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Moccaprinz
Tiger




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genau vor 99 jahren soll es in gujarat nur noch 13 asiatische löwen gegeben haben ... heut sind es wieder über 300 ... ich weiß, dass das eher die ausnahme als der regelfall ist und ich weiß auch, dass es für den amur-leoparden wirklich sehr schlecht aussieht, aber trotzdem sollte man nicht aufgeben - denn wenn man - auch bei so einer hoffnungslos erscheinenden situation aufgibt, dann wird es echt auch keine chance mehr für die tiere geben ... ich bin nur manchmal überwältigt wo man anfangen sollte mit dem natur- und tierschutz ...


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Pakistans letzte Leoparden

23.11.2006, 22:52
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Rul
Tjololo




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Du hast schon recht.

Ein russisches Sprichwort sagt ja: Die Hoffnung stirbt immer zuletzt!"

Aber wie ich schon sagte, es gibt nur noch knappe 30 frei lebende Amurleoparden. Und die meisten sind schon zu einem gewissen Grat miteinander Verwandt. Und die dadurch auftretente Inzucht führt ja nicht nur zu Missbildungen, sondern in einigen Fällen auch zu Unfruchtbarkeit.

Aber man sollte die Hoffnung niemals aufgeben, und das mach ich jetzt auch nicht mehr. Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder...
Ich hoffe nur, dass ich nicht noch mehr enttäuscht werde (noch hab ich ein schlechtes Gefühl dabei)



LG Rudi


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Ruhe in Frieden Tjololo.

Nato al lume guizzante della candela, scritto in tempi oscuri sulla vecchia pergamena ,scorre la penna.
E dal suo braccio nasce il disegno delle volte celesti. È l'inizio dei tempi. E cambierà il mondo!!
(Eppur si muove / Haggard)


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23.11.2006, 22:38
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Moccaprinz
Tiger




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nur eine kleine anmerkung (ich hab die traurige doku jetzt auch schon mehrmals gesehen) - auch wenn die population extrem klein ist und es fast aussichtlos erscheint und eine gesunde population aus min. 110 tieren bzw. paaren bestehen sollte, wäre bei richtigem schutz das aus für den amurleoparden noch nicht unbedingt besiegelt (rein von der größe der population) - eine gewisse chance auf überleben der art bleibt weiterhin bestehen (vgl. situation des asiatischen löwen am anfang des 20. jahrhunderts)

pace,

mocca


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Pakistans letzte Leoparden

23.11.2006, 14:22
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Rul
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@ Marina


Dann will ich mal versuchen den Inhalt in eigene Worte zu verfassen.

In dieser Dokumentation geht es um ein russisch-japanisches Filmteam und einem russischen Naturfotografen, welcher schon Jahrelang Amurleoparden Fotografiert und ihren „Niedergang“ dokumentiert.
Ihnen ist es gelungen die wohl einzige und letzte authentische Dokumentation über die letzten Amurleoparden zu drehen.
Sie haben sich auf ein winziges „Naturreservat“ (ca. 100km²) konzentriert in dem 3 Leoparden leben sollen. Ein Männchen und ein Weibchen und zum großen überraschen ein Junges.
Das sollte eigentlich gut sein, aber das Problem ist dass das Männchen der Vater von den Weibchen ist und gleichzeitig auch der des Jungen. Und die Mutter des Weibchens ist wiederum die Halbschwester des Männchens. Es gibt nur noch so wenige dass Paarungen zwischen Vätern und Töchtern, Brüder und Schwestern nicht die Ausnahme sondern die Regel sind. Und das führt zu Missbildungen. Und das sah man auch bei dem Jungen. Mit einem alter von 18 Monaten war es viel zu klein und hatte deformierte Pfoten, bis es letztendlich starb…
Und das ist auch eine Tatsache die mich berührt.
Und ein weiteres Problem ist Russlands Grenzzaun. Er trennt nicht nur Kater von Katzen sondern auch die Leoparden von ihren Beutetieren. So sind sie gezwungen in menschliche Nähe vorzurücken und ihre Tiere zu reißen, was wiederum zum Abschuss führt.
Die Nahrungsknappheit wird erst richtig anschaulich, als man sah dass sich das Weibchen, noch mit ihren Jungen, zum Lagerplatz des Männchens vorrückte und von seiner Beute stahl. Das war zwei Mal der Fall. Einmal ließ sie den Jungen den Vortritt, das nächste Mal aber vertrieb sie es und fraß zuerst, was bei einer Mutter eigentlich untypisch ist, wenn das Kind noch so jung ist.
Ein weiterer Grund für die Nahrungsknappheit ist auch der Kahlschlag, der nach dem Fall der Sowjetunion ungeahnte Ausmaße annahm. Mit dem Wald verschwand auch das Wild. Und noch ein Grund sind Militärstützpunkte, die während des kalten Krieges errichtet wurden.
Und auch diese Pipeline wurde in der Dokumentation angedeutet, aber wenigstens hat Putin noch soviel Courage sie zu verlegen.
Ich frag mich allerdings, warum die Staatsoberhäupter nicht früher reagiert haben und nicht erst dann wenn es schon zu spät ist.
Zu guter letzt sah man in der Dokumentation noch wie sich Vater und Tochter erneut näher kamen und gemeinsam in die Nacht verschwanden. Und dass sie sich erneut paaren würden.

