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Kaspi tiger
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http://www.dailymail.co.uk/news/article-...e.html#comments

Zitat:
Original von TamedTigress
Zitat:
Original von TM982
"Global village" ist auch so ein Unwort ...

Wieviel Individuen man braucht, um eine Population oder eine ganze Art zu erhalten, weiß ich auch nicht. Wenn die Experten meinen, dass 50 oder 100 ausreichen.


Bin mir da nicht so sicher. Es kommt womoeglich drauf an wie weitlaeufig diese 50 Exemplare verstreut sind. Sie muessen sich ja auch finden und sich nicht ausschliesslich mit nahen Verwandten paaren...

Uebrigens las ich dieser Tage in der Zeitung dass in China ein Mann verknackt worden ist der einen INdochinatiger toetete. Es wurde angedeutet dass dieser womoeglich der letzte seiner Art war...

TamedTigress

04.12.2012, 18:37
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Zitat:
Original von TM982
"Global village" ist auch so ein Unwort ...

Wieviel Individuen man braucht, um eine Population oder eine ganze Art zu erhalten, weiß ich auch nicht. Wenn die Experten meinen, dass 50 oder 100 ausreichen.


Bin mir da nicht so sicher. Es kommt womoeglich drauf an wie weitlaeufig diese 50 Exemplare verstreut sind. Sie muessen sich ja auch finden und sich nicht ausschliesslich mit nahen Verwandten paaren...

Uebrigens las ich dieser Tage in der Zeitung dass in China ein Mann verknackt worden ist der einen INdochinatiger toetete. Es wurde angedeutet dass dieser womoeglich der letzte seiner Art war...

TamedTigress

24.12.2009, 12:24
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Kaspi tiger
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* 1,4 milliarden Chinesen im Rausch des Tigers ab 14. 02. 2010. In weniger als zwei Monaten ist es soweit.

*Es ist klar, dass die chinesische Regierung hinter den Tiger-Farmen steht, sonst würde es ja die 14 staatlich registrierte Tigerfarmen nicht geben.

*Tigerprodukte werden zum Teil aus gewilderten Tiger hergestellt, Tiger-Farmen bestehen ja um die Kadaver zu verwerten – und nicht um sie verwesen zu lassen. Das letzte war eher ein eimaliger PR-Gag für den Besuch von Mitra. Weil der Wildbestand zusammenbricht, kann er nicht als sichere Grundlage für diese Industrie (Pharmakologie und Tiger-Felle) dienen. Legalisierte Farmproduktion ist viel besser und sicherer.

Tigerzüchter sind reich und haben gute Kontakte und sehen die Sache als Langzeit-Investition. Geld haben sie, und warten das Ende der Prohibition ab, in der Zwischenzeit lassen sie den Organ-Handel dahintröpfeln, unter Duldung der Behörden. Nach der Legalisierung werden sie das Geschäft sofort ankurbeln und schleunigst 100.000 Tiger produzieren.

Wie gesagt, es sterben bereits 300-400 Farm-Tiger, d.h. ein Zehntel des jeweiligen Zuchtbestands pro Jahr. Ich glaube kaum dass irgendjemand wagt nachzuprüfen, ob die wirklich natürlich gestorben sind oder ob man alle Kadaver verwesen läβt - wer dumme Fragen stellt, kann auf einem Tigerfarm sehr leicht verschwinden. So könnten bald jährlich 10.000 „natürlichen Todes gestorbene Tiger“ für Handelszwecke produziert werden.

* Bei solchen Zahlen ist es egal ob es in Indien 900 oder 1400 Tiger übriggeblieben sind, weil diese chinesische Tycoons in ganz anderen Gröβenordnungen denken und handeln; Pharmakologie war/ist/wird ein lukratives Geschäft; das gilt auch für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und das ist der einzige Grund für die kommerzielle Erhaltung des Tigers!


*Es kann sein, dass eines Tages Farm-Tiger aus China in indischen Reservaten wieder freigelassen werden, damit die Touristen sie sich anschauen können. Es ist gut möglich dass auch in China solche Safari-Parks oder gar Reservate errichtet werden. Ähnliches gilt auch für Korea, Taiwan, Thailand, Vietnam, kurzum überall wo Tiger in Asien populär sind. Tiger können auch als Attraktoren für den Tourismus dienen - noch eine Einnahmequelle.

