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Lizzy
Leopard(in)



Dabei seit: August 2007
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Hessen (DE)
Beiträge: 3
Lizzy ist offline
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Das ist ja echt das letzte was die da machen. Was haben die Wölfe den Menschen denn getan das sie das verdient haben. man müsste die ganze Sache mal umgekehrt machen damit die Menschen wissen wie es ist. Ich bin grad auf 180 ich kann grad gar net glauben ich find keine Worte

14.08.2007, 10:39
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Silverwolf
Jungwolf




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Hessen (DE)
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Silverwolf ist offline
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Ich bin ganz eurer Meinung, es ist das ALLERLETZTE , soetwas mit der Population der Elche zu begründen ist doch wohl ein Witz.

Würden die Menschen die Elche und Wölfe in Ruhe lassen, dann würden beide Arten schon selbst dafür sorgen, dass es die jeweils andere Art nicht zuviel gibt.

Außerdem, wenn das Vorkommen der Elche zurück geht ,geht gleichzeitig die Population der Wölfe zurück.

Es gibt in einigen Ländern zu viele Menschen, vielleicht sollte man da mal mit einem Heli rum fliegen un einfach schiesen.
Wölfe sind so faszinierende Tiere, ich verstehe nicht wie jemand sie töten kann, aus so dummen Gründen.


__________________
An der Stelle, an der unser Herz gebrochen ist, kann es stark werden!

07.06.2007, 11:17
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SUA-FAI
Feuertiger




Dabei seit: Juni 2007
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SUA-FAI ist offline
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Ich finde es eine riesige Sauerei was die da mit den Wölfen machen!

Aber das ist so typisch Mensch
alles was nicht ins Schema passt muß irgendwie vernichtet werden

Ich bin echt mächtig angep...


__________________
Gibt es Leben auf dem Mars ? NEIN
Gibt es Leben auf dem Mond ? NEIN
Gibt es Leben auf der Erde? NOCH

Dieser Beitrag wurde von SUA-FAI am 07.06.2007, 01:51 Uhr editiert.

07.06.2007, 00:56
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Mainhard
Tripel-As




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@Wolfstocher: 100% Zustimmung, WORD!

Hier noch eine e-mail von Carolyn Cavaliere die ich vom Büro des Superintendenten bekommen habe.

Dear Marc:

Thank you for your letter expressing concern for the well-being of wildlife
in Banff National Park of Canada. We share your sentiments regarding
concerns for wolf populations, as one of the long-term goals of the park is
the persistence of sustainable populations of wolves and other wildlife
species. We would like to share with you some pertinent information about
the actions that Parks Canada and some of its stakeholders have taken to
ensure the long-term viability of wolf populations in the mountain parks.

Wildlife in national parks benefit from some of the highest levels of
protection in Canada and in the world. While there is some concern
regarding recent population reductions, wolf populations within the
mountain national parks still remain healthy.

One of the key challenges that wildlife such as wolves face is
trans-boundary movement. Research indicates that wolves can roam
territories covering between 1000 - 3000 km2. As a result of such large
home ranges, most of the wolf packs in the mountain national parks venture
beyond park boundaries. While hunting and trapping is prohibited in
Canada's mountain national parks, it is permitted on provincial lands in
British Columbia and Alberta. Parks Canada is working with the provinces
to deal with trans-boundary issues.

In the mountain national parks, Parks Canada and its partners are working
towards the reduction of wildlife mortality and impacts on species such as
wolves. Some of these initiatives include raising public awareness about
the well-being of wildlife through a variety of educational programs;
reducing mortality along the Trans Canada Highway in Banff National Park by
erecting fences and providing wildlife crossing structures either over or
under the highway; restoring wildlife corridors through actions such as
area closures, restrictions and the removal of facilities; initiating
seasonal area and road closures at critical times of year; working with
groups such as CP Rail and the British Columbia Insurance Corporation to
develop new ways to prevent rail and road mortality; co-operating with
adjacent land managers to protect wildlife movement corridors outside of
the national park, such as the Three Sisters Corridor in Canmore, Alberta;
constructing new wildlife overpasses just outside of Banff National Park
boundaries as part of the G8 Legacy Program; working with adjacent
provincial governments on landscape level issues; and undertaking
significant investment in wildlife research.

Parks Canada, in conjunction with the Town of Banff, the Hamlet of Lake
Louise, and the tourism industry, has successfully implemented a Heritage
Tourism Strategy. This strategy encourages businesses to become better
stewards of the environment, develop tourism products and opportunities
that are authentic and respect the cultural and natural heritage of the
Canadian Rockies, and train staff so that they can better explain the value
of our national parks and World Heritage Site to visitors. The tourism
industry supports the protection of all native wildlife species in Banff
and other national parks and understands the importance of managing the
greater ecosystem beyond the park in a cooperative and integrated manner.

