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Shula
Omega-Wolf




Dabei seit: September 2004
Herkunft: Narnia
Oberösterreich (A)
Beiträge: 248
Shula ist offline
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wenn der raum rund ist, so wie tirica sagt, müsste nicht außerhalb des raumes wieder etwas sein? oder versteh ich da was falsch?

die tatsache, dass es rein theoretisch kein nichts gibt, bringt mich auf eine frage, die ich mir schon soo oft gestellt habe:
ich gehe einmal davon aus, dass am anfang der zeiten nichts da war!? Aber wie kann etwas, irgendetwas entstehen, wenn wirklich nichts da ist?!
Das bringt einen automatisch zur religion, zu der frage nach einem höheren wesen, nach gott!!
da der mensch keine plausible erklärung auf diese frage hat, geht er davon aus, dass es doch dinge zwischen himmel und erde (oder besser im universum) gibt, die er nicht erklären, fühlen kann, die er nicht bemerkt. "Dinge" wie Gott. Oder aber er verdrängt ganz einfach fragen, die er nicht beantworten kann, setzt sich damit nicht auseinander. Oder, die dritte möglichkeit, er findet sich damit ab und geht davon aus, dass die wissenschaftler noch eine erklärung finden.

read you, shula (eine ratlose shula )

@ Pattárchta: nur so nebenher: was ist logik? wie weiß man ob etwas logisch ist? wenn es möglich ist, dass alles leben illusion ist, könnte doch auch die logik illusion sein!? eine vorgegaukelte logik sozusagen!!


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Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.

29.03.2005, 12:22
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PattWór
Crond'Llor




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PattWór ist offline
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Zitat:
Original von Tirica
Würde das dann nicht bedeuten, dass es kein Nichts gibt? Zumindest nicht in dieser Welt? Denn der Bereich außerhalb des Universums ist ja wieder in einem gemeinsamen Bereich mit dem Universum und das Universum ist ja Energie... Oder hab ich da jetzt einen Knoten im Hirn?

Hehe ... auch die Philosophie muß sich den Gesetzen der Logik beugen, Tirica In unserem Universum existiert genau genommen kein Nichts. Das ist korrekt. Und außerhalb existiert halt nichts, da es nicht im Bereich unseres Universums ist. Nach gängigen Theorien ist das Universum endlich und in sich geschlossen. Das heißt, es ist eine (n-1)-dimensionale, geschlossene Hyperebene in einem n-dimensionalen Raum. Einstein meinte, wenn ein Beobachter ein hinreichend starkes Teleskop hätte, wäre er in der Lage, seinen eigenen Hinterkopf zu sehen. Das wäre rein theoretisch schon aufgrund der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit nicht möglich. Aber zur Veranschaulichung ist es schon ganz nett

Zitat:
Original von Tirica
Dass der Raum rund sein könnte, hört sich ziemlich verrückt an, das geb ich zu , aber vor Einstein hörte es sich auch verrückt an, dass es keine Gleichzeitigkeit gibt...

Oh, Einstein hat nie gesagt, daß es keine Gleichzeitigkeit gibt. Man muß sich nur genauer darüber gedanken machen, was man genau unter Gleichzeitigkeit versteht und wie man sie am besten definiert. ;-)


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


29.03.2005, 00:25
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Tirica
Ozelopardin




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Würde das dann nicht bedeuten, dass es kein Nichts gibt? Zumindest nicht in dieser Welt? Denn der Bereich außerhalb des Universums ist ja wieder in einem gemeinsamen Bereich mit dem Universum und das Universum ist ja Energie... Oder hab ich da jetzt einen Knoten im Hirn?

Was wäre eigentlich, wenn der Raum rund wäre? Also, wenn an das eine Ende des Universums das gegenüberliegende angrenzen würde. Dann hätten wir nicht das Problem, dass nach dem "Rand" des Universums Nichts ist. Dann gäbe es praktisch kein Nichts mehr.
Dass der Raum rund sein könnte, hört sich ziemlich verrückt an, das geb ich zu , aber vor Einstein hörte es sich auch verrückt an, dass es keine Gleichzeitigkeit gibt...


