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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Edinburgh
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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Zitat:
Original von Pattárchta
Betrachten wir eine Delinquenten, der Lebenslang einsitzen muß und dem noch eine anschließende Sicherheitsverwarung aufgebrummt wurde. Er kennt die Freiheit und weiß, daß er sein ganzes, weiteres Leben in seiner Zelle einsitzen muß. Wäre es denn dann nicht humaner, wenn man diesen Menschen hinrichten würde? Sind die Behörden da nicht grausam? Und in Zeiten knapper Staatskassen wäre dies nicht nur eine humane, sondern auch eine ökonomische Bestrafung.


OT: Da stimme ich zu, wenn auch dies nicht der Hauptgrund ist warum ich fuer die Todesstrafe bin.

Bruno war hier nur zweimal in den Medien: Das zweite mal heute um von seinem Tod zu berichten. Find ich richtig schade, aber andererseits - ja, vielleicht ist er so einem viel schlimmeren Schicksal entgangen. Er soll ja auch einmal angefahren worden sein. Wenn das wieder passiert waere und er davon gelaufen waere waere womoeglich elend an seinen Verletzungen eingegangen.

TamedTigress

27.06.2006, 19:47
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Moccaprinz
Tiger




Dabei seit: Februar 2005
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Beiträge: 547
Moccaprinz ist offline
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ich hab heut von kollegen gehört, dass der bär schon bei uns in der uni, in der veterinär-medizinischen einrichtung, sein soll ... weiß nicht, ob da was dran ist ...


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Pakistans letzte Leoparden

27.06.2006, 16:36
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Nala
Löwin




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Königsfelsen

Beiträge: 772
Nala ist offline
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Was mich in Erstaunen versetzt hat, ist die Meldung, nach welcher der ausgestopfte Bruno in selbigen Museum zu sehen sein wird, in welchem auch der letzte bayrische Bär (von 18hundertund) ausgestopft zu betrachten ist.
Ich finde das übel.


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...wonder where the lions are....

27.06.2006, 13:29
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Shirarch





Dabei seit: August 2002
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Beiträge: 238
Shirarch ist offline
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Was wollen die Medien mit dem Bären? Interviewen, wie er sich nach dieser Niederlage fühlt? Ich glaube, die verwechseln da grad was.

Zu Frage 2:
Weil es viele gibt, die den Schützen tot sehen wollen. Ein Jagdpächter in jener Region wurde kurz nach Bekanntwerden von Journalistenhorden belagert, weil sie alle glauben er sei es gewesen. Er wars aber nich... man (Zeitung, Stand heute) is sich ja noch nich mal sicher, ob es staatliche Jäger oder gar nur private Hansel gewesn sind. Is schon witzig.

Soweit ich das heute gelesen habe, haben sich die Tiroler sogar geweigert zu schießen.

27.06.2006, 09:38
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nettwork
Panthera leo




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Salzburg (A)
Beiträge: 702
nettwork ist offline
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Heute höre ich, dass die Medien Schwierigkeiten haben den toten Bären zu finden.
Wer versteckt ihn? Gebt es zu

Ich zweifle zwar nicht daran, dass der Bär geschossen wurde, aber die Sache ist schon komisch. In Bayern geht der Bär ja in Staatsbesitz über und die Jäger bekommen keine Trophäe (in Tirol wäre das anders gewesen). Also warum zögert man und steht nicht zu dem Abschuss?


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
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27.06.2006, 07:51
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Moccaprinz
Tiger




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Beiträge: 547
Moccaprinz ist offline
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das mit der zersiedelung mag richtig sein, aber es gibt auch gegenläufige trends ... nicht nur truppenübungsplätze, die nicht mehr gebraucht werden, sondern auch ehemalige wirtschaftliche flächen, die aufgrund von unrentabilität und abwanderung der wirtschaft SOWIE der bevölkerung, verwildern.

ich kann zwar nicht für ganz ostdeutschland sprechen, aber ich habe selbst in siedlungsnähe schon größere verwilderte gebiete gesehen - sicherlich ist und bleibt zersiedelung ein großes problem, doch die steigenden wildtierzahlen sind wohl nicht nur auf still gelegte truppenübungsplätze zurückzuführen. zumindest hoffe ich das.


