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Tigerforum » Allgemeines » Tierschutz und Umweltschutz » Auch in Australien werden Füchse gnadenlos niedergemetzelt » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
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Shadowfox
Fuchs



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Shadowfox ist offline
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>Also von mir kommen nur leere Behauptungen? Welche?

Die Behauptung, Fuchsjagd sei erforderlich/sinnvoll, um die bedrohte Tierwelt Australiens zu retten. Das hast Du noch immer nicht belegt.

>Welche Fakten sollte ich denn als uninteressant abgestempelt haben?

Du hast sie nicht als uninteressant abgestempelt, sondern schlichtweg ignoriert: Die Tatsache, daß selbst die brutalsten und umfassendsten Vernichtungskampagnen, denen in Europa jemals ein wildlebendes Tier ausgesetzt war (selbst mit Giftgas wurde ja operiert!), nicht zu einer Dezimierung der Füchse geführt hat.

Wenn Du keine Antipathie gegen Füchse hegst, solltest Du auch dementsprechend handeln/schreiben.

20.08.2002, 20:44
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Steelwolf
Lykos




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@Shadowfox:

Irrtum meinerseits, Du hattest es nicht angezweifelt. Sorry, habe da zwei Beiträge durcheinandergewürfelt.
CleanerWolf machte da nämlich so eine Bemerkung. Bitte entschuldige, ich hatte Dich zu Unrecht "in Verdacht".

Also von mir kommen nur leere Behauptungen? Welche?
Weltuntergangsszenarien... welche??
Oh, ja! Ich interessiere mich sehr wohl dafür, ob der gewünschte Effekt auch Eintritt!! Und Fakten interessieren mich ebenfalls in höchstem Maße!!!
Du unterstellst mir, ich würde "der Jägerschaft kritiklos das Wort reden" und "zum allgemeinen Haß auf Füchse beitragen"??
Solche Unterstellungen verbitte ich mir!

Ich hasse Füchse nicht, ich hasse kein Tier auf diesem Planeten. Ich kann Dich durchaus verstehen, daß Dich ein Befürworten der massiven Fuchsjagden in Australien auf die Palme bringt. Aber derartige Unterstellungen und üble Nachreden, die Du in Deinem Beitrag aufführst, möchte ich mir aufs schärfste verbitten!!
Mich interessieren also keine Fakten? Welche Fakten sollte ich denn als uninteressant abgestempelt haben?

Ich denke, wir sind alle in der Lage, auf Polemik innerhalb einer Diskussion zu verzichten. Zumindest war ich bis heute der Ansicht.

Ich wüßte noch gerne, welcher Quellen sich Gepard bediente.


Dieser Beitrag wurde von Steelwolf am 20.08.2002, 20:24 Uhr editiert.

20.08.2002, 20:22
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Shadowfox
Fuchs



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@Gepard:

Möchte nur darauf hinweisen, daß es sich im vorliegenden Fall um Inseln handelt. Die Einwanderung von Tieren in ein neues, geographisch klar abgegrenztes Areal wie eine Insel zu verhindern, ist etwas gänzlich anderes, als eine höchst anpassungsfähige und bereits etablierte Art auf einer großen Fläche wieder auszurotten (siehe Beispiel Tollwutbekämpfung, vorherige Postings).

Ich wäre Dir übrigens für einen Quellenhinweis dankbar, damit ich diesen Artikel bei Gelegenheit zitieren kann.

20.08.2002, 20:21
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gepard





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Den ein oder anderen von euch dürfte dieser Artikel interessieren:

Methoden zur Bekämpfung anderer eingeführter Arten

Füchse und Katzen gelten als die Hauptverantwortlichen für das beispiellose Massensterben australischer Säugetiere.

Füchsen wird das Gift einer in Australien heimischen Erbse zum Verhängnis. Der Extrakt "1080" der Erbse der Gattung Gastrolobium wirkt auf europäische Tiere tödlich. Die australischen Wildtiere hingegen sind gegen das Gift der einheimischen Pflanze im Laufe der Evolution immun geworden.

Desweiteren werden Fleischköder mit dem Giftstoff getränkt und mittlerweile im ganzen Land flächendeckend eingesetzt. Rund 700 000 Köder im Jahr werden alleine in Westaustralien per Flugzeug abgeworfen. Dadurch sollen etwa 3,5 Millionen Hektar Land langfristig von Füchsen befreit werden.

