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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Edinburgh
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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Boah, Ihr macht ja wirklich alle viel, bin schwer beeindruckt!

Im Freundes- und Kollegenkreis gelt ich schon als sehr umweltbewusst (was evtl auch daran liegt dass es hierzulande nicht so gross geschrieben wird als bei uns Deutschen. Deutschland wird Grossbritannien in dieser Beziehung tatsaechlich gerne als Beispiel vorgehalten), aber dagegen tue ich ja tatsaechlich gar nichts.

Meine Schwierigkeit ist wohl am ehesten meine Bequemlichkeit - ich koennte, moechte aber nicht aufs Auto verzichten. Es kostet dasselbe wie eine Buskarte, spart mir aber sehr viel Zeit. Da ich ja nebenbei noch ein Fernstudium mache ist mir die inzwischen sehr wichtig. Trotzdem habe ich da manchmal ein schlechtes Gewissen.

Mein Mann nimmt es mit dem Abschalten der Elektrogeraete leider nicht so genau. Wenn ich es sehe schalte ich es ab aber ich laufe ihm natuerlich auch nicht auf Schritt und Tritt hinterher.

Was ich noch vergass ist dass ich sehr auf Verpackungsmaterialien achte - ich kaufe wenn es geht lose.

Auch koche ich immer 4 Portionen fuer uns beide so dass wir neben dem Abendessen ein Mittagessen fuer die Arbeit haben. So habe ich mir die Sandwiches gespart die andere sich jeden Mittag kaufen muessen.

Grosses Thema sind bei uns momentan Billigklamotten die man nach ein paar Waeschen weg wirft. Da gehen in der Tat die Meinungen auseinander. Einige finden`s toll dass Mode heute so wenig kostet, andere beschweren sich ueber die Kinderarbeit (als ob es die bei teuren Sachen nicht gaebe!) und kaufen lieber Qualitaet. Wie haltet Ihr es denn damit? Ich kaufe meist das was mir gefaellt, meistens in der Mitte, seltener superguenstig oder etwas teurer.

TamedTigress

27.08.2008, 23:09
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Tirica gestartet
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Schön, dass ihr so fleißig antwortet!

Dann erzähl ich einmal von ein paar Sachen, bei denen ich mich bemühe. Hintergrundinfo: ich wohn im Studentenheim, teile mir Gang und Wohnküche mit 10 Kolleg(inn)en.

1) Ich bemüh mich, beim Kochen möglichst wenig Energie zu verschwenden, schalt früher aus, übernehme gerade noch verwendete, heiße Platten.
Fällt mir manchmal schwer. Ich koche gerne und oft,. Manchmal übersehe ich einfach einen Topf, vergesse den Deckel. Weiß nicht was schlauer ist: kaltes Wasser langwierig erhitzen, oder lange warten, bis die Leitungen warmes ausspucken? Wahrscheinlich ersteres...

2) Ich kauf auch mal einen angedrückten Apfel, den sonst vielleicht keiner mehr mag. Schmecken tut er noch, und er wird nicht unnötig weggeworfen. Ich kauf, wenn ich Bananen kauf, Fairtrade-Bio-Bananen. 2 Probleme auf einmal gelöst. Und langweilig werden mir Bananen auch nicht, weil ich sie wegen des höheren Preises seltener kaufe. Auch bei Gemüse bemühe ich mich sehr, österreichisches zu kaufen. Die Anfahrtswege fallen weg und ich vertraue unseren Landwirten mehr als Spanischen (eigenes Kapitel , bei Interesse bitte PN) oder Israelischen... Wenn Bio nicht so teuer wär, ich würds ja nur noch kaufen!
Es ist schwierig. Oft hab ich einfach zu große Lust auf etwas bestimmtes, das es gerade nicht Bio oder aus Österreich gibt.

3) Ich bemühe mich, schlau einzukaufen, nichts wegzuwerfen. Verwerte trockene Brote meiner Nachbarn zu Knödeln und bilde Einkaufsgemeinschaften für Zwiebel (ein ganzes Netz verrottet zu schnell).

