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nettwork
Panthera leo




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Österreich
Salzburg (A)
Beiträge: 702
nettwork ist offline
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Ich gehe auch davon aus, dass es erlernte und vererbte Verhaltensweisen gibt.
Erlerntes Verhalten wird von der Umwelt beeinflusst und die ''Gehirnkapazität'' dafür ist möglicherweise genetisch beschränkt.
Vererbtes Verhalten kann sich bewähren, oder zu Misserfolgen führen. Durch Veränderung der gentischen Informationen kann sich auch das Verhalten ändern.

''Intelligenz'' ist also ein menschlich geprägter Begriff, der eine dieser beiden Verhaltensweisen oder eine Kombination beider beschreibt und ausdrücken soll, dass die gezeigte Verhaltensweise als erfolgreich angesehen wird. Ob sich ein Tier dabei wirklich etwas ''gedacht'' hat ist ja letztlich nebensächlich.


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

29.05.2007, 12:05
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Whough
Whough
Beiträge: 823
PattWór ist offline
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Ich denke, du vertauschst da ein wenig die Ursache mit der Wirkung. Handlungsweisen, die in unseren Augen klug erscheinen, können Ergebnis instinktiven Verhaltens sein, daß aus einem jahrtausende (wenn nicht gar einem jahrmillionen) langen Selektionsprozeß resultiert. Nehmen wir als Beispiel die Überlebenstrategie der Ameisen. Waldameisen bauen sich einen Haufen mit einem kompliziert vernetzten Gangsystem, daß für eine optimale Klimatisierung sorgt und ausreichend Schutz für das Ameisenfolk und ihrer "Kinderstube" bietet. Andere betreiben eine Art "Landwirtschaft", in dem Unmengen von Blättern in sog. Fäulniskammern verfrachtet werden, in denen bestimmte Pilzsorten dann hochgezogen werden. Die Rede ist hier von Blattschneiderameisen. Und andere wiederum betreiben "Viehltung". Das Vieh sind hier Blattläuse, die dann "gemelkt" werden. Das sind allesamt kluge Handelungen. Doch, ist eine Ameise deswegen intelligent? Das mag ich sehr zu bezweifeln. Insofern müssen kluge Handlungsschemata nicht notwendiger Weise aus der Existenz von Intelligenz resultieren, sondern eben genetisch manifestierte Handlungsweisen sein. Und die sind nunmal vererblich.

Grundlage für überlegte Handlungen ist Intelligenz, die nachweislich ebenfalls vererbbar ist. Die aus ihr resultierenden Überlebensstrategien (wie Jagdstrategien, Interaktionsweisen mit Elementen der unmittelbaren Umgebung, ...) und Handlungsabläufe sind also nicht Ergebnis eines Evolutionsprozesses. Sie werden daher nicht vererbt, sondern erlernt. Sie werden in Form einer Ausbildung von Generation zu Generation weitergegeben.
Ob sich die Intelligenz einer Mutter zwingend in ihre nachfolgende Generationen etablieren wird, ist letzten Endes eine Frage des Erfolgsvorsprungs gegenüber den Artgenossen.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


28.05.2007, 13:03
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
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TamedTigress ist offline
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Glaube ich schon dass es vererbbar ist.

Ist es beim Menschen ja auch. Es ist erwiesen dass die Vererbbarkeit von verminderter Intelligenz nicht nur am Umfeld sondern auch an den Genen liegt. Ein Baby von lernbehinderten Eltern laeuft selbst Gefahr die gleichen Schwierigkeiten zu bekommen wenn es als Baby adoptiert wird und in einem sehr "intelligenten" Umfeld aufwaechst.

Warum soll das beim Tier anders sein?

TT

27.05.2007, 20:22
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Shirarch





Dabei seit: August 2002
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Beiträge: 238
Shirarch ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Shirarch gestartet
Intelligenz vererbbarAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Neulich fand ich in meinem digitalen Wust eine Frage, die ich mir vor einiger Zeit mal gestellt hatte. Wer weiß Antwort?

In einem Film hieß es: "Wenn sie (eine Gepardin) eine so gute Mutter und Lehrmeisterin ist, wie es Ihre Mutter war, dann werden auch Ihre Jungen ein große Überlebenschance haben."

Frage: Ist es nachweisbar, daß kluge, überlegte Handlungen einer Mutter dafür sorgen, daß sie erfolgreicher agiert, als andere Mütter? Läßt sich daraus dann auch ableiten, daß die Tochter, die ja alles immer sehr genau beobachtet, einmal genauso klug handelt und dies damit an Ihre Nachkommen weitergibt? Müßte dies dann nicht irgendwann auch im Genpool dieser erfolgreichen Geparden verankert sein - so zu sagen eine Linie erfolgreicher Mütter, Töchter und Söhne? Ich gehe dabei davon aus, daß sich immer gleiche (bewährte) Verhaltensweisen irgendwann genetisch festigen. --> Wenn sich Verhaltensweisen irgendwann genetisch festigen... ist das dann das Selbe wie "instinktiv handeln"?

Müßten diese dann nicht ihre Artgenossen, welche nicht so gut sind, verdrängen?

Wäre dann nicht auch bewiesen, daß Tiere intelligent sind, und das Intelligenz zu einer höheren Chance zum Überleben führt? Bzw. weiter gedacht würde das aber auch bedeuten, daß Intelligenz im Laufe der Zeit in den Genen stecken würde... *grübel*

27.05.2007, 15:12
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