Die verwilderten Katzen bereiten den Forschern größere Probleme, da sie im Gegensatz zu Füchsen frische Beute bevorzugen und deshalb schwer zu ködern sind. Sie finden in Australiens trockenem Klima ideale Lebensbedingungen und viele australische Tiere sind ihnen hilflos ausgeliefert. Aber mit herkömmlichen, speziell auf Katzengeschmack abgestimmte Giftköder und sogenannten "chirper", batteriebetriebene Geräte, die Katzengeräusche vortäuschen, gelang es ihnen auch die Menge der Katzen um bis zu 80% zu reduzieren.

Neue Methoden der biologischen Kriegsführung sollen den Feldzug gegen Fuchs und Katze in Zukunft noch mehr beschleunigen. Australien will den Zuwanderern das Leben so schwer wie möglich machen. Es wurde zum Beispiel ein Köder entwickelt, der angeblich unwiderstehlich für Füchse sein soll und gleichzeitig einen Impfstoff enthält, der die Räuber auf höchst effektive Weise sterilisiert. Dabei wird das Immunsystem so beeinflusst, dass es die körpereigenen Eizellen oder Spermien als Fremdzellen erkennt und somit vernichtet.

Die Methode der Verhinderung der Schwangerschaft, die mit Hilfe eines Virus bei Labormäusen gelang, könnte in Zukunft auch gegen die Füchse und Katzen eingesetzt werden. Als modifizierter Virus, der sich unter den Tieren wie eine Krankheit ausbreitet, soll er die Fortpflanzung der Räuber verhindern.



Ein Musterbeispiel für gelungenen Artenschutz

An der westaustralischen Shark Bay auf der salzverkrusteten Heirisson Prong Halbinsel haben viele vom Aussterben bedrohte Tiere eine neue Heimat gefunden. Zu ihnen gehören der Burrowing Bettong, der Western Barred Bandicoot und die Shark Bay Mouse. Sie haben große Ohren und Nasen und galten bis vor kurzem als ausgestorben.

Mit Zäunen, Fallen und Giftködern, die regelmäßig aus der Luft abgeworfen werden, haben die australischen Forscher erreicht, dass den Räubern zumindest auf dieser Halbinsel der Zugang verwehrt wird.

Das Projekt wurde Anfang der neunziger Jahre von CSIRO (Commonwealth Scientific and Research Organisation) – Zoologe Jeff Short ins Leben gerufen. Damals war die Einsicht noch jung, dass Fuchs und Katze, die auch die Halbinsel Heirisson Prong fest im Griff hatten, die Hauptverantwortlichen für das Massensterben australischer Beuteltiere sind.. Kaum eines hatte man damals zu Gesicht bekommen.

Doch dann begann das große Aufräumen. Mit vielen Helfern errichtete Jeff Short den 2,6 km langen Elektrozaun, der den Räubern seitdem den Zugang zu der zwölf Quadratkilometer großen Halbinsel verwehrt. Die Füchse und Katzen in diesem Gebiet wurden eingefangen, vergiftet oder erschossen. Und schon 1992 holte Short die ersten Burrowing Bettongs von Dorre und Bernier Island hinüber nach Heirisson Prong.

Nur auf diesen beiden kleinen Inseln, die der Küste vorgelagert sind, konnten sich die Bettongs bis dahin halten. Zuerst wurden einige der hamstergroßen, känguruartigen Tiere in Gefangenschaft aufgepäppelt und dann wurden achtzehn von ihnen in die umzäunte Freiheit entlassen. Innerhalb von vier Monaten waren sie alle tot, weil ein Fuchs den Elektrozaun überwunden hatte.

Der nächste Anlauf die Tiere anzusiedeln verlief indes erfolgreicher. Mittlerweile ist die Population der Bettongs mit mehr als hundert Exemplaren auf der Halbinsel stabil. 1994 brachte Short auch die nur 45 Gramm schwere Shark Bay Mouse, die ebenfalls bis dahin nur auf Dorre und Bernier Island heimisch war nach Heirisson Prong. Ende 1995 folgten schließlich die Western Barred Bandicoots , die rund 200 Gramm schwere Fellbüschel mit spitzen Nasen und gewaltigen Ohren sind Sie wurden seit 1929 nicht mehr auf dem australischen Kontinent gesehen.

Bis heute sind drei CSIRO Wissenschaftler und zahlreiche "Earthwatch – Freiwillige aus aller Welt, die viel Geld zahlen für das zweifelhafte Privileg in einfachsten Unterkünften zu hausen, hochentwickelte Radiotelemetrie – Ausrüstung und Wagenladungen voller Fallen nötig, um den Lebensraum der knapp 200 Tiere zu sichern.

