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SUA-FAI
Feuertiger




Dabei seit: Juni 2007
Herkunft: Indien neben der Elefantenkreuzung links
Bayern (DE)
Beiträge: 281
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An den Beispielen  sieht man mal wieder das sich keiner die Mühe mach auch nur ansatzweise zu helfen !( gemeind sind die Behörden) dann wird gleich gesagt : Dafür sind wir nicht zuständig ,oder wenden sie sich bitte an ....und diese Leute das gleiche sagen...dafür sind wir nicht zuständig ! ist echt traurig wenn man mal Hilfe brauch und dann so im Regen stehen gelassen wird weil sich keiner von den Leuten mal einsetzt und Hilfe anbietet !

SUA-FAI


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Gibt es Leben auf dem Mars ? NEIN
Gibt es Leben auf dem Mond ? NEIN
Gibt es Leben auf der Erde? NOCH

24.11.2007, 15:52
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
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David,

wie bereits geschrieben, habe ich den Igel zunächst auf den Gehweg, in die unmittelbare Nähe einer bepflanzten Randfläche gesetzt und mich auch von dem Tier entfernt. Als sich der Igel aber auch nach etwa 10-15 Minuten nicht bewegt hatte, habe ich für mich die Feststellung getroffen, dass mit dem Tier etwas nicht stimmen kann. Der Igel mag unverletzt gewesen sein, allerdings verfüge ich nicht über die erforderliche Sachkunde, eine derartige Diagnose stellen zu können. Mir erschien dieses Verhalten atypisch und aus diesem Grund wollte ich, dass entsprechend erfahrene Menschen das Tier begutachten.

Ja, es war "nur" ein Igel. Vielleicht wäre es weniger "elefantisch" gewesen, wenn eine Katze apathisch auf der Strasse gesessen hätte, aber da hat halt jeder seine eigene Einstellung.

Es ging mir eigentlich auch eher darum, mit meinem Beitrag aufzuzeigen, wie unzuständig sich entsprechende Stellen fühlen, wenn es um Wildtiere geht.


__________________

... and yesss ... my rage ...
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21.11.2007, 08:27
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nettwork
Panthera leo




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Ich gebe David recht, dass man nicht jedem Wildtier helfen muss.
ABER
Man muss jedem Menschen helfen! Das ist zumindest der Ansatz des Wildtiermanagements. Wenn man Leute mit ihren Fragen und Sorgen nicht ernst nimmt, dann wird man nicht ernst genommen.
Das nächste Mal wird diese Frau sicher nicht den offiziellen Weg wählen. Dann wird das Geschrei groß sein, weil die zuständigen Einrichtungen natürlich auf Hinweise angewiesen sind - sonst kann man sie gleich abschaffen.
Was gibt es Schöneres als die Diagose ''alles in Ordnung''?
Diese Frau wird nicht zwischen apathischem Verhalten und Tollwut unterscheiden können, also hat sie verdient ernst genommen zu werden. Das ist für mich keine Angelegenheit des Tierschutzes, sondern auch des Artenschutzes und der Meinungsbildung.


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
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20.11.2007, 18:47
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david
Omega-Wolf



Dabei seit: März 2005
Herkunft: Schweiz

Beiträge: 284
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für mich zeigen beide fälle, sowohl der fuchs in wien wie auch der igel, dass viele leute aus einer mücke schnell mal einen elefanten machen.

zugegeben, der fuchs auf dem bild sieht schon etwas struppig aus und das fell ist relativ blass. aber offensichtlich krank oder verletzt war er ja anscheinend nicht. grundsätzlich sollte man wildtiere auch in der stadt einfach mal in ruhe lassen. dass füchse in siedlungen kaum mehr scheu zeigen ist bekannt und dieses exemplar hat es sich offensichtlich an einem sonnigen plätzchen gemütlich gemacht. wo liegt denn das problem??? bei uns laufen auch ab und zu füchse und marder im garten rum. ein problem wäre, wenn der fuchs aggressiv wäre, sogar ins haus kommen würde oder etwas kaputt machen oder sogar haustiere angreifen würde. dann müsste man eingreifen. aber in diesem fall - nicht wirklich.

