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Moccaprinz
Tiger




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Naja,

ich glaube nicht, dass sich die Geierpopulationen wirklich so erholen werden, dass es wieder so wird wie früher. Dazu hat sich einfach zu viel geändert. Die früheren Plätze, an denen sich die Geier aufgehalten haben, sind verschwunden (radikales Abholzen von Bäumen) und es gibt Nahrungskonkurrenten.

Es gibt viele Hunde und Rabenartige, die die Nische, die die Geier besetzt hatten, für sich gefunden haben. Ich bin mir nicht sicher, ob die Geier ihre Nische wieder zurück erobern könnten.

Aber ich denke, dass die Zahlen auf jeden Fall wieder stark steigen würden - immerhin sind diese Geier in den betroffenen Landstrichen ja fast gänzlich ausgestorben .. und früher gab s schon ne Menge Geier dort.

Ich hoffe das Beste und das Video macht mir ehrlich gesagt sogar etwas Mut.

Ich hab persönlich die Anfänge dieser Station gesehen - am Anfang waren es wirklich nur ganz kleine Käfige und die Geier, die dort waren sahen gar nicht gut aus. Diese große Voliere, die jetzt zu sehen ist, ermutigt mich wirklich etwas.

Naja, mal sehen

Pace Mocca


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Pakistans letzte Leoparden

09.10.2007, 21:16
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nettwork
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Die Entwicklungen in diesem Bereich sind wirklich spannend. Wenn es gelingt, dieses Medikament erfolgreich zu ersetzen, dann hat dieser Geier vielleicht wirklich wieder eine Chance. Momentan sieht es so aus, als wäre das das einzige Problem bei dem radikalen Rückgang dieser Art gewesen.


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09.10.2007, 11:22
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Moccaprinz
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Hallo Leute,

ich hab letztens ein ganz nettes Video zum Thema Asiatisches Geiersterben gefunden - lohnt sich, auch wenn es auf Englisch ist:

Klick

Pace,

Moccaprinz


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Pakistans letzte Leoparden

09.10.2007, 00:19
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Moccaprinz
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Hallo liebe Leute,

ich wollt euch nur mal kurz wieder die neuesten Entwicklungen zum Thema Geiersterben in Südasien mitteilen.

Nachdem die indische Regierung den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht hat, nämlich den Einsatz von Diclophenac in der Veterinärmedizin zu verbieten, sieht es auch in Nepal wieder besser für die Geier aus.

So produziert mittlerweile die größte Tierpharmazie-Firma Nepals eine billige Ersatzmedizin zu Diclophenac, was bedeutet, dass die Bauern auch dort umsteigen können. Die Frage ist jedoch, ob diese Ersatzarznei wirklich besser ist oder ob diese nicht auch für den Geier oder andere Tiere schädlich sein könnte - dies muss sich erst noch zeigen.

Des Weiteren ist vor einigen Tagen auch in Pakistan beschlossen worden, den Einsatz von Diclophenac binnen 6 Monate zu verbieten. Dies würde bedeuten, dass in allen großen Verbreitungsräumen der betroffenen Geierarten Diclophenac verboten ist bzw. Ersatzarzneien auf dem Markt sind.

Zwar bin ich auch positiv gestimmt und freue mich über diese Schritte in die richtige Richtung, aber andererseits befürchte ich, dass gerade in Indien und Pakistan schwer überwacht werden kann, ob dieses Diclophenac-Verbot auch richtig durchgesetzt wird. Erhalten die Bauern keine günstige Alternative zu Diclophenac, werden sie dieses wohl weiter verwenden.

Ich hoffe, dass es für die Geier Südasiens noch nicht zu spät ist...

pace Mocca


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Pakistans letzte Leoparden

27.09.2006, 23:35
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Moccaprinz
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ich seh folgende probleme:

1. wie teuer ist das neue medikament? in der theorie sollte diclophenac zwar heut schon nicht mehr verwendet werden, aber in der praxis wird es noch verwendet ... wenn das neue medikament nicht signifikant billiger ist, wird sich nichts dran ändern ...

2. konkurrenzdruck durch andere tiere ... hyänen, hunde, raben, schakale, etc. (man könnte die liste noch weiter führen) haben sich angepasst (ok, hyänen möglicherweise nicht, weil die auch ganz oben auf der abschussliste stehen) ... werden sich geier wieder etablieren können? ... hierbei denke ich - joa. geier vertreiben raben eigentlich sehr gut und würden auch gegen hunde ankommen ... der entscheidende vorteil -> die geier können für hunde und raben ungenießbare körperteile (z.B. knochen) auch noch verwerten ... ich glaube schon, dass das land der geier von den geiern wieder erobert werden könnte ... wenn da nicht problem nr. 3 wäre.

3. wir sprechen von geiern in den intensiv landwirtschaftlich geprägten gebieten (im tiefen dschungl oder im gebirge sind die geier meines wissens gar nicht von dem mysteriösen sterben betroffen bzw. in nur sehr kleinem ausmaß) ... und da haben wir das problem ... geier brauchen platz (bäume) ... und da in den letzten jahren in den landwirtschaftlich intensiv genutzen gebieten fast alle bäume abgeholzt wurden und bei aufforstungsprogrammen v.a. eucalyptus gepflanzt wurde (der scheinbar der heimischen fauna nicht wirklich nützlich ist -> darüber weiss ich aber nicht richtig bescheid) könnte dies ein ziemlich großes problem werden ...

denn geier sind zwar möglicherweise bessere verwerter als hunde, raben und ratten aber diese finden mit sicherheit in den intensiv genutzten gebieten leichter unterschlupf ...

