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Flatline
Jungwolf




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Also ich muss mir jetzt wirklich mal Luft verschaffen, sonst platze ich, weil mich diese Themen über Wildtierhandel, der damit zusammenhängende Artenschwund usw., ungeheuer aufregen.
Ich werde diesen Thread jetzt einfach gründlichst missbrauchen um einiges (ich hoffe nicht ungerechterweise) in einen Topf zu werfen, um MEINE Ansicht zu den vergangenen, ähnlichen, diesem gegenwärtigen und auch zukünftigen ‚Themen’ kundzutun!!!!

Mir geht es zum Beispiel langsam gegen den Strich, daß es immer heißt, WIR beuten Entwicklungsländer aus und wie, Du nettwork meinst, dass denen fast nicht anderes übrig bleibt als mit ihrem ;Rohstoff Lebewesen’ ihren desolaten Entwicklungsstatus aufzubauen.
Wir müssten Spenden, wir müssten Alternativen bieten, wir müssten Helfer schicken!!!
Warum sind die nicht in der Lage sich selbst zu helfen? Ich glaube, diese sogenannten Entwicklungsländer sind so von der Hilfe anderer VERWÖHNT, daß sie einfach nur zu bequem sind, ihren Grips anzustrengen und sich für ihr Land, ihre Fauna und Flora einzusetzen. Und ich bin davon überzeugt, daß die NICHT so hilflos sind, wie sie uns Glauben machen wollen.

Bleiben wir beim Beispiel Sumatra, das zu Indonesien gehört. Indonesien hat an Fläche 13.677 Inseln (davon 6.044 unbewohnt); insgesamt 6 543 200 qkm (davon ca. 1 904 570 qkm Land- und ca. 5 300 000 qkm Meeresoberfläche), ca. 207 022 000 Einwohner, 26 Provinzen und 3 Sonderbezirke (Jakarta, Yogyakarta, Aceh)! Was die Bildung angeht hat Indonesien 418 höhere Bildungsinstitutionen und 342 Studienrichtungen, z.B. Büroverwaltung, Agronomie (Agrarwirtschaft), Architektur, Astronomie, Landschaftsplanung, Biologie, Umweltbiologie, Biotechnologie, Landwirtschaftliche Produktion, Kommunikationsdesign, Produktdesign, Wirtschaftswissenschaften, Nachrichtentechnik, Krankenhausverwaltung, Medizin, Forstwirtschaft, Curriculum und Bildungstechnologie, Industriemanagement, Finanz- und Bankmanagement, Management bei Entwicklungsprogrammen, Verkehrsbau, Computersysteme, Elektroenergietechnik, Demographie Umwelttechnik, usw. usw. usw.!
Also, warum kriegen die nichts alleine auf die Reihe und brauchen FREMDE Hilfe? Die haben in der heutigen Zeit, die gleichen Möglichkeiten wie andere Länder und könnten ganz von vorne anfangen. Aber nöööööö……

Oder Mexiko!!! Unter http://www.tigerfreund.de/01/forum2.htm wo es heißt: Armut behindert Artenschutz!

Da heißt es laut einer der Artikel (die Tiger-Lilly so fleißig sammelt): „Einer der größten Probleme für den Artenschutz in der dritten Welt ist die Armut. Deshalb versuchen viele Länder ihre Kassen mit Jagdtourismus aufzufüllen. Das Problem ist nur, daß das Geld so gut wie gar nicht bei der armen Bevölkerung landet, sondern beim Militär oder bei den Bürokraten. So wird durch falsches Management und Korruption Aderlass an der Natur betrieben. Hier…ein Artikel aus Mexiko…...dass Naturschutz in der Praxis nicht immer so einfach ist…… zeigt auch das Beispiel Zoh Laguna. Das ist ein kleines Dorf inmitten des feuchtheißen Tropenwaldes der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Die nächste größere Stadt liegt 130 Kilometer entfernt. Es gibt Strom, aber kein fließendes Wasser……"Wir haben nur eine Chance, das hier zu erhalten, wenn wir die örtliche Bevölkerung einbinden und davon überzeugen, ihren Lebensraum zu schützen." Dazu müsste die Bildung der Menschen verbessert werden, sagt der Planungschef der Gemeinde, Carlos Cavich. "Aber die Lehrer haben selbst keine sehr gute Ausbildung und geben höchstens drei Tage pro Woche Unterricht."…………….Neuerdings setzen lokale Unternehmer auf Öko- und Ruinentourismus und haben in Hotels investiert, während Umweltschutzorganisationen aus dem Aus- und Inland von den Bauern Land im Randgebiet zu kaufen, um es der Schutzzone einzugliedern. Naturschutz und Armutsbekämpfung zu vereinen, alle Beteiligten mit ihren unterschiedlichen Interessen an einen Tisch zu bringen und ein schlüssiges Gesamtkonzept auszuarbeiten - diese schwierige Aufgabe hat sich die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Calakmul gesetzt.“ (->Ich hab’ das ein bisschen zusammengestückelt! Sorry!)

