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Mainhard
Tripel-As




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Zitat:
Original von Moccaprinz
mit vwl hab ich nix am hut...

politik, bwl und recht reichen mir schon

und sicherlich - die politik wird beeinflusst ... aber umgekehrt gilt es auch - die politik beeinflusst ... wenn die welt einzig durch den willen der 100 größten konzerne determiniert werden würde, dann ist allein dabei schon fraglich, ob es sich um ein so "einheitliches" bild handeln würde oder ob es nicht zu konkurrenz der ideen zwischen diesen unternehmen kommen würde -> dies würde dann wieder die verhandlungsmacht der politik(er) stärken, was wiederum den determinismus wenn auch im begrenztem maße abschwächen würde ... und voilà wir sind nicht mehr nur durch die 100 größten unternehmen determiniert ...

"Wenn Du glaubst Du weißt es besser dann sage Ich Dir Glauben und Wissen sind wie zwei Waagschalen. In dem Maße wie die eine steigt, fällt die andere."

schönes zitat - von wem? das einzige was mir da noch fehlt: du weisst es besser "als"? das wort "besser" impliziert ja etwas komparatives ... ;-)

pace,

mocca


Genau. Alles hält sich die Waage. Hast recht.
Alles Fair und Demokratisch. Wir sind das Volk!


__________________
Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.

Freiheit ist, wenn Du nichts mehr zu verlieren hast.

http://www.nrdc.org/naturesvoice/
http://www.tierbefreier.de/home.html#
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/start.php4

01.07.2008, 22:12
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Moccaprinz
Tiger




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nur so viel mainhard...

wir sind hier alle tierfreunde ...


__________________
Pakistans letzte Leoparden

01.07.2008, 22:12
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Mainhard
Tripel-As




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Zitat:
Original von PattWór
@ David:
[besserwissermodus] Du meintest wohl eher die Konstitution einer Population [/besserwissermodus]

@ Meinhard:
Wenn ich mir deine Lösungsansätze zu Gemüte führe, dann graut es mich bei all der sozialen Kälte und amoralischen Denkansätze. Dein Modell hinkt in folgenden Punkten:
Du pledierst für die Abschaffung des Sozialen Systems. (Du wärst sicher der beste Freund von Altbundeskanzler Schröder, der der Totengräber des Sozialstaats gewesen ist und der von FDP und CDU/CSU). Wer sich also aus irgendwelchen Gründen auch immer nicht selbst versorgen kann, der soll sich hinsetzen und sterben. So in etwa hast du dir das gedacht? Das wird nur niemand machen, denn so ein suizitäres Verhalten widerspricht unserem Selbsterhaltungstrieb.
Desweiteren gehst du einfach mal davon aus, daß man jeden, der arbeiten kann, auch arbeiten läßt. Was ist denn mit dem großen Heer an Arbeitslosen, deren Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird, weil sie durch Rationalisierungsmaßnahmen überflüssig wurden? Ich weiß ja nicht, ob du es erotisch findest, in einer Gesellschaft zu leben, in der du schwer bewaffnet zum Einkaufen fahren mußt, um dich dem Heer der Hungerleider erwehren zu können, die dir für einen Happen das Fell über die Ohren ziehen.

Eine weitere Frage: Wie kommst du eigentlich darauf, daß der Mensch sich aus dem natürlichen Evolutionsprozess herausgelöst hat? An was machst du eigentlich fest, was ein "natürlicher" Selektionsfaktor ist und was nicht?
Der Mensch ist doch Teil des Universums, er ist sogar Teil der hiesigen Biosphäre, denn sein Fortbestehen ist abhängig von den hier vorherrschenden Umweltbedingungen.
Deine Argumentation deutet auf ein recht eingeschränktes Verständnis des Evolutionsvorgangs hin. Ist dir eigentlich bewußt, daß innerhalb eines Zeitraums von wenigen Mollionen Jahren nur knapp 10% der Spezies überdauern? Daß Spezies aussterben und durch erfolgreichere "Modelle" ersetzt werden, ist also ein vollkommen natürlicher Vorgang.

Die großen Probleme der Menschheit, die du angesprochen hast, sind natürliche Selektionsfaktoren, die darüber entscheiden werden, ob der Mensch ein evolutives Erfolgsmodell ist, oder nicht. Schafft er es nicht, sie zu lösen, wird er aussterben und sich in die lange Reihe der evolutiven Fehlschüsse einreihen.

