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Tigerforum » Raubkatzen & Wölfe » Wölfe » Blutiges Ende für Wölfe aus Tripsdrill? » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
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pizzy
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Dabei seit: Dezember 2005
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Beiträge: 6
pizzy ist offline
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>>... von einem Wildpark oder Zoo sollte man allerdings vielleicht etwas mehr Fachkompetenz und Weitsicht erwarten können, als von Haustierbesitzer X, Y oder Z

Wenn Zoos oder Wildpark züchten ohne überhaupt Abnehmer zu haben, dann zählt nur die Kasse, nicht aber Moral und Ethik.

Und das ist keine Seltenheit und Tripsdrill nicht die Ausnahme.

>>... dass es auch "gute" Beispiele gibt, Annette, bezweifle ich gar nicht

Welche?

>>In der Vergangenheit war es oft so, dass man Jungtiere "produziert" hat, um die Attraktivität des Zoos oder Wildparks zu steigern, sprich: mehr Geld einzunehmen. Sehr oft wurden die Jungtiere später getötet oder an Zirkusunternehmen oder in eine sonstwie ungewisse Zukunft "verhökert" ... wie es aktuell aussschaut, weiss ich leider nicht, aber das Beispiel des Wildparks Tripsdrill zeigt, dass es wohl immer noch üblich zu sein scheint, sich nicht unterbringbarer Nachzuchten auf verachtenswerte Art und Weise zu "entledigen".

Es ist immer noch aktuell und Tripsdrill ist keine Ausnahme.
Der Punkt ist, dass es jetzt nicht mehr so einfach herausfindbar ist.

Frage doch mal Zoo Berlin, wo deren arktischen Wölfe der letzten 10 Jahren hin sind.

>>Der Zoo in meiner Heimatstatd verzichtet jedenfalls schon seit Jahren auf die Zucht von Grosskatzen, was ich sehr gut finde.

Welche Zoos ist das?

>>Allerdings gibt es laufend Delphin-Nachwuchs, der dann nicht überlebt ... wobei ich die Todesfälle, naja, mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachte. Zumindest bleibt den Jungtieren so ein "Leben" auf unbeschreiblich begrenztem Raum erspart.

Hast du hier Artikel oder eine Statistik die du mir zukommen lassen könntest?

Danke dir

16.12.2005, 16:19
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
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Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Hallo Annette,

ja natürlich gilt das für jede Tierart, egal ob Wild- oder Haustier. Es gibt so viel Haustierleid, eben wegen der unüberlegten oder unkontrollierten "Produktion" von Nachzucht ... von einem Wildpark oder Zoo sollte man allerdings vielleicht etwas mehr Fachkompetenz und Weitsicht erwarten können, als von Haustierbesitzer X, Y oder Z ... dass es auch "gute" Beispiele gibt, Annette, bezweifle ich gar nicht :)

Ja Tirica, eben diese Frage ist sehr heikel. In der Vergangenheit war es oft so, dass man Jungtiere "produziert" hat, um die Attraktivität des Zoos oder Wildparks zu steigern, sprich: mehr Geld einzunehmen. Sehr oft wurden die Jungtiere später getötet oder an Zirkusunternehmen oder in eine sonstwie ungewisse Zukunft "verhökert" ... wie es aktuell aussschaut, weiss ich leider nicht, aber das Beispiel des Wildparks Tripsdrill zeigt, dass es wohl immer noch üblich zu sein scheint, sich nicht unterbringbarer Nachzuchten auf verachtenswerte Art und Weise zu "entledigen".

Der Zoo in meiner Heimatstatd verzichtet jedenfalls schon seit Jahren auf die Zucht von Grosskatzen, was ich sehr gut finde. Allerdings gibt es laufend Delphin-Nachwuchs, der dann nicht überlebt ... wobei ich die Todesfälle, naja, mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachte. Zumindest bleibt den Jungtieren so ein "Leben" auf unbeschreiblich begrenztem Raum erspart.


