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Steelwolf
Lykos




Dabei seit: Juni 2002
Herkunft: Königswinter (bei Bonn)
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 141
Steelwolf ist offline
  Widersprüchliche DatenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich las einen interessanten Artikel in einer Ausgabe von "Natur&Kosmos" (verflixt, hab vergessen, welche Ausgabe. Werde nochmal nachgucken.), in denen von widersprüchlichen Daten bezüglich der Temperaturmessung in der Antarktis die Rede war. Demnach scheint es dort Stellen zu geben, an denen die Temperaturen im Jahresmittel gesunken sind, allerdings auch Stellen, wo ein Anstieg zu verzeichnen war.

Daß die Polkappen schmelzen, ist meines Wissens nach gar nicht 100%ig belegt. Tatsächlich gab es vor allem in der Antarktis in den vergangenen Jahren vermehrtes "Gletscherrutschen", wobei große Eisflächen ins Meer glitten. Wie Bohrungen ergaben hängt das allerdings wohl damit zusammen, daß unter den enormen Eismassen Geröll und Sand den Untergrund bilden. Durch die Erdwärme, die dort relativ(!) hoch ist, bildet sich ein schmieriger Film aus Schlick und Schmelzwasser. Ist die Eismasse, die dem aufliegt, zu groß, kommt alles im wahrsten Sinne des Wortes ins Rutschen.

Shir Khan hat recht: Wenn die Arktis schmelzen würde, bliebe der Meeresspiegel immer noch konstant. Bei der Antarktis sähe das wirklich anders aus, ebenso bei sämtlichen Gebirgsgletschern, deren Rückgang wohlt tatsächlich auf die globale Erwärmung rückführbar ist.
Auch nach "Natur&Kosmos": In Grönland gibt es in Küstennähe nachweisbare Temperaturanstiege, im Landesinneren (besser: Eisesinneren) allerdings sinken die Temperaturen.

Ganz platt formuliert: Wenn die Durchschnittstemperaturen an den Polen um, sagen wir mal, 2° stiegen, dann wäre das immer noch scheißkalt. Ich denke nicht, daß es momentan die akkute Gefahr der Polschmelze gibt (obwohl auch in der Antarktis Gebirgsgletscher zurückgehen... und diese widersprüchlichen Ergebnisse, mit denen niemand was anfangen kann...), allerdings gibt es die Gletscherschmelze in den Gebirgen, und die ist "hausgemacht".
Wie die Temperaturentwicklung an den Polen auch sein mag, das Ökosystem wird darauf reagieren, was wohl eher negative Effekte haben wird. Und menschenverursacht sind die Probleme wohl mit ziemlicher Sicherheit!


Ach ja: War die Märzausgabe! S. 17.

Dieser Beitrag wurde von Steelwolf am 26.08.2002, 11:01 Uhr editiert.

26.08.2002, 11:00
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gepard





Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Kiel (Schleswig-Holstein)

Beiträge: 495
gepard ist offline
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Vor ein paar Tagen haben ich in einem Fersehbericht gehört (Ich glaube es war Phoenix), dass sich die Globale Klimaerwärmung nach neuesten Messungen auf die Tropen und Subtropen beschränkt und die Temperatur an den Polkappen sogar sinkt.

24.08.2002, 15:24
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Shirarch





Dabei seit: August 2002
Herkunft:

Beiträge: 238
Shirarch ist offline
  Thema leicht verfehlt...Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich finde es ja total interessant, wie versucht wird zu erklären, das der Meeresspigel steigt oder nicht steigt, wenn die Polkappen abschmelzen. Darauf können wir später gerne nochmal zurück kommen.

Der eigentliche Grund meines ersten Postings war aber folgender:

Man behauptet, daß der Nordpol abschmilzt, während der Südpol an Eismasse gewinnt.

Wie kann das sein?


Das Thema mit dem Ozonloch über dem Süden scheint mir geklärt zu sein. Schön wäre es, wenn zu den Vermutungen, bzw. nicht ganz gesicherten Erkenntnissen noch eine fundierte Meinung dazu kommt.