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Pakistans letzte Leoparden

26.06.2006, 23:53
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Shirarch





Dabei seit: August 2002
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Beiträge: 238
Shirarch ist offline
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Moccaprinz, darf ich anstelle antworten? Die Leute reden von Bevölkerungsschwund in den östlichen Bundesländern, wenn ich das richtig verstehe, bzw. von wachsenden Wildtierzahlen?

Für mich gäbe (gibt) es dafür triftige Gründe, die dies untermauern würden, aber nichts miteinander zu tun haben: Die Leute wandern ab wegen fehlender Arbeit. Daher weniger Leute im betreffendem Gebiet. Korrekt. Wildtierzuwachs: allerdings nur dort möglich wo noch immer großflächige Sperrgebiete ehemaliger Truppenübunsplätze existieren. Dort lebt aber sowieso niemand...

Beides hat aber nichts damit zu tun, wie gut sich eine Wildtierart verbreiten kann. Das wirklich Problem ist die Zersiedelung. Jeder möchte gerne aus der Stadt raus ins Grüne und dort sein Häuschen haben. Also werden, leider gerade im Regierungsbezirk Dresden ganz stark aktuell, auch illegal Häuser ins Grüne gebaut. Für die Tiere bedeutet dies aber eine Zerstörung von zusammenhängenden Rückzugsgebieten. Sie finden kaum noch Landschaften - besonders in Deutschland - welche großflächig ein ungestörtes Leben ermöglichen. Dies ist aber nötig, damit sich eine Wildtierart wieder ansiedeln kann. Diese Zersiedelung ist also Schuld daran, daß wir Wildtiere immer wieder in menschlichen Siedlungen antreffen werden. Und wenn wir uns damit nicht anfreunden können, wird es niemals wilde Tiere - eigentlich wilde Beutegreifer - in Deutschland geben. Zumindest nicht in der Anzahl, welche ein selbständiges Überleben der Art ermöglicht.

26.06.2006, 23:44
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Moccaprinz
Tiger




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Beiträge: 547
Moccaprinz ist offline
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Zitat:
Original von Pattárchta

Vielleicht hast du da recht, Nettwork. Im Hinblick auf wachsende Bovölkerungszahlen (ja, Deutschland gilt ja immer noch als Einwanderungsland) muß man sich allerdings fragen, ob sich die "Natur" hinsichtlich des wachsenden Zersiedelungsgrades und steigender Populationsdichte jemals in geeigneter Weise ändern wird. Eher wird sich gegensätzlicher Effekt einstellen; und es werden noch mehr Tierarten vertrieben werden.
Der Mensch als solches wird sich nicht ändern. Das hat er die letzten 500000 Jahre über nicht getan, und er wird es weiterhin nicht tun.



hast du zahlen dafür, dass die bevölkerungsdichte steigt? ich hab letztens mal n sehr interessanten bericht über die wildtierentwicklung in ostdeutschland gelesen (in der newsweek) und die autoren dieser zeitschrift sprechen anders über die demographische entwicklung mitteleuropas ...


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Pakistans letzte Leoparden

26.06.2006, 23:25
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Shirarch





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Shirarch ist offline
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Das Problem, nettwork scheint mir zu sein, daß es in gewissen Kreisen einfach schick ist, sich mit Trophäen zu schmücken. Für sie ist es ist praktisch Lebensinhalt zu töten. Aus diesem Grund wirst Du niemals einen Konsens zwischen allen Beteiligten finden.

Jäger: meine Meinung zu Jägern ist leider sehr negativ geprägt. ich kann an diesem Volk nichts finden, was deren Dasein noch rechtfertigt. Sie sagen sie müssen den Wildbestand regeln. Werden jedoch natürliche regulatoren eingeführt - Luchs, Wolf, Wildkatze - legen Sie Widerspruch ein, weil diese Regulatoren den Wildbestand gefährden würden. Sie finden immer wieder einen Grund, um ihr Dasein zu rechtfertigen, egal wie weit hergeholt und wie wenig fundiert er ist. Leider ist die Lobby um die Waidmänner so stark, daß es nahezu aussichtslos erscheint, dagegen anzukommen.