Doch der Erfolg gibt den Wissenschaftlern Recht. Und so ließen auch Nachahmer nicht lange auf sich warten. In direkter Nachbarschaft zu Heirisson Prong gründete die westaustralische Naturschutzbehörde CALM (Department of Conservation and Land Management) 1995 das Projekt "Eden". Mit 1050 Quadratkilometern ist die Peron – Halbinsel die größte Halbinsel Australiens. Sie ist etwa 100 Mal größer als Heirisson Prong und seitdem Schauplatz des derzeit wohl ehrgeizigsten Projektes australischer Forscher zur Rettung der einheimischen Tierwelt. Ihr Ziel ist, die ursprüngliche Artenvielfalt wiederherzustellen. Ein 3,4 km langer Hochsicherheitszaun trennt die Halbinsel mittlerweile vom Festland ab und hält Räuber und Kaninchen auf Abstand. 20 000 Schafe sind von vielen freiwilligen Helfern entfernt und rund 2500 Füchse, sowie hunderte von Katzen getötet worden.

Auch hier blieb der Erfolg nicht aus. Seit 1998 hüpfen die ersten Woylies und Bettongs durch das regenerierte Buschland. Ebenso kann man einige Exemplare des bodenbrütenden Thermometerhuhns beobachten. Bald sollen der termitenfressende Numbat und das Rufous – Hare Wallaby folgen.

Für die Zukunft hoffen die Forscher, dass die Erkenntnisse, die an der Shark Bay gewonnen wurden, Tieren, wie Mala, Bettong oder dem Bandicoot dauerhaft das Überleben sichern können. Der Bestand der Tiere muss stabilisiert werden, wenn man sie nicht verlieren will.

Jeff Short freut sich schon auf den Tag, an dem der Zaun abgerissen werden kann.

20.08.2002, 20:02
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Shadowfox
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@Steelwolf:

> Das hattest Du nämlich angezweifelt.

Hmm... wenn Du das behauptest, hast Du meine Postings nicht gelesen. Ich habe lediglich gesagt, daß das massenhafte Töten von Füchsen das Problem nicht beseitigt, und für diese These sehr gute Belege geliefert.

Von Dir kamen bislang lediglich leere Behauptungen ohne jede faktische Untermauerung. Du stellst Thesen in den Raum, ohne sie auch nur ansatzweise belegen zu können, versuchst, mit emotionalisierenden Weltuntergangsszenarien eine Rechtfertigung für den Fuchsmassenmord zu konstruieren, ohne daß Du Dich überhaupt dafür interessierst (!), ob das zu dem gewünschten Effekt führen kann.

Einen deratigen Diskussionsstil bin ich normalerweise aus Jägerforen gewohnt, in denen es eben nur darum geht, neue Rechtfertigungen für den Fuchsmord zu ersinnen, ohne sich um die wissenschaftliche Korrektheit oder Nachprüfbarkeit dieser Postulate zu scheren. Allein Deine Wortwahl spricht Bände: "Abschuß muß hier einfach akzeptiert werden" - Schluß, aus, Basta, Fakten interessieren Dich nicht.

Schade, daß Leute wie Du der Jägerschaft kritiklos das Wort reden und damit zum allgemeinen Haß auf Füchse beitragen. Wölfe lieben, Füchse hassen... vielleicht wirst auch Du eines Tages noch lernen, daß Ethik nicht teilbar ist.


20.08.2002, 19:23
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Steelwolf
Lykos




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Mit dem Link wollte ich Dir einen Beitrag nahelegen, der als Beleg dafür dient, daß der Rotfuchs in Australien durchaus einheimische Tierarten dezimiert. Das hattest Du nämlich angezweifelt.
Ich bezweifle nicht, daß der Fuchs in der Lage ist, seine Populationsgröße durch soziale Mechanismen zu regeln. Allerdings hat er in Australien nicht nur keine Freßfeinde, sondern dort auch ein dermaßen reichhaltiges Nahrungsangebot, daß es vermutlich, bis zu dem Punkt, an dem große Teile dieser Nahrungsquelle versiegen, also Tierarten aussterben, lange noch nicht so weit kommen wird, daß er seine Populationsgröße von selbst sogar verringern wird.
Tut mir leid, aber Abschuß muß hier einfach akzeptiert werden, auch wenn es bitter ist.
Ich schrieb bereits: Australien hat ein SEHR SENSIBLES ÖKOSYSTEM, bestehend aus fast ausschließlich ENDEMISCHEN ARTEN. Mir scheint, Du machst Dir nicht ganz klar, was das alles bedeutet.

