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Tiger|ady
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Ja der Pardelluchs ist momentan mein grösstes Sorgenkind. Da er sehr unbekannt ist, ist es sehr schwierig, Infos über ihn zu finden, geschweige denn Schutzorganisationen.

Die einzigen Organisationen die ich gefunden habe, sind die da:

Euronatur

WWF Deutschland

Dieser Beitrag wurde von Tiger|ady am 20.02.2005, 10:44 Uhr editiert.

20.02.2005, 10:17
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Lord
hanyou




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>Illustration: Falbkatze
In der Schädelbildung stimmt die Falbkatze mit der Hauskatze sehr nahe überein, und die Hauskatzen Nordafrikas zeigennoch ganz das Gepräge der Falbkatze. Die Niam-Niam fangen noch heute Falbkatzen ein und wissen dieselben in kurzer Zeit so weit zu zähmen, daß sie sich an die Wohnung gewöhnen und in der Nähe derselben die zahlreichen Mäuse vertilgen. Den alten Ägyptern war die Katze wohl das heiligste aller Tiere, und wer eine Katze tötete, wurde unerbittlich mit dem Tod bestraft. Die Göttin Bast wurde mit einem Katzenkopf abgebildet, und in ihr Heiligtum brachte man gewöhnlich die Katzenmumien. Griechen und Römer kannten die Katze nicht als Haustier; erst Palladius im 4. Jahrh. n. Chr. Gebraucht den Namen catus, der seitdem von Italien aus wie das Tier selbst zu europäischen und asiatischen Völkern wanderte. Bei den Germanen galt die (wilde) Katze als Lieblingstier der Freyja, deren Wagen mit zwei Katzen bespannt war. Später wurde die Katze wegen ihres schleichenden, nachtwandlerischen Wesens und der im Finstern unheimlich glühenden Augen ein Gegenstand des Aberglaubens: Hexen und Zauberinnen verwandeln sich in Katzen; namentlich an die dreifarbige und die schwarze Katze knüpft sich viel Aberglaube. Von Ägypten aus ging die Katze wahrscheinlich erst östlich; sie war ein Liebling Mohammeds. Viel später kam sie in die nördlichen Länder, im 10. Jahrh. wird sie in der Gesetzsammlung für Wales als ein offenbar kostbares Tier erwähnt, und im 11. Jahrh. hatten vornehme Frauen kostbare Schoßkatzen. Gegenwärtig ist die Katze im europäischen Süden und Osten und im Morgenland viel beliebter als bei den germanischen Völkern. In Ägypten genießt sie besonders große Achtung und wird in Kairo auch öffentlich verpflegt. Sie wurde früh nach Amerika verpflanzt, kam auch nach Australien und ist auf Neuseeland verwildert. Erst vor 20 Jahren verbreitete sie sich am Amur. Sie hat sich durch die Zähmung viel weniger verändert als der Hund und läßt die Stammart immer noch deutlich erkennen. Auch ihr Verhalten ist ein wesentlich andres als das des Hundes. Sie bewahrt stets eine gewisse Selbständigkeit, zeigt, auch wo sie wenig Pflege findet, mehr Anhänglichkeit an das Haus als an die Familie, entweicht selbst vollständig in den Wald und kehrt, obwohl stark verwildert, im Herbst zu demselben Haus zurück; vollständig verwildert sie nicht leicht. Sie ist stets reinlich und zierlich, geht angemessen und lautlos, bewegt sich aber auch in schnell fördernden Sätzen oder Sprüngen, wobei sie freilich von jedem Hund eingeholt wird. Sie springt 2-3 m hoch, klettert sehr geschickt durch