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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Edinburgh
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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Essen auf Rädern

Ein Kater steht vorm Himmelstor
Erschöpft und ohne Kraft.
Den langen, schweren Weg hierher
Hat er mit Müh geschafft.

Sankt Petrus ist zunächst erstaunt,
sein Blick ist sehr beklommen,
doch dann heißt er mit Herzlichkeit
den Kater sehr willkommen.

Er fragt nach der Vergangenheit,
wie er auf Erden lebte,
der Kater fing zu weinen an
und seine Stimme bebte :

"Ach, Petrus, nein, Du glaubst es nicht
dass es so was gibt,
mein Leben war ein Jammertal,
kein Mensch hat mich geliebt.

Mein Futter jagte ich mir selbst,
im Keller und auf Bäumen,
von Whiskas und von Kitekat,
da konnte ich nur träumen.

Mein Bett war ein Kartoffelsack,
nicht einmal eine Decke,
so schlief ich in Benzingeruch
in der Garagenecke.

Drum habe ich nur einen Wunsch,
ein Kissen ganz aus Seide,
mit schönen weichen Federn drin,
wäre meine größte Freude."

Dem Petrus tat der Kater leid,
und darum sagt er schnell:
"Den Wunsch erfülle ich Dir gern,"
und streicht ihm übers Fell.

Bereits am übernächsten Tag
Hört man erneut Gebimmel,
sechs kleine Mäuslein steh'n vorm Tor
und möchten in den Himmel.

Er fragt auch sie nach ihrem Wunsch
Und denkt, er hört nicht richtig.
"Rollschuhe" wünschen sich die sechs,
"die sind für uns sooo wichtig.

Wir wurden unser Leben lang
Von Katzen rumgehetzt,
darum sind unsere Füße jetzt
kaputt und abgewetzt!"

Ein hilfsbereites Engelchen ruft laut:
"Ich werde morgen
für Euch in unserem Supermarkt
Rollschuhe besorgen!"

Sankt Petrus hält im Himmel Wacht,
macht täglich seine Runde,
so sucht er auch den Kater auf,
just in der Mittagsstunde.

Er fragt ihn, wie es ihm gefällt,
das Kissen ganz aus Seide.
Der Kater sieht ihn dankbar an:

"Das Kissen ist so wunderschön
mit seinen weichen Federn,
doch was mich ganz besonders freut,
mein Essen kommt auf Rädern!!"


(Unbekannter Verfasser)

09.08.2005, 23:41
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Schneeleopardin
Leopard(in)




Dabei seit: November 2004
Herkunft: Witzenhausen
Hessen (DE)
Beiträge: 229
Schneeleopardin ist offline
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Ausgesetzt
Mit großen Augen
schaut es mich an
und hat mir sofort leid getan.
Das Näschen feucht,
das Herzchen klopft
wie ein Hammer.
Bei diesem Anblick
packt mich der Jammer.
Urlaubszeit, die
haben wir jetzt,
und lästiges
Tier wird ausgesetzt.
Ich denk,
oh Mensch,
was fällt dir ein,
wie kann man nur
so grausam sein?
Ein Leben stößt du
ins Elend hinaus,
für ein paar Wochen
in Saus und Braus.
Große Augen,
ängstlicher Blick,
was erwartet es wohl
für ein Geschick?
Auf elende Weise
gar umzukommen,
oder wird es von einem
Tierfreund aufgenommen?
Lieber Tierhalter, ich lege
es dir ans Herz,
erspare deinem Tier
diesen Schmerz.


__________________
Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.

25.02.2005, 14:51
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tiger-lilly
Tiger




Dabei seit: Juni 2004
Herkunft: Kassel
Hessen (DE)
Beiträge: 1318
tiger-lilly ist offline
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"Hoffnung" ist das Federding, das
In der Seele schwingt -
Und die Lieder ohne Worte -
Ohne Ende singt -

Das man - süßer noch - im Lärme
Schwerer Stürme hört -
Ist ein Vöglein, dessen Wärme
Keinem sich verwehrt -

Ich hört' es in dem kält'sten Land -
Und auf dem fernsten Meer -
Doch wenn es selbst verhungert wär'


Emily Dickinson "Hope is the thing with feathers" (1861)

25.02.2005, 12:37
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Cat
Streunerin




Dabei seit: März 2002
Herkunft:
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 1174
Cat ist offline
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Hehe, ich liiiiiiebe dieses Gedicht!!!


