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Lily09
Tiger



Dabei seit: Januar 2011
Herkunft: Österreich

Beiträge: 3
Lily09 ist offline
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Zitat:
Aber trotzdem stellt sich für mich die Frage: Gibt es Arten, die einfach von sich aus fällig sind, auszusterben, weil sie "natürlicherweise" dazu "vorgesehen" sind, im Laufe der Evolution unter die Räder zu raten, auch ohne Einfluss des Menschen?


Wie SammysHP schon gesagt hat, bedeutet Evolution = Anpassung und deshalb denke ich ist es ganz "natürlich" dass manche Arten die, aus welchem Grund auch immer (Verdrängung durch andere Arten, Nahrungsmittelknappheit, Krankheiten,...) sich nicht anpassen können, aussterben.
Und so ist wohl auch für den Pandabären irgendwann die Zeit gekommen. Das Problem dabei ist nur, dass er wohl, hätten die Menschen nicht in seine natürliche Umgebung eingegriffen, noch viel länger überleben würde. Vielleicht würde er sich auch wieder an veränderte Bedingungen anpassen, nur zur Evolution braucht es sehr viel Zeit.
Ich denke die Menschen beschleunigen die natürliche Veränderung in so großem Maße, dass die Arten einfach keine Zeit mehr haben sich anzupassen.

Zitat:
Und wenn es sowas gibt, sollte man versuchen, dagegen zu steuern (falls das überhaupt möglich ist) oder einfach der Natur/Evolution ihren Lauf lassen?


Ich finde, da wir der Natur schon nicht ihren natürlichen Lauf lassen ist es auch ok, bzw. erwünschenswert, wenn wir versuchen wieder dagegen zu steuern.

31.12.2011, 17:25
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Kaspi tiger
Tiger




Dabei seit: August 2009
Herkunft: Trier - einstmals
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Beiträge: 65
Kaspi tiger ist offline
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Hallo,

Ich bin der Meinung dass alle Inseltiere ziemlich empfindlich sind, weil ihr Lebensraum sehr eingeengt ist, Populationen klein sind und Inzucht auftritt.

Sie haben auch keine Ausweichmöglichkeiten wenn externe Stressfaktoren auftreten (siehe Dodo und Ratten). Ihr Schicksal ist leider Beispielhaft für Festlandsarten, deren Lebensraume großflächig niedergemacht werden und die verbliebenen versprengten Naturreste als Insel funktionieren.

Bei Klimawandel was ja ständig auftritt, können dann weder Pflanzen noch Tiere ausweichen weil die Kulturwüsten alles als Ozeane isolieren und auch innerhalb der Schutzgebiete werden die Lebewesen gestört.

Wie weit die Biosphäre im Würgegriff von menschengemachten Netzwerken (z.B. Beleuchtung) leidet, sieht man am besten in der Nacht: http://eu.movieposter.com/posters/archive/main/17/MPW-8880

So gesehen sind aber ja leider alle Arten in der Sackgasse, die sich zu sehr an ein Lebensraum spezialisiert haben, der gerade von uns Menschen vernichtet wird. Wenn man betrachtet dass in den letzten 50 Jahren zwei Generationen (!) seit 1960 die Weltbevölkerung von 3 auf 7 Milliarden wuchs: http://www.cepr.net/documents/publications/scorecard-2011-04.pdf dann sind doch fast alle Biome ziemlich arg dran.

Da kann doch kein Schwein mithalten! Analogie, jeder Erwachsener kann sich vorstellen was wäre wenn euer Körper sich von Normalgewicht über ein Paar Monate verdoppeln, dann verdreifachen würde???


Körpergrösse ist auch eine andere Sackgasse - weil der Mensch die Mehrheit der Biomasse nutzt, werden da grössere Lebewesen zu Konkurrenten.

Wisent und Ur wurden in Europa so ausgerottet, während Hirsche, Rehe und Wildschweine und Kleinwild noch überleben dürfen.

Braunbären, die sich als Allesfresser in Brasov/Kronstadt im Burzenland Siebenbürgen mit der Plünderung der Mülltonnen versuchten oder Eisbären in Kanada die dasselbe tun, erlaubt der Mensch nicht, diesen evolutionären Sprung zu machen. Eine solche Anpassung der Füchse, Marder, Waschbären als Nachbarn werden da noch gerade toleriert, Biester von Bärengrösse halt nicht.