Einhäkeln ihrer Krallen und weiß, wenn sie fällt, stets den Boden mit den Füßen zuerst zu berühren. Wasser meidet sie, doch schwimmt sie im Notfall recht gut. Zum Schlaf legt sie sich zusammengerollt am liebsten auf Heu. Ihre an und für sich rauhe Stimme ist ungemein biegsam. Unter ihren Sinnen ist das Gehör und Gefühl am schärfsten entwickelt. Sie besitzt großen Mut und bewährt ihn im Kampf mit den stärksten Hunden, sie ist aber auch rauflustig und balgt sich besonders mit andern Katzen zur Nachtzeit. Sie schmeichelt gern und läßt sich schmeicheln, sie befreundet sich auf das Innigste mit ihrem Pfleger; aber sie ist nicht gutmütig wie der Hund und beißt und kratzt oft, wenn man es gar nicht vermutet. Sie paart sich Ende Februar oder Anfang März und Anfang Juni. Nach 55 Tagen wirft sie 5-6 blinde Junge, welche am neunten Tag sehen lernen. Die Alte hält die Jungen namentlich vor dem Kater möglichst lange verborgen und verteidigt sie mit größter Tapferkeit, zeigt aber, während sie säugt, großes Mitleid auch gegen andre Tiere, nimmt kleine Hunde, Hasen, Ratten, Mäuse etc. als Pfleglinge an und widmet ihnen dieselbe Sorgfalt wie den eigenen Jungen. Sie zeigt überhaupt eine überraschende Mutterliebe und widmet sich den Jungen mit vollkommenster Hingebung. Die Hauptnahrung der Katze bilden Mäuse; an Ratten wagt sich nicht jede, Spitzmäuse bleiben von ältern Katzen meist unbehelligt; Eidechsen, Schlangen, Frösche werden nur gelegentlich von der Katze gefressen; sie fängt aber auch Vögel, wagt sich an ziemlich große Hasen und legt sich sogar auf den Fischfang. Im Haus plündert sie den Speiseschrank. Die Hauskatze hat wenig Spielarten, ihre Färbungen erben nicht fort und haben keinen zoologischen Wert. Die hellgrauen, mit schwarzen Fußballen und an den Hinterfüßen schwarzen Sohlen, heißen Cyperkatzen. Eine schöne Rasse ist die sogenannte Angorakatze (F. domestica angorensis), mit langem, seidenweichem, weißem, gelblichem oder gräulichem Haar, auch bunt, mit fleischfarbenen Lippen und Sohlen. Sie gilt als faul, aber auch als besonders klug und anhänglich. Über ihre Abstammung ist nichts Sicheres bekannt.
Die Katze ist im ganzen denselben Krankheiten unterworfen wie der Hund. Relativ häufig kommt der infektiöse Katarrh der Kopfschleimhäute (Schnupfen) und die Krätze (Räude) vor. Leicht wird die Katze auch von dem Rotz des Pferdes und von der Tollwut des Hundes angesteckt. Außerdem ist dieselbe das Wohntier für einige parasitäre Bandwurmlarven (Blasenwürmer), durch welche aber keine erheblichen Störungen veranlaßt werden. Von den sporadischen Krankheiten sind Darmkatarrhe nicht selten. Da der Katze die Medikamente nicht gut eingegeben werden können, so ist die Behandlung auf die diätetische Pflege zu beschränken. Am besten bewährt sich die Verabreichung von frischem, nahrhaftem Fleisch. Vegetabilische Nahrungsmittel, welche leicht der Gärung verfallen, sind beim Darmkatarrh zu vermeiden. Vom Ungeziefer wird sie nicht sehr geplagt. Man benutzt von der Katze das Fell als Pelzwerk und züchtet sie zu diesem Zweck an mehreren Orten; das weiße Fleisch ist zart und erinnert im Geschmack einigermaßen an Kalbfleisch. Früher benutzte man verschiedene Teile der Katze medizinisch.