* Unterartreine Zucht lohnt sich kaum für diese Geschäftsleute - die verschiedenen Fellmuster können zwar die Produktpalette erweitern aber es ist ökonomisch ein ungleich hoher extra Aufwand. Deshalb ist es eine Frage der staatlichen Regulierung, genauso wie das Wohlergehen (Animal Welfare) der Tiger in der Haltung. Naturschützer können aus dem Pool der Unterart-reinen Farmtiger für ihre Wiederaussiedlungsprojekte wählen.

*Die Preislücke zwischen Farmtiger und illegal-Tiger aus den freilebenden Restbeständen ist aber gar nicht so enorm - die Schwarzmarktpreise des Tigers haben nichts mit der 20-Dollar-Investition des Wilderers zu tun, weil die Vermittler, das Schmuggeln, die Schmiergelder alles verteuern und am Ende kostet es fast genausoviel wie die legale Farm-Ware.
Diese Kalkulation haben die Farmer schon längst gemacht und es ging zugunsten der Farmen auf. Für Schwarzmarkt-Dinge wird man eingelocht oder die Ware kann konfisziert und vernichtet werden. Es ist also für die Hersteller zunehmend riskant und nicht sehr lohnend. Es gibt genug wohlhabende Leute die auch den legalen Preis bezahlen werden, und für die Geschäftsleute gibt es kein Risiko.

*Die Interessen des Geschäfts und der Arterhaltung sind also durchaus miteinander zu vereinbaren? Das es dabei vielleicht bald keine echte wilde Tiger mehr geben wird? Die Lebensräume gehen wegen der Überbevölkerung gar nicht so langsam aber sicher verloren und die „traditionelle Wilderei“ der Dorfgemeinden wird bleiben, solange man dafür zählt. Wenn es aber genug Zucht-Tiger gibt, kann man sie immer wieder aussiedeln.

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 23.12.2009, 05:28 Uhr editiert.

20.12.2009, 20:24
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http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=6546127
Könnten Tigerfarmen diesen Art retten?
von John Nielsen
28. November 2006

Experten meinen, die wilden Tiger können bald aussterben. Vor zwanzig Jahren gab es Zehntausende (???) dieser Großkatzen in freier Wildbahn, heute sind es weniger als 3000.
Eine der größten Gefahren für die wilden Tiger sind Wilderer, die ihnen mit Fallen und Gift nachstellen. Fast jeder Körperteil eines Tigers kann verkauft werden. Aber die meisten Experten sind sich einig, dass der boomende Schwarzmarkt für traditionelle asiatische Arzneimittel, wie z. B. Tigerblut-Wein und pulverisierte Tigerknochen die Wilderer im Geschäft halten. Versuche, diesen illegalen Markt durch hartes Vorgehen gegen Wilderer und Verbot der Tigerprodukte zu unterbinden, schlugen fehl, vor allem in China.

Radikaler Schritt
Einige Naturschützer sagen, dass es höchste Zeit ist einen radikalen Schritt zu unternehmen, um den wilden Tiger zu retten: der Verkauf von Tigerknochen und Organen aus chinesischen Tigerfarmen muss legalisiert werden.

"Etwa 4.000 Tiger leben auf diesen Farmen, das heißt, etwa 300 bis 400 Tiger sterben jedes Jahr eines natürlichen Todes ", sagte Barun Mitra von der Free Market Liberty Institute in New Dehli, Indien. "Die Frage ist: Was soll man mit den Knochen und Kadaver machen?"
Mitra will die traditionelle Medizin Markt mit den Knochen und Tierkörper überfluten – genau wie die Besitzer der 14 registrierten Tigerfarmen in China. Mitra meint, die Preise würden drastisch sinken wenn dies passiert, Wilderer werden untergeboten, und hören auf, den Tiger in freier Wildbahn zu töten, weil sie damit kein Geld mehr verdienen.

