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tiger-lilly
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Hi Myril,

die grossen Pflanzenfresser (Mammut, Wildpferd, Kamel) in Nordamerika sind durch die ersten Menschen (Stichwort: Clovis-Kultur) während der letzten Eiszeit ausgerottet worden. Die Raubtiere (Löwe, Säbelzahnkatze, Kurzschnauzenbär, Gepard, Dire-Wolf) sind ausgestorben, weil sie keine Nahrung mehr gefunden haben.

Buchtipp: "Menschen gegen Monster" von Ted Oakes, wo dieses Artensterben in Nordamerika sehr gut beschrieben ist.

Ich denke aber auch, daß die Idee vom Pleistozänpark scheitern wird. Und zwar nicht wegen Naturschutzaspekten, sondern weil irgendwelche konservativen Jagdpuristen aufgrund dieser "Faunenverfälschung" um ihr Jagdwild fürchten. Und noch eins: Elefanten z. B. haben die Eigenschaft, weite Wanderungen zu machen. Glaubt ihr die machen vor den Grenzen dieses Parkes halt? Ich nicht.

tiger-lilly

28.08.2005, 12:40
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big-tiger
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big-tiger ist offline
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Ich finde, bevor die Amis auch nur daran denken sollten, dieses Vorhaben in Angriff zu nehmen, sollten sie zusehen, dass sie die Natur, die sie jetzt haben, erhalten lernen.
Weiterhin finde ich, dass soetwas überhaupt nicht umgesetzt werden sollte, wie Myril schon sagte, es gibt einen Grund, warum diese Tierarten ausgestorben sind. Sie waren einfach nicht mehr die angepasstesten und wurden von denen verdrängt, die es waren. Artensterben hat es schon von Beginn der Erde an gegeben; nur nennt man das Evolution, weil die direkte Konsequenz die war, dass eine neue Art entstand.

Ich kann mich in meiner Meinung also ganz Myril anschließen: Ich bin vollkommen dagegen.

28.08.2005, 12:11
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Myril
Tripple-As



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Das ist doch ein Scherz, oder? Es wird ja wohl seine Gründe gehabt haben, warum diese Tierarten ausgestorben sind.
Die Amerikaner sind doch nicht mal in der Lage, ihr jetziges Tierreich zu schützen, momentan metzeln sie ihre Mustangs grausam nieder und dann wollen sie stattdessen ein paar Elefanten und gleich noch Geparde ansiedeln?
Und ich will hier wieder Mammuts haben... und bitte Dinosaurier. Wir könnten ja auch Säbelzahntiger ansiedeln, dann wär endlich mal was los

Ich hoffe das ist nur ein Hirngespinst irgendwelcher verrücktgewordener Wissenschaflter....


__________________
Gruß
Myril

Dieser Beitrag wurde von Myril am 11.10.2011, 20:23 Uhr editiert.

28.08.2005, 12:02
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tiger-lilly
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  Geparden und Elefanten in der US-Prärie?Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Debatte um "Wiederbelebung" der nordamerikanischen Eiszeit-Fauna - manche der ausgestorbenen Spezies haben auf anderen Kontinenten nahe Verwandte

Washington - Eine Gruppe von Biologen und Ökologen rund um Josh Donlan von der Cornell University hat in "Nature" einen Plan vorgestellt, der ebenso nostalgisch wie utopisch erscheint: Die "Wiederbelebung" der bis vor nicht allzu langer Zeit noch artenreichen Megafauna des nordamerikanischen Kontinents.

Bis vor etwa 13.000 Jahren bevölkerte eine hohe Zahl von Großsäugetierarten Nordamerika - zeitgleich mit der Einwanderung und Ausbreitung von Menschen verschwanden die meisten dieser Spezies, ganz wie auf anderen Kontinenten auch. Indizien für gezielte Bejagung der Großtiere durch den Menschen gibt es; ob dies der alleinige Grund für ihr Aussterben war, ist Gegenstand anhaltender wissenschaftlicher Debatten.

