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Zitat:

Wolf ohne Bewilligung erlegt

Walliser Regierung missachtete gesetzliche Vorlage – Touristen sagen Ferien ab

VON DANI GLAUS

Sion - Als im Morgengrauen des vergangenen Dienstags Wildhüter den Wolf im Chablais erlegten, wussten ihre Vorgesetzten, dass der Abschuss illegal ist. Vier Tage zuvor hatte das Kantonsgericht dem Jagdchef mitgeteilt, der Abschuss dürfe nicht ausgeführt werden.

Erwin Leiggener, Präsident der öffentlich-rechtlichen Abteilung des höchsten Walliser Gerichts, erklärt, es habe von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung gegolten. Der WWF hatte gegen die Abschussbewilligung rekurriert, worauf die Regierung die aufschiebende Wirkung des Rekurses ausser Kraft setzte. Auch dagegen legte der WWF Rekurs ein. Es lag dann am Gericht, über den Aufschub zu befinden. «Bis dann galt die aufschiebende Wirkung», sagt Richter Leiggener.

Bereits am 9. November hatte das Kantonsgericht dies der Walliser Regierung gefaxt. Der zuständige Staatsrat Jean-René Fournier liess sich nicht beirren und hielt am Schiessbefehl fest; die Gesamtregierung billigte dies im Nachhinein.

«Unerhört», sagt WWF-Jurist Carsten Schmidt. Jetzt reicht die Umweltorganisation Strafanzeige gegen Fournier ein, weil dieser den Befehl gegeben habe, ein geschütztes Tier ohne rechtskräftige Bewilligung zu erlegen. Man könne «nicht ernsthaft darüber streiten», ob die Meinung des Gerichts für die Regierung verbindlich sei.

Verhalten der Walliser Regierung unhaltbar

Fournier argumentiert, man habe die aufschiebende Wirkung nicht beachten können, weil sonst das Wolfkonzept nicht umzusetzen sei. Dieses regelt, unter welchen Umständen das geschützte Raubtier geschossen werden darf. Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt ist zwar der Meinung, eine Abschussbewilligung müsse schnell ausgeführt werden. Aber: «Bei der Umsetzung des Konzepts hat sich ein Kanton natürlich an seine rechtlich vorgesehenen Verfahren zu halten.»

Der emeritierte Staatsrechtsprofessor Jörg Paul Müller findet das Vorgehen der Walliser Regierung «unhaltbar». Wenn das oberste kantonale Gericht unmissverständlich informiere und die Rechtslage klar sei, sei es «staatspolitisch sehr bedenklich und erschreckend, wenn sich die Regierung über das Gericht hinwegsetzt», sagt Müller.

«Wenig Verständnis» für die Kritik hat der Walliser Staatsratspräsident Thomas Burgener. Die Juristen der kantonalen Verwaltung seien zum Schluss gekommen, der Staatsrat könne die aufschiebende Wirkung rechtskräftig aufheben. Ausserdem sehe das Wolfkonzept gar nicht vor, dass die Abschussentscheide angefochten werden könnten.

Im Schatten des Rechtsstreits zeichnet sich der Imageschaden für das Wallis ab: Wie ein Hotelier berichtet, sagen erste Gäste ihre Ferien ab. Und beim Tourismusverein gehen Protestmails ein. Justizfax an die Regierung: «Wie aus Art. 51 Abs. 4 VwVG hervorgeht, geniesst der Rekurs aufschiebende Wirkung, bis das Gericht das Gesuch um Wiederherstellung derselben beurteilt hat»

© Tamedia AG


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Dr. Erich Klinghammer

02.12.2006, 02:43
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Ausnahmsweise mal eine positive Nachricht. Wäre auch ein Skandal gewesen, wenn die Schweiz mit ihrem Antrag durchgekommen wäre.

Zitat:
Wolf bleibt international «streng geschützt»

Strassburg/Bern. SDA/baz. Der Wolf bleibt international streng geschützt. Das entschied am Montag der ständige Ausschuss der Berner Konvention zum Schutz wildlebender Arten und Lebensräume in Strassburg, wie Pro Natura und das Bundesamt für Umwelt mitteilen.

Die Schweiz wollte den Wolf im Anhang der Berner Konvention des Europarates von einer «streng geschützten» zu einer «geschützten» Art zurückstufen lassen.