Auch die Ökologie kann von den Erkenntnissen der Quantenphysik profitieren. Denn sie lehrt uns, daß die bloße Anwesenheit eines Beobachters das zu beobachtende System beeinflußt. Soll heißen, jede Spezies, sei sie noch so klein und "natürlich", beeinflußt die Lebensbedingungen seiner Umgebung. Der Mensch tut das eben in einem etwas größerem Rahmen. Wo ist die Verhaltensweise eines Menschen da unnatürlich?
Es ist sehr wahrscheinlich, daß wenn eine andere Spezies, sagen wir mal der Wolf oder der Tiger, die selben cognitiven Fähigkeiten erlangt hätte, diese Spezies vor den selben Problemen wie Homo Sapiens jetzt stünde.


Sarkasmus scheint deine Stärke zu sein. Hoffe ich zumindest.

Von hinsetzen und sterben war nie die Rede, die arbeitslosen überlässt Du lieber mir, da kenne ich mich besser mit aus. Mit denen hab ich jeden Tag zu tun. Und schwer bewaffnet Einkaufen ? Zu viel Mad Max geguckt wie? Das beste ist das hier  „durch erfolgreichere "Modelle" ersetzt werden“ Na dann hoffe ich mal das Du nie einem erfolgreicheren Model begegnest das Dich ersetzen wird. Der Terminator lässt grüßen. Klingt für mich wie zu viel DVD am Samstag Abend.

Du denkst wirklich wir Menschen sind noch Teil eines Ökosystems? Und Du siehst nicht welch unnatürliches Verhalten wir jeden Tag in den Medien zu sehen bekommen? Für Dich ist das alles ein vollkomener natürlicher Vorgang? Du bist ein Witzbold, echt.

Was regen wir uns hier eigentlich auf? Shit happens! Weiter gehts wie? Alles i.o.! Und überhaupt hätten ja der böse Wolf und Co. genauso gehandelt wenn sie nur könnten. Von daher... es hat halt uns erwischt.

Und wir finden doch für alles eine Rechtvertigung. Egal ob Überbevölkerung, Tierversuche, Massentierhaltung oder sonst was. Alles natürlich. Unser Evolutionäre Erfolg gibt uns ja recht. Never change a winning team!

Fehlt nur noch das eine mit "es ist Gott gewollt" ankommt. Dann hau ich aus dem Forum aber schnell ab :-(

Hey PattWór, noch was zum Schluß: meine "sozialen Kälte und amoralischen Denkansätze" sind doch auch ganz natürlich und Evolutionär gewollt ;-) Bin doch auch nur ein Mensch und Teil in einem Ökosystem.

Oder wir war das?

Für mich ist das Thema hier durch.
Hatten diese Fälle ja schon mehrmals wo z.B. Inder einen Leoparden totprügelten oder ein halb verhungerter Wolf von verängstigten Türken zu tode gefolltert wurde.


Wenn ich an diese Berichte denke und dann die Meinungen hier lese dann bestätigt sich meine Vermutung in Bezug auf vieles.

Wie sagte Schoppenhauer: Nicht erbarmen sondern Gerechtigkeit schulden wir den Tieren.


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01.07.2008, 22:09
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Moccaprinz
Tiger




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mit vwl hab ich nix am hut...

politik, bwl und recht reichen mir schon

und sicherlich - die politik wird beeinflusst ... aber umgekehrt gilt es auch - die politik beeinflusst ... wenn die welt einzig durch den willen der 100 größten konzerne determiniert werden würde, dann ist allein dabei schon fraglich, ob es sich um ein so "einheitliches" bild handeln würde oder ob es nicht zu konkurrenz der ideen zwischen diesen unternehmen kommen würde -> dies würde dann wieder die verhandlungsmacht der politik(er) stärken, was wiederum den determinismus wenn auch im begrenztem maße abschwächen würde ... und voilà wir sind nicht mehr nur durch die 100 größten unternehmen determiniert ...