auch beim igel finde ich die reaktion auch etwas übertrieben. tatsächlich leben igel in unseren städten sehr gefährlich und nur allzuhäufig werden sie leider von autos bzw. deren fahrern getötet. wenn aber ein zusammengerollter igel auf der strasse liegt, genügt es erfahrungsgemäss, ihn in die nächste hecke oder strauchgruppe zu setzen. ich habe zweimal einen zusammengerollten igel auf der strasse gefunden, einmal auf dem bürgersteig und einmal direkt auf der fahrbahn. beide waren äusserlich unverletzt. ich weiss es zwar nicht mit sicherheit, aber ich vermute sehr stark, dass sie bei der überquerung von einem auto überrascht worden sind und sich dabei instinktiv zusammengerollt haben. wahrscheinlich spielt die schockwirkung auch eine rolle und sie bleiben wie gelähmt liegen. beide male setzte ich die igel unter einen nahegelgenen strauch, wo sie geschützt waren. einer entrollte sich nach etwa 5 bis 10 minuten wieder und ging langsam weiter. der zweite entrollte sich nicht mehr am abend (beide igel entdeckte ich spätabends), war aber am nächsten morgen weg. für mich ist klar, dass diese igel nicht darauf angewiesen sind, in pflege oder tierärztliche behandlung zu kommen, da sie nicht verletzt sind.

beim tot aufgefundenen fuchs im feld überrascht mich hingegen die reaktion der behörden. bei uns in der schweiz ist es pflicht, alles fallwild wegzuräumen, da verseuchung des grundwassers oder ausbreitung von tierseuchen befürchtet wird. dass ein toter fuchs nicht weiter untersucht wird, ist noch verständlich, da täglich tausende tote füchse anfallen und es unsummen verschlingen würde, alle zu untersuchen. auf jeden fall ist normalen spziergängern nicht zuzumuten, totes wild zu beseitigen. das sollten wirklich die örtlichen jäger oder die landwirte erledigen, denen das feld gehört.

aber alle fälle, ob die reaktionen der finder nun richtig waren oder nicht, zeigen, wie verworren und unübersichtlich der ganze behördenapparat ist und v.a. wie schlecht er funktioniert.


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ERST WENN DER LETZTE BAUM GERODET, DER LETZTE FLUSS VERGIFTET, DER LETZTE FISCH GEFANGEN, WERDET IHR MERKEN, DASS MAN GELD NICHT ESSEN KANN.

20.11.2007, 13:59
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Etwas in der Art ist mir vor Jahren auch passiert. Da sass abends gegen 22:00 ein Igel zusammengerollt auf der Strasse. Ich habe angehalten, nach dem Tier geschaut und den Igel, nachdem er keine Anstalten machte, selbständig weiterzulaufen mit Hilfe einer Fussmatte aus dem Auto auf den Gehweh gesetzt. Ich habe mich entfernt, um zu sehen ob er sich nun endlich ins nahegelegene Gestrüpp in "Sicherheit" bringt. Nix, er blieb zusammengerollt da sitzen (und JA er lebte).

Also habe ich den Igel ins Auto gepackt und bin zum Tierheim gefahren. Notklingel - keine Reaktion - Nachdem ich da also relativ erfolglos war und auch nach geraumer Zeit niemand auf mein mehrmaliges Klingeln reagiert hatte, bin ich zur örtlichen Tierklinik gefahren.

Ich schilderte den Fall (auch, dass ich zuvor erfolglos beim städtischen Tierheim geklingelt hatte) und sollte eine Patientenkarte ausfüllen. Ich sagte, das sei nicht mein Tier, ich könne also keine Angaben zu dem Tier machen und wolle auch nicht der Rechnungsempfänger für die Behandlung sein.

