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smaloki
Jungwolf




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smaloki ist offline
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Irgendwie gefällt mir nicht was du sagst so wie du es sagts. Aber das ist wahrscheinlich nur meine Meinung. Versuch mich mit konkreten Belegen zu überzeugen, dass wir keine Jagd brauchen und alle Jäger mordlüsterne Primaten sind.


Gehen wir mal von meinem Heimatbundesland aus: Brandenburg.
Wir haben eine hohe Bestandsdichte wildernder Hunde.
Wir haben Überpopulationen an Rehwild. Auch die Zahlen für Rot- und Schwarzwild sind stellenweise stark überhöht.
Dazu kommen lokal Schäden innerhalb der Bestände die auf falsche Bejagung zurückzuführen sind (zu hohe Zahl an Weibchen, schwächere Tiere vorallem unter den geschlechtsreifen Männchen).
Von Füchsen gar nicht erst zu reden.

Schafft man jetzt die Jagd ab wie du es vorschlägst haben wir allein hier in der Uckermark in 5 Jahren schätzungsweise den 12-fachen Frassschaden durch Wild. Das bedeutet, dass Ackerbau in 10 Jahren eher unrentabel wird. Hinzukommt, dass bei der aktuellen Gesundheit des Wilds auch schwache Tiere führen würden wodurch zum Fraßschaden noch rund das 5-fache an zertrampeltem Getreide kommt.
Langzeitfolgen sind: hohe Ernteverluste, Waldschäden/-sterben durch Winterfraß, mehr Wildunfälle, übergriffe von Wild auf Gärten und eine erhöhte Sterblichkeit vorallem unter Jungtieren.

So dazu kommen dann die Hunde, die an den schwächeren und toten Tieren fressen und eine geringe Scheu vor Menschen zeigen.
Fehlt ihnen Wild (Aas) suchen sie andere Nahrung.


Ich will jetzt nicht sagen, dass es unter der Jägerschafft nicht auch schießwütige "Vertreter" gibt. Leider ist es so.
Aber das ist nicht der Grundgedanke.
Lies doch einfach mal ein Grundlehrbuch zur Jagd. Da stehen eindeutig die Regeln und Gesetze zur Hege des Walds und Wilds drin. Das ist nämlich die Aufgabe eines Jägers. Das Wild und den wald gesund zu halten, dass das eine stark und gesund ist und der andere erhalten bleibt. Nebenbei bewahren sie Äcker vor Fraßschäden (in der Regel durch Schreckschüsse.)


@Edit:

Habe mich grad mal ansatzweise mit dem Programm der Seite "http://www.abschaffung-der-jagd.de/" befasst.

Klingt ja ganz nett, ist aber eher unrealistisch für die Wildregulation. (wie man z.B. am Nationalpark Bayrischer Wald sieht in dem das Wild in Wintergattern gehaltne und gefüttert werden muss um Waldschäden zu vermeiden. Frage: ist es tierlieb tausende einzuferchen?)

In erster Instanz sollen Bauern auf die Ernte waldnaher Ackerflächen verzichten um sie dem Wild zu überlassen während der Wald umstrukturiert wird (ein langjähriger Prozess). Bei uns in der Uckermark würde das grob geschätzt 15 bis 40% der Ackerfläche bedeuten (je nach Definition von waldnähe). Also selbst bei optimistischer Prognose untragbare Verluste für Landwirte. Für den Staat ein Fass ohne Boden, falls der es finanzieren soll.

Die nachfolgenden Verfahren aus dem Umweltschutz sind lokal anwendbar aber nicht großräumig tragbar wenn Wälder sich entweder in Privatbesitz befinden oder unter forstwirtschaftlicher Nutzung stehen (bezieht sich auf Natürliche Sukzession/ Biotopvernetzung).


Die erwähnten Programme finde ich persönlich äußerst sinnvoll und wert sie zu verfolgen. Allerdings sollte lokal abgewogen werden in wie fern sie realisierbar sind.

Dieser Beitrag wurde von smaloki am 13.08.2005, 19:10 Uhr editiert.