Begründet wurde die Ablehnung von Strassburg mit dem Argument, der Ausnahmeartikel 9 der Berner Konvention genüge, um die Probleme mit dem Wolf in der Schweiz und in anderen Ländern Europas anzugehen, wie das BAFU in seinem Communiqué schreibt. Ein Wolf, der wiederholt Schäden an Nutztieren anrichtet, kann gemäss diesem Artikel geschossen werden.

An der heutigen Praxis in der Schweiz ändere sich durch den Strassburger Entscheid nichts, erklärte Reinhard Schnidrig, Chef der Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität beim Bundesamt für Umwelt (BAFU), gegenüber Radio DRS. Allerdings gebe es auch nicht mehr Spielraum für die Zukunft. «Wir wollten in Strassburg einen möglichst optimalen Spielraum für den Umgang mit dem Wolf erreichen», sagte Schnidrig.

«Peinlicher Antrag»

Laut dem BAFU ging es beim Antrag um bessere Voraussetzungen für das Zusammenleben von Wolf und Nutztieren im Bergebiet. Bei einer Rückstufung hätte der Wolf den gleichen Status wie der Luchs erhalten. In Zusammenarbeit mit Frankreich und Italien werde nun das Management der Wolfpopulationen in den Alpen weiterentwickelt.

«Der Antrag der Schweiz war peinlich», wird Pro-Natura- Artenschutzexperte Urs Tester im Communiqué der Organisation zitiert. Das Entscheidungsgremium in Strassburg habe sich auf positive Erfahrungen und Gutachten von Nachbarländern der Schweiz gestützt und «Vernunft walten lassen», schreibt Pro Natura.

Die Organisation fordert nun vom Bund, mehr Rückgrat zu zeigen und sich konsequenter für bedrohte Tierarten einzusetzen. Die Schweiz brauche ein Wolfskonzept, das ein Zusammenleben von Mensch und Wolf ermögliche. «Mit dem heutigen Konzept (...) werden einzig Wolfstötungen behördlich legitimiert», heisst es weiter.

Das «Übereinkommen zur Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere sowie ihrer natürlichen Lebensräume» wurde 1979 in Bern unterzeichnet. Es schützt rund 600 Pflanzenarten sowie 111 Säugetiere-, 363 Vogel- und zahlreiche weiere Tierarten.

Quelle: http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectI...B0E29C46BCC1BD&


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27.11.2006, 18:04
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... und es geht weiter:

Zitat:
Schweiz gegen Rückkehr der Wölfe

WWF: Schutz der Wölfe durch die „Berner Konvention“ darf nicht gelockert werden

Frankfurt a. M., 24.11.2006 : Der WWF kritisiert die Absicht der Schweiz, den Schutzstatus der Wölfe in der "Berner Konvention" zu lockern. "Der Antrag der Schweiz ist unbegründet und überflüssig", erklärt Vera Reifenstein, WWF-Artenschutzexpertin. "Er gefährdet nicht nur den Aufbau einer kleinen Population Schweizer Wölfe, sondern erleichtert auch in anderen Ländern die Jagd." Zudem erlaubt die Berner Konvention schon heute den Abschuss von Wölfen, die wiederholt Vieh reißen. Die Schweiz hat anlässlich der 26. Konferenz zur Berner Konvention, die vom 27. November bis 30. November in Straßburg stattfindet, eine Lockerung des Schutzstatus für Wölfe beantragt. In den beiden vergangenen Jahren war jeweils ein gleich lautender Antrag der Schweiz vertagt worden.

Bei ihrem Antrag argumentiert die Schweiz vor allem mit Übergriffen von Wölfen auf Schafherden. Für den WWF kein Grund, die Jagd zu eröffnen. "Statt hinterher auf Wölfe zu schießen, die Schafe gefressen haben, sollte man vorher den Schutz der Schafherden verstärken", fordert der WWF. Die Naturschützer haben in den vergangenen Jahren zusammen mit Bauern und Schafzüchtern Pionierarbeit in Sachen Herdenschutz geleistet. Mit Erfolg: "Überall in Europa, wo in den letzten Jahren Schutzmaßnahmen für die Herden ergriffen wurden, haben sich die Verluste stark verringert", berichtet Reifenstein.