Suche nach Verwandten

Einige dieser Spezies haben in der heutigen Tierwelt keine Entsprechung mehr: etwa Riesengürteltiere oder Riesenfaultiere. Andere hingegen haben auf anderen Kontinenten mehr oder weniger nahe Verwandte hinterlassen. So lebten in Nordamerika mehrere Arten von Mammuts und Mastodons aus der Ordnung der Rüsseltiere, als deren einzige rezente Spezies bis heute die drei Elefanten-Arten überlebt haben.

Die heute in Nordamerika lebenden Wildpferde sind Nachkommen von aus Europa mitgebrachten Hauspferden - der eigentliche Ursprung der Pferde liegt aber auf dem nordamerikanischen Kontinent, wo sie bis vor 13.000 Jahren ebenso vorkamen wie Wildesel und mehrere Arten von Kamelen, deren letzte Verwandte heute noch in Asien, Afrika und Südamerika anzutreffen sind.

All diese Spezies verschwanden nach der letzten Eiszeit ebenso wie die großen Raubtiere, die von ihnen als Nahrungsquelle abhängig waren: Manche davon sind unwiederbringlich verloren: Der riesige Kurznasenbär etwa oder die Säbelzahnkatzen. Auch Löwen und Geparden gehörten jedoch fest zur nordamerikanischen Fauna - und sie haben heute noch nahe Verwandte in der Alten Welt

Geparden und Elefanten in der US-Prärie?
Debatte um "Wiederbelebung" der nordamerikanischen Eiszeit-Fauna - manche der ausgestorbenen Spezies haben auf anderen Kontinenten nahe Verwandte
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Und hier kommt Donlans Plan ins Spiel: In einem 50-Jahre-Plan könnten die jeweils nächsten Verwandten ausgestorbener Spezies aus Afrika und Asien in speziellen Reservaten innerhalb der USA ausgesiedelt werden. Die dünn besiedelten Großen Ebenen würden sich für einen solchen "Pleistozän-Park" anbieten. Den Anfang sollten etwa Wildesel und -pferde oder Kamele machen, später würden sie von problematischeren Spezies wie Elefanten und schließlich auch Raubkatzen gefolgt.

Damit wäre nicht nur der Arterhaltung der in ihren natürlichen afrikanischen und asiatischen Habitaten bedrohten Spezies gedient, es würde auch die verarmte Fauna Nordamerikas wiederbelebt. Ein Beispiel für Lücken, die diese Verarmung hinterlassen hat, ist der Nordamerikanische Gabelbock: Dieser trotz seines Aussehens nicht mit den Antilopen verwandte und nur in Nordamerika vorkommende Paarhufer kann auf erstaunliche Geschwindigkeiten beschleunigen: Indiz dafür, dass er einst Beutetier des nordamerikanischen Geparden war - heute ist seine Schnelligkeit sinnlos geworden.

Neu ist nicht gleich alt

Die Idee der gezielten Neu-Bevölkerung eines Kontinents ist nicht neu: Im 19. Jahrhundert machten sich in Europa "Akklimatisationsgesellschaften" daran, die nach der Eiszeit ebenso verarmte hiesige Fauna durch Aussiedlungen fremder Spezies zu "bereichern". Keinem dieser Projekte - ob Pinguine in Skandinavien, Kängurus in Deutschland oder Zebras und Antilopen in Westeuropa - war jedoch ein dauerhafter Erfolg beschieden. Heute ist man Neozoen gegenüber generell sehr skeptisch eingestellt: zu groß sind die Schäden, die absichtlich oder unabsichtlich eingeschleppte Tiere anrichten können.

Auch die Vision vom "Pleistozän-Park" stößt daher bei vielen auf Ablehnung: Der Biologe Chris Haney von "Defenders of Wildlife" weist darauf hin, dass sich ausgestorbene Arten nicht einfach durch moderne Verwandte ersetzen lassen: das daraus entstehende Ökosystem ist nicht dasselbe wie das vergangene. Überdies könnte ein solches Projekt Ressourcen von den Versuchen, den noch vorhandenen Überresten der indigenen Großfauna - Wölfen, Grizzlies oder Elchen - das Überleben zu sichern. Douglas Inkley von der National Wildlife Federation in Reston, Virginia, bringt es laut "New Scientist" auf den Punkt: "Ich muss mich mit Wölfen beschäftigen, nicht mit Mastodons."
(red)


Quelle: der standard

28.08.2005, 00:58
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