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david
Omega-Wolf



Dabei seit: März 2005
Herkunft: Schweiz

Beiträge: 284
david ist offline
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ebenso wie nettwork kann auch ich nicht genauer auskunft geben über den taxonimischen status des nebelparders. grundsätzlich ist es jedoch so, dass auch genetische untersuchungen resultate liefern, die verschieden interpretiert werden können. wenn eine studie etwas sagt, muss dies nicht zwingend so übernommen werden. oft gibt es beispielsweise auch sich widersprechende resultate.

dies aber nur ganz allgemein. mich würde in diesem fall interessieren, auf welche studie sich der autor bezieht. gibt es in dem buch ein literatur- bzw. quellenverzeichnis? wenn ja, müsste dort der titel der originalstudie zu finden sein. vielleicht könnte man dann weiterhelfen.


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ERST WENN DER LETZTE BAUM GERODET, DER LETZTE FLUSS VERGIFTET, DER LETZTE FISCH GEFANGEN, WERDET IHR MERKEN, DASS MAN GELD NICHT ESSEN KANN.

02.05.2010, 20:59
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nettwork
Panthera leo




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Österreich
Salzburg (A)
Beiträge: 702
nettwork ist offline
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Hallo!
Ich kann dir zum vorliegenden taxonomischen Problem keine Auskunft geben, aber ich kann dir sagen, wie die molekulargenetischen Einteilungen zustande kommen:
Es werden bestimmte DNA-Abschnitte der Arten/Unterarten verglichen und ihre Ähnlichkeit zueinander dargestellt. Diese Einteilung funktioniert nicht nach dem Schubladensystem, da es keine allgemein anerkannten Grenzwerte gibt. Demnach gruppiert man Arten nach der Ähnlichkeit, die strenge Einteilung in Unterfamilien bleibt daher eine Frage der Diskussion, wenn man nicht gerade andere Merkmale zur Verfügung hat.
vlg, nettwork


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
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30.04.2010, 15:33
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Mandy_Tigerbaby
Tiger




Dabei seit: Januar 2005
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Berlin (DE)
Beiträge: 184
Mandy_Tigerbaby ist offline
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Huhu,

na da passt das hier in etwa ganz gut was ich gern nachfragen will.

Und zwar hab ich mir jetzt erst ein Buch (von 2008 ) über Raubkatzen von Dr. Hans W. Kothe gekauft. Ist ein dickes u eiglt. schön anzusehenes Buch
wie ich finde. Nur inhaltlich hab ich etwas gestutzt. Möglich das ich da evtl. doch nicht mehr ganz aktuell bin <.<

Aber kann gut sein das sich der ein oder andere von euch auch schon damit beschäftigt und evtl. Bestätigungen oder Gegenargumente dazu hat.
Würd mich auf alle Fälle freuen wenn ihr da Informationen zu habt.

Jedenfalls beschäftigt mich nun die Frage ob der Nebelparder wie der Autor es sagt, wirklich zu den Großkatzen hinzugerechnet werden darf? Soweit ich
weiß war man sich diesbezüglich doch nie sicher.

Ich mach hier mal einen Auszug: "...haben neue Untersuchungen mit modernen molekularbiologischen Methoden gezeigt..."

Ich kenn mich in der tieferen Wissenschaft nicht aus, jedoch weiß ich das auf diese Untersuchung hin auch der Malaysische Tiger "entdeckt" worden ist
und demnach schon annerkannt ist.

Auf genau dieselbe Untersuchung beschreibt der Autor aber auch wiederum, dass der Gepard eher zu den Kleinkatzen eingeordnet werden muss
(Ähnlichkeit mit dem Puma und Wieselkatze).

Ich bin gespannt auf eure Antworten


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Manchmal ist Tigerbaby schlauer als Tigerpapa! Tigerpapa sollte auf Tigerbaby hören!

Das Tigerkind ist verwirrt, wenn die Tigereltern von den Bäumen fallen.

30.04.2010, 08:59
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Beiträge: 329
Marozi ist offline
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Heute geht folgende Meldung weltweit durch die Presse:

Wissenschaftler des US National Cancer Institute nahe Washington DC und des WWF haben herausgefunden, dass die auf Sumatra und Borneo heimischen Nebelparder nicht wie bislang gedacht ebenfalls zur Art Neofelis nebulosa zählen, sondern eine eigenständige Nebelparderart darstellen. „Die genetische Forschung zeigt deutlich, dass die Nebelparder Borneos als eigenständige Art bezeichnet werden sollten,“ so Dr. Stephen O’Brien, Leiter des Labors für Genomic Diversity am Institute. „DNA-Tests zeigten um die vierzig Unterschiede zwischen den beiden Arten.“ Unterstützende Beweise kommen von der Untersuchung des Fellmusters. Nebelparder aus Sumatra und Bornea haben kleine „Wolken“ mit vielen unterschiedlichen Flecken, graues und dunkles Fell und zwei Streifen entlang des Rückens. Die Festlandart haben eine große, wolkige Zeichnung mit weniger, oftmals bleichen Flecken und sind insgesamt heller in ihrer Farbe. „Im Moment, als wir den Vergleich des Fells zwischen dem Festlandnebelparder und dem Nebelparder auf Borneo starteten, war klar, dass wir zwei unterschiedliche Arten verglichen,“ so Dr. Andrew Kitchener vom National Museum of Scotland. „Es ist unglaublich, das niemand bisher diese Unterschiede wahrnahm.“ Die Forscher nehmen an, dass sich die Borneo-Nebelparder vor rund 1,4 Millionen Jahren von der Festland-Population getrennt haben. Die neue Art wurde von den Wissenschaftlern taxonomisch als Neofelis diardi eingeordnet.
Der WWF hebt zudem hervor, dass Borneos größter Räuber nun als einzelne Art erkannt wurde, müsse die Wichtigkeit des Schutzes der Wälder auf Borneo verstärken.

Welt Online
BBC
WWF Deutschland


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

15.03.2007, 19:00
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nettwork
Panthera leo




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nettwork ist offline
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Keine gute Nachricht für die Erhaltung dieser Art(en).


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09.12.2006, 14:29
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Marozi
Panthera leo maculatus




Dabei seit: Januar 2003
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Marozi ist offline
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Die Biologen Andrew C. Kitchener, Mark A. Beaumont und Douglas Richardson veröffentlichten in der neuesten Ausgabe des Fachmagazins „Current Biology“ (Volume 16, Issue 23 , 5 December 2006, Pages 2377-2383), dass der extrem gefährdete und seltene Nebelparder Neofelis nebulosa wahrscheinlich sogar in mehrere Arten aufgeteilt werden muss. Traditionell unterscheidet man 4 Unterarten (N. nebulosa brachyurus, N. nebulosa diardi, N. nebulosa macrosceloides, N. nebulosa nebulosa) basierend auf einer fünfzig Jahre alten taxonomischen Einordnung. Analysen des Fells von 57 Tieren aus den verschiedenen Regionen des Verbreitungsgebiets (Taiwan, Sumatra, Borneo, Java, Nepal bis Myanmar und südliches China bis östliches Myanmar) weisen für die Forscher nunmehr darauf hin, dass es zwei unterschiedliche morphologische Arten gibt die sich hauptsächlich in der Größe ihrer Fleckenzeichnung unterscheiden. Auch genetische Analysen weisen auf eine derartige Trennung hin. Demnach wäre auf dem Festland Asiens Neofelis nebulosa heimisch und in Indonesien N. diardi.

Current Biology


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

08.12.2006, 22:44
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