insgesamt gesehen denke ich schon, dass sich bei sofortiger umstellung des medikaments was verbessern könnte ... die mini-populationen, die noch bestehen würden auch in dem völlig degradierten gebieten noch unterschlupf finden und könnten sich zumindest zu einem gewissen teil wieder erholen ... und die menschen hätten weniger probleme ... nämlich die in solchen warmen und feuchten gebieten gerade zu verheerenden gefahrenherde, nämlich verendete tiere.

mocca


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Pakistans letzte Leoparden

01.02.2006, 17:53
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nettwork
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Eine interessante Studie. Es ist wirklich traurig, dass bereits so viele Vögel an diesem Medikament sterben mussten, obwohl es offensichtlich eine Alternative gibt.
Nun kann man nur noch auf schnelle Umsetzung der Erkenntnisse hoffen. Da Geier ja eine sehr nützliche ''Gesundheitspolizei'' darstellen, kann ich mir vorstellen, dass auch die Regierungen an einer Umstellung der Medikamente interessiert sind.
Bleibt nur noch abzuwarten, wie stark der Konkurrenzdruck durch Hunde und Raben mittlerweile geworden ist und wie schnell sich die Geierpopulationen dann wieder erholen können.


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01.02.2006, 17:28
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Moccaprinz
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Hoffnungsschimmer für bedrohte asiatische Geier

Johannesburg/San Francisco (dpa) - Hoffnungsschimmer für die vom Aussterben bedrohten asiatischen Geier: Eine Entdeckung südafrikanischer Forscher könnte das Massensterben der Aasfresser auf dem indischen Subkontinent beenden.

Das Wissenschaftlerteam präsentiert im Fachblatt «PLoS Biology» (DOI: 10.1371/journal.pbio.0040066) eine lang gesuchte Alternative zum Tiermedikament Diclofenac, das für den dramatischen Rückgang der Geier-Bestände verantwortlich gemacht wird. Die Aasfresser vergiften
sich mit dem Mittel, wenn sie verendete Nutztiere verspeisen, die kurz zuvor mit dem Präparat behandelt wurden. Die Folge: In den vergangenen 10 bis 15 Jahren schrumpften die Geier-Bestände auf dem indischen Subkontinent um 97 Prozent.

Die indische Regierung hatte im März 2005 ein Diclofenac-Verbot in der Tierhaltung angekündigt, aber bisher keinen Ersatz für das Mittel gefunden. Die Experten um Gerry Swan von der Universität Pretoria stellen nun den Wirkstoff Meloxicam als geierfreundliche Alternative vor. Das Medikament gehört zur selben Arzneiklasse wie Diclofenac, ist für die Geier jedoch offensichtlich ungefährlich. Bei 35 gefangenen Geiern, denen das Mittel verabreicht wurde, zeigte Meloxicam jedenfalls keinerlei negative Wirkung, wie die Forscher berichten.

Anlässlich einer am Dienstag in Indien eröffneten zweitägigen Fachkonferenz zum Thema sprechen sich die Experten dafür aus, Diclofenac umgehend durch Meloxicam abzulösen. Zudem sollten aus dem verbleibenden Bestand der gefährdeten Vögel in der Zwischenzeit einige Exemplare in Aufzuchtstationen gebracht werden. Indien verfügt bereits über zwei derartige Stationen, in Pinjore (Hayana) sowie im westbengalischen Tiger-Naturpark Buxa.

Die Schmalschnabel- (Gyps tenuirostris), Bengalen- (Gyps bengalensis) und Indischen Geier (Gyps indicus) lebten vor dem Massensterben in zweistelliger Millionenzahl zwischen Nepal, Indien, Pakistan, Myanmar, Bangladesch, Bhutan und Kambodscha. Den Aasfressern kommt bei der ökologischen Hygiene ein wichtige Rolle zu, die nun zunehmend von wilden oder streunenden Hunden übernommen wird. Die Vermehrung der Hunde erhöht jedoch für den Menschen die Tollwutgefahr durch Hundebisse.

Geier haben in Indien zudem für die Religionsgemeinschaft der Parsen besonderen Wert: Diese bestatten ihre Toten in speziellen Türmen unter freiem Himmel, wo die Leichen dann von den Geiern verzehrt werden. Mit dem Geiersterben ist diese Begräbnistradition gefährdet.

Die britische Wissenschaftlerin Lindsay Oaks hatte vor zwei Jahren erstmals gezeigt, dass das Medikament Diclofenac die Ursache für das Massensterben der Geier ist. Untersuchungen hatten ergeben, dass die Aasfresser infolge einer Entzündung der Eingeweide sterben, die durch das Medikament verursacht wird.

Quelle: http://de.news.yahoo.com/31012006/3/hoffnungsschimmer-bedrohte-asiatische-geier.html

ihr glaubt gar nicht wie ich mich dadrüber freue ... jedoch muss jetzt ganz schnell gehandelt werden ... denn es gibt echt kaum noch geier ... früher hieß es, dass der geier das häufigst zu sehende tier auf dem indischen subkontinent ist ... (zumindest in pakistan) ... früher hab ich selbst auch noch oft geier gesehen ... die letzten 2 jahre als ich dort war dann gar nichts mehr ... die population der streunenden hunde ist stattdessen gewaltig gewachsen (die der raben übrigens auch) ... also ich würd mich freuen, wenn was geschieht und die letzten geier überleben/sich wieder vermehren könnten. sie sind nicht nur wichtig für das dortige ökosystem, sondern haben auch einen symbolischen wert.

pace - der glückliche moccaprinz


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Pakistans letzte Leoparden

01.02.2006, 13:30
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