Erst kürzlich wurden in der Schweiz gegen zwei Wölfe, die wiederholt Nutztiere gerissen hatten, Abschussbefehle erteilt. Beide Tiere wurden in den vergangenen Wochen in der Schweiz bereits geschossen. In einem Fall handelt es sich jedoch um einen illegalen Abschuss, da ein durch den WWF ausgelöstes Gerichtsverfahren noch nicht abgeschlossen war. Der WWF zieht weitere rechtliche Schritte in Betracht. Die Rückkehr der einst nahezu ausgerotteten Wölfe in Mittel-, Ost- und Nordeuropa ist eine Erfolgsgeschichte für den Naturschutz. Auch in Deutschland ist Meister Isegrim seit einigen Jahren wieder heimisch: In der Lausitz leben zurzeit etwa 16 Tiere in zwei Rudeln.

Die "Berner Konvention" wurde 1979 ins Leben gerufen und legt Schutzstandards für gefährdete Arten und Lebensräume fest. Das "Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume" wurde auch von Deutschland unterzeichnet.
http://www.wwf.de/presse/details/news/sc...ash/402a5a4938/


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25.11.2006, 18:49
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Marina
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Es ist mehr als traurig und man fühlt sich dabei sehr hilflos. Warum muss nur immer wieder auf diese Art gehandelt werden?

22.11.2006, 11:43
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Zitat:
Aktuell: Erneuter Wolfsabschuss in der Schweiz.

Aktuelle Meldung: 21.11.06

Wolf im Wallis abgeschossen
Im Unterwallis haben Wildhüter einen Wolf geschossen. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um jenen Wolf, der im September über 30 Schafe gerissen hat.

Das Tier wurde in der Region von Arcojeux im Bezirk Monthey erlegt, nahe des Ortes, wo es zu Angriffen auf Schafe gekommen war. Ob es sich um jenes Tier handelte, dass Ende September 31 Schafe riss, ist nicht geklärt.

Zeitungsberichte und Bilder hier:

http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/690147.html

http://www.nzz.ch/2006/1121/vm/newzzEUSJEMWN-12.html

Kommentar von David Gerke, Gruppe Wolf Schweiz: http://www.gruppe-wolf.ch/

Schon wieder wurde bei uns ein Wolf legal geschossen! Ein männliches Tier, heute Morgen [21.11.] im Chablais (Unterwallis).
Dieses Mal ist es allerdings noch skandalöser als vor einem Monat. Erstens wurde der Wolf von der Kantonsregierung zum Abschuss freigegeben, obwohl das Gericht einem Rekurs des WWF aufschiebende Wirkung erteilt hat (der Kanton glaubt im Recht zu sein... es wird wohl noch ein juristisches hick-hack darum geben).
Zweitens wurde aber damit vermutlich das erste Wolfsrudel der Schweiz zerstört! Im Gebiet wurden einige Schafe gerissen und man stellte anschließend fest, dass es ein weiblicher Wolf war. Der Wolf, der heute Morgen im gleichen Gebiet getötet wurde, war aber ein Männchen!

Protestadressen hier:

Bundesamt für Umwelt: info@bafu.admin.ch
Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation: info@gs-uvek.admin.ch
Kantonskanzlei des Kantons Wallis: information@admin.vs.ch
Walliser Tourismus: info@valaistourism.ch
Chablais Tourismus: info@chablais.info

Bitte diese Mail weiterleiten mit Quellenhinweis: www.wolfmagazin.de

Ich kommentiere das jetzt mal lieber nicht, bin momentan zu sehr von Hass erfüllt....


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22.11.2006, 09:27
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Endlich regt sich in Italien Widerstand - und zwar höchst offiziell:

Zitat:
Rom protestiert gegen Tötung der bedrohten Art im Grenzgebiet - Spanien und Rumänien verfügen über Europas größte Wolfsbestände
Rom - Italien protestiert bei Frankreich und der Schweiz wegen des Abschusses von Wölfen in den Grenzgebieten. Für einen Eklat sorgte vergangene Woche der Tod einiger Wölfe in Goms an der italienisch-schweizerischen Grenze. "In Italien werden die Wölfe geschützt, in der Schweiz und in Frankreich werden sie getötet, diese Situation ist unerträglich", wurde der italienische Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio von der Tageszeitung "La Repubblica" am Dienstag zitiert.