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14.12.2005, 22:16
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Eine große Frage ist mir noch aufgetaucht: Wie kann man als Zoo auch nur ein einziges Tier weggeben, wenn man vorher nicht genauestens geprüft hat, wo es später leben wird, und ob es gut leben wird?
Ich würde das nie tun! Nicht bei Zootieren und auch nicht, wie es so mancher Haustierhalter mit Jungtieren tut, wenn er zu viele davon hat. Das ist meiner Meinung nach mindestens genau so schlimm, wie sich nicht rechtzeitig zu überlegen, ob man später gute Plätze für die Tiere finden wird. Mindestens so schlimm!
Ich weiß gar nicht mer, was ich noch von denen halten soll. Ich versteh hinten und vorne nicht, wie man so verantwortungslos sein kann!


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

14.12.2005, 18:02
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Jennymotte
Wolfswelpe



Dabei seit: Dezember 2005
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Jennymotte ist offline
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Das stimmt schon, aber es ist wirklich nicht in allen Wildparks so. Hier bei uns in der Nähe ist ein großer Wildpark, in dem vor einem Jahr 3 Polarwolfwelpen von Hand aufgezogen wurden. Sie haben ein riesengroßes Gehege mit sehr viel Wald und sollte es einen Wurf geben, was eigentlich auch so gewollt ist, dann werden die Wölfe selbstverständlich dort bleiben und es ist mehr als genug Platz dort vorhanden.

Die Biologin, die die Wölfe aufgezogen hat, ist ständig vor Ort und gehört zum Leiterteam des Wildparks.

Es gibt auch Leute, die wirklich verantwortlich damit umgehen.

Aber was den Fall Tripsdrill angeht, da gebe ich Dir natürlich vollkommen recht.

Das gilt aber auch für Hunde- und Katzenwelpen, die dann einfach ausgesetzt oder was sonst noch werden, weil man den Wurf "nicht gewollt" hat.

lg, Annette


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Das mir der Hund das Liebste ist, sagst Du, oh Mensch, sei Sünde. Der Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
Franz von Assisi

14.12.2005, 13:27
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: NRW

Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Empörung, Unverständnis, Verachtung ... habe ich auch empfunden. Aber liebe Leute: WER hat denn dafür gesorgt, dass diese 7 Wölfe (wahrscheinlich) einem grotesken Tötungsspass zum Opfer fielen?

Natürlich wäscht der Wildpark seine Hände in Unschuld, aber hey ... wenn ich nicht weiss, ob und wie ich Nachzuchten unterbringen kann, dann GIBT es eben keine Nachzuchten. Das mag den Wölfen einen weiteren Teil ihrer "Natur" rauben, ich bin allerdings der Meinung, dass man Leben gar nicht erst entstehen lassen sollte, wenn völlig unklar ist, ob es später überhaupt Lebensraum geben wird.

Der Wildpark hat eine Verantwortung zu tragen, wenn er Nachzuchten zulässt, und damit meine ich nicht, Jungtiere in eine mehr als ungewisse Zukunft zu entlassen und sie für einen Schleuderpreis an einen Tierhändler zu verhökern! Wie überall sollte man auch in diesem Fall das Übel bei der Wurzel packen und behördlich Nachzuchten verbieten, wenn nicht sichergestellt ist, wo und wie die Nachzuchten später einmal untergebracht werden können.

Wer meint, jedes Tier sollte sich ungehindert fortpflanzen dürfen, der sollte bitte tunlichst keine Tränen weinen, wenn die Nachzuchten eine derartige Unvernunft wieder und wieder "auszubaden" haben.


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14.12.2005, 10:57
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Jennymotte
Wolfswelpe



Dabei seit: Dezember 2005
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Jennymotte ist offline
  Guten MorgenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hallo und guten Morgen zusammen,

ich bin neu hier und gerade erst seit 5 Minuten hier Mitglied. Aber ich muss mich einfach anmelden, um auf diesen Beitrag etwas antworten zu können.

Es ist eine bodenlose Schweiner - sorry - dass so etwas möglich ist. Seit vielen Jahren bin ich ein großer Wolfs-Fan, habe auch die Bücher von Erik Ziemen usw. mit großem Interesse verschlungen und habe auch zwei DSH-Mix-Hündinnen.

Es ist leider wirklich immer noch so, dass in den meisten Fällen die größte Bestie, der Mensch ist.

Auf jeden Fall könnte ich heulen und vor Wut schreien, wenn ich solche Berichte lese. Ich hoffe, dass es bald irgendwie möglich sein wird, so etwas zu verhindern.