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Ich habe was gefunden!
Katze Säugetiergattung aus der Ordnung der Raubtiere und der Familie der Katzen,Zehengänger mit kräftigem und doch schlankem,zum Sprung befähigtem Leib,kugeligem Kopf und starkem Hals, kurzen Kiefern,mäßig hohen Beinen, fünfzehigen Vorder- und vierzehigen Hinterfüßen,kräftigen, durch elastische Bänder zurückziehbaren Krallen,langem Schwanz,6 kleinen Vorderzähnen,je einem großen starken, kaum gekrümmten Reißzahn,je 2Lückenzähnen und oben je 2,unten einem Backenzahn. Die dicke,fleischige Zunge ist mit hornigen,nach hinten gerichteten Stacheln besetzt. In keiner anderen Gruppe prägt sich das Raubtiernaturell so entschieden aus wie hier.Das letzte Zehenglied ist senkrecht aufgerichtet,so daß dasselbe den Boden nicht berührt,und das Tier tritt mit den weichen,oft dicht behaarten Ballen der Sohle auf.Katzen finden sich überall in der Alten und Neuen Welt,meist im Wald,aber auch in Steppen und Wüsten,in der Ebene und im Gebirge.Als Versteck dienen ihnen Bäume,Gebüsch,Felsspalten und verlassene Baue andrer Tiere;sie halten sich bei Tage verborgen und ziehen sich,wenn angegriffen,zurück;mit der Dunkelheit aber gehen sie auf Raub aus und streifen umher oder legen sich auf die Lauer.Alle sind stark und sehr gewandt;sie gehen langsam,geräuschlos,laufen schnell,machen Sprünge von 10-15facher Leibeslänge,klettern meist sehr geschickt,sind dem Wasser abhold,schwimmen aber im Notfall recht gut und vermögen mit ihren Tatzen die Beute sehr geschickt zu treffen.Die größern Arten strecken mit einem einzigen Schlage große Tiere zu Boden und schleppen enorme Lasten mit dem Maul fort.Gehör und Gesicht sind gut entwickelt;bei den kleinern ist die Pupille elliptisch,zieht sich am Tag zu einem feinen Spalt zusammen,rundet sich aber im Zorn und in der Dunkelheit zu einem fast vollkommenen Kreis aus;Bartschnurren am Maul und über den Augen dienen als Tastorgane,die Empfindlichkeit aber ist über den ganzen Körper verbreitet,und alle Katzen sind höchst empfänglich für Einflüsse von außen.Auch der Geschmackssinn ist gut entwickelt,während die eigentümliche Vorliebe für stark duftende Pflanzen(Baldrian, Katzengamander),auf welchen sich z.B. die Hauskatze wie im Rausch wälzt,nicht für eine sehr feine Ausbildung des Geruchs spricht.In den geistigen Fähigkeiten stehen die Katzen hinter den Hunden zurück,doch sind auch sie der Erziehung und Veredelung fähig.Der Charakter der meisten Arten ist ein Gemisch von Besonnenheit,List,Blutgier und Tollkühnheit;viele werden rückhaltlos zahm,doch brechen oft ihre tief eingewurzelten natürlichen Begabungen unvermutet wieder durch.Sie leben vom Raub der Wirbeltiere,namentlich der Säugetiere,und nur sehr wenige fressen Aas.Sie beschleichen ihre Beute und ergreifen sie im Sprung,quälen sie bisweilen noch lange wie spielend,stehen aber von weiterer Verfolgung ab,wenn der Angriffssprung mißlang.Selbst die größten fürchten anfangs den Menschen,scheinen aber,wenn sie ihn mehrfach besiegt haben,das Menschenfleisch allem andern vorzuziehen.In beutereicher Gegend morden sie viel mehr,als sie selbst verzehren können.Die Weibchen werfen 1-6 Junge,für welche die Mutter zärtlich sorgt,während der Vater sich nur gelegentlich um sie kümmert,die noch blinden Jungen sogar häufig frißt.Bei allen Katzen wiederholt sich die Grundform des Leibes sehr streng,und wohl in keiner andern Tiergruppe unterscheiden sich die einzelnen Gattungen und Arten so wenig voneinander. Daher sind für die Einteilung ziemlich nebensächliche Merkmale maßgebend, oft schon Haarwucherungen, Färbung etc. Man kann die Gattung in drei Untergattungen teilen: Katzen im engern Sinn (Felis), Krallen völlig zurückziehbar, Schwanz in der Regel