13.08.2005, 18:48
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Jaegerjaeger
(Gast)




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  Jagd ist nicht zeitgemaßAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

-------------Wenn auch nur 10 Tiere erschossen werden im Jahr, so sind es bereits 10 Tiere zuviel.

Hintergründe, detaillierte Aufklärung und Fakten zur Jagd unter folgenden links:

www.Tatort-Wald.de
www.wir-fuechse.de
www.abschaffung-der-jagd.de

Nur wer sich informiert kann mitreden und was bewirken

80% der Menschen in Deutschland sind gegen die Jagd.

Jagd dient lediglich der Befriedigung einer kranken tierquälerischen Minderheit von 0,3 %. - diese Leute gehören in ärztliche Behandlung.

Jährlich werden 300.000 Katzen ermordet
Jährlich werden 45.000 Hunde ermordet.
Gesamtzahlen sprechen von über 5 Millionen Tieren/jahr

Armes Land, mit solchen alten Nazi-Gesetzen.
Die letzte Reform fand 1934 statt.

13.08.2005, 16:12
 
PattWór
Crond'Llor




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Whough
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@ Smaloki:
Das ist eine sehr gute Idee, daß du den Jagdschein machen willst. So kommt denn wenigstens einer in die Riege der Weidmänner, dem es in erster Linie um die Tiere geht und nicht um das Sammeln von Trophäen.


__________________

Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


08.08.2005, 13:58
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smaloki
Jungwolf




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Ich versteh dich ja und weiß auch wie du es meinst.
Es ist nur, dass es für jemanden der das "nur mal so liest" falsch rüberkommen könnte.

Es sind ja auch wirklich nicht wenige schwarze Schafe. Selbst wir hier in der tiefsten Provinz haben trotz Jagdvereinen einige Reviere an solche Leute verloren. Man sollte etwas gegen den Erwerb von Waldgebieten bei unsachgemäßer Nutzung unternehmen.
Nachdem ein Gast-"Jäger" bei uns kurz hinterm Haus einen Wolf geschossen hat habe ich allein bei dem Wort Jäger rot gesehen.

Naja, hab mir vorgenommen selbst ein klein wenig zu unternehmen und einen Jagdschein zu machen. Aber keine Angst, ich bin viel zu sehr Biologe um ein Tier zu schießen es sei denn es ist absolut unheilbar (Unfallwild zum Beispiel) werd also auch kein Revier belegen.
Geht mir mehr darum die Sache besser zu verstehen und mitreden zu können, wenn es zu Problemen kommt.

08.08.2005, 00:52
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Goldkatze
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@smaloki:
Ich weiß ja, aber dadurch, dass es fast immer die sind, die es eben nicht wissen, von denen man hört... Naja... rege ich mich eben meistens über diese auf, wenn es um die Jagd geht (sicherlich zu einseitig, ich weiß). Vor allem weil ich immer das Gefühl habe, dass es viel zu viele davon gibt, nicht nur ein paar schwarze Schafe, wie man, ich weiß nicht mehr in welchem Bericht, meinte.
Außerdem hab ich mich schon lange nicht mehr darüber aufgeregt, das musste mal wieder sein .


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On the day Cc was born, 6,000 unwanted pet cats and kittens were destroyed in the USA.

07.08.2005, 22:16
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smaloki
Jungwolf




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Ja solche Jäger gibt es leider immer öfter. Haben Geld gute Reviere zu pachten und statt sie zu hegen, wie sie's sollten kommen sie ein zweimal im Jahr mit 'nem haufen Kumpels im Schlepptau, schießen alles kurz und klein und hauen mit 'nem sack voll Trophäen ab. Oder sie kommen um den Platzhirsch zu schießen, so dass sich von Jahr zu Jahr immer mehr und immer schwächesres Wild ansammelt...

Hier bei uns wo dank Aufsicht der Jagdvereine lokale Jäger hegen sollen funktioniert das ganze Prinzip größtenteils.