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

28.03.2005, 21:47
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PattWór
Crond'Llor




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Whough
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PattWór ist offline
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Ja Shula, die Frage nach dem Nichts im physikalischem Sinne ist durchaus berechtigt. Nehmen wir doch einfach mal das Vakuum. Im technischen Sinne spricht man von einem Vakuum, wenn die Massendichte weniger als 3 Atome pro Kubikmeter beträgt. Das kann also kein Nichts sein. Aber nehmen wir mal an, wir hätten einen ideal evakuierten Raum. Dann werden wir feststellen, daß dieser raum nicht wirklich leer sein kann. In Wirklichkeit ist dieser Raum ausgefüllt mit einer Fülle von s.g. virtuellen Teilchen. Das sind Teilchen, die spontan entstehen und nach sehr kurzer Zeit wieder verschwinden. Jeder hat wahrscheinlich schon gehört, daß Energie und Materie zueinander äquivalent sind und Energie in Materie und Materie in Energie transformiert werden kann. Der Satz von der Erhaltung der Materie ist so also nicht richtig und muß in den Satz der Erhaltung der Energie eingebettet werden, indem die Materie als "besondere" Form von Energie betrachtet wird. Materie kann also nur dann entstehen, wenn dem System die notwendige Energie zur Verfügung steht.
Was ist aber nun mit unserem Vakuum? Was läßt also Teilchen spontan entstehen und wieder verschwinden. Nun, die Natur läßt sich insofern als Kreditgeber mißbrauchen, als daß der Energieerhaltungssatz im Kleinen gebrochen werden kann. Dies ist die Folge aus der Energie-Zeit-Unschärfe, infolgedessen das Energiefeld des Vakuums fluktuiert. Die Teilchen, die durch diese Fluktuationen spontan entstehen sind nicht frei, weil ihnen für ihre Existenz ja keine Energie von außen zugefügt wurde. Sie existieren daher nur sehr kurz und daher nur virtuell. In der modernen Physik gelten sie als Überträger der Wechselwirkungen und bilden so quasi einen Äther Die Existenz dieser virtuellen Teilchen konnte durch den Kasimiereffekt experimentell nachgewiesen werden.
Einsteins Gleichungen der allgemeinen Relativitätstheorie sagen aber, daß ohne Gravitation auch keine Zeit und auch kein Raum existiert. Quasi ohne Energie kein Raum. Das wäre wohl das wahre Nichts


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Dieser Beitrag wurde von PattWór am 28.03.2005, 17:09 Uhr editiert.

28.03.2005, 17:04
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Shula
Omega-Wolf




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hi tirica

ich finde deine gedankengänge sehr plausibel, auch wenn manches sehr schwer vorstellbar ist!´
was mich extrem verwirrt, ist das Wort Nichts an sich.
ist Nichts nicht auch etwas? Ich meine, wenn nichts da ist, ist dann nicht doch etwas da? das Nichts?
ist luft Nichts, oder vielleicht vakuum? am ehesten noch vakuum
aber ich glaube nicht, dass ein mensch, der angst vor dem nichts hat, sich vor einem luftleeren raum oder so fürchtet.
für ihn ist das nichts wohl eher das fehlen von allem und das nicht von physikalischer ebene aus betrachtet!! eher von geistiger!!

sehr verwohrene gedanken ich weiß, aber das was ich euch vermitteln möchte ist so schwer in worte zu fassen!
ich denke dabei immer an das universum. es heißt es dehnt sich aus, dass heißt es muss grenzen haben. aber was ist außerhalb? und dann wieder außerhalb?
irgendwann muss einmal nichts kommen
aber ich kann es mir nicht vorstellen, dass irgendetwas unendlich ist
ich hoffe ich habe mich einigermaßen klar ausgedrückt
und ihr versteht was ich meine.

shula


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26.03.2005, 23:26
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Tirica
Ozelopardin




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Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Habt ihr eigentlich in der Schule auch Philosphie und Psychologie (gehabt)? Die beiden gehören mit Religion zu den spannendsten Fächern, die wir haben.