fast so lang wie der Rumpf, Beine niedrig, keine Ohrpinsel. Geparde (Cynailurus), Krallen nicht ganz zurückziehbar, in der Fährte sichtbar, höhere Beine. Luchse (Lynx), hochbeinige Tiere mit Ohrpinsel und kurzem Schwanz. Von den Katzen im engern Sinn unterscheidet man: A. Altkontinentale Formen: Löwen (Leonina Wagn.), ungefleckt, groß, gemähnt, mit Endquaste am Schwanz; Tiger (Tigrina Wagn.), gestreift, groß, mähnenlos; Pardelkatzen (Pardina Gieb.), groß, mit vollen oder geringelten Flecken und runder Pupille; Servale (Servalina Wagn.), kleiner, mit vollen Flecken; echte Katzen (Cati Wagn.), klein, ungefleckt, bisweilen gestreift, mit senkrecht elliptischer Pupille. B. Neukontinentale Formen: Löwenartige (Puma), ungefleckt, ohne Mähne, und Pardelkatzen (Jaguar), sämtlich kleiner als die altkontinentalen Formen.
>vgl. WWF: zur gegenwärtigen Situation der Pardelluchse
Die Wildkatze (Waldkatze, Kuder, Baumreiter, F. Catus L.) wird 80 cm lang, mit 30 cm langem Schwanz, und 35-42 cm hoch; sie ist sehr gedrungen gebaut, mit dickem Kopf, sehr dichtem, langem Pelz, welcher beim Männchen fahl- oder schwarzgrau, beim Weibchen gelblichgrau ist; das Gesicht ist rotgelb mit vier schwarzen Streifen, der Leib mit schwarzem Rückenstreif und vielen verwaschenen Querstreifen gezeichnet; der Bauch ist gelblich, schwarz gefleckt, die Beine sind schwarz gestreift; charakteristisch ist ein gelblichweißer Kehlfleck und der starke, bis zur Spitze gleichmäßig dicke, schwarz geringelte Schwanz. Die Spur der Wildkatze ist der der Hauskatze, der Trittform nach, sehr ähnlich, nur sind die Tritte größer, runder und markieren sich tiefer und schärfer im Boden. Die Trittstellung ist beim Schleichen etwas geschränkt. In der Flucht setzt die Wildkatze ähnlich wie der Fuchs und schnürt auch ziemlich so wie dieser. Die Wildkatze findet sich in ganz Europa mit Ausnahme des Nordens, einzeln in allen deutschen Mittelgebirgen, von wo sie weit in die Waldungen der Ebene hinausschweift, viel häufiger in Süd- und namentlich in Südosteuropa. Sie bewohnt besonders dichte, ausgedehnte Gebirgswaldungen, namentlich Nadelwälder, und haust in Felslöchern, hohlen Bäumen, Dachs- und Fuchsbauten, im Gebüsch etc., im Winter auch in Scheunen. Sie lebt einzeln, beschleicht in der Dämmerung Vögel, Hasen, Kaninchen, auch Reh- und Hirschkälber und Fische. Ihre Hauptnahrung bilden aber Mäuse und Ratten; in Gehegen, besonders in Fasanerien, wird sie schädlich, auch plündert sie Hühner- und Taubenställe. Sie paart sich im Februar und wirft im April in den angedeuteten Verstecken 5-6 blinde Junge, welche sie in der Gefahr nicht verteidigt. Sie scheint sich auch mit der Hauskatze zu paaren. Ihre Jagd kann unter Umständen gefährlich werden, da sie angeschossen nicht selten den Menschen angreift und sich hartnäckig verteidigt, während sie sonst in der Regel vor dem Menschen große Furcht zeigt. Große Hunde bekämpft sie erfolgreich. In der Gefangenschaft wird sie bisweilen zahm.
>Illustration: Wildkatze
Die Falbkatze (nubische Katze, F. maniculata Ruepp.) ist 50 cm lang, mit 25 cm langem Schwanz, oben fahlgelb oder fahlgrau, an den Seiten heller, am Bauch weißlich, am Rumpf und an den Beinen mit dunklen, schmalen, verwaschenen Querbinden, am Oberkopf und im Nacken mit acht schwarzen Längsbinden. Der Schwanz ist oben fahlgelb, unten weiß, schwarz geringelt und hat eine schwarze Spitze. Sie bewohnt Ost- und Innerafrika und Palästina und gilt als Stammmutter der Hauskatze (F. domestica L.). Die Mumien und die Abbildungen auf altägyptischen Denkmälern stimmen am meisten mit dieser Katze überein, und es ist wahrscheinlich, daß die Priester das heilige Tier von Meroe in Südnubien nach Ägypten brachten, von wo es sich dann weiter verbreitete.