Die Abschlussworte: Er (der Naturfotograf) weis nicht, ob er sie jemals wieder sieht…

Waren es vor hundert Jahren noch 400 Amurleoparden sind es heute nur noch um die 30.
Eingekesselt von Zäunen, Militärstützpunkten, Kahlschlag und dezimiert von Wilderei und Inzucht gehen die letzten Sibirischen Leoparden ihren Untergang entgegen.
Wie weit muss es noch kommen, dass der Mensch endlich aufwacht…


Ich hoffe ich hab dir den Inhalt einigermaßen gut erklährt.


LG Rudi


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Dieser Beitrag wurde von Rul am 24.11.2006, 13:35 Uhr editiert.

23.11.2006, 10:46
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Marina
Pantherkönigin




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Ich danke Euch für die Informationen. Leider war es mir nicht möglich, den Film zu sehen. Könnt Ihr noch eine genauere Beschreibung liefern? Eines vermute ich auch, bei nur noch so wenigen Tieren, sieht es schlecht aus.

Mir scheint, Leoparden haben überall einen schlechten Stand und das stimmt auch mich traurig und erzeugt in mir eine Hilflosigkeit. Kann jemand von Euch etwas mehr über die Doku sagen, mit seinen eigenen Worten?

23.11.2006, 07:49
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Rul
Tjololo




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Gestern lief sie nochmal...

Irgendwie "verfolgt" mich diese Dokumentation.
Innerhalb von 2 Monaten hab ich sie 3 mal gesehen, aber sie ist in keinen Fall langweilig geworden, im Gegenteil ...

Sie trifft mich immer mehr, schon allein wenn ich daran denke, wie wenig 30 noch lebende Tiere sind und auch die Tatsache, dass es für die Unterart des Amurleoparden wohl zu spät ist...

Versteht mich bitte nicht Falsch, aber ich habe die Hoffnung verloren. 30 meist verwandte Tiere können keine stabile Popolation mehr aufbauen ...

Das ist so grausam ... Ich könnte heulen ... schon wieder



LG Rudi


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22.11.2006, 23:44
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Rul
Tjololo




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Hab sie mir gestern auch angeschaut ... wirklich traurig diese Doku.
Muss zugeben dass es mir zum Schluss doch seit langem wieder Tränen in die Augen getrieben hat. Ich wusste dass es schlimm um sie steht, aber es hat mich doch berührt, als man zum Schluss die beiden davonziehen sah ... und die letzten Worte des Sprechers. Und noch dazu kam der schön - traurige Score von Alan Silvestris Forrest Gump ...

Heute um 11:30 Uhr zeigt NDR die Wiederholung.



Grüsse Rudi


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Dieser Beitrag wurde von Rul am 28.09.2006, 22:55 Uhr editiert.

28.09.2006, 06:27
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markus
(Gast)




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Heute Mittwoch um 20.15 Uhr wurde eine Sendung
über den Amur Leopard ausgestrahlt.
Es waren 45 min vom feinsten, sicherlich das beste
an Tiefdokumentation über Amur Leoparden was es
bisher gibt. Zum ersten mal hat ein Kamerteam ein Jahr
lang mit einem Russischen Experten Amur Leoparden
in freier Wildbahn fotografiert und auch gefilmt.
Es gibt ca. noch 30 Stück. Der Film berichtet über die
Probleme zur Erhaltung diese Art die ähnlich wie der
Süd Chinesische Tiger vor dem aus steht.

Für alle Interesenten und Liebhaber der gorßen Katzen
der Taiga absolut ein muß.

Vielleicht wird diese Sendung in den anderen 3. Programmen wiederholt.

28.09.2006, 00:33
 
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