24.08.2002, 15:20
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
  jetzt gehts aber losAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Zuerst einen Text, der aus einem Buch für Chemie (ja, das ist Chemie) stammt. Ich hab ne 1+ in Chemie und weis doch was ich sage!!!

Zitat:
viele moleküle liegen als molekülverbände (assozianten/cluster)vor, was den flüssigen aggregatzustand bedingt. wenn genügend energie zugeführt wird werden die starken zwischenmolekularen kräfte überwunden und das wasser siedet (100°C). im eis sind alle moleküle über wasserstoffbrückenbindungen verbunden (gitterkonstruktion mit hohlräumen) dies erklärt die die geringer dichte von eis im vergleich zu wasser. wenn nun das eis schmilzt wird die assoziation teilweise abgebaut, moleküle können sich in die hohlräume einlagern, das volumen wird geringer, die dichte steigt. bei zunehmender erwärmung nimmt die bewegung der teilchen zu, was eine volumenzunahme und daraus eine abnahme der dichte zu folge hat. bis 4 °C höhere volumenabnahme als die durch die bewegung hervorgerufene volumenzunahme, die dichte steigt. über 4°C ist es umgekehrt, die dichte nimmt ab.


Nun mal summa summarum. Wasser nimmt bei 4°C den gringsten Raum ein (lassen wir mal die Dichte außen vor). Eis und Wasserdampf nimmt also mehr Raum ein als flüssiges Wasser im Bereich von 4°C.

Unter dem Nordpol sitzt keine Landmasse. Nach dem Auftriebsprinzip ragt nur 10% der gesamten Höhe eines Eisberges aus dem Wasser. Wenn also am Nordpol ein Berg 1km hoch ist, so geht er aber auch 9km in die tiefe *wow*. Natürlich ist das nur ein Theoretikum, da man den Pol nicht als Eisberg bezeichnen kann.

Nun daß Mißverständnis. Rein physikalisch gesehen würde das abschmelzende Eis in einem idealen System die gleiche Menge Wasser einnehmen, welches es auch verdrängt, wie sollte der Berg auch sonst schwimmen??? *rofl*....aus irgend einem Grund, weis der Herr welchen, zeigen real-simulationen, aber ein Absinken des Meeresspiegels, nach den aktuellen Daten. Ich wünschte ich hätte diese hochinteressante Abhandlung noch parat. Schade!


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

10.08.2002, 16:39
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nettwork
Panthera leo




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nettwork ist offline
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@ eisschmelze
Ihr vergesst dabei, dass sich das Eis auf den Polen kilometerdick auftürmt und somit im flüssigen Wasser gar kein Volumen einnimmt.
Flüssiges Wasser läßt sich leider nicht stapeln

nettwork


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

10.08.2002, 15:27
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
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Whough
Beiträge: 823
PattWór ist offline
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Ich weiß nicht, ob ich deine Aussage richtig verstanden habe, Shir Khan. Da das Eis mehr Volumen als flüssiges Wasser einnimmt, würde der Meerespiegel beim Abschmelzen des Nordpols sogar sinken? Das ist jedoch falsch. Das Volumen des des Wassers vergrößert sich, jedoch sinkt im gleichem Maße das spezifische Gewicht des Eises. Daraus folgt, daß die Menge des vom Eis verdrängten Wassers genau dem benötigten Volumen des Wassers in flüssiger Form entspricht. Daraus folgt, daß der Meeresspiegel absolut konstant bliebe.
Zu diesem Thema schlage ich zur Verifikation meiner Aussage folgendes Experiment vor:
Man nehme ein Glas Wasser, tue ein paar Eiswürfel hinein und fülle es bis zu einer gekennzeichneten Marke auf. Wenn die Eiswürfel geschmolzen sind, sollte der Wasserstand noch mit der Marke übereinstimmen


__________________

Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


10.08.2002, 13:51
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
ja, nicht ganz logisch, aber....Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Dann versuch ich mal alles von hinten aufzurollen. Deswegen habe ich mal einen Text, über das Ozonloch über dem Südpol, kopiert. Vorab: Warum das Ozonloch nun wohl über dem Südpol liegt scheint mit den Störungsverhältnissen der Luft zusammen zuhängen. In höhren Schichten der Atomoasphäre herschen Winde von über 300 km/h (Jetstreams). Diese verlaufen über den kritischen Punkten offenbar von Nord nach Süd. So liefern die Industrienationen wohl ihren Dreck per Luftpost im Süden ab - habs aber nicht mehr genau im Kopf -> also keine Garantie *lol*.