*Am 19. Dezember 2011 hatte ich auf dem Heimweg um Mitternacht einen Fuchs erblickt - wir starrten uns an, Reineke hatte dann gemerkt dass ich harmlos bin und hatte einfach weitergemacht.

Dasselbe gilt für andere grössere Raubtiere Tiger, Wölfe, Leoparden -sie hatten sich als Viehdiebe versucht, nachdem ihnen der ungestörte Lebensraum und ihre natürliche Beutetiere genommen wurden. Es liegt also nicht an Mangel ihrer Kreativität oder schnelle Anpassungsfähigkeit.

Für das Aussterben der Pandas ist aber auch eher der Bevölkerungsexplosion und die einhergehende Lebensraumsvernichtung zuständig, nicht die Tatsache dass hier ein Raubtier in den Bambuswälder sekundär zum Pflanzenfresser wurde.

Als die ersten Bevölkerungszählungen in der Antike gemacht wurden, um festzustellen wie viel steuerzahlende Haushalte im Reich der Mitte existieren, kamen Demographen auf etwa 60 Millionen Menschen - heute sind es über 1300 Millionen … eine ganz schön rasante „Evolution“ in etwa nur 2000 Jahren! Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Demographic...public_of_China

Die subtropischen Wälder Südchinas vermochten damals noch Indische Elefanten (bis zum 500 v. Chr) und Java-Nashörner (bis zum 16. Jahrhundert) zu ernähren, diese Arten wurden ja übergejagt und vernichtet.

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 21.12.2011, 06:42 Uhr editiert.

17.12.2011, 11:47
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SammysHP
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SammysHP ist offline
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Zitat:
Original von TM982
Gibt es Arten, die einfach von sich aus fällig sind, auszusterben, weil sie "natürlicherweise" dazu "vorgesehen" sind, im Laufe der Evolution unter die Räder zu raten, auch ohne Einfluss des Menschen?

Man muss sich erst einmal klar machen, wie die "Evolution" funktioniert. Eine Vorherbestimmtheit, göttliche Entscheidung usw. lasse ich einfach mal weg.

Dann sieht es so aus: Es überleben immer die Individuen, die am besten mit ihrer aktuellen Umgebung zurecht kommen. Das ist banal, kurz und knackig und umfasst fast alles Wesentliche. Da es nun folglich mehr "angepasste" Individuen gibt, werden diese Gene natürlich auch vermehrt weitergegeben. Über die Zeit bleiben dann also nur "angepasste" Individuen.

Jetzt kann es natürlich passieren, dass eine Population nicht mit der Umgebung zurecht kommt. Auch angepasstere Individuen schaffen es nicht, ausreichend zu überleben. Dann haben wir so einen beschriebenen Fall, dass eine Population bzw. eine ganze Art aussterben kann.

Wieweit das auf den Panda zutrifft, kann ich natürlich nicht sagen.


__________________

10.12.2011, 21:27
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TM982
Omega-Wolf




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TM982 ist offline
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  Sind mache Arten "Opfer der Evolution"?Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Da hier schon eine ganze Weile fast nichts mehr los ist, wage ich es mal, einen Thread zu starten. Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht vielleicht ein bisschen zu provokant oder so ist, aber angesichts der Tatsache, dass es hier ohnehin viel zu ruhig ist, habe ich keine allzu großen Befürchtungen, dass hier eine Diskussion ausarten könnte.

Aber nun zum Thema: Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, in dem behauptet wird, dass der Panda in eine evolutionäre Sackgasse geraten sei und sich im laufe der Jahrtausende so ungünstig entwickelt habe, dass er zwangsläufig früher oder später aussterben wird. Daher seien alle Maßnahmen, die Art vor dem Aussterben zu bewahren, sinnlos. Man solle die Art einfach ihrem Schicksal überlassen.

Ohne Zweifel ist der Artikel übertrieben und ziemlich provokant geschrieben, und es gibt durchaus ganz andere Meinungen.

Aber trotzdem stellt sich für mich die Frage: Gibt es Arten, die einfach von sich aus fällig sind, auszusterben, weil sie "natürlicherweise" dazu "vorgesehen" sind, im Laufe der Evolution unter die Räder zu raten, auch ohne Einfluss des Menschen? Und wenn es sowas gibt, sollte man versuchen, dagegen zu steuern (falls das überhaupt möglich ist) oder einfach der Natur/Evolution ihren Lauf lassen?


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Panta Rhei

10.12.2011, 20:18
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