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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
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Informationstechnologie hat immer einen großen Pferdefuß im Bereich der Sicherheitstechnik. Die verschiedenen Verfahren klären die Idendität anhand mit Vergleichswerten in einer Datenbank. Was passiert nun, wenn es einen Sicherheitsbruch gibt und mein DNA Profil mit dem eines Schwerverbrechers vertauscht wird. Bis zum Zeitpunkt einer gerichtlichen Klärung könnte man meine Idendität quasi komplett stehlen.

Diese Art von Diebstahl ist übrigens keine Zukunftmusik. In den USA gab es schon zahlreiche Fälle, in denen Hacker sich in Bankcomputer gehackt haben und einfach die Kundendaten mit gefälschten Zugangsdaten überschrieben haben. Faktisch hat der Kunde also sein ganzes Geld abgehoben, dumm nur das sich jemand anders für ihn ausgegeben hatte. Trotz Fingerabdruck. Man hat eben den Fingerabdruck in der Datenbank der Bank geändert.

Jedes Sicherheitssystem ist nur so stark wie sein schwächster Punkt. Selbt der Computer des amerikanischen Verteidigungsministeriums wird angegriffen und manchmal sogar mit erfolg. Meint jemand es würde vom Staat soviel Geld investiert um das DNA Profil jedes Bürgers ebenso "gut" zu beschützen? Biometrie würde sicher viele Verbrechen leichter aufklärbar machen, aber auch einen ganz neuen Kiminalitätszweig erschaffen. Und ehrlich: Diese neue Kriminalität hört sich gefährlicher an als Gemüsediebstahl.


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

04.04.2005, 16:07
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Flatline
Jungwolf




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Beiträge: 68
Flatline ist offline
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Ufff….extrem schwerer Tobak für Nicht-Wissenschaftler. Bis man dahinter kommt, daß es sich um Retina-Scans, Daumenabdrücke, etc. handelt, dauert es.

ABER: Ist es nicht im Sinne der Politik „gläserne“ Menschen zu erschaffen, die sie nach belieben kontrollieren und gängeln können? Und wurden Kritiker nicht immer schon einfach kurzerhand mundtot gemacht? (In diesem Artikel auf besonders wirksame Weise, wie mir scheint.)

UND: Ist es denn nicht wunderbar, wenn beim Einkaufen die Kassiererin Mörder oder Vergewaltiger überführen kann? Wenn das Bank-Terminal ungeklärte Vaterschaften klärt? Wenn Kellner durch eine Speichel-Analyse feststellen können ob man gegen bestimmte Lebensmittel allergisch ist?

HALLO: Willkommen im 21. Jahrhundert!!!!

(Oder hab’ ich das Thema verfehlt?)

04.04.2005, 13:04
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
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Whough
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Biometriekritiker auf staatlichem IT-Sicherheitskongress unerwünschtAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich frage mich, wann das Äußern regimkritischer Meinungen unter Strafe gestellt wird. Jedenfalls hat das mit Demokratie nicht mehr viel gemein. Aber lest selbst ...

Zitat:

Biometriekritiker auf staatlichem IT-Sicherheitskongress unerwünscht


Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BS hat den Dresdener Informatikprofessor Andreas Pfitzmann auf Grund "aktueller Entwicklungen" bei seiner Jahreskonferenz ausgeladen. Der Datenschutzexperte sollte ursprünglich einen Vortrag halten zum Thema "Werden biometrische Sicherheitstechnologien die heutige IT-Sicherheitsdebatte vor neue Herausforderungen stellen?". In dem Manuskript für den abgesprochenen Beitrag, das Pfitzmann bereits Mitte Februar an die Bonner Behörde geschickt hatte, setzt sich der Informatiker kritisch mit den Möglichkeiten der Biometrie im Bereich der inneren Sicherheit allgemein sowie konkret mit den aktuellen umstrittenen Plänen der Bundesregierung zur Einführung biometrischer Merkmale in die Pässe und Personalausweise der Bundesbürger auseinander.

