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cheetah
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
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Beiträge: 303
cheetah ist offline
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von cheetah am 17.Nov.2001 00:48

Die Frage nach dem Tourismus in Afrikas Naturschutzparks ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Ich weiß auch nicht, wem ich glauben soll, denn einerseits heißt es, daß sich Geparden an die Touristen gewöhnt hätten und deshalb auch nicht bei der Jagd behindert würden. Man geht sogar noch weiter, indem Beobachter behaupten, daß Geparden die Jeeps als Deckung benutzen, oder sich bei Bedrohung unter die Jeeps zurückziehen. Es wäre wohl eher ein ästhetisches Problem, wenn um eine Gepardenfamilie 20 Touristenfahrzeuge stehen würden (die Leute wollen unberührte Wildnis fernab jeglicher Zivilisation sehen) [Pölking].
Andere wiederum haben gerade durch die Touris eine große Jagdbehinderung beobachtet [Barfuss]. Die Fahrzeuge fahren viel zu dicht an die cheetahs heran, schrecken die Beute auf und verhindern so oft den Jagderfolg. Unentschieden also.
Sicher ist aber auch, daß mit dem Tourismus Geld ins Land fließt, mit dem die Wildreservate erhalten werden könnten.
Für mich ist da aber die Frage: geschieht das auch? Oder verschwindet das Geld wieder in dunklen Kanälen und geht in die dreckigen Pfoten korrupter Leute?? Was ich nicht glaube ist, daß die dort lebende Bevölkerung als Wilderer bezeichnet werden sollte. Denn das sind zum Großteil Naturvölker, die im Einklang mit den Gegebenheiten leben. Sie wildern nicht, sie nehmen sich nur, was sie zum leben brauchen. Und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die "Zivilisatuion" in Afrika einbrach, hat dies auch funktioniert.
Ein weitaus größeres Problem sind die Farmer. Sie haben das Land der Großen Katzen mit ihren Rindviechern beschlagnahmt. Sie glauben, daß es ihr Recht ist, eine Katze abzuknallen, wenn sich diese auf dem Farmland blicken läßt. Sie wollen einfach nicht kapieren, daß sie das natürliche Gleichtgewicht stören. Heute habe ich in einem Bericht im Spiegel gelesen, daß Tierschutzorganisationen in Afrika die schlimme Situation damit retten wollen, indem sie z.B. den Geparden zur begrenzten Trophäenjagd freigeben. "Der Farmer muß erkennen, daß die gefleckte Katze auf "seiner" Farm einen Wert von ca. 1.500 Dollar besitzt, die verloren gehen, wenn er sie selber abschießt." Er muß sie also leben lassen, damit irgendein dämlicher Macho aus den Staaten oder auch Europa kommt, um sich eine Trophäe für die Wand zu schießen! So wäre es möglich die Bestände zu sichern und - (frei übersetzt von mir) - für einen kontrollierten Rückgang der Spezies Gepard zu sorgen. Nein, man glaubt, so die Bestände sichern zu können...

19.01.2002, 15:59
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gepard





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gepard ist offline
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am 16.Nov.2001 17:04

In manchen Gebieten Afrikas sind Geparden so selten geworden, dass sie regelrecht von Touristen belagert werden. An eine Erfolgreiche Jagd und eine ausreichende Versorgung der Jungen ist somit nicht gegeben. Werden die Geparden mit dieser Stresssituation fertig und sind sie noch in der Lage ihren Bestand stabil zu halten? Wie einfach wäre es die jährlichen Touristenströme zu unterbinden! Ich frage mich nur, was besser ist. Touristen die Geld ins Land bringen und somit den Weg für Reservate und Wildhüter ebnen oder doch eine Bevölkerung, die wildern muss um zu überleben. Eine Frage zu der ich noch keine Antwort weiß.

gepard

Dieser Beitrag wurde von gepard am 04.02.2010, 19:47 Uhr editiert.

19.01.2002, 15:57
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