4) Ich versuche, Wasser zu sparen. Ich wasche selten, oft daheim (mit der Wäsche meiner Familie zusammen). Da ein feines Bad aber unglaublich entspannend ist, hab ich oft ein schlechtes Gewissen...

5) Ich dreh, sobald es nicht mehr eisig kalt ist (was es in meinem Heim aber den ganzen Winter ist ), auch die Heizungen in den gemeinsamen Räumen ab. Ich schalte über Nacht das Stockwerkslicht einfach im Sicherungskasten aus. Damit mach ich mich allerdings wieder etwas unbeliebt...

6) Bemüh mich, wenn ich daheim bin, Autofahrten zu vermeiden. Bin dabei aber grottenschlecht. Sooft ich kann, fahr ich mit dem Rad, aber 25 Autominuten zu meinem Freund oder 10 Autominuten zu meinem Arzt sind öffentlich oder mit dem Rad kaum zu bewältigen, mir aber "wichtig".

7) Ich recycle, alles was geht. Weil die Stockwerks-Mülltrennstation gleich neben meinem Zimmer steht, kann ich auch im Pyjama wegen einem Zettel A4 raus gehn.

8 ) Ich mach meinem Freund eine schwere Zeit, wenn ich ihn an einem Samstag 10 mal bitte, das Badezimmerlicht auszuschalten. Am Sonntag lass ich ihn dann in Ruhe, man kann ja nicht immer nörgeln... *gg*

9) Ich versuche, auch andere von meinen Überzeugungen zu begeistern. Mit mittelmäßigem Erfolg. Ich weiß noch nicht, wie ich das am besten machen soll. Einerseits will ich keinem das Gefühl geben, mich in private Dinge einzumischen oder die persönliche Freiheit zu beschränken. Andererseits tut es mir weh, wie egoistisch oder sorglos andere Menschen sein können. (viel Billiggemüse kaufen, die Hälfte verschimmeln lassen und dann, aus Geldmangel wieder Billiggemüse kaufen...). Auch ist es schwierig, andere zu überzeugen, nicht zu nerven. Und genervte Leute werden trotzig...

10) Ich tausche mich mit anderen Leuten mit ähnlichen Interessen aus, sammle Informationen um ständig da zu zulernen und nicht zu vergessen, wenns gerade bequemer wäre. Versuche mich Schritt für Schritt in kleinen Dingen um am Erfolg Energie für größere Projekte zu sammeln.

---

Viele von euch klingen sehr optimistisch und erfolgreich. Was sind denn eure Schwierigkeiten? Wo wisst ihr noch nicht, wie ihr etwas bewältigen sollt? Was waren eure größten Erfolge?
Ich freue mich, wenn ich bemerke, dass ich völlig ohne Nachdenken, Lichter ausschalte, oder dass ich auf Waren von weit her schon ersatzlos verzichten kann, ohne dass sie mir fehlen würden. Also, wenn ich mich an etwas, das früher schwer fiel, schon gewöhnt habe. Eine Nachbarin wollte von sich aus das Buch "Fast Nackt" lesen.


__________________
Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

27.08.2008, 22:56
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Phantom
Panthera lupus




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft: woanders
Niedersachsen (DE)
Beiträge: 1080
Phantom ist offline
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hm, wirklich was für die Umwelt tun, mache ich im Moment leider nicht. Bei Hartz IV fehlen mir einfach oft die Mittel. Ich bin für gewöhnlich schon froh, wenn ich mal das Geld fürn Bio-Brot, ein wenig Obst & Gemüse oder so habe, und mal beim Schlachter Fleisch aus der Region kaufen kann. Ist schon interessant, was plötzlich alles zu Luxus wird.

dann wollen wir mal:

- ich habe kein Auto, keinen Führerschein - bräuchte ich zwar dringend, aber kann ich mir einfach nicht leisten.

- zumindest nachts sind bei mir derzeit lediglich drei Geräte an (normal sogar nur 2, aber im Moment gehts nicht anders): Kühlschrank, Radiowecker und Telefon. Alle andern Geräte sind in diesen ausschaltbaren Steckerleisten, selbst mein DSL-Modem, wo jemand meinte, das sollte ich immer anlassen.