Mitra sagt, dass die Einnahmen aus dem gesetzlichen Umsatzsteuer könnten für die Zwecke von Anti-Wilderer-Programme oder die Natur-Programme verwendet werden. Die ehemaligen Wilderer könnten Parkwächter werden. In anderen Ländern erbringen diese Art von Programmen Millionen pro Jahr.
"Wenn auch nur ein Bruchteil so viel Geld seinen Weg zu den ländlichen Gebieten von Indien und China machen würde, bedeutete dies eine grundlegende Veränderung in der Einstellung der Bevölkerung gegenüber wilden Tiger" -sagt Mitra.
Mitra ist die inoffizielle Sprecherin der Plan, wilde Tiger durch den Verkauf von Tigerknochen und Organen aus Tigerfarmen zu erhalten. Kürzlich besuchte sie einige der Tigerfarmen in China auf Einladung der chinesischen Regierung.
China hat keine offizielle Stellungnahme zu dem Plan, den Markt für Tigerfarmprodukte zu öffnen, aber die Naturschützer und Vertreter anderer Regierungen sind sich einig, dass die chinesische Regierung hinter diesen Plan steht, ebenso wie die Eigentümer der Tigerfarmen.

Fragen der Legitimität
Die meisten Tigerfarmen in China sind der Öffentlichkeit zugänglich. Auf den größten Tigerfarmen touren Touristenbusse mit Besuchern auf dem Gelände, gefolgt von großen Tigerrudel. In anderen Farmen zahlen Touristen dafür, um Tigerrudel zuzusehen, wie sie aus LKWs rausgeworfene, lebende Kühe zerfleischen - laut Grace Gabriel von der International Fund for Animal Welfare. Gabriel denkt, dass diese unmenschlichen Praktiken abgeschafft, und die Tigerfarmen geschlossen werden sollten. Andernseits befürchtet sie auch, dass eine legale Handel mit Zucht-Tiger Teilen zu einem verstärkten Wilderei führen würde, da es ist unmöglich ist zu entscheiden, ob ein bestimmtes Behälter mit Tiger-Blut Wein oder Tigerknochen-pulver von einem Farmtiger kam.
"Es könnte ebenso leicht von wilden Tigern stammen ", sagt Gabriel. "Es wird die Durchsetzung von Rechtsvorschriften noch mehr erschweren."
Gabriel glaubt nicht daran, dass die Tigerfarm-Besitzer bereit wären auch nur einen kleinen Anteil ihrer Gewinne aus dem legalen Verkauf für die Anti-Wilderei Kampagnen oder in Naturschutz-Programme in den Tiger Lebensräumen abzugeben. Sie glaubt auch nicht, dass der Verkauf der Zucht-tiger Körperteile die Wilderer jemals unterbieten kann - das macht wirtschaftlich keinen Sinn.
Das ist ein Punkt, der unterstrichen werden sollte, sagt Ökonom Richard Damania der Universität von Adelaide. Es ist unmöglich einen Wilderer jemals zu unterbieten, der maximal 20 Dollar ausgibt um einen Tiger zu töten. Tiger auf den Farmen müssen von der Geburt bis zum Tod gefüttert werden, selbst ihre Ernährung kostet mehrere Tausend Dollar.
"Diese Preislücke ist so breit, dass sie nie geschlossen werden kann", sagte Damania, "auch wenn man die Zusatzkosten (Arbeitsstunden, Risikozuschlag, usw.) mitberechnet, den Tiger in freier Wildbahn abzujagen."