"Wenn Du glaubst Du weißt es besser dann sage Ich Dir Glauben und Wissen sind wie zwei Waagschalen. In dem Maße wie die eine steigt, fällt die andere."

schönes zitat - von wem? das einzige was mir da noch fehlt: du weisst es besser "als"? das wort "besser" impliziert ja etwas komparatives ... ;-)

pace,

mocca


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01.07.2008, 21:51
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Mainhard
Tripel-As




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Zitat:
Original von Moccaprinz
also nachdem ich jetzt deinen beitrag gelesen habe, ist mir bewusst geworden, dass mein studium sinnlos ist - 100 unternehmen steuern die welt - mehr muss man nicht wissen.

btw. hast du mir noch nicht auf die frage mit den indern geantwortet oder hab ich da irgendwas übersehen?

p.s.: ich gebe mein studium trotzdem nicht auf


Glaubst Du nicht wie? Denkst Du unsere Spitzen Politiker leben von Ihren Diäten? Glaubst Du sie gehen nach verlorenen Wahlen in Rente nachdem Sie für Ihre Lobbyisten die Weichen für Wirtschaftspolitische Bedingungebn geschaffen haben. Ich könnte Dir locker mehrere Top Politiker aufzählen die noch während Ihrer Amtszeit Gesetze zugunsten Ihren Firmen beschlossen haben! Gesetze die Millionen einbrachten. Meißt auf Kosten der Umwelt und der Allgemeinheit! Und diese Lobbyisten repräsentieren nicht 10000 kleiner Pommesbuden sondern Weltkonzerne die so gut wie alle unsere Güter produzieren. Ca. 100 Fa. "sponsern" weltweit die Politiker. Und die machen genau das was die Wirtschaft will. Mal mehr in die eine Richtung mal mehr in die andere. Hin und wieder gibt es da sogar was für den kleinen Mann zu feiern.

Klick Dich mal durch alle Produkte die diese Fa.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Unternehmen_der_Welt

produzieren.

Dann weißt Du warum Schäuble Biometrische Daten erfassen wil, warum z.B. Wolfgag Clemes die Überlassungsbefristung bei der Zeitarbeit gekippt hat und Schröde die Russland Beziehungen in Bezug auf Energietransfers gepuscht hat.

Wenn Du glaubst Du weißt es besser dann sage Ich Dir Glauben und Wissen sind wie zwei Waagschalen. In dem Maße wie die eine steigt, fällt die andere.

Viel Spaß bei VWL.


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01.07.2008, 21:34
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PattWór
Crond'Llor




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@ David:
[besserwissermodus] Du meintest wohl eher die Konstitution einer Population [/besserwissermodus]

@ Meinhard:
Wenn ich mir deine Lösungsansätze zu Gemüte führe, dann graut es mich bei all der sozialen Kälte und amoralischen Denkansätze. Dein Modell hinkt in folgenden Punkten:
Du pledierst für die Abschaffung des Sozialen Systems. (Du wärst sicher der beste Freund von Altbundeskanzler Schröder, der der Totengräber des Sozialstaats gewesen ist und der von FDP und CDU/CSU). Wer sich also aus irgendwelchen Gründen auch immer nicht selbst versorgen kann, der soll sich hinsetzen und sterben. So in etwa hast du dir das gedacht? Das wird nur niemand machen, denn so ein suizitäres Verhalten widerspricht unserem Selbsterhaltungstrieb.
Desweiteren gehst du einfach mal davon aus, daß man jeden, der arbeiten kann, auch arbeiten läßt. Was ist denn mit dem großen Heer an Arbeitslosen, deren Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird, weil sie durch Rationalisierungsmaßnahmen überflüssig wurden? Ich weiß ja nicht, ob du es erotisch findest, in einer Gesellschaft zu leben, in der du schwer bewaffnet zum Einkaufen fahren mußt, um dich dem Heer der Hungerleider erwehren zu können, die dir für einen Happen das Fell über die Ohren ziehen.

Eine weitere Frage: Wie kommst du eigentlich darauf, daß der Mensch sich aus dem natürlichen Evolutionsprozess herausgelöst hat? An was machst du eigentlich fest, was ein "natürlicher" Selektionsfaktor ist und was nicht?
Der Mensch ist doch Teil des Universums, er ist sogar Teil der hiesigen Biosphäre, denn sein Fortbestehen ist abhängig von den hier vorherrschenden Umweltbedingungen.
Deine Argumentation deutet auf ein recht eingeschränktes Verständnis des Evolutionsvorgangs hin. Ist dir eigentlich bewußt, daß innerhalb eines Zeitraums von wenigen Mollionen Jahren nur knapp 10% der Spezies überdauern? Daß Spezies aussterben und durch erfolgreichere "Modelle" ersetzt werden, ist also ein vollkommen natürlicher Vorgang.

Die großen Probleme der Menschheit, die du angesprochen hast, sind natürliche Selektionsfaktoren, die darüber entscheiden werden, ob der Mensch ein evolutives Erfolgsmodell ist, oder nicht. Schafft er es nicht, sie zu lösen, wird er aussterben und sich in die lange Reihe der evolutiven Fehlschüsse einreihen.