- bei Geräten, die ich nicht immer brauche (Mikrowelle, Videorekorder, Brotmaschine,Toaster), ist der Stecker immer rausgezogen und kommt nur solange in die Steckdose, wie ich das Gerät auch wirklich brauche.

- wenn ich mir z.B. doch mal ne Pizza mache oder was kleineres backe, kommt das in meine "Mikrowelle" (bei der die Mikrowellen zwar kaputt sind, aber Grill & Heißluft noch funktionieren) - die brauch ich nicht vorheizen und das backen geht deutlich schneller.

- ich backe mein Brot öfter mal selbst, dann brauch ich nicht extra in die Stadt fahren. Bei meinem Rezept geht das auch relativ schnell, (nicht im Brotbackautomat) der Ofen ist daher nie sehr lange an, ich lasse das Brot auch immer gut 1/3 der Zeit in der Nachwärme noch backen.

- wenn ich essen koche, dann meist für 2 - 4 Tage, das aufwärmen an den nächsten Tagen verbraucht längst nicht so viel Energie wie jeden Tag neu kochen.

- Energiesparlampen habe ich bisher keine. Mir fehlt meist das Geld dafür und das entscheidenste: es lohnt sich bei mir zumeist nicht. Ich habe nur in einem Raum länger das Licht an, anderswo meist nur kurz. Und nicht selten, wenn mal wieder die Birnen kaputt sind, habe ich auch lediglich Kerzen an, weil ich das viel schöner finde.

- Fleisch esse ich höchst selten, weil ichs mir halt nicht leisten kann und ich meist auch gar keine Lust drauf habe. Nur Wurst esse ich im Moment viel, da ich durchs arbeiten halt einfach mehr Hunger habe logischerweise.

- ich wasche meistens nur, wenn die Waschmaschine voll ist, aber in nem Single-Haushalt klappt das nunmal nicht immer. Daher habe ich aber ne Waschmaschine mit Mengenautomatik. Heißt: Bei weniger Wäsche verbraucht sie auch weniger Wasser. Vorwäsche mache ich nie, 90 Grad vielleicht 1 - 2 mal im Jahr (muß ich wegen meinem Kater) - aber da sammele ich dann halt immer, dass da die Maschine wirklich voll wird. Ansonsten meist bei 30-40 Grad, und z.B. die Katzendecken & empfindlichen Textilien, Teppiche, etc. mit Waschnüssen und nicht mit Waschmittel. Die Waschnüsse sind ja natürlich, so dass man sie auch einfach auf den Kompost geben kann.
Weichspüler nehme ich fast nie, da wir sehr weiches Wasser haben und bei den Waschnüssen braucht man z.B. sowieso keinen.

Heizen muß ich meine Wohnung leider schon des öfteren, da es doch recht kalt werden kann. Da helfen dann auch keine 2 Pullover übereinander nicht immer was. Und auch nachts muß ich im Winter öfter mal heizen auch wenn ich lieber ohne Heizung schlafe, weil ansonsten die Wohnung zu feucht ist.


- im Moment kann ich mein Obst wieder selber pflücken, an den Straßen hier gibts dutzende Obstbäume, deren Obst sonst eh nur verfault, weil keiner mehr Interesse daran hat.

- Kleidung kaufe ich nur höchst selten, so manches Teil ist 10 bis 15 Jahre alt. Für die Arbeit ist das oft noch gut genug.

- ich schminke mich nicht, etc., was eher damit zu tun hat, dass ich das meiste einfach nicht vertrage. (wenn ich sehe, wieviele Tuben, Fläschchen & Spraydosen manche allein zum stylen & schminken haben...)

- baden tue ich höchst selten, duschen auch nicht immer jeden Tag (wenn ich Arbeit habe natürlich schon öfter, wenn man da so durchgeschwitzt ist)

- ich "recycle" so manches: Kalenderblätter lassen sich auf der Rückseite oft prima beschreiben, da braucht man keinen extra Block; oder bei Motiv-Kalendern bastle ich Postkarten oder Briefumschläge aus den Blättern, manchmal auch aus Zeitungen.