Grenzüberschreitender Tierschutz

"Ich habe das Problem bereits in Brüssel bei EU-Umweltkommissar Stavros Dimas angesprochen. Er arbeitet an einer Richtlinie zum grenzüberschreitenden Schutz von Tierarten. Die Situation ist paradox: Die EU finanziert den Schutz der Wölfe und EU-Mitglieder töten sie. Wir werden nicht dulden, dass sich eine Situation wie beim Braunbären Bruno ereignet, den Italien geschützt und Bayern erschossen hat", sagte der Minister. Das Thema Wolfsschutz will Pecoraro Scanio bei dem Treffen mit den Ministern der Länder ansprechen, die die Alpenkonvention unterzeichnet haben.

Verärgert zeigte sich auch der Alpenexperte des italienischen Umweltschutzverbands Legambiente, Damiano Di Simine. "In Bayern hatte man seit über einem Jahrhundert keinen Bären mehr gesehen. Der erste, der gekommen ist, wurde erschossen. In der Schweiz werden mit extremer Genauigkeit alle Wölfe abgeschossen, denen die Tötung von mindestens 25 gezüchteten Tieren vorgeworfen wird."

Europas größte Wolfsbestände

Derzeit ist der Wolf in Europa als "besonders gefährdet" eingestuft und genießt höchsten Schutz. Die mit Abstand größten Bestände - rund 2.000 bzw. 2500 Tiere - gibt es nach Angaben der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) in Spanien und Rumänien. In Polen und den baltischen Ländern wird ihre Zahl auf mehrere hundert geschätzt. Auch in Mitteleuropa, wo er in den achtziger Jahren fast ausgerottet war, ist der Wolf seit etwa zehn Jahren wieder auf dem Vormarsch.

In Deutschland siedelte sich 2000 ein kleines Rudel in der Lausitz an. Es besteht heute aus etwa zehn Tieren. In Frankreich wanderten Mitte der neunziger Jahre Wölfe aus den italienischen Abruzzen ein; heute leben wieder knapp 60 frei in den Alpen. Steigende Bestände werden auch in Slowenien und Ungarn registriert. (APA/Red)

Quelle: www.derstandart.at


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12.11.2006, 13:15
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Marina
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Ja dieser Weg ist eine Möglichkeit. Rummotzen nützt dort gar nichts, aber das ist tatsächlich eine gute Möglichkeit, etwas zu ändern in den Köpfen der Menschen. Denn das ist das erste, das geändert werden sollte.

Ich weiss von einem Zivildienstprojekt, indem einiges für die Luchse und die Wölfe getan wird oder versucht wird, doch ich weiss aus erster Hand, wie darauf an Ort und Stelle reagiert wird, das geht bis zu unmittelbarer Bedrohung des Lebens der Beteiligten. Ist nicht ungefährlich. Mein Sohn hat sich damit auseinandergesetzt, weil er den Militärdienst ad acta gelegt hat, mit dem Verein nichts am Hut hat, und dadurch Zivildienst machte. Er hat sich nach möglichen Projekten umgesehen, hat sich dann für ein Umweltprojekt entschieden, das ihm sehr gefallen hat. Bei seinem Umsehen nach Möglichkeiten ist er darauf gestossen und er traf auch einen, der eine Weile da mitgemacht hat und berichtete.

Also Gemotze und Hasstiraden verhärten nur die Fronten. Das hingegen könnte doch allmählich etwas bewirken.

06.11.2006, 08:04
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CleanerWolf
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Hier noch einige ergänzende Informationen von Elli Radinger (Wolfmagazin):

Nachtrag: Protest gegen Schweizer Wolfsabschuss

Von Catherine Habegger aus der Schweiz erhielt ich folgende Info:

Für den Abschuss ist Bern (nur für das Konzept Wolf) zuständig.
Die Gehmigung für den Abschuss von "Problemwölfen" darf der jeweilige Kanton erteilen.
Ich habe mit Bern schon Kontakt gehabt, die sind eigentlich pro Wolf eingestellt, auch in diesem Fall. Da rennt man also offene Türen ein.