Auch die Ökologie kann von den Erkenntnissen der Quantenphysik profitieren. Denn sie lehrt uns, daß die bloße Anwesenheit eines Beobachters das zu beobachtende System beeinflußt. Soll heißen, jede Spezies, sei sie noch so klein und "natürlich", beeinflußt die Lebensbedingungen seiner Umgebung. Der Mensch tut das eben in einem etwas größerem Rahmen. Wo ist die Verhaltensweise eines Menschen da unnatürlich?
Es ist sehr wahrscheinlich, daß wenn eine andere Spezies, sagen wir mal der Wolf oder der Tiger, die selben cognitiven Fähigkeiten erlangt hätte, diese Spezies vor den selben Problemen wie Homo Sapiens jetzt stünde.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


01.07.2008, 18:57
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Moccaprinz
Tiger




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Zitat:
Original von david

nichts desto trotz bin ich zuversichtlich, da der mensch trotz allem nur ein tier in einem begrenzten lebensraum ist und naturgesetze auch für uns gelten. konkret heisst dies, dass jeder lebensraum nur eine begrenzte kapazität hat. wird dies kapazität überschritten, hat dies eine nahrungsknappheit und eine verschlechterung des lebensraumes zur folge, wodurch die gesamtkondition der population abnimmt (unterernährung, krankheiten, etc). das hat zur folge, dass die sterblichkeit, z.b. aufgrund klimatischer einflüsse, rapide zunehmen wird und die population dadurch gesenkt wird. beispiel reh: gibts mehr rehe als der lebensraum zulässt, sind die tiere bei schlechterer kondition und ein strenger winter wird massiv mehr fallwild zur folge haben, als dies bei einer kleineren population der fall wäre. die natur ist eben effizient, aber auch brutal.

also, die natur wirds schon richten


zum einen - sehr viel gutes, was du schreibst :-) erinnert mich echt bissle an das buch "und mehret euch", da viele thesen da auch wieder auftauchen. (auch wenn die prognose-technik mich nicht ganz überzeugt ;-))

zu dem letzten abschnitt noch kurz:

ich hab mal gehört, dass in den megacities dieser welt die fruchtbarkeitsrate bereits jetzt im sinken begriffen ist (ähnlich wie bei feldern mit einer zu hohen feldmaus-population) ... durch erhöhten stress und schlechtere umweltbedingungen verschlechtert sich die fruchtbarkeit ... mal sehen, was daraus wird.

grüße mocca


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Pakistans letzte Leoparden

01.07.2008, 18:44
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Moccaprinz
Tiger




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also nachdem ich jetzt deinen beitrag gelesen habe, ist mir bewusst geworden, dass mein studium sinnlos ist - 100 unternehmen steuern die welt - mehr muss man nicht wissen.

btw. hast du mir noch nicht auf die frage mit den indern geantwortet oder hab ich da irgendwas übersehen?

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Pakistans letzte Leoparden

01.07.2008, 18:38
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david
Omega-Wolf



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david ist offline
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so, und nun mische ich mich auch mal wieder in die diskussion ein. die frage, ob die tötung des tigers gerechtfertigt war, ist ja abgehakt und jetzt wirds mit dem thema überbevölkerung eigentlich erst richtig interessant.

grundsätzlich gebe ich sowohl mainhard als auch moccaprinz recht. die ohne unterbruch anwachsende weltbevölkerung ist m.e. ohne zweifel das mit abstand grösste umweltproblem, vor dem die menschheit steht. umweltprobleme wie klimawandel, ausdehnung der landwirtschaftsflächen, abholzung, chemische verschmutzung, überfischung der weltmeere, usw. sind alles nur folgeprobleme. ursache ist und bleibt im kern immer die globale überbevölkerung. gefördert wird dieses grenzenlose wachstum einerseits zwar auch von den armen bevölkerungsschichten, meiner meinung nach ist jedoch primär das globale wirtschaftssystem dafür verantwortlich. einerseits wird von allen staaten ein weiteres wirtschaftswachstum gefordert, welches in vielen ländern auch stattfindet und den lebensstandart der menschen dort erhöht. das klingt zwar gut, ist jedoch praktisch immer auch an einen erhöhten ressourcenverbraucht gekoppelt. andererseits wachsen besonders die entwicklungsländer stark an was die bevölkerungszahl betriftt, jedoch nimmt der lebensstandart kaum zu. grund ist das armutsproblem, welches dazu führt, dass die menschen deutlich mehr kinder haben. dies ist teilweise sicher auch hausgemacht, da stammesfehden besonders in afrika eine stabile politische lage verhindern und somit armut fördern. anderseits sind aber auch die industrienationen und besonders die WTO dafür verantwortlich, da wir die märkte nach afrika einseitig öffnen, damit wir exportieren können, was überflüssig ist, jedoch auf alle unseren einheimischen produkten hohe schutzzölle aufschlagen um uns abzuschotten. damit tragen wir sehr direkt zur verarmung von afrika und allgemein den entwicklungsländern bei.