Ecosystems are complex and must be managed in a holistic fashion. While
these incidents are regrettable, we have taken many actions to protect
wildlife and ecosystems within our national parks and we will continue to
work with adjacent land managers to ensure the long-term sustainability of
these ecosystems. We thank you for your interest and hope you continue to
support Canada's wildlife and national parks.

Sincerely,

Carolyn Cavaliere
Office of the Superintendent
Banff National Park
Banff Field Unit
(403) 762-1510


Na ja, sie fürchten sich vor ausbleibendem Tourismus... ist ja eventuell auch eine Motivation zum Schutz der Tiere.


So log.
LG


__________________
Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.

Freiheit ist, wenn Du nichts mehr zu verlieren hast.

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06.06.2007, 07:56
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Wolfstocher
Wolfswelpe




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Ich werde mir den Link gleich ansehen
Nochmal zum Hunger: Es gibt für den Menschen genug andere Nahrungsmittel (pflanzlich, wie auch tierisch). Immerhin werden ja doch noch Tonnen Fleisch von Nutztieren weggeworfen - der Wolf hingegen ernährt sich nun einmal hauptsächlich von Elchen und anderen Beutetieren - wenn da jemand das Recht hat, sie zu jagen, ist das doch eher der Wolf. Außerdem bezweifle ich, dass auch nur ein Drittel der von Jägern erlegten Elchen auch wirklich der Nahrung dient - die meisten enden doch eher als Trophäen.

05.06.2007, 19:22
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Mainhard
Tripel-As




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http://www.vampyrbibliothek.de/aktion-wolf/aktion_rettet_die_woelfe.htm


Hier kann und sollte jeder Tierfreund per Protest versuchen zu helfen. Guter Link. Hoffe es hilft etwas.


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05.06.2007, 10:29
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Mainhard
Tripel-As




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Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Für diese Menschen habe auch nicht das kleinste bischen Verständnis. Nicht die Wölfe sind grausam, sondern die Jäger und zudem auch noch unglaublich dumm. Die Argumente sind nichts anderes als populistische Stimmungsmache und solche Berichte sind mehr als peinlich. In dem Bericht prangern die Reporter Verhalten an die eher zum Menschen und weniger zum Wolf passen. Und dan immer und immer wieder wie auch hier bei uns die gleichen Phrasen wie "Kleine Kinder" Alte Leute" usw. und hier dann auch mal das Argument "Hunger" ?! Bitte was? Die Wölfe fressen den Indianern die Nahrung weg?! Hä? Ich lach mich schlapp. Sicher, die Wölfe sollten doch besser auch zu MC Doof gehen sich nen Big Mac reinziehen oder wie?! Diese Berichtersttter sollten mal lieber fragen wer wohl mehr zur Vernichtung und Ausrottung der Natürlichen Lebensräume und ganzer Tierarten in den USA beiträgt, der Wolf oder unseren Zweibeinigen Artgenossen? In meinen Augen haben wir Menschen nicht mal ansatzweise das Recht irgendein Tier in seinem Verhalten zu kritisieren. Nicht bei unserer "Evolution", wirklich nicht.


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05.06.2007, 08:50
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david
Omega-Wolf



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in alaska wird die wolfsjagd mit den gleichen schwachsinnigen argumenten begründet wie in vielen ländern der welt. die vorurteile gegen den wolf sind eben immer die gleichen.

hätte es tatsächlich viel mehr wölfe als früher, aber gleichzeitig 90% weniger elche, könnten sich die wölfe gar nicht mehr ernähren und die population würde automatisch abnehmen.

überraschend finde ich, dass ein ganzer indianerstamm hinter der massiven wolfsjagd steht. zwar hat die wolfsjagd auch bei den indianern tradition, doch zu einer abschlachterei ist es früher nie gekommen. ich muss auch sagen, dass indianer und wölfe über jahrtausende miteinander ausgekommen sind, ohne dass die jagd aus dem hubschrauber nötig gewesen wäre. früher konnten die indianer ja die wölfe auch nicht derart dezimieren wie heute und sie hatten doch genug elche. die ursache für die tiefe elchpopulation (sofern die population tatsächlich so tief ist, woran ich aber stark zweifle) muss also zwangsläufig woanders liegen.

