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Marozi
Panthera leo maculatus




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Ein Forscherteam hat sich auf den Weg in die großen Wälder von Arkansas (USA) gemacht, in der Hoffnung weitere Sichtungen des eigentlich ausgestorben gedachten Elfenbeinspechts zu machen. Dennoch bewerten Sie Ihre Chancen als recht gering. "Der Pfad ist ziemlich kalt zu diesem Zeitpunkt" so Ken Rosenberg, Ornithologe der Cornell Universität in Ithaca (N.Y.), auf einem Symposium von Vogelexperten in dieser Woche. Das letzte mal wurde der Specht nachweislich am 14. Februar 2005 gesichtet, zwei Monate vor der offiziellen Bekanntmachung der Wiederentdeckung.

Der Schlüssel ist jetzt das Auffinden eines Nestlochs oder ähnlichem. Andere wichtige und noch zu erlangende Informationen sind die Zählung der Population, ob sie sich fortpflanzen, welche Nahrung sie hier zu sich nehmen und ihr genaues Verbreitungsgebiet. Die jetzige Expedition wird sich auf das Auffinden des Nistplätze und weitere Aufnahmen des unverwechselbaren Klangs des Spechts konzentrieren.


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

07.11.2005, 20:17
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tiger-lilly
Tiger




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Das ist eine großartige Nachricht. Ich hoffe, daß es den Leuten auch mal gelingt das erste Farbphoto dieser wunderschönen Vogelart zu schiessen. Ich hoffe auch, daß die geplanten Bauprojekte in diesem Gebiet gestoppt werden und dass das gesamte Gebiet, wo dieser Specht lebt zum Weltkulturerbe erklärt wird. Aber mit der Bush-Regierung ist das leider nur ein Traum und die Zukunft des Spechtes sieht nicht so rosig aus.

03.08.2005, 21:38
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Audioaufnahmen vom unverwechselbaren Sound eines Elfenbeinspechts haben die Forscher um Richard Prum von der Yale Universität Conneticut von der Echtheit des Vogels, der bis vor kurzem als ausgestorben galt und von Ornithologen aus Cornell kürzlich in Arkansas gefilmt wurde, überzeugt. Diese hatten im vergangenen Monat ihre Zweifel an der Wiederentdeckung des als ausgestorben geltenden Spechts angemeldet und eine entsprechende wissenschaftliche Veröffentlichung im Journal PLoS, in der sie diese näher erläutern würden, angekündigt.

"Wir haben ihnen einige Soundaufnahmen von diesem Sommer, aufgenommen in den Wäldern von Arkansas, gesandt" so John W. Fitzpatrick von der Cornell Universität, einer der (Wieder-)Entdecker des Elfenbeinspechts. "Wir schätzen ihre Fähigkeit zu sagen, dass sie jetzt glauben." Tatsächlich waren die Zweifel durchaus berechtigt. "Wir waren sehr skeptisch bei den ersten veröffentlichten Berichten und dachten dass die Daten nicht ausreichend sind um diese Schlussfolgerung [die Wiederentdeckung] zu unterstützen", so Prum. "Aber die aufregenden neuen Soundaufnahmen beweisen klar und überzeugend das der Elfenbeinspecht nicht ausgestorben ist." Zudem gibt es Indizien, dass auf der Aufnahme die Stimmen von mehr als einem Specht im Areal vorhanden sind. "Der Vogel den wir sahen, muss eine Mommy und einen Daddy haben," so Direktor Scott Simon vom Nature Conservancy Arkansas. "Wir haben solide Beweise für einen. Wir glauben es sind mehrere." Die Aufnahmen des Elfenbeinspechts wurden erst nach der Veröffentlichung des Videos analysiert und entdeckt. "Einer der Fälle, die sie in ihrem Artikel bringen war dass wir keine akkustischen Beweise präsentierten. Wir dachten es wäre dringend, unsere Analysen im April zu veröffentlichen," so Fitzpatrick. Es ist jetzt geplant, die Aufnahmen auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Vom 23. bis 27. August 2005 an der American Ornithologists Union in Santa Barbara, Kalifornien.

News.Yahoo


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03.08.2005, 21:22
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Marozi
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Ein Team von drei Ornithologen um Richard Prum von der Yale Universität Conneticut hat Zweifel, dass der im April in Arkansas auf Video aufgenommene Elfenbeinspecht tatsächlich ein solcher ist.

Detaillierte Studien des Films weisen für die Forscher, darunter Experten für den Elfenbeinspecht wie Jerome Jackson von der Florida Gulf Coast University, vielmehr darauf hin, dass es sich um einen ähnlich aussehenden Haubenschwarzspecht handelt. Die Wissenschaftler der Cornell Universität, die den Vogel von einem Kanu aus gefilmt haben, hatten diese Möglichkeit in Betracht gezogen aber dann zurückgewiesen. Prum lehnt es bis auf weiteres ab über seine Zweifel zu diskutieren und vertröstet auf einen kommenden Artikel. Ebenso haben es John Fitzpatrick, einer der Ornithologen aus Cornell, und seine Kollegen abgelehnt sich zum jetzigen Zeitpunkt zu äußern. Der Artikel von Richard Prum, Jerome Jackson und Mark Robbins von der Universität Kansas wird in etwa einem Monat im Journal PLoS erscheinen und neben der Analyse der drei Vogelkundler auch einen Beitrag des Cornell-Teams enthalten.

Die Analyse wird zudem auch Auswirkungen auf die politische Ebene haben. Die Regierung Bush plant den Schutz für gefährdete Tierarten zugunsten der Wirtschaft zu lockern. Das US Department of Agriculture stellte über 10 Millionen US-Dollar für den Erhalt des Elfenbeinspechthabitats bereit. Zudem bedeutete die jetzt angezweifelte Wiederentdeckung einen massiven Touristenboom in Arkansas.