Auch ich kann Angst bekommen, wenn ich mir vorstelle, nicht zu existieren wäre schlimm. Im allgemeinen hab ich damit aber kein großes Problem. Ich glaube nämlich nicht, dass ich nicht existiere.
Denn: wenn mein Leben nur Illusion ist. Wer hätte denn diese Illusion? Wohl doch wieder ich, oder? Und wenn ich nur ein kleines Teilchen eines Größeren wäre, das die Illusion hätte, wär das immer noch ich.
Außerdem: Was ist so schlimm daran, nur Illusion zu sein? Wenn ich nicht wäre, wäre ich auch nicht unglücklich darüber. Oder, das Etwas, dieser kleine Teil eines Größeren, dieses undefinierbare Unvorstellbare hätte wenigstens die Illusion, dass es ein 17-jähriges Mädchen sei, das in seinem Leben schon mehr als 3 Glücksmomente erlebt habe und froh sei, zu leben. Auch nicht schlimm, oder?

Vielleicht kann denen unter euch, die Angst vor dem Nichts haben dieser Gedanke helfen:
Nichts ist doch das Gegenteil von Alles, oder? So wie Leben und Tod. Keines kann ohne das andere existieren. Nur im Alltag machen wir daraus einen großen Unterschied.
Aber was euch bedrückt ist ja nicht das alltägliche Nichts, oder? (das Nichts in der Zuckerdose oder so)
Ich glaube deshalb, dass im Nicht-Alltag, ich nenne es das "Unfassbare", weil wir es uns eben nicht vorstellen können, Nichts und Alles dasselbe sind. Genauso wie Leben und Tod. Es werden einfach die Unterschiede aufgehoben. Wenn es keinen Unterschied mehr gibt zwischen hell und dunkel, woher weiß ich dann, ob viel Licht da ist, oder nicht? Es wird mich auch ziemlich egal sein.
Wenn jetzt also jemand vor dem Nichts steht, steht er für mich auch vor dem Alles. Und er selber ist ein Teil davon und nicht mehr einsam.

Ich hoffe, ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt!?
Was haltet ihr von meinen Ideen?


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Gandalf/ J.R.R. Tolkien

18.03.2005, 22:20
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Shula
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@ Black Phantera:
Du hast ja keine Ahnung wie oft ich mir schon die selben Fragen gestellt habe wie du!!!!!!
Immer und immer wieder denke ich darüber nach und trete doch nur auf der Stelle!!!!
Aber vielleicht ist es ganz gut, wenn der Mensch nicht alles weiß/herausfinden kann!!!!!!!!
Sonst wird er mir noch viel unheimlicher als er mir bis jetzt war!!!!!!!!

shula

PS: Schön langsam verwirrt mich dieses Thema extrem, aber ich mag es solch "philosophische" Fragen mit anderen zu diskutieren! *sich verwirrt im Kreis dreh, weil nicht mehr recht weiß wo oben und unten*

PPS: Pattarchtas Sicht erinnert mich auch total an Matrix-irgendwie erschreckend der Gedanke, dieser Film könnte mehr als nur ein Film sein!


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16.03.2005, 14:11
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Black Panthera
the SilverDragon




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Black Panthera ist offline
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Pattarchta, das was du da schreibst, erinnert mich enorm an "Matrix", denn da war auch alles nur Illusion des Menschen.

Mit dem "Nichts" könnte man auch die Unendlichkeit vergleichen. Was ist Nichts? = Wie sieht Unendlichkeit aus?
Wir können uns nicht vorstellen, dass das Universum nicht mehr aufhört, aber was ist dann hinter dem Ende?
Nichts? Wie sähe es aus?
Wenn man von Licht/kein Licht ausgeht, wäre das etwa Nichts? Sind denn Dunkelheit oder Licht etwa Nichts?

Ja, das sind alles so Fragen, die irgendwie keiner beantworten kann. Diese offenen Fragen, die viele Philosophen, Wissenschaftler und nachdenkliche Mitmenschen quälend beschäftigen.
Am Ende ist es nur diese Ungewissheit, die uns Angst macht, denn alles was wir nicht kennen, erzeugt in uns eine Vorsicht, eine Angst.
Vor vielen Ängsten kann man fliehen, sich verstecken und ihnen aus dem Weg gehen...
Aber vor dem "Nichts"??? Vor dieser Ungewissheit???
Hilflosigkeit...



Nehmen wir mal an, wir wären wirklich nur Illusion unserer Selbst? Woher käme dann diese Illusion, denn irgendwoher müsste sie ja herkommen??
Und wenn wir wüssten woher sie käme, wie könnten wir ihr entfliehen? Wie sähe es hinter dieser Illusion aus?