Die betreffenden Protestadressen im Wallis sind:
www.vs.ch email information@admin.vs.ch (Kantonskanzlei)
Kant. tourismus: www.matterhornstate.com

Noch eine neue Idee: Die Gemeinde St.Martin im Wallis baut sanften Tourismus auf, ist also am offensten für neue Angebote. Vorschlag: Möglichst viele Leute, auch aus dem Ausland, sollen mal anfragen, ob es eventuell Angebote der Gemeinde gibt oder geben wird, die die Wölfe betreffen, z. B. Exkursionen ins Wolfsgebiet, Wolfsseminare mit Fachleuten über die Situation im Wallis etc., natürlich verbunden mit einem Aufenthalt im wunderschönen Ort St. Martin.
Man soll jedes Löchlein im Granit-Bollwerk der Walliser ausnützen, um den Leuten schmackhaft zu machen, dass sie von den Wölfen auch profitieren können....

Homepage der Gemeinde: www.saint-martin.ch (nur franösisch), da auf "Questions" klicken
(die Anfragen können problemlos auf Deutsch gemacht werden).


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05.11.2006, 21:24
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SammysHP
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Eine Schweizer Wölfin wurde erschossen.

http://tagesschau.sf.tv/content/view/full/58539
http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?d...el_ID=101379534

Die Schweizer Wölfin auf ihrem "Leichentuch". (Foto von der Homepage des SF):


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28.10.2006, 10:20
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CleanerWolf
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In der Schweiz sind innerhalb weniger Wochen 2 Wölfe zum Abschuss freiegegeben worden, weil sie "zu viele" Schafe gerissen haben.

Hier die entsprechenden Medienberichte:
Zitat:
SITTEN

Walliser Wolf ab Freitag zum Abschuss frei

Die Abschussbewilligung für den marodierenden Wolf im Goms VS wird am Freitag im Amtsanzeiger publiziert. Dies teilte der Kanton Wallis mit. Der WWF will gegen die Bewilligung nicht rekurrieren, bedauert aber den Entscheid.

Wenn bis zehn Tage nach der Publikation kein Rekurs eingeht, machen sich die Wildhüter auf die Pirsch, um den Wolf zu töten. Falls das Raubtier nicht bis zum Jagdbeginn vom 18. September erlegt wird, könnten eventuell auch Jäger die Erlaubnis erhalten das Tier abzuschiessen.

Wie der WWF mitteilte, halte man daran fest, keinen Rekurs einzulegen. Ein solcher sei aussichtslos, da die Bedingungen des eidgenössichen Wolfskonzepts für den Abschuss erfüllt seien. Gemäss Konzept darf ein Wolf abgeschossen werden, wenn er innerhalb von 30 Tagen 25 Schafe tötet, was im vorliegenden Fall zutrifft.

Die Tierschutzorganisation verlangt jedoch, dass in Zukunft nur noch Schafe gezählt werden, die zu einer geschützten Herde gehörten. In diesem Punkt müsse das Schutzkonzept für den Wolf angepasst werden. Der Bund engagiere sich noch zuwenig für Schadensprävention, schrieb der WWF weiter. Erfahrungen andernorts zeigten, dass die Koexistenz zwischen Wolf und Mensch möglich sei. (sda)
Gedruckt am 31.08.2006


Zitat:

12.10.2006 -- Tages-Anzeiger Online
Zweiter Wolf darf abgeschossen werden

Die Walliser Jäger dürfen ab sofort Jagd auf zwei Wölfe machen. Die interkantonale Kommission hat auch den aus Italien eingewanderten Wolf zum Abschuss freigegeben.

Der aus Italien eingewanderte Wolf hatte Ende September im Unterwallis eine Schafherde attackiert. 31 Tiere wurden getötet oder mussten notgeschlachtet werden. Damit war gemäss Schweizer Wolfskonzept die Voraussetzung für eine Abschussbewilligung erfüllt.