Als Alternative willst Du nicht wirklich jeden Fuchs einzeln einsammeln, oder doch??

Immunokontrazeption ist allerdings in der Tat eine Alternative. Bleibt allerdings das Problem der Umsetzung: Australien ist groß und in weiten Teilen nicht gerade dicht besiedelt. Dort wirklich dann jeden Fuchs impfen zu können, wird schwierig sein.

Jeden Fuchs abzuschießen dürfte wohl auch schwierig werden, aber bedenke bitte: Die Gefahr für die einheimische Tierwelt ist AKKUT!! Vielfach kann man es sich nicht leisten zu warten, bis der quasi sterilisierte Fuchs stirbt.

Dieser Beitrag wurde von Steelwolf am 20.08.2002, 11:59 Uhr editiert.

20.08.2002, 11:51
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Shadowfox
Fuchs



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@Steelwolf:
Wenn Du postulierst, daß Fuchsjagd ein effektives Mittel zur Reduktion von Fuchspopulationen sei, liefere bitte entsprechende Nachweise dafür. Die von mir angeführten massiven Kampagnen der 70er Jahre sind ja wohl der empirische Beleg schlechthin.
Lies außerdem mal die von Dir geposteten Links genauer. Selbst die Australier bezweifeln, daß der Fuchsmassenmord Erfolg haben kann:
"Shooting is not very effective. When bounty schemes and the fur trade was in place, 80,000 to 120,000 foxes could be harvested each year with relatively no overall reduction in fox numbers."
Gegen Eingriffe auf nicht-lethale Art und Weise (z.B. Immunokontrazeption) habe ich im vorliegenden Fall nichts - dabei kommt ja kein Fuchs zu Schaden. Außerdem dürfte diese Methode die Geburtenrate nicht in demselben Maße erhöhen, wie es Fuchsjagd nunmal tut, und daher auch eher erfolgreich sein.

@Pattarchta:
Wenn ich Dich mal zitieren darf: "und sich rasend vermehrt, da sie keine Freßfeinde haben".
Sorry, das haben Füchse in weiten Gebieten ihres Verbreitungsgebietes nicht, und das brauchen sie auch gar nicht, weil sie ihre Populationsgröße durch soziale Mechanismen regeln. Siehe meine vorherige Aussage, siehe fuechse.info.
Hat hier eigentlich irgendjemand mein Posting gelesen!?

@euch beide: Gehe ich recht in der Annahme, daß ihr beide weder Peter Singers "Animal Liberation" und Tom Regans "Case for Animal Rights" gelesen habt? Da diese beiden Bücher das philosophische Fundament der modernen Tierrechtsbewegung darstellen, würde ich euch das wärmstens ans Herz legen. Dort wird auch die von mir angeschnittene "Spezies vs. Individuum"-Debatte ausgiebig thematisiert.

19.08.2002, 22:45
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Steelwolf
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Schau mal hier rein:


http://www.csiro.au/index.asp?type=featu...foxingAustralia

und hier:


http://www.tierdach.de/rubriken/Tiergart...beuteltiere.htm

19.08.2002, 22:15
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Steelwolf
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Moment mal!
Es hat den Anschein, als würde das Problem in Australien nicht ernst genommen.
CleanerWolf, Du fragst, ob es auch stimmt, daß der Rotfuchs in Australien als Alien (laß ihn mich mal so nennen) die einheimischen Arten stark bedroht??
Meine Antwort (ich weiß, ich kann keinen Link hier geben, ja, ja! Werde mich mal was schlau machen, damit ich Dir auch nen Link liefern kann.): JA, DAS STIMMT!!!!!
Ich glaube, Du hast es nicht ganz begriffen: In Australien leben ENDEMISCHE Arten. Arten, die z.T. sonst NIRGENDWO auf diesem Planeten noch vorkommen. Durch das Einschleppen von Tieren eines anderen Ökosystems sind sie stärkstens gefährdet worden!!!
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber: Willst Du zusehen, wie Arten für immer verschwinden, die zuvor JAHRMILLIONEN überdauern konnten??
Wenn Du den Schutz der ursprünglichen Natur auf Deine Fahnen schreibst, dann solltest Du auch konsequent sein, auch wenn es bitter ist.
Ich schreibe hier nicht im Auftrag der Jagdlobby, daß das mal klar ist!! Ich finde es auch nicht gut, daß es eine Massenjagd auf Füchse in Australien gibt, aber es ist in diesem Fall nun einmal notwendig.
Was die scheinbare Unmöglichkeit solch eines Unterfangens angeht: Wenn es möglich ist, innerhalb von Jahrzehnten andere Arten aus WIRKLICH niedrigsten Motiven heraus auszurotten, dann vertraue auf diese Fähigkeit auch hier!
Nebenbei: Du vergleichst das ganze mit der Ausrottung des Beutelwolfs?? Das kann nicht Dein Ernst sein, oder???