übrigens werden wölfe in alaska nun schon eine weile wieder aus dem hubschrauber gejagt und die elchpopulation hat sich trotzdem nicht erholt.

ich befürchte, dass der alkohol die indianer inziwschen zu stark geschädigt hat und sie nicht mehr wirklich fähig sind, im einklang mit der natur zu leben wie früher.


__________________
ERST WENN DER LETZTE BAUM GERODET, DER LETZTE FLUSS VERGIFTET, DER LETZTE FISCH GEFANGEN, WERDET IHR MERKEN, DASS MAN GELD NICHT ESSEN KANN.

04.06.2007, 19:59
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Wolfstocher
Wolfswelpe




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Zufällig bin ich im Internet eben auf diesen Artikel gestoßen. Mich würde interessieren, was ihr davon denkt:

Die Jäger kommen mit Flugzeugen. Sie überfliegen die unwegsame Wildnis Alaskas auf der Suche nach Wölfen. Aus der Luft orten sie die Rudel. Für den Schuss landen sie. Die Jäger haben die staatliche Lizenz zum Schießen von Wölfen. Die Hatz aus dem Hubschrauber sorgt für Aufruhr unter den Bewohnern Alaskas. Die Athabaskan-Indianer freuen sich über die Hilfe von oben. Die Wölfe schnappen ihnen die Elche vor der Nase weg, deren Fleisch die Ureinwohner lieber selbst verspeisen. Tierschützer fordern ein Ende der Treibjagd auf die Wölfe.


Internetlinks

>>www.arcticathabaskancouncil.com
Organisation der Atabaskan-Indianer





Lucky Egrass ist einer der wenigen Jäger Alaskas mit einer besonderen Lizenz: er darf Wölfe mit dem Flugzeug jagen. Diese Form der Jagd war lange verboten: jetzt kann Lucky Wölfe direkt aus dem Flugzeug schießen oder, wenn das nicht möglich ist, in der Nähe des Rudels zu landen und die Wölfe vom Boden aus töten.

Wir sind in McGrath, einem kleinen Ort im Innern Alaskas, zu dem es keine Strasse gibt: die Jagd aus der Luft, sagt Lucky, sei die einzige Chance, die Wölfe zu finden. In dem mehr als 1000 Quadratkilometer großen Gebiet rund um Mc Grath leben mehrere große Wolfsrudel. Wir sehen deutlich ihre Spuren im Schnee. Lucky entdeckt zwei Wölfe auf einem zugefrorenen Flussbett und eine Stelle, an der die Wölfe vor wenigen Tagen einen Elch getötet haben. Lucky Egrass: "Ich wurde hier geboren und bin hier aufgewachsen. Wir hatten hier immer viele Elche, aber in den letzten 10 Jahren haben wir 90 Prozent unserer Elche verloren. Es ist ein gespenstisches Gefühl: manchmal denke ich, ich fliege hier über einen Friedhof."

Nur wenige Elchkälber in Mc Grath haben in den letzten Jahren überlebt. Die Wölfe töten schon lange nicht mehr nur die schwachen oder jungen Tiere.

Dieser Elchbulle wurde 12 Tage lang von den Wölfen gehetzt und immer wieder angegriffen. Viele dieser Bilder eines Amateurfilmers waren so grausam, dass wir sie nicht zeigen konnten. Erst nach knapp zwei Wochen töteten die Wölfe den Elch, als er keine Kraft mehr hatte, um sich gegen die Attacken zu verteidigen.

Ein durchschnittliches Wolfsrudel benötigt rund 50 Kilo Fleisch am Tag. In vielen Gegenden Alaskas haben die Wölfe so viele Elche getötet, dass die Elchpopulation stark abgenommen hat. Ein massives Problem, denn Elche sind auch eine wichtige Nahrungsgrundlage für Menschen.

Im Schatten des Mount McKinley, des höchsten Bergs Nordamerikas liegt Nikolai, ein kleines Dorf der Atabaskan-Indianer. Kaum jemand hier hat einen Job, aber selbst wenn die Menschen Geld hätten, um teure Lebensmittel zu kaufen: es gibt hier keinen Supermarkt. Die Familien der Atabaskan sind auf Fleisch aus den umliegenden Wäldern angewiesen. Die Jagd für den eigenen Lebensunterhalt ist in Alaska für viele Einheimische nach wie vor unverzichtbar.

Wir treffen Bobby Esai, er ist Häuptling und Kirchenoberhaupt. Der 84jährige hat sein ganzes Leben in Nikolai verbracht: "Wir waren es gewohnt, dreimal am Tag Fleisch zu essen, in dieser Kälte brauchen wir das und hier gibt es nichts anderes. Jetzt kommt es immer öfter vor, dass wir gar kein Fleisch haben."

