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Phantom
Panthera lupus




Dabei seit: Oktober 2002
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Man darf auch die Evakuierungszone/Sperrzone nicht mit der Todeszone verwechseln/gleichsetzen.

In der Sperrzone an sich leben viele Tiere, die Natur holt sich langsam aber sicher alles zurück. In der Todeszone, also ein paar Kilometer direkt um den Reaktor herum bzw. dort, wo das meiste der Strahlung runterging, ist alles tot. Da sind sämtliche Bäume abgestorben, alle Pflanzen verdorrt. Dort wird mit Sicherheit auchkein Tier mehr leben.



@Douma: Danke. Tja, ist wohl an sich die Beste (wenn auch traurige) Lösung. Schon in Tschernobyl befürchtete man ja, die Tiere könnten beim umherstreifen weitere Gebiete verseuchen, da sie stark kontaminiert waren.


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~ Wer sich vor dem Wolf fürchtet, der soll nicht in den Wald gehen. ~

26.04.2011, 00:07
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Chazzy
Tiger




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Ich hab in letzter Zeit auch 2 oder 3 Dokus über die Tiere in Tschernobyl gesehen, aber dort wurde nichts dazu gesagt, ob die "angepassten" Tiere genauso lange leben wie woanders auch bzw. ob das mal untersucht wurde. Das würde mich mal interessieren. Könnte man ja machen, indem man sie irgendwie kennzeichnet.
Außerdem wurde irgendwo noch gesagt, dass es dort kaum Insekten (z.B. Grashüpfer) oder Spinnen gibt. Einige Arten scheinen die Radioaktivität also auch überhaupt nicht abzukönnen.

25.04.2011, 23:41
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Douma
Leopard(in)




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Ich kann mich auch erinnern mal eine Doku über zwei Bärenkinder in Russland, in der nähe von Tschernobyl, gesehen zu haben. Das sah alles optisch auch ganz toll aus, da liefen Wölfe und Luchse herum, die Bäume wuchsen und trugen von außen betrachtet gesunde Früchte.
Von weiten gesehen ein echtes Paradies für Tiere und Pflanzen, und vielleicht ist es das auch für die Tiere die dort Leben. Aber wahrscheinlich wurde wie so oft die realität dort nicht wirklich wiedergegeben.

Es ist schön zu sehen wie sich da, in Abwesenheit des Menschen, die Natur entwickelt, die Spuren der Menschen sogar langsam beseitigt. Und gleichzeitig ist es genauso erschreckend zu wissen das dass Paradies vielleicht gar keines ist

Zitat:
Etwas muß ich aber doch zu Fukushima sagen: Dort ist man gerade am überlegen, was man mit den zurückgelassenen Tieren macht. In Tschernobyl wurden ja damals alle getötet, um "die Liquidatoren zu schützen".


In Japan hat man inzwischen Angefangen alle Haus- und Nutztiere, in Umkreis von Fukushima zu töten..


lg Douma


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Der Leopard ist unzweifelhaft die vollendetste aller Katzen... Ebenso schön wie gewandt, ebenso kräftig wie behend, ebenso klug wie listig, ebenso kühn wie verschlagen, zeigt er das Raubtier auf der höchsten Stufe.

Wo der Leopard vorkommt, führt man einen Vernichtungskrieg gegen ihn.

25.04.2011, 16:23
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Phantom
Panthera lupus




Dabei seit: Oktober 2002
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Ich habe vor ner Weile ne Doku zum Thema gesehen, die sich mit der Frage beschäftigte, wie gut die Tiere damit klar kommen.

Das Ergebnis sah eher so aus, dass es mehr Schein als Sein ist. Die Tiere haben sich bis heute nicht an die Radioaktivität anpassen können. Es leben dort viele Tiere, die man anderswo so kaum noch vorfindet, aber es sollen wohl noch immer viele an der Strahlung sterben. Es fällt halt nur nicht so auf. Eben gerade wegen der "Zugtiere" (nicht nur Vögel), die dort hin einwandern. Die Tiere merken ja, dass sie dort in Ruhe gelassen werden, und so kommen einfach immer wieder neue dorthin. Bei den Zugvögeln schauts wohl so aus, dass sie dort fit ankommen, aber dann beim Weiterflug an Erschöpfung sterben.