Zu den sogenanten Entwicklungsländern und deren Bildung eine kleine weitere Auflistung (Abkürzungen-> Bildungsinstitutionen-BI <-> Studienrichtungen-SR):
Brasilien: 728 BI<-> 46 SR
Kenia: 46 BI<-> 656 SR
Mexiko: 692 BI<->74 SR
Ghana: 24 BI<->96 SR
Indien: 333 BI<->14 SR
Kongo: 46 BI<-> 42 SR
China: 1943 BI<->25 SR
USA (natürlich kein Entwicklungsland): 283 BI<->15 SR
Germany: 126 Universitäten mit Promotionsrecht und unzählige Studienrichtungen.

Also, will man mir jetzt wirklich weiß machen, daß es da keine ‚klugen’ Köpfe gibt, die ihrem Land den nötigen Kick geben? Wozu studieren die in den Entwicklungsländern, wenn sie dann nach dem Abschluß Reis zupfen oder Wildtiere verhöckern?
Wie soll ich mir die Studiengänge vorstellen? Wie viele Quadratzentimeter soll ein Fischernetz haben oder wie kann ich auf zehn verschiedene Sprachen sagen: Palmkakadu, Goldlöwenäffchen oder Schildkröte zu verkaufen, kostet 15000 Euro, Dollar (oder was auch immer!) ?
Außerdem, jetzt ihm Wahne nach 60 Jahren Nazi-Deutschland habe ich einen Bericht über Trümmerfrauen angesehen und ich weiß noch gut, wie meine Großmutter mir dauernd unter die Nase gehalten hat, daß zum größten Teil Frauen und Kinder ganze Städte, die zerbombt waren, wieder aufgebaut haben. Warum geht das in den so genannten Entwicklungsländern nicht? Auch Amerika (das gebe ich jetzt wirklich reichlich ungern und zähneknirschend zu!) hat es innerhalb von weniger als fünfhundert Jahren geschafft, aus einem vollkommen..ähm jungfräulichen…Land eine Zivilisation aus dem Boden zu stampfen die an der Spitze von einfach allem steht.
Warum schaffen das Afrika, Indonesien und all die anderen Entwicklungsländer nicht, die sich benehmen, als könnte man ihren Gehirnwindungen durch einen einfachen Tritt in den Allerwertesten den Garaus machen und liest dann ständig so was:

http://www.tigerfreund.de/01/forum2.htm
http://www.tigerfreund.de/01/forum2.htm
http://www.tigerfreund.de/01/forum2.htm
http://www.tigerfreund.de/01/forum2.htm

Diese Länder brauchen nur einen Funken Stolz auf ihre einzigartige Artenvielfalt, müssten Arbeit, Zeit und Kreativität investieren, damit dann vielleicht so was-> http://www.tigerfreund.de/01/forum2.htm nicht vorkommt!

So, ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel, aber für mich musste das mal sein!!!! Puuh…!

23.05.2005, 17:25
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nettwork
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Da sieht man wieder mal, wie unterschiedlich man die Dinge auslegen kann:

Ich würde sagen, die Leute betreiben Wildtierhandel, WEIL ihnen nach den Zerstörungen die Spendengelder vewehrt werden.

Man müsste den Leuten vernünftige Alternativen anbieten, denn zum Spaß macht das ja eh keiner. Mit ''man'' meine ich nicht nur die ''gute'' westliche Welt. Es spricht auch nichts gegen lokale Initiativen. Warum verkaufen die Europäer keine Alpensalamander und Kammmolche nach Asien? Ich bin mir sicher die Chinesen würden das Essen, oder zu Medizin verarbeiten. Aber wir tun es nicht, weil unser Bürojob lukrativer ist! Wenn man Alternativen hat, lässt man sich leichter von dummen Ideen abbringen.


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20.05.2005, 14:38
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Jungwolf




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Sumatra? Ist das nicht eine Tsunami-Insel gewesen?
Also wenn ich jetzt zynisch wäre, würde ich sagen, mit der Förderung des Wildtierhandels bauen wir zerstörte Regionen wieder auf,

weil z. B. lt. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,351332,00.html ->…nach Einschätzung des Bundesverbands der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) verzögern die Abläufe in den zuständigen Ministerien die Auszahlung der Hilfsgelder. "Die fertigen Projekte liegen vor, nur die Finanzierung kommt nicht in die Pötte", kritisierte BGW-Sprecher Marian Rappl. Die Behörden sollten die Projektvorschläge zügiger prüfen, damit die Hilfe endlich anlaufen könne, sagte er !!! <- Zitat Ende!