- wenn ich mal wieder am Geschichten schreiben bin, bleibt der PC auch schonmal tagelang aus, weil ich da Papier & Stifte bevorzuge.


hm, unser Dorf bekommt nun tatsächlich eine Bioenergie-Anlage... aber unser Haus wird daran nicht angeschlossen. Ich finds echt blöd, dass jetzt alle so scharf auf Bioenergie sind, nur weil die Gaspreise so hoch sind und nicht, weil sie scheinbar was für die Umwelt tun könnten.
Und schade, dass diese auf den ersten Blick umweltfreundlichen Dinge nicht wirklich umweltfreundlich sind. Genausowenig verstehe ich, wieso in der Nachbarstadt Sonnenkollektoren auf Dächern verboten wurden, wo das doch bald Pflicht werden soll (bei Neubauten zumindest).


__________________

~ Wer sich vor dem Wolf fürchtet, der soll nicht in den Wald gehen. ~

27.08.2008, 18:13
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SUA-FAI
Feuertiger




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Herkunft: Indien neben der Elefantenkreuzung links
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SUA-FAI ist offline
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Also Ich bin in verschiedenen Tierschutzorganisationen Mitglied und auch Aktivist bei Kampangen von einer Tierschutzorganisation mit 4 Buchstaben und setzte mich soweit es in meiner Kraft steht für Tiere ein !

Natürlich recycle Ich  und spare Strom/Heizung und habe mein Licht durch Energiesparlampen ersetzt aber Ich fahre Auto (geht bei mir gar nicht anders sonst komm ich nicht zur Arbeit 50 km vom Wohnort entfernt) 

Mein Motto ist lieber viel an sich und sein Verhalten  selber verändern  und aktiv werden  als überall zu Spenden nur um das Gewissen zu erleichtern und nicht wissen was mit dem Geld geschied !

SUA-FAI

 


__________________
Gibt es Leben auf dem Mars ? NEIN
Gibt es Leben auf dem Mond ? NEIN
Gibt es Leben auf der Erde? NOCH

26.08.2008, 22:36
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Douma
Leopard(in)




Dabei seit: November 2007
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Niedersachsen (DE)
Beiträge: 205
Douma ist offline
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Oh je da tue ich ja, in gegensatz zu david, fast gar nichts. Aber etwas ist besser als gar nichts..


- ich habe auch kein Auto oder ähnliches, und auch keinen Führerschein

- ich Recycel natürlich auch

- ich spare Strom in den ich Standby vermeide, nicht sinnlos Computer ( Fernseh, Radio ect..) laufen lasse

- ich in keinem Raum das Licht brennen lasse wenn eh keiner drin ist, und ich habe überall in meiner Wohnung Energiesparlampen angebracht

-ich esse extrem wenig Fleisch, und wenn ist es Bio-Fleisch, ich esse keinen Fisch und keine Eier, und auch sonst kaufe ich häufig Biologisch ein

- ich Wasche nur, wenn die Waschmaschine wirklich voll ist und auch nur auf 60°C

- ich lasse nie unnötig das Wasser laufen

- im Winter Heize ich so wenig wie irgend möglich


__________________
Der Leopard ist unzweifelhaft die vollendetste aller Katzen... Ebenso schön wie gewandt, ebenso kräftig wie behend, ebenso klug wie listig, ebenso kühn wie verschlagen, zeigt er das Raubtier auf der höchsten Stufe.

Wo der Leopard vorkommt, führt man einen Vernichtungskrieg gegen ihn.

Dieser Beitrag wurde von Douma am 27.08.2008, 17:06 Uhr editiert.

26.08.2008, 20:23
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
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Beiträge: 2187
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Das ist nach langer Zeit mal wieder ein interessantes Diskussionsthema! Danke, liebe Tircia!