Aber inwieweit die Doku nun recht hatte, weiß ich nicht. Gibt ja auch Dokus, die das Gegenteil sagen.


Etwas muß ich aber doch zu Fukushima sagen: Dort ist man gerade am überlegen, was man mit den zurückgelassenen Tieren macht. In Tschernobyl wurden ja damals alle getötet, um "die Liquidatoren zu schützen".

In diesem Video:
Fahrt durch die Evakuierungszone von Fukushima
sieht man ja leider einige Tiere in der Todeszone. Ich muß gestehen, ich wüßte zu gern, wie es denen gesundheitlich geht, ob sie überhaupt noch am Leben sind. Lässt man sie am Leben, könnte die Fukushima-Sperrzone ja praktisch als eine "Forschungszone" dienen und man hätte mit Tschernobyl evtl. nen Vergleich, wie sich die Strahlung wirklich auf die Tiere auswirkt.
(Wobei ich natürlich hoffe, man findet für die Tiere die - für sie - beste Lösung.)


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~ Wer sich vor dem Wolf fürchtet, der soll nicht in den Wald gehen. ~

25.04.2011, 15:03
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Whough
Whough
Beiträge: 823
PattWór ist offline
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Das ist eine interessante Frage, die du da gestellt hast. Dieser Gedankenansatz ist mir neu. Daher werde ich zunächst eine Weile darüber reflektieren, bevor ich mich an eine Antwort wage.
Aber meine Antwort wird sicherlich bald kommen ...


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


25.04.2011, 11:41
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TM982
Omega-Wolf




Dabei seit: März 2009
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Beiträge: 257
TM982 ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von TM982 gestartet
Natur und RadioaktivitätAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Eigentlich hatte ich hier längst PattWórs Vorschlag in Fenriswolfs Begrüßungsthread folgen und etwas zu dem Thema schreiben wollen, statt weiterhin "Beamtenmikado" zu spielen und zu hoffen, dass sich jemand anderes bewegt. Leider ist mir aber jedes mal etwas dazwischengekommen, wenn ich etwas schreiben wollte. (Und, um ganz ehrlich zu sein, hatte ich ein bis zwei anderen Foren höhere Priorität eingeräumt.)

Aber nun zum eigentlichen Beitrag:

Ich möchte hier ungern über die Nutzung der Kernenergie im allgemeinen reden, denn das Thema neigt, wie ich in einigen Foren bemerkt habe, leider gelegentlich dazu, in unschöne Streitereien auszuarten. Auch über das Unglück in Japan möchte ich nichts schreiben, da es meiner Ansicht nach, auch wenn die Medien langsam das Interesse verlieren und sich die Lage langsam beruhigt, noch zu früh ist, um die Langzeitauswirkungen abschätzen zu können.

Aber aufgrund der Ereignisse in Japan hat man ja auch wieder mehr von Tschernobyl gehört. Und was mich dabei sehr erstaunt hat, ist, dass sich die Natur im Sperrgebiet um das Kraftwerk, wo ja nur noch wenige Menschen leben, gut erholt hat. Angeblich haben sich die Tiere, die dauerhaft dort Leben,relativ gut an die Radioaktivität gewöhnt (im Gegensatz z. B. zu Zugvögeln, die sich dort nur zeitweilig aufhalten). Daher stelle ich mir die Frage, ob die Katastrophe von Tschernobyl, so schrecklich sie für die Menschen dort auch war, zumindest für die Natur vorteilhaft war, weil so eine Art unfreiwilliges "Naturschutzgebiet" entstanden ist.

Etwas (aber hoffentlich nicht zu) provokant gefragt: Sind derartige Katastrophen eigentlich überhaupt schlecht für die Natur, oder "nur" für die Menschen?


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Panta Rhei

25.04.2011, 00:37
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