Unser Spendengeld würde also nur einen (schnelleren mehr oder weniger kriminellen!) Umweg nehmen!

Oder wir könnten trauern, daß der Tsunami einfach nicht die Richtigen erwischt hat.

Hmmm…auf jeden Fall sind Wildtiere wohl die rentabelsten ‚Rohstoffe’ Sumatras, die Geld bringen, also schaffen wir uns alle einen Palmkakadu für bis zu 15.000 Euro an! Oder?

Neee…natürlich nicht, denn Ich finde, man sollte sofort sämtliche Spendengelder zurückhalten, sämtliche Helfer abziehen, bis diese Schweinerei aufhört und sie begreifen, daß sie nicht nur ‚Zivilisation’ aufbauen, sondern auch ihr Wildtierreservior schützen sollten.
Was die ‚zivilisierte übrige Welt’ angeht, die diesen ‚Handel’ eigentlich möglich macht, sollten horrende Strafen ausgearbeitet werden. Mir würden da diverse unschöne psych. & phys. Strafen einfallen, die allesamt gegen die gültigen Menschenrechte & die Genfer Konvention verstoßen für die Wildtierhändler UND die Abnehmer! Zu hart? Meiner Meinung nach nicht und mich fragt zum Glück keiner!

20.05.2005, 12:09
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tiger-lilly
Tiger




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  Flut des Wildtierhandels trockenlegenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Flut des Wildtierhandels trockenlegen

Frankfurt, 15.05.2005: Mehr als 3000 Tiere fanden Artenschutzexperten vergangene Woche bei einer Stichprobe auf den Wildtiermärkten im indonesischen Medan auf der Insel Sumatra. Ein großer Teil der dort entdeckten Arten ist in ihrem Bestand bedroht. Nach Angaben der Umweltorganisation WWF wird in Medan etwa ein Fünftel aller angebotenen Arten illegal gehandelt.

Einige dieser seltenen Tiere landen auch in deutschen Käfigen. Kunden aus aller Welt zahlen horrende Preise für ihre "Lieblinge". In Deutschland wird ein Palmkakadu für bis zu 15.000 Euro gehandelt. Gemäß einer aktuellen Studie von TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm des WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN, landen vor allem Papageien und Kakadus sowie seltene Singvogelarten wie Beos auf den Märkten von Medan. "Bisher war Sumatra wegen seiner artenreichen Regenwälder berühmt. Mittlerweile ist die Insel auch für die Artenvielfalt auf den Tiermärkten berüchtigt", so WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. Er fordert: "Der illegale Markt muss ausgetrocknet werden."

Im Rahmen der nun vorliegenden Langzeitstudie wurde der Wildtierhandel über fünf Jahre intensiv beobachtet. Das Ergebnis: Der Markt für bedrohte Tiere wächst in Medan stetig an. Die Zweimillionenstadt ist eines der Zentren des illegalen Handels. Insgesamt knapp 350 verschiedene Arten haben die Experten von TRAFFIC während ihrer Forschungen gefunden. Neben vielen bedrohten Vogelarten auch seltene Gibbons, Krokodile, Pythons und Stachelschweine.

Die meisten in Medan angebotenen Tiere stammen aus dem nahe gelegenen Gunung Leuser Nationalpark. Immer mehr Tiere werden dort gefangen. Der zunehmende Handel bedroht das Überleben vieler Arten, fürchtet Homes. Viele sind nach indonesischem Recht bislang nicht geschützt. Nach Ansicht des WWF ist es höchste Zeit, dass die Regierung aktiv wird. "Medan ist eine Drehscheibe des internationalen Wildtierhandels, und die indonesische Regierung verschließt die Augen", so Homes.

Der WWF setzt sich nicht nur für eine stärkere Gesetzgebung, sondern auch für einen besseren Vollzug bereits bestehender Verordnungen ein. Nicht nur vor Ort sind Experten gefragt, sondern auch in Ländern wie Deutschland. "Nur ein Zollbeamter, der eine bedrohte und geschützte Art erkennt, kann illegal gehandelte Tiere beschlagnahmen", erläutert WWF-Experte Homes. Der Abbau von Zollkontrollen, mangelnde internationale Zusammenarbeit und das Fehlen von speziell ausgebildeten Spürhunden bieten bislang Schlupflöcher, die Tierschmuggler in großem Stil ausnutzen.

Quelle: Umweltjournal, WWF

19.05.2005, 20:51
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