Zitat:
Eigentlich ist es eine historisch einmalige Glanztat: Der Abwehr einer globalen Gefahr durch weltweites politisches Handeln. Die Geschichte des Montrealer Protokolles zum Schutz der Ozonschicht. Doch obwohl der schnelle Ausstieg aus der FCKW-Produktion bereits erfreuliche Folgen zeigt wird seine eigentlich geplante Auswirkung noch länger auf sich warten lassen. Die Bremsung ist eingeleitet, doch es scheint so, als hätte die Menschheit sich - mit einem anderen Schadstoff - selber Schmierseife auf den Bremsweg legt.

Ein merkwürdig farbiges Bild erregte 1985 schlagartig die Menschheit.Wo eigentlich wie ein feiner Schleier, eine schützende Hülle, den Globus bedecken sollte, klaffte über dem Südpol das Ozonloch
In Australien begannen staatliche Werbekampagnen für Schutzmaßnahmen.Der Wetterbericht warnt seitdem, wie lange man in der Sonne bleiben darf: Ohne Schutz oft weniger als 20 Minuten.
Fluorchlorkolenwasserstoffe,waren schnell als Hauptschuldige ausgemacht: FCKWAls Reinigungsmittel verwendet,für Schaumstoffproduktion,als Kühlmittel und Treibgas für Sraydosen - schien es der Industrie unersetzlich.

Doch schon 1987, zwei Jahre nach Entdeckung des Ozonlochs beschlossen die Vereinten Nationen eine Reduzierung der FCKW-Produktion, das Montrealer Protokoll. Den Umweltschützern war es noch zu lasch, Greenpeace startete eine aufwendige Werbecampagne...und als Anfang der neunziger Jahre auch über der Nordhalbkugel die Ozonschicht aufriß, ging es plötzlich sehr schnell.1991 wurde der FCKW-Ausstieg weltweit entscheidend verschärft.

Obwohl damals noch jede Menge FCKW produziert und gelagert wurde, obwohl das enthaltene Chlor erst nach 7 Jahren in der Ozonschicht ankommt,sollte der Höhepunkt der Belastung schon im Jahr 2000 erreicht sein, die Chlorbelastung danach wieder sinken.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Weltweit blüht ein Schwarzmarkt. Bei spektakulären Aktionen werden FCKW-Schmuggler gefaßt. Es ist immer noch mehr davon im Umlauf, als geplant. Vor allem Autobesitzer mit älteren Klima-Anlagen scheuen die Umstellung und horten geschmuggelte Ware.- So gibt es Zweifel, ob die ehrgeizigen Ziele erreicht werden.

Doch es gibt Schiedsrichter: Per Stratosphärenballon wird seit über 15 Jahren die FCKW-Belastung der Atmosphäre gemessen.Solche Ballone steigen bis zu 30 Kilometer hoch.Dabei werden Luftproben genommen, die im Labor anschließend exakt analysiert werden können.
Seit zehn Jahren ist Dr. Andreas Engel bei den Messungen dabei, leitet sie mittlerweile und seine Bilanz ist eindeutig: In den unteren Luftschichten ist die FCKW-Konzentration bereits rückläufig. Da die 'Aufwärtsbewegung des Schadstoffes mittlerweile über Jahrzehnte verfolgt und bekannt ist, lässt sich sicher vorhersagen, daß der Trend wird in den unmittelbar kommenden Jahren auch die Stratosphäre erreichen: Nach dem Jahr 2000 sollte wie erwartet ein Rückgang der Schadstoffkonzentration in der Ozonschicht zu beobachten sein.

Das Protokoll von Montreal hat also planmäßig gewirkt! Bremsung eingeleitet, Gefahr gebannt ?