Von den 22 Familien in Nikolai, erklärt der alte Mann, haben im letzten Herbst nur 8 einen Elch schießen können. "Noch vor wenigen Jahren hatten wir pro Jahr 40 bis 50 Elche als Nahrung." Auch Lucky hatte große Mühe, einen Elch zu schießen. Im Garten liegt noch der Kopf, das Fleisch ruht in der Tiefkühltruhe. 16 Tage dauerte die Jagd.

Lucky Egrass sagt: "Am Ende hatten wir Glück, wir wollten schon aufgeben. Es war ein großes Tier, jetzt haben wir erst einmal genug zu essen.“ Lucky ist einer der bekanntesten Wolfsjäger Alaskas. Hätte er weiter jagen dürfen wie gewohnt, sagt er heute, gäbe es die Wolfsplage vielleicht gar nicht. Gezielte Dezimierung der Wolfsrudel hat in Alaska eine lange Tradition.

Luckys Mutter näht aus den Fellen Mützen und Pelzkrägen für sich und ihre Familie. Einige der Felle hat Lucky verkauft, die schönsten Wölfe enden als Bettvorleger.

Lucky darf Wölfe unmittelbar nach der Landung schießen. Bis vor kurzem musste er nach der Landung eine Nacht warten, dann waren die Wölfe meistens weg. Ein Absurdes Gesetz, das die Regierung jetzt gegen die Proteste von Tierschützern aufgehoben hat. Manche Tierschutzorganisationen rufen Touristen auf, aus Protest nicht nach Alaska zu kommen. Karen Detheridge hat die Bundesregierung in Washington aufgefordert, die Wolfsjagd in Alaska zu verbieten. Karen liebt Wölfe, was in ihrem Büro in Anchorage nicht zu übersehen ist. Sie sagt: "Es ist eine grundsätzlicher Konflikt, ein Konflikt um unterschiedliche Werte. Ich beobachte Tiere lieber, anstatt sie zu töten, und ich mache das sehr oft. Es gibt sicher Wege, dass wir beides haben können, aber wir können keine Manipulation der Natur erlauben. Das würde nur einer bestimmten Gruppe von Menschen helfen, das können wir nicht zulassen, denn alle anderen müssten darunter leiden."

Solche Sätze bringen viele in Mc Grath zur Weißglut. Am Flughafen treffen wir Allen Dick: für ihn leben die Tierschützer in einer Phantasiewelt, weit entfernt von den Wölfen und den realen Problemen, die sie rund um Mc Grath jeden Tag anrichten: "Wir haben so viele Wölfe hier, dass sie sich schon gegenseitig auffressen. Sie fressen in den Dörfern die Hunde von der Leine. Viele Nachbarn verlassen das Haus nur noch mit einer Pistole. Wir können unsere Enkel das Schlittenfahren, weil wir Angst haben, dass die Wölfe die Kinder holen. Wir hören immer wieder, dass wir das alles erfinden, aber das ist die Wahrheit."

Wir sind zurück in Nicolai. Häuptling Bobby Esai spricht das Abendgebet. Eine seiner Töchter ist gestorben und traditionell versammeln sich Familie und Freunde, zum Totengedenken.

Jeder hat ein selbstgekochtes Essen mitgebracht: nur bei besonderen Anlässen können die Bewohner von Nicolai noch Elchfleisch essen. Wenn uns die Regierung wieder im Stich lässt und die Wölfe weiter ungehindert um unsere Dörfer streichen dürfen, sagt der alte Mann, können wir hier in Nicolai nicht länger leben.

Quelle: http://www.ndrtv.de/weltspiegel/20040411/alaska.html

Mich macht so etwas wirklich wütend, wenn die Presse sich auch noch daran beteiligt, den Wolf schlechtzumachen. Der Wolf soll schuld daran sein, dass neunzig Prozent des Elchbestandes verschwunden sind? Entschuldigung, aber daran kann ich wirklich nicht glauben. Ebenso, dass die Kinder noch nicht einmal allein Schlittenfahren dürfen, weil die Gefahr zu groß ist. Sorry, jeder, der sich ein bisschen mit Wölfen auskennt, weiß, dass sie niemals, außer vielleicht sie empfinden ihre Welpen in tödlicher Gefahr, einen Menschen angreifen würden - selbst wenn sie knapp am Verhungern wären. Ihre Angst vor uns Zweibeinern ist und bleibt einfach zu groß.

04.06.2007, 17:36
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