Ich machte deutlich, dass dem Tier geholfen werden muss und dass für Wildtiere ja wohl die Stadt zuständig sei und nicht ich. Nach langem hin und her (ohne gültig ausgefüllte Patientenkarte keine Behandlung ... bla) hatte ich die Nase voll, habe den Igel am Empfang vor die Theke gesetzt und die Tierklinik verlassen. Ich kann nur hoffen, dass man sich um das Tier gekümmert und es nicht einfach "entsorgt" hat.

Ich würde jederzeit wieder so handeln (egal, um welches Tier in Not es sich handelt), mir jedoch auf keinen Fall irgendwelche Behandlungskosten für ein Tier, das nicht zu meinem Haushalt gehört, ans Bein binden lassen.

Ach, da fällt mir ein, eine "Fuchsgeschichte" habe ich auch erlebt. Beim Spaziergang mit meinen Hunden entdeckte ich einen toten Fuchs. Er sah unverletzt aus und es kam mir doch sehr merkwürdig vor, dass ein Fuchs sich einfach mal zum Sterben offen in die Wiese legt. Zu Hause angekommen rief ich beim Veterinäramt an, meldete den toten Fuchs und wollte, dass man ihn abholt. Da sagte mir der gute Mann, ich könne ja den Fuchs in einen Müllsack packen und ihn selbst dort enfernen, er bzw. die Stadt sei dafür nicht zuständig, weil der Fundort in den Ruhrwiesen eben nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung fiele.

Ich dachte, ich höre nicht recht und sagte deutlich, dass ich das Tier ganz sicher nicht anfassen oder gar dort wegholen würde und fragte, ob solche Tiere nicht untersucht werden müssten (Tollwut, Fuchsbandwurm o.ä.) Ich bekam zur Antwort, dass tote Füchse nur stichprobenartig untersucht werden würden und dass bei den bisher untersuchten Tieren kein/e Tollwut und/oder Fuchsbandwurmbefall festgestellt worden sei.

Als ich dann fragte, ob er mir den Jagdpächter (dort wurde zu der Zeit regelmässig gejagt) nennen könnte, damit dieser gegebenenfalls das tote Tier enfernt, bekam ich zur Anwort, dass man nicht wüsste, wer dort jagt.

Reichlich entnervt beendete ich das Gespräch ohne auch nur irgend etwas erreicht zu haben.


Fazit: Hoch lebe die Bürokratie und das Nicht-Zuständig-Sein :/


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20.11.2007, 10:16
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nettwork
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Fuchs ohne KrankenversicherungAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Wie der Standard berichtet, kam am 13. November ein Fuchs einer Frau in Wien / Penzing sehr Nahe. Das (auch auf dem Foto) nicht gesund wirkende Tier nutzte die Sonnenstrahlen aus und machte es sich vor der Terrassentüre bequem.
Da das Tier nicht fit war und ungewöhnlich lang liegen blieb und die Frau durch die Türe einfach anschaute, begann diese Frau einen Hürdenlauf, um tierärtzliche Hilfe zu bekommen.
Nicht zuständig fühlten sich:


  • Tierschutzhotline (''Wenn er verendet ist holen wir ihn'')
  • Tierschutzhaus
  • Tierrettung (''Kein Haustier in Not'')
  • Forstverwaltung (''Gesetzliche Grauzone'')
  • 3 Tierärzte (mangels Wildtierausrüstung)
  • Jäger (''Verständigen sie die Polizei'')
  • Wildtierforscher (keine Zeit)


Die daraufhin gerufene Polizei verständigte das Veterinäramt. Dort sah man das Problem nicht, nämlich dass dem Tier geholfen werden sollte weil es angeblich krank ist.
Irgendwie hat sich das Problem zu Mittag von selbst erledigt, als der Fuchs aufstand und dem Duft von Mittagessen in eine andere Siedlung folgte.


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20.11.2007, 08:35
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