Tigerfarmen könnten die Nachfrage ankurbeln

Damania meint, daß der Legalisierungsplan von Mitra nur zu einer erhöhten Wilderei führen wird, weil durch die Legalisierung viele neue Käufer erscheinen, die niemals daran gedacht hätten, Tigerkörperteile auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Dies wird nur die Nachfrage steigern und die Preise in Höhe treiben, sagt er. Der Anreiz für die Wilderei würde steigen, und noch mehr wilde Tiger würden getötet.
Damania sagt, dass die in kleinen Reservaten lebenden wilde Tiger könnten innerhalb wenigen Jahren von den Wilderern ausgelöscht werden. Tiger in größeren Schutzgebieten könnten sich etwas länger halten.
"Dieser neue Legalisierungsplan ist ein Todesurteil für wilden Tiger der Welt", sagt Damania. Aber Barun Mitra von der Liberty Institute glaubt, dass der Tiger in freier Wildbahn schon jetzt zum Tode verurteilt ist, warum also nicht dieses Risiko mit den Tigerfarmen einzugehen?
"Ich kann nicht verstehen, wieso man ein solch wertvolles Wirtschaftsgut einfach verrotten läßt, wegen dem Verkaufsverbot" -sagte Barun Mitra, als sie die aufgereihten Tigerkadaver in der Halle eines chinesischen Tigerfarms erblickte.
Alle Teilnehmer der Debatte sind sich einig, dass nicht nur die Wilderer eine Bedrohung darstellen. Seit den 1990er Jahren wurde fast die Hälfte des damaligen Tiger-Lebensraums vernichtet und wird heute von Menschen genutzt.

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 27.12.2009, 16:12 Uhr editiert.

20.12.2009, 19:57
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http://www.smh.com.au/environment/conservation/poachers-set-to-cash-in-on-year-of-the-tiger-20091217-l027.html

Wilderer, sind auf Bargeld aus im Jahr des Tigers
Matt Wade HEROLD KORRESPONDENT
18. Dezember 2009