die wesentlichen probleme sind wie von mainahrd angeführt also die wachsende bevölkerung und der erhöhte pro-kopf-ressourcenverbrauch.

moccaprinz gebe ich insofern auch recht, dass diese ganze problemanalyse nichts an der tatsache ändert, dass ein armer bauer in indien nach wie vor darauf angewiesen ist, möglichst viele kinder zu zeugen, damit er im alter überhaupt überleben kann. zu sagen, dass er halt einfach vorher sterben sollte, da in der natur alte individuen kaum überleben, mag evolutionär und biologisch betrachtet richtig sein, jedoch ist dies aufgrund der heute vorherrschenden moralischen vorstellungen völlig unrealistisch. um die geburtenrate in den entwicklungsländern zu senken, haben sich bisher zwei methoden halbwegs bewährt: bildung für frauen (bei männern hats nicht gebracht...) und die einführung eines sozialversicherungssystemes. letzteres ist aber sehr aufwändig und braucht viele begleitmassnahmen (registrierung der menschen, fetser lohn, etc.). auf die schnelle wird sich sowas kaum umsetzen lassen.

aus meiner sicht das grössere problem ist jedoch, dass der pro kopf verbrauch von diversen ressourcen (v.a. im energiebereich und im landverbrauch) steigen und auch weiterhin steigen werden. zwar reden alle von energieeffizienz, aber das problem ist, dass energieffizienz sich für die (energie-)wirtschaft nicht lohnt. für privathaushalte würde mehr effizienz jedoch finanziell viel bringen, ohne dass der lebensstandart zurückgehen würde. angenommen es gelingt, das bevölkerunsgwachstum zu stoppen, stünden wir aber nach wie vor vor dem problem, dass alle 6.5 milliarden menschen mehr luxus wollen. besonders die entwicklungsländer werden berechtigterweise auf eine angleichung an uns westliche länder pochen. das wird jedoch gravierende ökologische folgen haben.


ich bin im prinzip grundsätzlich nicht der meinung, dass es für alle probleme eine lösung gibt und so bin ich auch nicht der meinung, dass wir in absehbarer zeit das problem der überbevölkerung in den griff bekommen werden. nicht etwa, weil es nicht möglich wäre, sondern weil es zu häufig am willen fehlt und weil die, die vond er jetzigen situation profitieren, sich mit aller gewalt dagegen stemmen werden.

nichts desto trotz bin ich zuversichtlich, da der mensch trotz allem nur ein tier in einem begrenzten lebensraum ist und naturgesetze auch für uns gelten. konkret heisst dies, dass jeder lebensraum nur eine begrenzte kapazität hat. wird dies kapazität überschritten, hat dies eine nahrungsknappheit und eine verschlechterung des lebensraumes zur folge, wodurch die gesamtkondition der population abnimmt (unterernährung, krankheiten, etc). das hat zur folge, dass die sterblichkeit, z.b. aufgrund klimatischer einflüsse, rapide zunehmen wird und die population dadurch gesenkt wird. beispiel reh: gibts mehr rehe als der lebensraum zulässt, sind die tiere bei schlechterer kondition und ein strenger winter wird massiv mehr fallwild zur folge haben, als dies bei einer kleineren population der fall wäre. die natur ist eben effizient, aber auch brutal.

also, die natur wirds schon richten


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ERST WENN DER LETZTE BAUM GERODET, DER LETZTE FLUSS VERGIFTET, DER LETZTE FISCH GEFANGEN, WERDET IHR MERKEN, DASS MAN GELD NICHT ESSEN KANN.