Kleine Katzen sind so drollig
Und so wollig und so mollig,
Dass man sie am liebsten küsst.
Aber auch die kleinen Katzen
Haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Dass ihr's wisst!

Kleine Katzen wollen tollen
Und die Wolleknäuel rollen.
Das sieht sehr possierlich aus.
Doch die kleinen Katzen wollen
Bei dem Tollen und dem Rollen
Fangen lernen eine Maus.

Kleine Katzen sind so niedlich
Und so friedlich und gemütlich.
Aber schaut sie richtig an:
Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
Hilft, dass aus dem süßen Kätzchen
Mal ein Raubtier werden kann.

James Krüss

22.01.2005, 22:08
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Cat
Streunerin




Dabei seit: März 2002
Herkunft:
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 1174
Cat ist offline
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Ein wunderschönes Gedicht, das ich gefunden habe:

Katzen Seele

Mit Ihren großen gelben Augen,
den Glanz geschenkt von Bruder Mond.
Wollten Sie mein Herz mir rauben,
die Wesen die von Gott belohnt.

Aug in Aug mit sanften Pfoten,
nahmen Sie mich mit in Ihre Welt.
Die tiefe Nacht die mir geboten,
aus dieser Sicht wie Tag erhellt.

Angeschmiegt, an mir die Wesen,
die mich lieben wie ich bin.
Gottes Gnade Sie erlesen,
mit Ihrem unbefleckten Sinn.

Ohne Hass und ohne Gräuel,
sehen Sie in mein Herz hinein.
Unbefangen große Liebe,
neben Ihnen bin ich klein.

(Verfasser unbekannt)

20.01.2005, 19:27
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tiger-lilly
Tiger




Dabei seit: Juni 2004
Herkunft: Kassel
Hessen (DE)
Beiträge: 1318
tiger-lilly ist offline
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Zur Erinnerung an Karat-Sänger Herbert Dreilich, der am Sonntag im Alter von 62 Jahren an Krebs gestorben ist:

Der Albatros

Es gibt einen Vogel,
den haben Matrosen zum Herrscher gekrönt;
er fliegt um die Erde
vom Südpol nach Norden. Kein Ziel ist zu weit.
Der Albatros kennt keine Grenzen.

Er segelt mit Würde,
durchwandert die Lüfte, als wär' er ein Gott;
er folgt ihren Schiffen
auf Hochsee, durch Klippen, berauschend sein Flug.
Er sucht ihren Weg durch die See.

Und krachen die Stürme mit rauher Gewalt
auf den Ozeanen so unendlich weit,
dann fliegt er mit Feuer und steigt ungeheuer
zur Freiheit der Meere.

Doch wenn er gefangen
in armdicken Schlingen mit Tücke und List,
dann brechen die Schwingen;
es trauert das Meer, das den Herrscher vermißt.
Gefangen sein heißt für ihn tot.

Die Sklaven der Erde,
verhöhnt und geschunden, sie teilten sein Los,
wenn er lag gefesselt,
verblutend am Ufer, gebrochen sein Flug.
Der Albatros war ihr Symbol.

Doch ruft ihn die Weite, die endlose Macht,
dann stürmt er ins Freie mit maßloser Kraft;
er schwingt seine Flügel, sprengt Schlösser und Riegel
der Fesseln und Ketten.

Und türmen sich Wände
und greifen ihn Zwingen aus Wolken wie Blei;
und schlagen ihn Blitze,
er kämpft mit den Schwingen das Hindernis frei.
Er findet den Weg auch im Orkan.

Und krachen die Stürme mit rauher Gewalt
auf den Ozeanen so unendlich weit,
dann fliegt er mit Feuer und steigt ungeheuer
zur Freiheit der Meere.