@Goldkatze: Es gibt auch noch ein paar "ehrliche" Jäger, die wissen wozu sie da sind. Aber leider sind es andere die in der Öffentlichkeit strahlen. Und der Stolz auf die Pracht eines Tieres liegt nur in der Natur des Mannes. Selbst wenn er es erlegen muss, soll er doch seinen Stolz haben. Es geht nicht um die Zahl. Zumindest sollte es das nicht.

Beim Muffel finde ich die Zahl ziemlich hoch. Wir haben in unserem Kreis nicht mal so viele Tiere so weit ich weiß.

07.08.2005, 21:15
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Goldkatze
Routinier




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Beiträge: 452
Goldkatze ist offline
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Mmmh, das kommt mir auch sehr, sehr viel vor. Vor allem hoffe ich, dass die Herren und Damen einmal darüber nachdenken, warum die Zahlen gesunken sind. Für mich sieht das nach einer sinkenden Wilddichte aus und ich kann mir trotz aller Gegenargumente nicht vorstellen, dass der Anteil der Jäger daran so unbedeutend ist, wie immer behauptet wird.
Sicher, Umweltverschutzung und die Einschränkung des Lebensraumes mögen vielleicht mehr ausmachen, aber wieso muss man dann noch zusätzlichen Druck auf eine zurückgehende Population ausüben? Mit welchem Recht schießt/schoss man auf Feldhasen, denen es vor gar nicht allzu langer Zeit so schlecht ging? Der Bestand erholt sich zwar momentan, aber das wäre für mich kein Grund die Quote auf diese Art zu erhöhen. Es ist für mich schlichtweg unlogisch, diesen Erfolg auch nur durch ein "paar hundert" tote Hasen mehr zu gefährden, als es in meinen Augen nötig ist. Wenn man einen Faktor abstellen kann, sollte man es auch tun.

@Shula:
Ich glaube schon, dass ein Jäger seine erlegten Tiere "sammelt". Schließlich kann man dann stolz erzählen, wie viele Tiere man schon zur Strecke gebracht hat.


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07.08.2005, 20:20
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Shula
Omega-Wolf




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Shula ist offline
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125 315 Stück? Entschuldige mal!!!
Und dann die unbedeutende Rolle des Muffelwildes. "Nur" 245 Tiere wurden erlegt. Wie mickrig .
Jedes Einzelne ist ein Lebewesen mit eigenen Gedanken, Gefühlen, Erinnerungen.
Das hört sich an als würden sie, keine Ahnung, Bierkorken sammeln oder so.


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Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.

04.08.2005, 16:13
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Moccaprinz
Tiger




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Beiträge: 547
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Schwerin (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommerns Waidmänner haben im abgelaufenen Jagdjahr weniger Tiere zur Strecke gebracht als in der Saison davor. Wie das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden insgesamt 125 315 Stück Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild erlegt. Im Vergleich zum vorhergehenden Jagdjahr fällt die Strecke um fast 3750 Stück Wild geringer aus. Das Ministerium sprach dennoch von einem Ergebnis auf hohem Niveau. Ein Jagdjahr dauert von Anfang April bis Ende März des darauffolgenden Jahres.

Mit 50 760 Stück Schwarzwild liegt das Streckenergebnis trotz leicht rückläufiger Tendenz zum vierten Mal in Folge über der 50 000-Marke. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) forderte die Jägerschaft auf, bei der Wildschweinjagd nicht nachzulassen.

Bei Rotwild wurden mit 6227 Tieren 183 mehr erlegt als im Vorjahr. Beim Damwild sank die Zahl um 1713 auf 10 711. Muffelwild spielt in Mecklenburg-Vorpommern eher eine unbedeutende Rolle. Hier wurden 245 Stück zur Strecke gebracht. Mit 57 372 Stück blieb das Jagdresultat für Rehwild konstant.

(ddp)



ähm, sorry aber das kann doch nicht alles allein in meck-pom. geschossen werden oder??? soooo viel? und dann sagen, dass große jäger wie lüchse und bären denen den wildbestand wegknabbern würden? da muss doch n fehler sein oder??? *konfus*


__________________
Pakistans letzte Leoparden

04.08.2005, 16:04
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