Jetzt wünsche ich erst mal allen Mitgliedern hier trotzdem einen schönen Tag, weil ich noch ein wenig arbeiten sollte ;-)

Bis demnächst,
ganz liebe Grüße,

Jenny


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Franz von Assisi

14.12.2005, 09:49
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CleanerWolf
Wolf




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CleanerWolf ist offline
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  Blutiges Ende für Wölfe aus Tripsdrill?Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Das habe ich gerade per Mail bekommen. Könnte kotzen!

Zitat:

Blutiges Ende für Wölfe aus Tripsdrill?
Von Thomas Dorn
Dass sieben Jungwölfe, die aus dem Wildparadies Tripsdrill stamen, im Frühjahr 2005 nach Spanien verkauft wurden, ist klar. Unklar ist, was aus ihnen geworden ist. Einiges spricht dafür, dass die Tiere bei einer so genannten Gatterjagd von zahlungskräftigen Jägern erschossen wurden.

Frank Albrecht spricht von einem Artenschutzskandal . Der 36-jährige Nürtinger Tierrechtler, der seit Jahren den Verbleib verschwundener Tiger- und Wolfbabys zu klären versucht, wurde im Februar auf Tripsdrill aufmerksam, als bei einer Verladeaktion ein junger Wolf ausbüxte (wir berichteten). Der Wolf wurde nach zwei Tagen wieder eingefangen - betäubt durch einen Schuss aus dem Gewehr des Tierhändlers Reiner Jobst aus Bayreuth.

Jobst war es, der dem Tierpark Tripsdrill damals insgesamt sieben Wölfe zum Preis von 840 Euro abkaufte. Beim Wolfsrudel hatte es 2004 Nachwuchs gegeben. Doch damit war die Kapazität im Gehege für eine artgerechte Haltung nicht mehr gegeben , so Tripsdrill-Pressesprecherin Britta Dirrler.

Was aus den Tieren geworden ist, weiß man in Tripsdrill nicht. Tierhändler seien Vermittler und würden ihre Empfängeradressen nicht preisgeben, weil der Handel sonst direkt abgewickelt werden könnte. Herr Jobst hat uns zugesichert, dass die Tiere in ein großes Gehege kommen und artgerecht untergebracht würden , so Britta Dirrler. Bei späteren Versuchen, etwas über den Verbleib der Tiere zu erfahren, sei man auf verschlossene Türen gestoßen .

Die artgerechte Unterbringung bezweifelt Frank Albrecht. Wenn ein Tierhändler eingeschaltet wird, ist meistens etwas faul , so seine Erfahrung. Gleich nach dem Verkauf setzte er sich mit Tripsdrill und auch mit Reiner Jobst in Verbindung. Der habe ihm erklärt, dass die Tiere nach Spanien, in die Nähe von Badajoz, verkauft worden seien. Angeblich in einen Zoo. Auf Anfrage der Heilbronner Stimme konnte sich Jobst gestern nur noch erinnern, dass die Tiere nach Spanien gingen. An wen und wohin, konnte er nicht mehr sagen.

Der einzige Tierpark in Spanien, der Wölfe hält, ist der Lobopark in Antequera. Und der hat die Tiere nicht bekommen. Der Lobopark-Betreiber, ein Deutscher, äußerte gegenüber Frank Albrecht schon damals die Befürchtung, die Tiere könnten an einen Jagdhofbesitzer verkauft worden sein. Er informierte die spanischen Behörden.

Eine Nachricht, die jetzt durch die spanische und deutsche Presse ging, gibt der Befürchtung neue Nahrung: Die spanische Polizei hat bei Badajos sieben Verdächtige wegen der Beteiligung an einer illegalen Gatterjagd festgenommen, bei der Tiger, Löwen, Luchse und Wölfe geschossen wurden. Den Tieren seien nach der Jagd die Köpfe als Trophäen abgetrennt worden. Auch sieben verbrannte Wolfskadaver wurden entdeckt.

Der Tierpark Tripsdrill hat die Zusammenarbeit mit Reiner Jobst offenbar eingestellt. Einige Tiere des Wolfsnachwuchses von 2005 wurden direkt an den Wild- und Freizeitpark Klottern abgegeben.

Leserbriefe an:

redaktion@stimme.de

13.12.2005


__________________
Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

13.12.2005, 18:06
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