Pattarchta, dieses "denken" geht ziemlich der "Matrix" nahe.


Ich hab leider feststellen müssen, dass es schon ziemlich bedrückend sein kann, so Fragen zu haben, die man einfach nicht lösen kann. Man stellt sie sich immer wieder, stellt wirklich Hypothesen auf, versucht den Wissenschaftsergebnissen einen Sinn abzugewinnen.
Aber am Ende wissen wir Nichts!


Mal was anderes: Was ist wenn wir uns unser aussehen nur "vorstellen"??? Was ist wenn wir gar nicht so aussehen wie wir aussehen, das essen was wir essen???
Alles nur Illusion ist? Was steckt dann dahinter???

Man, Matrix war ein richtig guter Film, aber was ist wenn sogar das nur Illusion war???



*verwirrt ist*


__________________

In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

14.03.2005, 18:30
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Shula
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Ich finde, dass ist eine sehr interessante Auffassung des Nichts, auch wenn ich sie nicht für bizarr halte.
Ich denke, wenn man sich etwas genauer mit dem Sinn des Lebens und unserem Sein beschäftigt, stößt man früher als man denkt an die Grenzen seiner Wahrnehmbarkeit und weiß einfach nicht mehr woran man ist.
Danach fängt man vermutlich an, Hypothesen aufzustellen. Da liegt es nicht mehr fern zu vermuten, alles Sein sei Illusion. Und so eine Erkenntnis (wenn es denn eine ist) macht auch mir Angst.

Vielleicht könnte das Nichts auch als Angst vor dem Tod interpretiert werden. Als Angst davor, danach Nichts zu sein. Es ist unmöglich sich vorzustellen nicht mehr zu existieren. Menschen mit Nihilophobie macht es vielleicht Angst, nicht mehr zu existieren, praktisch nichts zu sein, weil der Mensch sich nicht selbst "wegdenken" kann.

eine sich selbst verwirrende shula


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13.03.2005, 19:45
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PattWór
Crond'Llor




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PattWór ist offline
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Das ist wirklich eine sehr interessante Frage, die du da stellst. Man liest ja so schnell über die Liste der einzelnen Phobien hinweg, ohne wirklich darüber nachzudenken, was diese Angst wirklich sein kann, wie sie sich manifestiert. Angst vor dem Nichts ... "Alles klar", wird jeder denken. Ist damit wirklich alles klar? Was ist hier mit dem Nichts gemeint, vielleicht das Vakuum in physikalischer hinsicht? Um diese Frage beantworten zu können, muß man erst einmal wissen, was der Einzelne, der unter Nihilophobie leidet unter "Nichts" versteht, wie sich seine Angst manifestiert.
Ich denke, diese Phobie ist eher unter den gebildeten Menschen, die sich mit typischen Fragen der Philosophie ernsthaft auseinandersetzen, verbreitet, denn wer sonst denkt über das Vakuum nach, wer über die Bedeutung und der Beweisbarkeit des Seins. Ein Philosoph hat für sich die Frage nach der Beweisbarkeit seines Seins folgendermaßen beantwortet: "Cognito ergo sum. -- Ich denke, also bin ich". Unsere Erfahrungswelt wird aus gemachten Einzelerfahrungen gebildet, die wir irgendwann einmal gemacht haben. Sie beruht also aus zahlreichen Fragmenten der Vergangenheit. Und wer sagt uns, daß unsere Erinnerungen aus realen Ereignissen stammen? Was ist, wenn sie nur reine Illusion sind, was ist, wenn unsere ganze Erfahrungswelt rein illusorisch ist? Was ist, wenn der Prozeß des Denkens aus einer Erinnerung einer illusorischen Vergangenheit beesteht? "Cognito ergo sum." bedeutet dann, daß unser Sein illusorisch ist und wir somit nicht existierten.
Und ich denke, daß genau hier die Nihilophobie anzusiedeln ist, daß Nihilophobie eine panische Angst ist, nicht zu existieren -- eine sehr bizarre Form der Angst, wie ich meine.

Was denkt ihr darüber?


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


12.03.2005, 13:57
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