Es scheint fast so, doch es scheint gleichzeitig, als hätte die Menschheit sich aus Versehen Schmierseife auf den Bremsweg gepackt! Die Schmierseife heißt Kohlendioxyd, entsteht bei jeder Verbrennung und verursacht eigentlich den sogenannten Treibhauseffekt:

Weil weniger Sonnenstrahlung zurück in den Weltraum entweichen kann, heizt sich die untere Luftschicht auf, das Klima wird wärmer. Doch die Ozonschicht liegt oben, sozusagen über dem Dach des Treibhauses. Innen wird die Wärme festgehalten -außen aber, nah am Weltraum, wird es kälter.Und diese Abkühlung der Stratosphäre macht vielen Wissenschaftlern sorgen.

In aufwendigen Experimenten und mit viel chemischer Theorie hat eine Gruppe um das ‘Max Planck Institut Mainz’ nun herausgefunden, was das für die Ozonschicht bedeutet.
Prof Thomas Peter, sprecher der Gruppe, sieht vor allem zwei Effekte: Sogenannte polare stratosphärische Wolken, kleine Eispartikel, die sich in der Ozonschicht bei kalten Temperaturen bilden, spielen eine wesentliche Rolle. Ihre Oberfläche wirken als Katalysator der Ozonzerstörung. Und dieser Mechanismus ist der Grund, warum der Ozonabbau vor allem an den Polen stattfindet. Dort ist es kälter und je kälter es ist, desto mehr dieser kleinen Eispartikel können sich bilden. der Ozonabbau wird beschleunigt. In einem anderen Prozess werden durch die Kälte aber auch Stickstoff-Verbindungen aus der Ozonschicht entfernt. Ähnlich wie schwebender Sand in einem Ozean 'sedimentieren' diese Stickstoff-Verbindungen bei großer Kälte in tiefere Luftschichten. Gerade diese Stickstoff-Verbindungen bilden aber normalerweise ein gewisses chemisches Gegengewicht zum menschgemachten Chlor und begrenzen den Ozonabbau. Je kälter es wird, desto schwächer wird diese Schutzfunktion.

Tatsächlich ist in den vergangenen 10 Jahren die Ozonschicht auch über dem Norden überraschend oft dünn geworden - und tatsächlich hat sich in dieser Zeit die Stratosphäre auffällig abgekühlt. Der direkte chemische zusammenhang zwischen starker Kälte und starkem Ozonabbau konnte bereits 1994 eindeutig festgestellt und seitdem genauer analysiert werden.

Entsprechend unangenehm sind die neuesten Prognosen:Trotz sinkender Chlorbelastung, trotz Erfolg des Montrealer Protokolls wird in den kommenden Jahrzehnten auch über dem Norden noch ein regelrechtes Loch wachsen. Australische Verhältnissen über Nordeuropa und Kanada und das noch fast 100 Jahre lang War das ganze Montrealer Protokoll doch ein Fehlschlag ? Umsonst?
Die Antwort aller von uns befragen Wissenschaftler auf diese Frage fiel einhellig aus. Umsonst war das Montrealer Protokoll auf keinen Fall. Ohne den erfolgten schnellen Verzicht auf FCKW hätten wir heute eindeutig katastrophale Zustände in der Stratosphäre, wobei katastrophal wirklich wörtlich zu nehmen ist. Wenn es jetzt eine Verzögerung gibt, dann sollte man versuchen auch die neuen Probleme entschieden anzugehen. Die Chemie der Stratosphäre, die Natur, ist wieder einmal komplizierter als gedacht.Das Verbot der FCKW hat mit Sicherheit eine größere Katastrophe verhindert.Wenn wegen der Treibhausgase jetzt trotzdem ein Loch über Europa droht, könnte das Ansporn sein, auch dieses Problem in den Griff zu bekommen.


Und noch etwas lässt sich aus dem Protokoll von Montreal lernen: Die Horrorvisionen, mit denen die Industrie den FCKW-Ausstieg verhindern wollte, waren Unsinn. Den Komfort von Spraydosen muß niemand missen, auch Kühlschränke sind kein bißchen teurer geworden. die Lösung des Treibhausproblemes wird aller Vorraussicht nach etwas schwieriger aber wohl bei Umweltschutzmaßnahmen nicht immer mit: ‘geht nicht, zu teuer’, abspeisen lassen.