Nature.com


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22.07.2005, 14:19
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Die Wiederentdeckung des Elfenbeinspechts in Arkansas führt jetzt zu zahlreichen Suchexpeditionen im dessen ehemaligem Verbreitungsgebiet. Das Ziel dieser Suchen ist natürlich, jede andere möglicherweise existierende Population des Spechts zu lokalisieren. "Definitiv wird es eine Suche geben", so Jeff Fleming vom U.S. Fish and Wildlife Service Atlanta. Ein vielversprechendes Areal könnten die Sümpfe des Waccamaw-Flusses in Nord-Carolina sein, wo 2004 zwei Fischer zwei Vögel beobachteten deren Beschreibung auf die des Elfenbeinspechts passt. Einer der Fischer übermittelte diese Sichtung kürzlich dem "Ivory Bill Search Project" im Cornell Lab of Ornithology in Ithaca, N.Y. Eine Suche dort ist geplant, ein Datum dafür steht jedoch noch nicht fest. Fleming sieht als Zeitplan die Aufstellung der Suchstrategien im Spätsommer und die Suchen selbst im Winter, da es zu dieser Zeit leichter ist Vögel bzw. Spechte in den Wäldern zu entdecken. Obwohl also noch keine weiteren organisierten Expeditionen laufen, gehen Biologen bereits Sichtungen in Lousiana und Mississippi nach.

Seitdem der Elfenbeinspecht 2004/2005 wieder gesichtet wurde und dies am 28. April verkündet wurde, sind mehr als 2000 Sichtungsberichte im Cornell Lab aufgenommen worden. Anne Hobbs, die die Berichte auswertet, sagt, dass 98 % davon lediglich auf den ähnlich aussehenden Helm- oder den Rotkopfspecht zurückgehen. Dennoch gab sie rund ein Dutzend "vielversprechende" Berichte an den Suchprojektleiter Ron Rohrbough weiter, der die Waccamaw-Fluss-Sichtung als die erfolgversprechendste ansieht. Einer der Vögel, die über die beiden Angler hinwegflogen, hatte einen roten Kamm, der andere einen schwarzen. Und, so Rohrbaugh, die Männer sind mit dem pileated woodpecker und seiner irreführenden Zeichnung vertraut. Aufgrund dessen gab man die Sichtung auch an das "Waccamaw-River National Wildlife Refuge" weiter wo der Biologe Craig Watson den Angler und das Sichtungsgebiet aufsuchen wird.


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08.07.2005, 19:43
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tiger-lilly
Tiger




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Er galt zweimal als ausgestorben. Die letzten gesichterten Beobachtungen waren 1944 in Louisiana sowie 1949 und 1999 auf Kuba. Nun gibt es gesichterte Erkenntnisse, daß der Elfenbeinschnabelspecht (mit 50 cm der größte Specht der Welt) noch existiert. Schon der berühmte amerikanische Vogelkundler und Zeichner John James Audobon hat ihn in seinem Werk "Birds of America" gezeichnet. Leider war der Specht schon seit der Besiedelung der USA ein Opfer der Menschen. Er wurde gejagt und seine Wälder wurden abgeholzt. So, daß er bis zur Mitte der 1940iger Jahr fast vollständig verschwunden war. Diese Woche gab es nun folgende Sensationsmeldung:

Amerikanische Vogelkundler haben eine Spechtart wiederentdeckt, die seit Jahrzehnten als ausgestorben galt. Wenigstens acht Mal seien in einem kleinen Gebiet des Bundesstaates Arkansas wieder Elfenbeinspechte gesichtet worden.

Das berichtete das US-Magazin 'Science' in seiner Onlineausgabe (DOI: 10.1126/science.1114103) vom Donnerstag. Der Elfenbeinspecht, eine der größten Spechte der Welt, zählte bislang zu sechs nordamerikanischen Spechtarten, die bereits seit 1880 als ausgestorben galten. Die acht Beobachtungen von Elfenbeinspechten seien in den vergangenen zwei Jahren von unterschiedlichen Menschen oder Teams in einer Entfernung von drei Kilometern in der Region Big Woods gemeldet worden - ein von Sümpfen durchzogenes Auenwaldgebiet.

In einem Fall gelang nach Angaben des Forschers John Weaver Fitzpatrick und seines Teams von der Cornell University in Ithaka (Staat New York) eine Videoaufnahme. Sie sei zwar etwas verschwommen, lasse aber deutlich genug charakteristische Merkmale der schwarz-weißen Gefiedermarkierung sowie der Flügelspannweite eines Elfenbeinspechts erkennen

Quelle: RTL

Hier ein weitere Meldung auf Englisch:

http://www.birdlife.org/news/pr/2005/04/ivory_billed_news.html

Anmerkung: In den letzten 15 Jahren hat es einige sensationelle Wiederentdeckungen von Vögeln gegeben, die man für mehrere Jahrzehnte ausgestorben hielt, z. B.

Blewitt's Kautz, Indien 1997 (verschollen seit 1895)
Cebu-Blütenpicker, Philippinen 1999 (verschollen seit Anfang des 20 Jhd)
Seit 2003 halten sich Mitarbeiter von Birdlife in Myanmar (früher Burma) auf. Letztes Jahr sah man die verschwommene Silhouette einer großen Ente, die zu 90% Sicherheit die Rosenkopfente sein könnte. Auch eine Entenart, die seit 1940iger Jahren als ausgestorben gilt.

29.04.2005, 17:32
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