Entsprechend zufrieden zeigte sich der Schweizerische Schafzuchtverband SZV über den Entscheid. Wäre die Abschussbewilligung nicht erteilt worden, wäre dies auf Unverständnis gestossen, ist SZV-Vorstandsmitglied Moritz Schwery überzeugt.
WWF zieht Rekurs in Betracht
Dass die Jäger nun auch auf den zweiten Walliser Wolf Jagd machen dürfen, sei nur logisch, nachdem er so viele Tiere gerissen hatte. Auch bei dem Forschungsprogramm Kora (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz) klingt es ähnlich: Es gebe Vorgaben bei dem Wolfkonzept und die müssen eingehalten werden, meint Projektleiter Jean-Marc Weber.

Auch für die Umweltschutzorganisation WWF ist klar, dass die Vorgaben eingehalten werden sollten. Dennoch will die Organisation genau prüfen, wie es zur Abschussbewilligung kam und zieht allenfalls einen Rekurs in Betracht, wie Joanna Schönenberger, Projektleiterin Grossraubtiere Schweiz beim WWF, erklärte.
Momentan noch Schonfrist
Vorerst hat der Wolf aber noch Schonfrist. Die Abschussbewilligung unterliegt einer zehntägigen Rekursfrist. Falls bis dahin kein Rekurs eingeht, darf der Kanton Wallis die Abschussbewilligung in Kraft setzen. Diese ist maximal 60 Tage gültig, kann aber verlängert werden, falls weitere Angriffe eines Wolfes innerhalb einer bestimmten Region erfolgen.

Seit mehreren Wochen suchen die Jäger zudem den ersten Walliser Wolf, der im Sommer im Goms über 30 Schafe gerissen hatte. Für ihn liegt seit Ende August eine Abschussbewilligung vor.



Ich habe bereits einen Protestbrief geschrieben:

Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit großer Sorge beobachte ich nun schon seit geraumer Zeit die politische Haltung der Schweiz gegenüber einwandernden Wölfen und mit Entsetzen nahm ich zur Kenntnis, dass nun innerhalb weniger Wochen bereits 2 Wölfe zum Abschuss freigegeben wurden, da sie die Vorgabe des schweizer Wolfskonzepts erfüllt hätten, 25 Schafe innerhalb von 30 Tagen zu reissen. Doch wenn diese Vorgaben dazu führen, dass fast jeder Wolf, der seine Pfoten auf schweizer Boden setzt, früher oder später abgeschossen wird, sollte dies dazu führen, dass die Vorgaben überdacht werden! Es kann und darf nicht sein, dass hier einfach internationale Artenschutzabkommen mit dem Verweis auf das hiesige Wolfskonzept ausgehebelt werden, anstatt die Schadensprävention zu verbessern. Und woran sollen denn Jäger erkennen, ob der Wolf, der ihnen vor die Flinte läuft, der zum Abschuss freigegebene ist? Ich verweise auf einen Fall in Frankreich, in dem fast zeitgleich 2 Wölfe erschossen wurden, obwohl nur einer zum Abschuss freigegeben war!
Die Schweiz hat die Berner Konvention ratifiziert und sich damit zum Schutz der Wölfe verpflichtet.
Bei allem Respekt vor den Schafzüchtern kann ich nicht verstehen, warum ein reiches Land wie die Schweiz, wirtschaftlichen Interressen Vorrang vor dem Artenschutz einräumt. Wölfe gehören in ganz Europa natürlicherweise zur Tierwelt, sie auszurotten war ein großer Fehler, den Sie nun wieder gutmachen können. Bitte nutzen Sie diese Chance.
WWF und BUWAL haben entsprechende Konzepte und Vorschläge unterbreitet, wie eine Koexistenz von Mensch und Wolf in der Schweiz funktionieren könnte. Im sehr viel ärmeren Rumänien wird dies bereits eindrucksvoll demonstriert. Trotz einer Wolfspopulation von ca. 3000 Tieren kommen die Schafzüchter dort zurecht und sanfter Ökotourismus bringt das nötige Geld ins Land.

Solange das Wolfsmanagement in der Schweiz nur den wirtschaftlichen Interressen von Schafzüchtern und Jägern dient, werde ich die Schweiz als Urlaubsland boykottieren und auch vom Kauf jeglicher schweizer Produkte absehen.

Mit freundlichen Grüßen


Der Text wurde bisher an folgende Adressen verschickt:
thmaissen@bluewin.ch
info@bafu.admin.ch
evelyne.marendaz@bafu.admin.ch


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24.10.2006, 18:55
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