Das war der Behörde, die Bundesinnenminister Otto Schily untersteht, für den 9. Deutschen IT-Sicherheitskongress aber wohl doch zu heikel. Datiert vom 18. März erhielt Pfitzmann die Absage für seine Rede. In den letzten Monaten hab es "zahlreiche neue Entwicklungen und Themen" gegeben, "die unsere Teilnehmer im Kongress von uns präsentiert haben möchten", teilte BSI-Präsident Udo Helmbrecht dem Professor mit. Man sei deswegen wenige Wochen vor der Konferenz in der "misslichen Lage, das Programm nochmals ändern zu müssen".

Pfitzmann beklagt in einem Antwortbrief an Helmbrecht, Journalisten, Politiker und Wissenschaftler, den ein eifriger Blogger bereits im Internet nebst des nicht mehr untergebrachten Vortrags veröffentlich hat, den "ungewöhnlichen Schritt" seitens des BSI. "Das Thema ist so aktuell und manche Argumente der Vortragsausarbeitung sind so brisant, dass einer der Entscheidungsträger meinte, Sie zu diesem für Sie selbst offenbar peinlichen Schritt veranlassen zu müssen", zieht der Experte den Umkehrschluss aus der offiziellen Absagebegründung.

Angesichts der "faktischen Machtverhältnisse" sei die Entscheidung zur Ausladung im Bundesinnenministerium (BM getroffen worden, vermutet Pfitzmann. Dieses habe schließlich in den letzten Monaten sowohl für die Biometrie in den Ausweisdokumenten, als auch für die von Pfitzmann in einer Schlussfolgerung seines Beitrags abgelehnte Vorratsdatenspeicherung engagiert. Und zwar "in einer Weise, dass hier offensichtlich jedes abwägende Augenmaß fehlt", empört sich der Professor, den das BMI noch vor vier Jahren mit der Ausarbeitung eines umfangreichen Gutachtens zur "Modernisierung des Datenschutzrechts" beauftragt hatte. Die Gegenargumente für die politische Position des BMI seien vermutlich als bedrohlich empfunden worden, könnten mit der Programmänderung aber nicht aus der Welt geschafft werden.

In dem Vortragsmanuskript zeigt sich Pfitzmann skeptisch über den Großversuch zur Einführung sicherer und anwendungsfreundlicher Biometriesysteme im Rahmen der technischen Aufrüstung der Ausweisdokumente. "Soweit ich zurückdenken kann", betont Pfitzmann, "sind solcherart sichere biometrische Systeme jeweils für in zwei Jahren angekündigt. Nach mehr als zwei Jahrzehnten beginnt mir der Glaube daran zu schwinden." Fragen des Datenschutzes im Sinne "informationeller Selbstbestimmung" seien darüber hinaus bei der "extrem fehler-intoleranten" Biometrie "noch schwerer befriedigend zu beantworten". So würden Forscher schon seit 15 Jahren berichten, dass "beispielsweise der tiefe Blick ins Auge auf die Netzhaut nicht nur hilft, Menschen zu unterscheiden, sondern auch am Montag bei Arbeitsantritt unbemerkt auszuwerten, wie tief sie am Wochenende ins Glas geschaut haben -- wenn nicht noch Persönlicheres." Insbesondere sorgt sich Pfitzmann aber über den sich abzeichnenden Einsatz des menschlichen Genoms als neues biometrisches Merkmal, da damit auch ererbte Eigenschaften vermessen werden könnten.

Pfitzmann kommt zu der Schlussfolgerung, dass biometrische Verfahren -- "sowohl was ihre kurz- und langfristige Sicherheit angeht, als auch im Hinblick auf ihre 'Nebenwirkungen' bezüglich dem Offenbaren medizinischer Daten" -- bei weitem nicht "so untersucht und stabil" seien, "dass mir ein massenhafter, flächendeckender Einsatz verantwortbar erscheint". Er warnt davor, dass sich die Menschen künftig möglicherweise "in der physischen Welt nicht mehr bewegen können, ohne mit jedem einzelnen Schritt personenbezogen auswertbare Spuren zu hinterlassen."

Quelle


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


04.04.2005, 12:13
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