Bedroht ... Tiger.
Ranthambore, Rajasthan: Indiens wilde Tiger kämpfen bereits um das nackte Überleben im Wettbewerb mit fast 1,2 Milliarden Menschen. Aber Naturschützer warnen vor einen neuen Bedrohung – dem kommenden chinesischen Neujahr.
Der 14. Februar 2010 markiert den Beginn des Jahres des Tigers im Chinesischen Kalender und es wird befürchtet, dass dies den illegalen Handel mit den Körperteilen der prächtigen Großkatzen Indiens einen neuen Antrieb geben wird.
Die Nachfrage nach Tiger-Teilen in der traditionellen chinesischen Medizin hat zu einem Rückgang des indischen Tigerbestands beigetragen.
Nun erwarten Händler in China laut Bericht des Environmental Investigation Agency, einem britischen NGO noch höhere Gewinne, weil im nächsten Jahr ''jeder ein Tigerfell'' haben will.
Der Bericht besagt, dass den Händler '' ist es bekannt wie selten der wilde Tiger ist und sehen den kommenden chinesischen Jahr des Tigers als eine Möglichkeit ihre Gewinne zu steigern“.
Umweltschützer haben China schon lange vorgeworfen nicht genug gegen den illegalen Handel mit Tiger-Teilen getan zu haben und Jairam Ramesh, der indische Minister für Umweltschutz, macht kein Hehl aus seinem Anliegen, wonach das neue Jahr ein''Bedrohung für die Tiger in Indien darstellt''. Im August forderte er China für weitere Hilfe beim Ausmerzen des illegalen Handels mit Tiger-Teilen auf.
Nachdem Indira Gandhi, die damaligen indische Premierministerin den Project Tiger im Jahre 1973 ins Leben gerufen hatte, stieg der Zahl der Tiger kontinuierlich von etwa 1800 in den frühen 1970er Jahren auf mehr als 4000 im Jahr 1989.
Aber dann haben sich die Hersteller von traditionellen chinesischen Medikamenten Indien zugewandt, weil Chinas Tigerpopulationen ausgelöscht wurden war, sagte Belinda Wright, Naturschützerin und Gründerin des Wildlife Protection Society of India.
''Es tobt ein furchtbarer Krieg seit den frühen 1990er Jahren,'', sagte sie. ''Diese enorme Nachfrage nach Tiger-Teilen aus China hat alles verändert.''
Der Handel basiert auf die Wilderei der traditionellen indischen Gemeinden die neben den Tiger Lebensräumen leben.
Dorfbewohner werden durch die Zahlungen von Großstadt-Käufern für die Wilderei gewonnen.
Frauen fungieren oft als Kurire, sie transportieren Tiger - Teile auf öffentlichen Verkehrsmitteln an Zwischenhändler in die Städte wie Delhi. Die Ware wird dann über traditionellen Handelswegen, wie Nepal und Burma nach China geschmuggelt.
Der traditionelle Medizin verwendet alle Körperteile des Tigers, einschließlich der Knochen, Penis, Hoden, Backenbart, Augäpfel, Haut-Gewebe und Blut.
Der Ranthambore National Park in Rajasthan hatte eine wahre Wilderei-Krise zwischen 2002 und 2004, als 22 Tiger vermisst wurden. Über 40 Wilderer wurden verhaftet und angeklagt. Eine lokale Organisation, Tiger Watch hatte festgestellt, dass Versuche zur Bewachung des Parks nicht genügend waren. Es wurden Programme zur Verbesserung der Bildungs-, Gesundheits- und Arbeitsmöglichkeiten für die lokale Wilderer eingeleitet. Die Gruppe betreibt auch Bildungsprogramme für Jugendliche um sie von der „Karriere“ als Wilderer abzubringen.
Goverdhan Rathore, ein Naturschützer und Hotelbesitzer in Ranthambore sagte, dass soziale und wirtschaftliche Entwicklungsprogramme in den lokalen Gemeinden der Wilderer hätten das Wohlergehen der Menschen als auch der Tiger gefördert.
''In den letzten zwei Jahren hat es einen dramatischen Populationszuwachs der Tiger in Ranthambore gegeben, weil die Wilderei abgeschafft wurde'', sagte er.
Wilderei ist nicht die einzige Herausforderung für Tiger – die schiere Bevölkerungszahl Indiens zur Fragmentierung und Verschwinden von Tiger-Lebensräumen geführt hatte.
Seit dem Anfang des Projekt Tigers vor 36 Jahren hat sich die Bevölkerung Indiens nahezu verdoppelt. Und viele von denen, die in der Nähe von Tiger-Lebensräumen leben, zählen zu den ärmsten Menschen der Welt. Sie haben oft keine andere Wahl als die natürlichen Ressourcen zu plündern, welche die Tiger, und ihre Beuteteire bräuchten.
Forschungen haben ergeben, dass der größte Rückgang der Tigerbestände in den ärmeren Staaten Mittel-Indiens beobachtet wurde, genau dort wo bisher der Tiger in der höchsten Bestandsdichte vorkam.
Die Regierung von Premierminister Manmohan Singh, hatte die Erhaltung des Tigers für eine Priorität erklärt und mehr Geldmittel für die Sache bereitgestellt.
Aber Indiens politische System macht es schwierig für die nationalen Behörden den Erhaltung des Tigers zu koordinieren.
Naturschützer sagen, dass die Regierungen der einzelnen Bundesstaaten, welche für die Forst-und Parkverwaltung direkt verantwortlich sind, des Öfteren weder den politischen Willen noch das Know-how haben, um Tigerpopulationen richtig zu verwalten, und die in den Städten entworfenen Programme sind nicht auf die zuständige Forstverwaltungen in den Wälder angepasst, wo die Tiger leben.
Herr Rathore sagte: ''Forstbehörden, egal wo in Indien, sind nicht vertrauenswürdig. Sie müssen stärker zur Rechenschaft gezogen werden.''
Indien waren schockiert, als die letzte Bestandszählung im 2008 nur noch 1411 Tiger in freier Wildbahn vorfand, was einem Rückgang von 60 Prozent in einem Jahrzehnt entspricht. Einige Naturschützer glauben sogar, dass diese Zahl übergeschätzt wurde und gehen von einer tatsächlichen Gesamtbestand von weniger als 900 Tiger aus.
Jetzt droht das Jahr des Tigers diese Zahlen sogar noch weiter zu dezimieren.

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 26.12.2009, 06:52 Uhr editiert.

19.12.2009, 18:24
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http://en.wikipedia.org/wiki/Bengal_tiger

Genetische Herkunft
Bengalische Tiger sind durch drei verschiedene mitochondriale Nukleotid-Seiten und 12 einzigartige Mikrosatelliten-Allele definiert. Das Muster der genetischen Variation in der bengalischen Tiger entspricht der Prämisse, dass Tiger Indien erst vor etwa 12.000 Jahren erreichten. Diese jüngste Geschichte des Tigers auf dem indischen Subkontinent steht mit dem Fehlen von Tiger Fossilien in Indien und Sri Lanka (Trennung vom Subkontinent duch steigende Meeresspiegel im frühen Holozän) im Einklang.

