durch die Büsche und ging, wie unter Zwang, zu Joel. Joel oder das Wesen welches einmal Joel gewesen war, drehte sich langsam zu mir um und weidete sich an meinem Entsetzen. Es war eigentlich kein reines Entsetzen, sondern es war auch eine gehörige Portion Angst, Erstaunen, Unglauben und Faszination dabei. Ich konnte es nicht glauben, dass so ein Wesen tatsächlich existierte, so etwas gab es doch nur ein Horrorfilmen......
"Ja Martin, schau mich genau an. Sieh was aus mir geworden ist. Weisst du wie man eine Kreatur wie mich nennt? Nein? Nein, woher solltest du das auch wissen. Wertiger nennt man mich, ja ich bin ein Wertiger ein Wesen der Nacht, ein Wesen das alle in Furcht und Schrecken versetzt. Hat man dir etwa erzählt das ich mich jetzt in einer Depressionsphase befinde? Ja, das war einmal, aber wie der Mensch so hat sich auch der Wertiger weiter entwickelt. Wenn wir erst mal unsere zehn oder zwölf Menschen umgebracht haben ist es uns egal ob wir noch mehr umbringen. Wir ziehen uns in die Wälder zurück weil es hier einfacher ist euch Menschen umzubringen."
"Aber Joel das ist doch kein Leben, das ist doch Mord, hast du denn keine Schuldgefühle?"
"Nein, wieso auch es, gehört zu meinen neuen Leben und außerdem solltest du ganz still sein immer hin ist es deine Schuld das ich zu dem geworden bin was ich jetzt bin. Du wolltest das wir uns an jenem Tag ein Wagen mieten, hätten wir es so gemacht wie ich es wollte, wäre es wohl nie dazu gekommen. Und jetzt sieh zu das du deinen Hintern aus meinen Wald raus schaffst und lass dich hier nie wieder sehen, bis jetzt habe ich dich leben lassen, um der alten Zeiten willen, aber sollte ich dich je wieder sehen bist du genau so eines meiner Opfer wie jeder andere auch."
"Aber Joel wir sind doch Freunde, wie kannst so etwas..."
Bevor ich zu ende gesprochen hatte holte Joel mit seiner riesigen Pranke aus und schlug nach mir. Er verfehlte mich nur knapp.
"Hörst du schlecht, ich habe gesagt du sollst verschwinden."
Joel holte noch einmal aus und zerfetzte mir meine Weste, glücklicher weise
verletzte er mich nicht. Ich drehte mich um und rannte davon.
Das war das "letzte" was ich Joel hörte. Es gab zwar immer mal wieder Gerüchte über Jäger die spurlos verschwanden, aber es musste ja nicht unbedingt immer Joel gewesen sein, immerhin gab es in den Wäldern Indiens auch noch andere Gefahren. Heute lebe ich in einem kleinen Dorf ohne Namen, in der Nähe der Wälder in den die meisten Jäger verschwanden. Ich warne jeden davor diese Wälder alleine zu betreten, ich sage jeden welche Gefahren dort auf ihn lauern. Doch trotz all meiner Anstrengungen verschwinden immer noch jährlich bis zu zwanzig Jäger. All dies ist tatsächlich geschehen, es ist keine Erfindung. Sollte sie dennoch unbedingt ihren Urlaub in Indien verbringen wollen, so halten sie sich von den Wäldern fern. Glauben sie nicht den verleugneten Worte aller die es nicht wahr haben wollen, das es so etwas wie Wertiger gibt. Gehen sie in die Dörfer und lassen sie sich dort die Wahrheit über den Wertiger von den Dorfältesten erzählen.

Die Gefahr ist gross, aber vor jeder Gefahr kann man sich schützen, wenn man sie als das akzeptiert was sie ist. Gefahren wird es immer geben, aber je mehr man sich mit ihnen auseinander setzt desto kleiner werden sie, desto eher kam man eine Möglichkeit finden sie umgehen oder sie ausser Kraft zu setzen. Es ist wichtig das sie glauben, denn nur wenn sie glauben haben sie eine Chance dieses Land wieder lebend zu verlassen. Es ist wichtig, dass sie nie vergessen das ein Wertiger "ewig" lebt. Sollten sie je dem Wertiger begegnen laufen sie um ihr Leben, versuchen sie auf keinem Fall ihn zu töten. Wenn sie ihn töten wird der Fluch auf sie übergehen.
Vergessen sie das nie !!!!!

Martin Webster


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

05.10.2002, 22:48
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