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Tigerfan
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Hallo TM982

Ich habe dieses Buch auch gelesen, zumindest die erste Hälfte bis ich es irgendwo im Haus aus den Augen verlor

Es stimmt schon dass die Kapitel immer nach dem selben Muster aufgebaut sind, ich finde aber dass es so vom Aufbau her sehr sinnvoll gehalten ist. Man sieht immer welche Langzeitfolgen die Handlungen haben, die fast immer aus Geldgier und Rücksichtslosigkeit verursacht wurden. Auf diese Erzählweise wird erst klar wie lange manche Schädigungen selbst nach dem Verschwinden der Menschheit noch andauern würden bevor die Erholung einsetzen könnte (Siehe Teil mit dem Kunststoof im Ozean).
Dass der Autor es regelrecht herbeiwünscht dass alle Menschen verschwinden würden, wörde ich nicht behaupten, ich finde es aber bemerkenswert wie sehr er sich in das Thema hineinversetzt. So kann er viel deutlicher aufzeigen was sonst vermutlich als halb so schlimm, ja sogar als Banalität abgestempelt werden würde.

Zu deiner anderen Frage, finde ich es anmassend davon auszugehen dass wir als einzige Spezies einen Sinn für Schönheit haben sollen. Ausserdem geht es im Buch ja auch nicht darum wie schön die Welt ohne uns wäre, sondern wie sich der Planet als ganzes erholen kann. Das heisst vor allem wie viele Lebensräume es wieder gäbe, ob sich die Artenvielfalten wieder uneingeschränkt ausbreiten kann. Wir würden das dann wohl als schön bezeichnen, aber für viele Arten wäre das einfach nur eine Chance als Spezies zu überleben.

10.08.2011, 00:38
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TM982
Omega-Wolf




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  "Die Welt ohne uns" von Alan WeismanAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Um auch mal wieder einen Thread aufzumachen, statt nur zu jammern, dass nichts mehr passiert:

Kennt jemand das Buch zufällig? (In der Wikipedia gibt es einen Artikel dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welt_ohne_uns)

Ich habe es zufällig günstig bekommen und habe angefangen es zu lesen, den Rest aber nur noch überflogen. Denn ehrlich gesagt hat es mir nicht so zugesagt.

Ich halte den Gedanken durchaus ganz faszinierend, wie sich die Erde weiter entwickeln würde, wenn es keine Menschen mehr gäbe. Und ich finde es durchaus interessant, zu lesen, wie der Mensch seine Umwelt verändert hat, und wie sie sich ohne ihn verändern würde.

Vielleicht liegt es auch an meiner schlechten Laune momentan, aber mir kam es vor, als seien fast alle Kapitel irgendwie gleich aufgebaut: Am Anfang wird erzählt, wie schön natürlich die erde doch war, bevor die Menschen auftauchten, wie die Menschen schon mit Beginn der Steinzeit angefangen haben, alles kaputt zu machen, wie schrecklich jetzt alles ist, wie schrecklich lange es dauern wird, bis die Natur all das zumindest größten Teils rückgängig gemacht hat, und wie schön es dann wieder wird.

Irgendwie habe ich das Gefühl, der Autor findet alles, was "natürlich" ist gut, alles, was durch Menschen beeinflusst ist, hingegen schlecht, und ihm gefällt die Vorstellung, das letzteres früher oder später größtenteils für immer verschwunden sein könnte. Manchmal scheint er regelrecht davon zu träumen, wie toll es doch wäre, wenn es keine Menschen gäbe.

Versteht mich nicht falsch: Ich finde es auch schrecklich und traurig, wie rücksichtslos die Menschen nur allzu oft handeln. Aber der Vorstellung, das Menschen und alles was sie geschaffen haben generell böse sind, und dass die Welt ohne Menschen viel schöner und besser dran wäre, konnte ich noch nie etwas abgewinnen.

Ja, womöglich tue ich dem Autor da unrecht, ich bin wie gesagt gerade wohl ein bisschen schlecht drauf.

Aber, auch wenn die Frage etwas provokant klingen mag: Kann man überhaupt sagen, dass die Welt schön wäre, wenn niemand mehr da ist, um sie "schön" zu finden? Wem würde eine schöne natürliche Welt ohne Menschen wirklich nutzen, wenn keiner da ist, dem sie gefiele? Ja, klar, die diversen Tierarten wären immer noch da und könnten sich teilweise wieder ausbreiten. Das wäre (für uns!) sicherlich eine nette Vorstellung. Aber ich denke der Mensch ist das einzige Tier, das etwas tatsächlich als "schön" oder auch als "natürlich" empfindet, und auch bei uns ist es individuell sehr verschieden, was man als schön empfindet. Natürlich kann die Umwelt auch für ein Tier besser oder schlechter geeignet sein, aber das ist von Art zu Art unterschiedlich muss weder mit unserer Vorstellung für "schön" noch mit der für "natürlich" zusammenfallen. Kann man da überhaupt sagen, dass eine Welt ohne Menschen besser wäre, wenn keine Menschen mehr da wären, um sie als "besser" zu beurteilen?

(Was "natürlich" überhaupt ist, wäre auch eine interessante Fragestellung, die aber, denke ich, einen eigenen Thread wert wäre.)


__________________
Panta Rhei

07.04.2011, 12:19
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