01.07.2008, 15:54
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Mainhard
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Original von Moccaprinz
aha, ok. sicher, das ist eine möglichkeit.

so lang zu leben bis seine zeit gekommen ist.

die sache ist nur, dass diese art "zu leben" vielleicht nachhaltig sein mag, aber doch auch gegen die "natur" des lebewesens mensch geht ... denn genauso wie ein tier ist ein mensch im regelfall nicht dazu bereit sein leben zu verkürzen, wenn er eine möglichkeit hat es zu verlängern. aus diesem grund zu sagen, dass die menschen einfach "sollen" finde ich nicht nur unrealistisch, sondern in gewisser weise auch herabwürdigend. wie gesagt - du & ich leben in einer gesellschaft, in der wir uns leicht sagen können, dass wir auf etwas verzichten wollen und auch können, aber das bedeutet in keinster weise, dass man das auf andere gesellschaften projezieren kann.

fakt ist: anderen menschen geht es nicht so gut und wenn die entscheidung zu fällen ist, ob das tier oder man selbst stirbt, dann wäre es sehr unwahrscheinlich, dass der mensch sich opfert (genauso wie ein tier übrigens sich nicht gerne auffressen lässt)....

viel spaß beim arbeiten

ich geh jetzt was über die ungerechte wirtschaftsordnung lernen


Da braucht ma nicht viel zu lernen. Unsere Politik wir von ca. 100 Großunternehmen gesteuret. Wärend der Amtszeit und danach richten unsere Politiker die Gesetze und Rahmenbedingungen so aus wie die Lobby Ihres jetzigen Zusatzbötchengebers (oder künftigen Arbeitgebers nach einer verlorenen Wahl) gerne hätten. Der Bevölkerung wird dies möglichst schmackhaft verkauft um das max an gewählter Amtszeit rauszuholen.

Die direkten Zusammenhänge sind oft peinlich offensichtlich :-(

Zu der "Natur" des Menschen: Da ist nichts mehr übrig, zumindest bei uns nicht. Diesen Anspruch können wir nicht mehr geltend machen. Der Vergleich mit einem Tier das ein funtionierendes Rädchen im Ökosystem ist hinkt gewaltig :-(

Herabwürdigend ist einzig das wir unser Leben und unseren jetzigen Standart auf garusame Art und Weise über unsere Mitgeschöpfe "finanzieren". Da ist nichts natürliches drann.

Wir sind schon lange kein Teil der Natur mehr. Wir haben uns von unserem Ursprung so weit wegbewegt das wir kaum noch etwas von einem Tier haben.

Und ob ich oder ein Tier sterben soll in eine Gefahrensituition stellt sich hier auch nicht. Keine Ahnung wie Du darauf kommst? Hier ging es um einen Rachefeldzug gegen ein Tier dessen Lebensraum täglich kleiner wird, das wahrscheinlich Hunger leidet. Und um Menschen die dafür verantwortlich sind. Sie targen die Verantwortung für das Leid, nicht das Tier das Opfer einer Lebensfeindlichen Welt ist.

Dessen Art vor der Ausrottung steht!

Und Opfern muß sich zudem auch kein Mensch.
Wie Du auf diese Äußerung kommst ist mir schleierhaft!

Nur sollten einige, die sich für Gottähnliche Krönungen der Schöpfung halten und die meinen es wäre "unnatürlich" und soooo böse wenn ein hungriges Tier Beute (gezwungener Maßen!) in einem Menschen oder Nutzvieh sieht mal an die eigene Nase fassen wenn sie das nächste mal in Ihr Pausenbrot beißen, zu MC Doff watscheln oder sich eine Tiefkühlpizza gönnen und diese mit nem leckeren und so gesundem Schluck Milch runterspülen welche grausamne Qualen sie damit verursachen.

Wer bringt hier Mailliardenfach und zwar täglich Opfer?!

Aber das wir deutsche nicht besser sind zeigt unsere eigene Vergangenheit in Bezug auf die Ausrottung von Arten die uns gefährlich werden können.

Bruno läßt grüßen.

1 Bär
82 Mil. Deutsche

Und die frage was wäre wenn deine Schwester, Mutter alte Leute oder kleine Kinder getötet werden?

Der Bär muß sterben. Rein aus Prophylaxe. Und wenn der letzte seiner Art gewesen wäre. Das Argument "was wäre wenn" zieht immer!

Denn er hat ja die "natürliche" Scheu vor einem Wesen verloren das er locker im vorbeigehen zerfleischen könnte.....

Da muß man sich nicht fragen wiso Wolf Bär Lux und Co. augerottet wurden :-(

Na ja im Zoo ist ja ok. Schön hinter Gittern zur belustigung. Da lernt man ja auch so viel über die Tiere.
Dient ja der Bildung und so.

Und wenn mal doch was passiert kann man das "wildgewordene" Zoo Tier immer noch umbringen.

Gruß


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