Das Buch kenne ich aber auch ich setze mich mit dem Thema auseinander. Es gibt Apsekte, da versuche ich ethisch zu leben, in anderen habe ich mich aber auch dagegen entschieden:

- ich recycle was ich kann
- Alte Kleider und Haushaltsgegenstaende spende ich
- wir haben Energie sparende Gluehbirnen und wenn was kaputt geht achten wir beim Ersatz auf Energie sparende Modelle
- ich spare Strom indem ich Musik am PC hoere waerend ich daran sitze und nicht PC *und* Sterio anhabe
- Ich ernaehre mich ovo-lakto-vegetabil
- lebensmittel kaufe ich grösstenteils biologische ein, direkt vom Bauern kriege ich jeden Donnerstag eine Kiste mit Produkten der Saison an die Tuer geliefert

ABER:

- Ich besitze und benutze ein Auto, obwohl unsere Busverbindungen gut sind und ich in dieser Jahreszeit auch eigentlich ab und zu mal radeln koennte - Zeit ist Geld fuer mich
- Ich bin momentan in keiner Tier- und Natuerschutzorganisation aktiv - Zeit ist Geld fuer mich
- In Puncto Urlaub moechte ich nicht auf Flugreisen verzichten - ich liebe das Mittelmeer und moechte auch ab und an mal heim nach Deutschland ohne gleich je einen ganzen Tag fuer An- und Abreise zu verlieren

TamedTigress

26.08.2008, 20:08
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david
Omega-Wolf



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Zitat:
Original von Tirica
Wer von euch setzt sich intensiv damit aus einander? Was tut ihr und wie geht es euch damit?
Wie reagiert euer Umfeld darauf? Seid ihr Einzelkämpfer oder habt ihr Gleichgesinnte?


ich setze mich natürlich stark mit diesem thema auseinander. konkret tue ich folgendes (die aufzählung ist natürlich unvollständig ):

- ich rezykliere fast alles (PET, glas, alu, metall, batterien, elektroschrott, grünzeug)
- ich besitze weder ein auto noch einen führerschein, obwohl ich ihn bereits seit jahren machen könnte
- zur fortbewegung benutze ich ausschliesslich meine füsse, das fahrrad oder den öffentlichen verkehr
- ich beziehe seit 5 jahren teuren öko-strom
- ich spare möglichst viel strom, indem ich alle geräte konsequent ausschalte (auch kein standby), wenn ich sie nicht brauche, ebenso das licht
- alle neu gekauften geräte sind ausschliesslich in der energieeffizientesten klasse
- unser haus wurde umgebaut, wobei die isolationen zwecks wärmedämmung (spart energie) massiv verstärkt wurden, alle scheiben sind 3-fach verglast, auf dem dach stehen solar-kollektoren
- ich schränke mich im vergleich zu früher beim urlaub massiv ein und fliege fast gar nicht mehr (das letzte mal vor drei jahren)
- ich ernähre mich ovo-lakto-vegetabil
- lebensmittel kaufe ich grösstenteils biologische ein. ausnahmen sind produkte, die es nicht als bio gibt, die ich aber trotzdem brauche
- bei lebensmittel und anderen produkten achte ich darauf, falls vorhanden nachhaltig hergestellte produkte zu kaufen
- ich lege mein gespartes geld in nachhaltigen aktien und fonds an (keine atomindustrie, keine gentechfirmen, keine firmen die gegen menschenrechte verstossen oder kinderarbeit zulassen, etc.)
- ich bin zahlendes mitglied in rund 10 natur- und tierschutzorganisationen
- ich arbeite bei drei naturschutzorganisationen aktiv im vorstand mit


__________________
ERST WENN DER LETZTE BAUM GERODET, DER LETZTE FLUSS VERGIFTET, DER LETZTE FISCH GEFANGEN, WERDET IHR MERKEN, DASS MAN GELD NICHT ESSEN KANN.

26.08.2008, 12:12
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Tirica
Ozelopardin




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Hallo!

Nach langer Zeit starte ich wieder einmal eine Diskussin hier. Das heißt, wenn ihr eine Diskussion daraus machen wollt.

Viele von euch machen sich über ähnliche Themen Gedanken, wie ich, vielleicht können wir hier Tipps, Ideen, Meinungen, Gedanken, ... austauschen.

Das was ich anstrebe, wird scheinbar auch "ethisch korrektes Leben" genannt. Dieser Begriff wirkt ziemlich hochgegriffen. Aber nachdem ich keinen besseren habe, muss ich dabei bleiben. Gemeint ist damit ein umwelt- und ein sozial-verträgliches Leben.