15.12.2004, 23:22
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Cat
Streunerin




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Cat ist offline
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hmmm Liebeskummer? Ja, vielleicht passt das auch...

aber eigentlich meine ich damit was anderes...
Ich erkläre es gerne, hab grad nichts zu tun... *g*

mit dem "Meer" meine ich die "Menschen".
"Tränen" -> ein Mensch, ein Individuum.
"gedachte Geliebte" -> scheibare gute Freunde
"klippen der Wellen" --> Logik der Menschheit
"mit verlachtem Gedächnis der Brüderlichkeit" --> die (auf gut Deutsch) für blöd erklärten Ideen, Fantasien und Träume von Leuten, die sowieso nichts selbst entscheiden können und jedem alles nachsprechen... also dass die Leute die Ideen, Fantasien und Träume niedermachen

Soviel zu meiner Interpretation. Ich finds immer schön, wenns verschiedene Ideen für eine Interpretation eines Gedichtes gibt, also würde ich auch gerne ein paar andere hören...



Edit: ach und danke, Kaysha, für deine Glückwünsche für meinen 900. Beitrag *gggg*

30.11.2004, 19:12
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Kaysha
Katz




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Kaysha ist offline
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..hey, Liebeskummer? Hört sich so an, also ich könnt das sehr gut auf so eine Situation von wegen "Herzschmerz" (ich hasse diese schnulzigen Wörter) übertragen. Aber ich interpretiere nicht in aller Öffentlichkeit bevor du mir nicht bestätigst dass mein 'Ansatz' wahr ist..

Ps: Hey, 900. Beitrag!
Pps: Man siehe meine Signatur, passt wohl glücklicherweise zum Thema.. und wer kein Französisch kann, das meint was sehr positives für mich.


__________________


29.11.2004, 22:18
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Cat
Streunerin




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Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 1174
Cat ist offline
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Rache
an dem gedachten Geliebten
an den Klippen der Wellen
werden sie gehen
die Träume
werden zerschellen
an den Felsen der Zukunft
und der Vergangenheit
die verlogene Gegenwart
wird keinen Finger rühren
bevor die Tränen sie nicht erfassen
und lieben lernen
das grausame Ende der Gerechtigkeit
ist passé
sie schrieb Geschichte
und schreibt sie immer noch
mit verlachtem Gedächnis
der Brüderlichkeit
stehen wir hier
und trauern
über das Leben
über die Liebe

über das Meer...

(am 27.11.04 von mir geschrieben)

hab keinen Titel für dieses Gedicht und ich denke das bleibt auch so...
---> viel Spaß beim interpretieren *g*

29.11.2004, 21:10
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tiger-lilly
Tiger




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"Dominion" von Latin Quarter (Steve Skaith / Mike Jones)

Von Ramadan zu Ramadan
Haben 30 Tiger ihr Leben vertan
Und die Klinge des Jägers schneidet tief
Irgendwo, ein Fischer Gold verstaut
Als Trophäe verschleppt, die kostbare Haut
Der Jäger sieht nur das bißchen Geld,
Das Frau und Kinder am Leben erhält.

Refrain 1: Menschheit - vielleicht -
Irgendwann - fängst du dich zu fragen an
Menschheit - vielleicht -
Irgendwann - was hast du der Erde angetan ?

Von Belem in Richtung West
Gibt die Motorsäge den Wäldern den Rest
Hier bekommt die Natur den letzten Gnadenstoß
Echse für Echse wird aufgeschlitzt
Weil der Jäger nicht genug zum Leben besitzt
Weil der Norden den Süden mißbraucht
Ist dort jedes Leben bald ausgehaucht.

Refrain 2: Menschheit - vielleicht -
Irgendwann - fängst du dich zu fragen an
Menschheit - vielleicht -
Irgendwann - hast du deine Chance vertan!!

Was wir uns nehmen bringt nur kurzes Glück
Kein anderer Tag bringt es jemals zurück
Wir kennen uns aus
Wir sind weit gereist
Doch wir sehen nicht den Wert
Kennen nur den Preis
Von Geelong bis Genua
Für Schlangenleder zahlen wir Gold
Für Elefanten - Lebensgefahr
Und in den Kinderbüchern wird die Frage gestellt:
"Habt ihr diese Tiere nicht schon mal gesehen?"
Die Antwort die sie geben wird uns quälen
Die Antwort die sie geben wird uns quälen

29.09.2004, 03:13
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