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Ich habe mal versucht mich zu informieren, aber zu den Pardelluchsen absolut nichts gefunden kannst Du weiter helfen Gepard?


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20.08.2002, 23:07
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Der Bestand der Pardelluchse in Spanien und Portugal ging in den vergangenen elf Jahren um 75 Prozent zurück. Kann die Art noch überleben?

Entdecken Zoologen eine neue Säugetierart, geht die Nachricht um die Welt. Stirbt ein Tier aus, geschieht das leise und ohne Aufsehen. Dieses Schicksal könnte der Iberische Luchs, auch Pardelluchs genannt, bald erfahren. Sein Bestand verringert sich dramatisch. Eine Schätzung im Jahre 1990 ergab noch 1100 Exemplare. Derzeit sind es nur etwa 200 bis 300 Luchse. Sie sind die bedrohteste Katzenart der Welt, noch seltener als der Sibirische Tiger. Einst besiedelten Pardelluchse weite Teile Spaniens und Portugals sowie die Pyrenäen. Heute beschränkt sich ihr Vorkommen auf die Sierra Morena und die Gegend von Toledo. Wie viele der Katzen in Portugal überlebt haben, ist unbekannt. Schätzungen gehen davon aus, dass es weniger als 50 sind.

Die hübsche Katze ist etwas kleiner als ihr nächster Verwandter, der nordeuropäische Luchs. Ihr Höchstgewicht beträgt rund 18 Kilogramm. Über ihr Leben wissen wir wenig. Zum Thema Fortpflanzung, Geschlechtsreife und Alter heißt es in Grzimeks Enzyklopädie der Säugetiere nur lapidar: nicht bekannt. Doch darf man davon ausgehen, dass der Pardelluchs in vielem seinem nordeuropäischen Vetter ähnelt. Bis auf die Nahrungsgewohnheiten. Während die nordischen Luchse vorwiegend Rehe jagen, hat sich der Pardelluchs auf Kaninchen spezialisiert. Mindestens 80 Prozent seiner Beute bestehen aus den Nagern. Und hier beginnt das Problem. Kaninchen gehören auf der wildarmen Iberischen Halbinsel zu den beliebtesten Jagdtieren. Ihr Fleisch ist sehr geschätzt. Die Jäger sind eine übermächtige Konkurrenz für die streng geschützten Luchse. Aber nicht nur die Flinten dezimieren den Kaninchenbestand. Die Tiere wurden in den vergangenen Jahren mehrfach von Seuchen wie der tödlichen Myxomatose heimgesucht. Die Luchse fressen in der Not zwar auch Mäuse oder Vögel, doch viele der gefleckten Katzen sind unterernährt, und dann fehlen die Körperreserven zur Fortpflanzung.

Das Überleben der scheuen Tiere hängt zudem eng mit dem Erhalt ihres Lebensraumes zusammen. Anders als ihre Verwandten in Nordeuropa sind sie keine typischen Waldbewohner. Sie brauchen eine abwechslungsreiche Landschaft mit Büschen, lichten Waldflächen und offenem Gelände, eben ein Gebiet, in dem sich Wildkaninchen wohl fühlen. Doch diese Regionen werden seltener in Spanien und Portugal. Immer mehr neue Straßen, Bahntrassen und Gas-Pipelines haben die Jagdreviere der schönen Räuber mit den markanten Pinselohren zerstückelt. Als Folge davon ist der genetische Austausch zwischen den einzelnen Luchspopulationen eingeschränkt oder sogar unmöglich geworden. Eine weitere Gefahr stellen zudem Straßen mit hoher Verkehrsdichte dar. Erschreckend viele Luchse sterben auf den "Autopistas", vor allem zu der Zeit, wenn sie auf Brautschau sind. Liebe macht auch Luchse blind.

Drei Viertel des iberischen Luchsbestandes sind innerhalb der vergangenen elf Jahre verschwunden. So kann man sich ausrechnen, wann die Letzten dieser Art ausgestorben sind. Spanische Behörden und Naturschützer versuchen, das durch Aufklärung zu verhindern. "Damit die Hilfe nicht zu spät kommt, muss sich in den Köpfen vieler Jäger etwas bewegen", sagt der renommierte Luchs-Experte Volker Homes vom WWF. Viele Luchse enden qualvoll in Schlingen von Jägern, die für andere Beutetiere gelegt wurden. Da der größte Teil der geeigneten Luchsreviere in Privatbesitz ist, kooperieren die Naturschützer mit den Eigentümern, um die Situation zu verbessern. Erste Erfolge gibt es schon. Man versucht, das Nahrungsangebot für die Katzen zu verbessern, indem man Kaninchen aussetzt. Zäune werden abgebaut, um den Luchsen freien Durchgang zu ermöglichen und ihre Reviere zu erweitern. Gleichzeitig informiert der WWF die Latifundienbesitzer über regionale und europäische Fördermittel. "Viele Großgrundbesitzer werden sich allmählich bewusst, dass es etwas Besonderes ist, einen der seltenen Luchse auf dem Gelände zu haben, und sie sind auch bereit zu helfen, damit die Tiere überleben können", erklärt Experte Homes. So hat der Pardelluchs vielleicht noch eine Chance, wenn er zum Statussymbol werden kann.

Quelle: Welt

10.02.2002, 12:14
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