"Millionen Individuen vorsätzlich umbringen, um ein paar Dutzend zu retten?"
Lieber Shadowfox, wir reden von ein paar Dutzend Individuen, die z.T. die einzigen "paar Dutzend" ihrer Art in freier Wildbahn sind. Wenn die weg sind, dann sind sie weg!! (Und der Stammbaum der Organismen wird niemals ganz durchschaut werden können, das mal nur ganz am Rande.) Ich hoffe, diese Deine Äußerung war ein Schnellschuß!

19.08.2002, 21:43
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PattWór
Crond'Llor




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@ CleanerWolf:
Ein häufig begangener Fehler ist der der Verallgemeinerung. Ich plädiere hier nicht für die allgemeine Ausrottung des Fuchses. Du scherst jedoch die Situation von sog. Aliens mit der einheimischer Tiere über einen Kamm. Wenn ich sage, die Existenz einer Fuchspopulation in Australien ist nicht natürlichen Ursprungs und müßte aus diesem Gebiet entfernt werden, dann befürworte ich damit doch nicht
(a) die Jagd der Australier auf Canguroos, Dingos und anderen australischen Wildtieren und
(b) die Verfolgung des Fuchses in Eurasien und Amerika.
Das sind doch völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Sicherlich ist es schade, wenn Tiere getötet werden (müssen), und ich bin kein Lobbiist der Jägerszunft. Aber wir dürfen hier nicht die Situationen undifferenziert betrachten und immer die Grundvoraussetzungen im Auge behalten.
Desweiteren muß ich dir energisch widersprechen, wenn du behauptest, in diesem Forum würde nicht hinterfragt und Themen, seien es gedruckte Artikel oder andere Sachthemen, unkritisch behandelt. Damit tust du diesem Forum seinen Mitgliedern, insbesondere dem harten Kern Unrecht, in dem du uns hier Kritiklosigkeit und Jasagerei unterstellst. Ich will das hier jetzt so im Raum stehen lassen und nicht weiter spekulieren. Aber lies dir die Threads mal kritisch und vorurteilslos durch (auch die VOR deiner Zeit), bevor du solche Texte abläßt.

@Shadowfox:
Das Recht des Tieres ist ein Leben in einer (idealerweise) intakten Umwelt. Damit das Tier zu seinem Recht kommen kann, muß die Umwelt intakt gehalten werden. Insofern ist jeder Umweltrechtler auch ein Tierrechtler. Eine logische Weissagung lautet: (*)"Das Wohl vieler wiegt schwerer als das Wohl weniger oder eines einzelnen." Das ist richtig.
Die Füchse (und auch andere Tiere, die in die australische Umwelt durch den menschen eingebracht wurden, haben dort paradiesische Bedingungen vorgefunden und sich rasend vermehrt, da sie keine Freßfeinde haben. Sie waren damals ein zersetzender Faktor für das empfindliche ökologische Gleichgewicht Australiens und sind es heute auch noch. Die Einführung einiger Individuen dieser Spezies war Unrecht und hätte niemals geschehen dürfen, siehe (*). Die Potenzierung des Unrechts läßt doch nicht aus Unrecht recht werden. Tut mir leid, das führt deine nummerische Argumentation ad adsurdum. Und der Schutz der einmaligen australischen Natur ist bestimmt nicht als anthropozentrisch zu betrachten.

Ich weiß, daß hier von sehr vielen Individuen die Rede ist, aber wir Menschen können nicht Fehler um Fehler machen und uns dann schulterzuckend daneben stellen und sagen, jetzt lasse ich alles seinen Lauf gehen.

Ich sage JEDE Spezies ist schützenswert, auch wenn sie (mittlerweile) in der Unterzahl gegenüber Angehörige einer Spezies ist, die nicht einmal in diese 'Welt' gehört.

Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.


__________________

Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


19.08.2002, 21:34
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