Es geht um Müllvermeidung, Biologischen Anbau (für die Umwelt und sich selbst), Vermeidung von CO2-Ausstoss, ... die üblichen Themen, aber auch um soziale Themen: In der Freizeit Gutes tun, keine ausbeuterischen Firmen unterstützen...

Wer von euch setzt sich intensiv damit aus einander? Was tut ihr und wie geht es euch damit?
Wie reagiert euer Umfeld darauf? Seid ihr Einzelkämpfer oder habt ihr Gleichgesinnte?

Vor kurzem habe ich zu diesem Thema ein Buch gelesen, das mich in vielen Punkten zum Nachdenken gebracht hat:
Fast Nackt - Mein abenteuerlicher Versuch, ethisch korrekt zu leben von Leo Hickman. (Sorry, den englischen Originaltitel weiß ich nicht).
Die Meinungen zu diesem Buch sind geteilt, und ja, es ist nicht perfekt. Aber ich habe weitere Ideen gewonnen, wo ich ansetzen kann, welche Fehler ich mache, ohne sie zu bemerken, aber ich habe auch gesehen, dass man vorsichtig sein muss, damit man nicht verbissen und verbittert oder eingebildet wird (sich für besser und korrekter hält).

Kennt jemand von euch das Buch? Wie ist eure Meinung?

Es würde mich freuen, hier auf Gleichgesinnte, oder auf "Weggefährten" zu treffen.

Liebe Grüße
Tiri-Tica


PS.: Über meinen Kampf gegen die Plastik-Taschen-Flut habe ich hier Folgendes geschrieben:
Zitat:
Ich bemühe mich, bei meinem täglichen Einkauf so wenige Sackerl (= Tüten und Taschen jeder Größe) wie möglich einzuheimsen. Leider bin ich oft schusselig und vergesse, welche von zu Hause mit zu nehmen. Ersatz für Stoff-Taschen ist schnell gefunden, entweder der Fahradkorb oder mein Uni-Rucksack halten dafür her. Schwieriger ist es schon mit den Obst- und Gemüsesackerln (diese dünnen, durchsichtigen, die leicht kaputt gehen). Die brauche ich dann doch wieder. Und dann nerve ich die Kassierinnen damit, dass ich die Preiszettelchen, die die Gemüsewaage produziert, alle eng neben einander auf die Griffe des Sackerls klebe. Immerhin will ich möglichst wenige Plastik-Sackerl brauchen, und diese wieder verwenden. Entweder, wieder zum Einkaufen, oder zum Einfrieren von Lebensmitteln.
In einer bestimmten Lebensmittelkette werden diese Gemüsesackerl an der Kasse als Gratis-Tragtaschen angeboten. Praktisch, aber bedenklich. In der Obstabteilung kosten sie natürlich auch nichts. Anders als die großen Tragtaschen.
Manchmal kann man es nicht vermeiden, eine große Plastiktasche verpasst zu bekommen. Besonders wenn sie, wie bei Modegeschäften gratis sind und wie die Rechnung immer gegeben werden. Auch diese Taschen verwende ich immer wieder. Entweder um meine Uni-Unterlagen bei Regen trocken zu halten, oder um alles mögliche zu transportieren. Leider verlieren sie bald die Farben, werden knittrig und unansehnlich. Ich will nicht wissen, was andere über mich denken, wenn sie mich damit aufkreuzen sehen!
Papiersackerl für Früchte bekomme ich nur auf dem Markt und im Bioladen. Zum Glück hält sich dieser Brauch aber noch in Bäckereien und Brotabteilungen. Auch Käse und Wurst kommen, wenn es sich um mehrere Päckchen handelt, in ein Papiersackerl. Die einzelnen Sorten sind aber immer in mit Plastik-beschichtetes Papier eingeschlagen. Schade, dass sie die trennbaren Folien aufgegeben haben. Auch die neue Regel, eingeschlagene Wurstsemmeln noch einmal in ein Sackerl zu geben, finde ich sinnlos.
Aber was solls. Man muss leben lernen, mit dem, was man nicht ändern kann. Auch wenns schwierig ist


__________________
Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

Dieser Beitrag wurde von Tirica am 25.08.2008, 21:55 Uhr editiert.

25.08.2008, 21:36
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