Das andere scheint mir etwas diffizieler zu sein. Vom Prinzip her ist es sogar nicht schlecht, wenn der Nordpol etwas abschmilzt. Unter dem Nordpol befindet sich keine Landmasse, er schwimmt also auf dem Wasser. Da Eis mehr Volumen einnimmt als flüssiges Wasser, würde sogar der Meeresspiegel finden, wenn der Nordpol schmilzt. Der Südpol liegt auf einer Landmasse. Also würde beim abschmelzen Wasser in die Meere abfließen und so die Meerespiegel steigen.

Hier noch zwei andere Zitate, die ich gefunden habe:
Zitat:
Am Nordpol schmilzt das Eis, am Südpol nimmt es zu!
Nach Aussagen der Polarforscher auf der 20. Internationalen Polartagung in Dresden hat sich die globale Erwärmung unterschiedlich auf die Eismassen der Arktis und Antarktis ausgewirkt. Als Ursache werden verstärkte Niederschläge genannt, die als Nebeneffekt der globalen Erwärmung im südlichen Polargebiet auftreten.

Zitat:
Wenn die Sonne verrückt spielt!
Aktivitäten der Sonne haben als "Weltraumwetter" Auswirkungen auf die Intensität von Polarlichtern, die selbst in unseren Breiten immer öfter zu sehen sind, auf Störungen in der Kommunikation und Navigation, ja sogar auf Zusammenbrüche von Hochspannungsnetzten oder den erhöhten Ausschuss bei der Chip- Produktion. Darauf weist Prof. Dr. K. Schlegel vom Max-Planck-Institut für Aeronomie hin, wo insbesondere Vorgänge untersucht werden, die im Zusammenhang mit Polarlichtern stehen. Ein MPEG- Video wurde uns von Prof. Dr. Schlegel zur Verfügung gestellt ( unter -> Wetterdaten -> Wetterphänomene).


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

10.08.2002, 12:32
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cheetah
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: die sonnenüberfluteten Savannen der freien, wilden Welt

Beiträge: 303
cheetah ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von cheetah gestartet
  Pole und OzonlochAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hi.

Hab ne Frage (falls ich irgendwo mit meinen Aussagen falsch liegen sollte, bitte ich zu korrigieren):

Es ist doch so, daß die Polkappen abschmelzen. Heut hab ich gesagt bekommen, daß dies eben nur auf den Nordpol zutrifft. Der Südpol hingegen hat einen Zuwachs der Eismassem zu verzeichnen. Stimmt das? Und wenn ja, wie kommt das? Wie kann es sein, daß die Polkappen unterschiedlich auf die globale Erderwärmung reagieren? Für mich ist dies total unlogisch. Entweder beide Pole schmelzen ab, oder keiner...

Die Antwort auf diese Frage war folgende:

Klar ist doch, daß der zivile "Dreck" und die Industrie für die Abnahme der Ozonschicht, bzw. direkt für das Ozonloch verantwortlich sind. Klar ist auch, daß die Nordhalbkugel einen weitaus höheren Anteil an industrieller Besiedlung hat, als die Südhalbkugel (sagen wir 80 / 20 Prozent). Wie kommt es dann, daß das Ozonloch aber über der Antarktis, also über der Südhalbkugel liegt?

Beides sind anormale, für uns nicht klärbare Fälle. Aber zumindest der zweite Fall existiert. Warum also sollte nicht auch Fall eins zutreffen? Wir hatten keine Antwort. Wer hilft mir?

HINWEIS: Beide Fälle sind unabhängig voeinander zu betrachten und auf keinen Fall in Zusammenhang zu bringen! Das eine hat nicht das andere zur Folge!


__________________
... und cheetah tanzt durch die hohen, saftigen Gräser der Savanne und entschwindet im goldenen Licht der aufgehenden Sonne.

10.08.2002, 00:38
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