Bauern: Für sie ist es nur wichtig entschädigt zu werden. Sie wollen Geld sehen. Leider jedoch reicht es Ihnen nicht eine angemessene Bezahlung zu bekommen - sie wollen mehr, immer mehr. Also wird auch hier kaum eine gütige Einigung möglich sein. Denn wie es Pattárchta schon sagte: Wenn sie für Verluste entschädigt werden, so müssen Sie auch verpflichtet werden, sich vor diesem Verlusten zu schützen - Möglichkeiten gibt es genug - aber dies würde wieder bedeuten, daß die Herrschaften investieren müßten. Das is natürlich unpopulär... Eigenverantwortung ist ein Wort, was in kaum einem Sprachschatz vorkommt und deswegen auch kaum Anwendung findet. Es ist leichter zu meckern und zu fordern, als sich anzupassen und zu akzeptieren, bzw. einen Schritt zurück zu treten.

Mensch allgemein: Dumm und unfähig sich der Natur anzupassen. Wir sind Gestalter, also wozu sollten wir uns dann an Gegebenheiten anpassen, die wir beeinflussen und nach unserem Gutdünken verändern können? Nahezu unmöglich an die Vernunft zu appellieren, weil Sensationsgier und persönliche Profilierungssucht dazu führen, daß sich Mensch immer wieder selbst in Gefahr begibt. Zu sehen an den Wanderern, welche sich der Gefahr bewußt den Bär bis auf wenige Schritte genähert und ihn dann auch noch verfolgt hatten.

Naturschützer: Neigen oft zur Übertreibung und finden deshalb kaum Gehör. Werden als Schwarzmaler bezeichnet und finden aus diesem Grund keine Akzeptanz, frei nach dem Motto: Ach komm schon, so schlimm kann es doch gar nicht sein. Oftmals spielen den Naturschützern Ignoranz, Überheblichkeit und Selbstmitleid der allgemeinen Bevölkerung einen üblen Streich. Diese ist mit persönlichen Problemen (Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrise, Krankenkassenbeiträge, Lotta in Love) zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sich auch noch um die Belange von ein paar Viechern im Wald zu kümmern.

Ich sehe keine Möglichkeit, diese Gruppen unter einen Hut zu kriegen.

Zum Bären: ja, es ist richtig, daß ein Schuß aus 150m mit einem Betäubunsggewehr nicht möglich ist. Ich habe heute sogar einen Wert von gerade mal 30m gehört, wo ein Schuß noch möglich ist. Außerdem bedarf es dazu eines Fachmannes. Ein Jäger soll zu einem Betäubungsschuß nicht geeigent sein. Nur: wenn die Jäger nicht nur den Abschuß im Kopf gehabt hätten, wieso haben sie niemanden verständigt und sind dem Bären auf der Ferse geblieben, hätten sich ihm auf die nötige Entfernung genähert und den Vetärinär geführt? Allein, weil der Wille dazu nicht da war. Sage ich.

PS. Es gibt überall Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Es gibt auch vernünftige Menschen, welche anders handeln, asl die Mehrheit. Deshalb sei meine Pauschalisierung nicht so eng zu sehen.

Dieser Beitrag wurde von Shirarch am 26.06.2006, 23:27 Uhr editiert.

26.06.2006, 23:21
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nettwork
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Man muss ja nicht alles pessimistisch sehen. Aber wie ich eben meinte ist es sicher kein erfolgreicher Weg Wildtiere auf die unvorbereitete Bevölkerung loszulassen. Denn wie wir gesehen haben reicht ein Schuss um alle Bemühungen zunichte zu machen.
Es ist so wie überall: Nur wenn ein breiter Konsens besteht wird ein Projekt auf Dauer toleriert.


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26.06.2006, 22:00
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