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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: NRW

Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Tödliches Vertrauen

Endlose Stille bei dunkler Nacht,
die Stute über ihre Herde wacht.
Glasklare Augen schauen ruhig in die Weite,
beruhigende Wärme des Menschen an ihrer Seite.

Zuerst beunruhigten sie die Schritte im Gras,
Anspannung aller Muskeln, die sie am Körper besaß.

Warnendes Schnauben für ihre Herde,
furchtsames Wiehern der ihr anvertrauten Pferde.
Als Wächter blieb sie bis zum Schluß stehen
und sah die Mähnen der angstvoll galoppierenden Pferde wehen.

Sie hatte die Gefahr früh genug erkannt
und wäre bei einem Wolf wohl auch weggerannt.
Doch die Silhouette eines Menschen im letzten Licht
fiel bei ihrer Entscheidung ins Gewicht,
gebannt auf ihrem Fleck zu verharren
und neugierig auf den Menschen zu starren.

Freundlich wiehernd begrüßt sie den Unbekannten,
sich nicht bewußt, dass die anderen Pferde um ihr Leben rannten.
Stöbert gierig nach einem Apfel in den Taschen,
lässt sich hoffnungslos von ihm überraschen.

Leuchten der Klinge im Mondlicht -
hier spricht die Gewalt, kein Gericht.
Schmerzverzerrte ungläubige Augen,
Instinkte der Natur zu nichts mehr taugen.
Zustechen der Klinge immer wieder,
Zusammenbrechen der alten Glieder.
Den Kopf hebt sie mit letzter Kraft,
aus tiefen Wunden strömt der Lebenssaft.

Instinkte der Natur waren erwacht,
nicht das Raubtier Mensch bedacht.
Letztes Schnauben als Warnung für ihre Herde,
im Mondlicht wild galoppierende Pferde.

Die Sonne geht strahlend auf am nächsten Tag,
keiner diese schreckliche Tat zu verstehen mag.

Stumm steht die Herde bei ihrem Artgenossen,
ein Pferd hat noch nie eine Träne vergossen.

Zitternd leidend in endloser Qual,
das Pferd hatte hier keine andere Wahl.
Vertrauen und bedingungslose Treue,
der Täter Mensch kennt keine Reue.


(Reiter Revue Ausgabe 2/2000)


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

09.05.2002, 00:17
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: NRW

Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Nicht ausgelebt


Da sitzen wir wieder nebeneinander,
und ich spüre Deine Nähe
als Aufforderung,
den Tanz neu zu beginnen.

Ich sage Dir ein paar Worte
und gehe fort,
bevor die Musik einsetzen wird,
- sie hat ohnehin immer falsch gespielt.


Ich habe Dir nicht
alle Worte zugeworfen,
die ich in meinem Ballnetz hatte,
als ich zu Dir kam.

Die ich zurückbehalten habe
- es waren wohl die wichtigsten -
legte ich zuhause in die Kühltruhe,

obwohl ich keine Hoffnung habe,
sie auftauen zu müssen.


Ich weiss, wir könnten mehr
miteinander machen, mehr
füreinander empfinden.

Es ist nicht nur die Zeit,
die zwischen uns wohnt
- so wie wir immer sagten -

Dort hat der Zweifel seine Hütte,
die Angst ihr Haus,
dazwischen ist die Mauer Sicherheit.

Und es gibt einen Park,
in dem die Fragezeichenbäume und
Bequemlichkeitsblumen wachsen.


Kristiane Allert-Wybranietz


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

Dieser Beitrag wurde von PetraB. am 08.05.2002, 23:47 Uhr editiert.

08.05.2002, 23:45
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cheetah
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: die sonnenüberfluteten Savannen der freien, wilden Welt

Beiträge: 303
cheetah ist offline
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Es neigte ein Schwanenkönig
seinen Hals auf das Wasser hinab.
Sein Gefieder war weiß wie am ersten Tag,
rein wie Sirenenton.
Und im Glitzern der Morgensonne
sieht er in den Spiegel der Wellen hinab.
Und mit brechenden Augen weiß er,
daß wird sein Abschied sein.

Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere.
Wenn ein Schwan singt, lauschen die Tiere.
Und sie raunen sich leise zu, raunen sich leise zu:
es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt.

Und es begann der Schwanenkönig
zu singen sein erstes Lied,
unter der Trauerweide,
wo er sein Leben geliebt.
Und er singt in den schönsten Tönen,
die man je auf Erden gehört
von der Schönheit dieser Erde,
die ihn unsterblich betört.

Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere.
Wenn ein Schwan singt, lauschen die Tiere.
Und sie raunen sich leise zu, raunen sich leise zu:
es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt.

Und es singt der Schwanenkönig
seinen ganzen letzten Tag.
Bis sich die Abendsonne
still ins Dunkelrot flieht.
Lautlos die Trauerweide,
senkt ihre Blätter wie Lanzen hinab.
Leiser und leiser die Töne
bis das letzte Licht im Gesang verglüht.

Wenn ein Schwan singt, lauschen die Tiere.
Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere.
Und sie neigen sich tief hinab, raunen sich leise zu:
es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt.

Karat
"Schwanenkönig"


__________________
... und cheetah tanzt durch die hohen, saftigen Gräser der Savanne und entschwindet im goldenen Licht der aufgehenden Sonne.

08.05.2002, 21:39
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Silhouette
Wolf




Dabei seit: Mai 2002
Herkunft: Deutschland

Beiträge: 115
Silhouette ist offline
  Tierische PoesieAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich hab hier Gedicht, das mir sehr gefällt und ich wollte mal nachfragen, ob ihr auch welche kennt die ihr hier reinposten könnt.

Gedicht:
I, the wolf with brothers near once roamed the forrest without fear,
and I, the hawk with wings to sky, far above the wolf packs cry,
once sailed the wind from cloud to tree, fearless, secure and forever free,
but now mens shadows has come to cast our glorious future to a silent past


PS: falls ich mich hier registriere, kommt es in meine sig. *schon mal vorzeitig anspruch erheb *


__________________
Fragen?

Dieser Beitrag wurde von Silhouette am 12.03.2004, 10:31 Uhr editiert.

06.05.2002, 09:37
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