Herkunftsland der Tiger war also China wo die 1,5-2 Millionen Jahre alte Tiger-Fossilien gefunden worden.


http://www.adventure-tigers.com/tigers-china.htm

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 20.12.2009, 11:37 Uhr editiert.

16.10.2009, 15:35
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[http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/tiger-rettender-genpool-hinter-gittern_aid_295892.html

Tiger
Rettender Genpool hinter Gittern
Tiger in Gefangenschaft sind häufig reinrassig – das könnte von weitreichender Bedeutung für ihre wildlebenden Artgenossen sein.

Bitte liest auch die Leserkommentare


http://www.springerlink.com/content/r967kxk02174770q/
Zusammenfassung: der Bestand des Amoy-Tigers leidet bereits sehr stark durch Inzucht; da im Süden seines ursprünglichen Areals eine natürliche Mischung mit dem Corbett-Tiger stattgefunden hat, schlagen jetzt die Wissenschaftler vor, eine Auffrischung mit dieser Unterart zu unternehmen weil vom Amoy-Tiger kein Wildfang mehr möglich ist.

Besser genetisch "verdünnte" Amoy-Tiger "Bastarde" als Aussterben!!!!

Der Tiger wird als "Serienmörder" auf immer und ewig hinter Gittern bleiben?

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 15.10.2009, 07:47 Uhr editiert.

15.10.2009, 06:22
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60 Tiger, die alle von 6 Exemplaren abstammen, dürften wohl zu wenig sein. Aber das Aussterben einer Unterart wäre wohl zu verschmerzen, wenn die Art insgesammt erhalten bleibt.


__________________
Panta Rhei

12.10.2009, 23:05
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Wir leben ja allä auf'm selben "global village"...

Nun, 3000 ist für die Erhaltung der Tiger groß genug, weil Experten ja nur beim Amoy-Tiger (Wildfang von 6 Tieren als Gründerpopulation des derzeitigen Zoobestands von etwa 60 Tiger in China) sagen dass es schon bereits zu spät sein mag weil keine genügende genetische Vielfalt mehr vorhanden ist. Die anderen Unterarten (Amur-, Bengal-, Corbett-, Jackson-, Sumatra) haben alle mindestens 400-500 Wildtiger - obwohl der Wildbestand des Amur-Tigers auch genetische Schwierigkeiten hat.

Da ich ja selbst auch kein Tiger-Experte bin, muss ich wieder mal zum Leitfaden zurück. Dieses Dokument wurde von Tigerschutz-Experten des www.savethetigerfund.org gefertigt, die schon seit Jahrzenten im Tigerschutz tätig sind:


http://www.savethetigerfund.org/AM/Template.cfm?Section=Full_Reports&Template=/CM/ContentDisplay.cfm&ContentID=2714

Die Karten auf Seiten 113. und 114 zeigen zusammenhängende Tigerschutz-Zielgebiete, die 50-100 Tiger (langfristig?) erhalten könnten, demnach sind solche Wildpopulationen schon genügend?

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 14.10.2009, 06:33 Uhr editiert.

12.10.2009, 07:29
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Naja, du kannst die Tigerpopulation nicht mit den Einwohnern eines Ortes vergleichen. Tiger leben nicht in Dörfern.

Ich denke, die Population ist durchaus noch groß genug, sich erholen zu können und den genetischen Flaschenhals zu überstehen, das scheint ja in der Vergangenheit auch bei anderen Arten vorgekommen zu sein. Aber ich bin auch kein Experte für sowas.

Meteoriten-Einschläge hat es wohl einige gegeben, und die haben sicherlich so einige Arten "auf dem Gewissen". Ob es nach der Eiszeit (davon gab es ja auch mehrere) einen gegeben hat, kann ich nicht sagen, auch dafür bin ich kein Experte. Ich habe aber auch nirgendwo behauptet, dass ich es für unmöglich oder auch nur unwahrscheinlich halte.

(Wobei es natürlich noch viele andere Gründe dafür gibt, das Arten ausserben.)


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Panta Rhei

10.10.2009, 20:34
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