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Flatline
Jungwolf




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Merkwürdig ist auch, dass es in Kanada offensichtlich verpönt ist, Robbenpelz zu tragen. Diese Doppelmoral ist zum kotzen. Das ist wie bei den Amerikanern, die es ablehnen Pferdefleisch zu essen (in Kalifornien soll es sogar verboten sein!), aber massenhaft ihre Mustangs massakrieren und das Fleisch exportieren.

Daß Deutschland der drittgrößte Importeur für diese blutige Ware sein soll, lässt mir ebenfalls die Galle aus den Nasenlöchern rinnen. Pelzbesatz, Stiefelfutter….Pelz tragen ist „in“ und wenn denn kein Nerz dann eben Robbe. Warum nicht? Ist doch nur ein Nebenprodukt des Kampfes gegen Überfischung, die tausende Arbeitsplätze sichern. Irgendwann heißt es, man tut was gutes, wenn man sich einen Robbenpelzmantel kauft.

Zuletzt sei gesagt: Wenn man sich nicht dafür interessiert, erfährt man auch nichts von diesem Gemetzel weit weg in der Welt. Keine Nachrichten, keine Plakate, nichts…njente…nada!
Oder hat jemand von euch kürzlich eine einschlägige, gut fundamentierte Reportage gesehen oder gelesen? In der Süddeutschen steht ein Artikel. Ja, aber wer weiß denn, daß es sich um ein ganzjähriges Massaker handelt?
Hört es in Kanada auf, geht es in Grönland weiter, über Norwegen hinweg und hört vielleicht in Namibia auf.

Die Jagd nach Robbenbabys ist eine Schande für die ganze zivilisierte Welt und Kanada sollte sich hüten, dieses Gemetzel offiziell publik zu machen. Richtet sich deren Augenmerk doch offensichtlich auf Europa, da sie sich von den USA als Wirtschaftspartner abkapseln wollen.

30.03.2005, 12:58
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nettwork
Panthera leo




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Ich denke, eine grobe Fehleinschätzung liegt darin, dass man glaubt die kleinen putzigen Robben würden wegen ihres Felles getötet werden.
Laut Tageszeitung "Der Standard" gibt es in Kanada 5 Millionen Robben. Die Jagden sollen so lange weitergehen, bis sich die Anzahl der Tiere auf den Stand von den 1970ern (3,85 Millonen Robben) reduziert hat.

Kanada exportiert Fisch um knapp 1,9 Milliarden Euro, der Pelzverkauf von Robben bringt dagegen nur 11 Millionen Euro. Man kann sich also denken, welche Lobby dahinter steht, wenn es darum geht die Fischgründe zu beschützen. Natürlich kommen die dezimierten Fischbestände von der Überfischung durch den Menschen, aber davon will man ja nichts wissen. Die Kanadische Regierung will die Arbeitsplätze die in der Fischindustrie liegen nicht einfach aufgeben. Daher diese Maßnahmen. Die Robben-Felle sind nur ein positiver Nebeneffekt dieser Politik, das sieht man ja deutlich an den Zahlen!


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

30.03.2005, 09:47
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Myril
Tripple-As



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Mir fällt da immer ein Gedicht ein, das ich vor langer Zeit im I-net gefunden habe:

Robben
Das Packeis färbt sich blutigrot,
der März erstickt im Jammer,
die Seehundskinder schlägt man tot
mit einem spitzen Hammer.

Wenn nachts im Zelt bei Schnaps und Speck
die Jägersleut' palavern,
dann hält die Mutter Totenwacht
bei ihren Kindskadavern.

Sie hat geboren, hat gesäugt,
sie gab den Babys Futter,
nun trauert sie und heult und klagt
wie jede and’re Mutter.

Es muss der Mensch trotz nackter Haut
kein Tier ums Fell erschlagen,
die Schere tut dem Schaf nicht weh,
der Mensch kann Wolle tragen.

(Gert O.E. Sattler)

Es ist so traurig. Ich kann nicht verstehen wie ein Mensch einem Tier soetwas antun kann, aber eines kann ich noch weniger verstehen: Warum gibt es noch Leute die sowas kaufen? Die sowas tragen? DAS sind die wahren Monster, die wahren Mörder...


__________________
Gruß
Myril

Dieser Beitrag wurde von Myril am 11.10.2011, 22:11 Uhr editiert.

29.03.2005, 23:00
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tiger-lilly
Tiger




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Hi Tigerlady,

die Robbenschlächter kümmert es nicht, ob die Robben noch leben oder nicht. Für die ist es wichtig, schnell und effektiv zu arbeiten. Das heisst, die Robben bekommen eins mit Baseballschläger über den Kopf geschlagen und dann werden sie gehäutet. Nur ist es so, daß viele Robben noch leben, wenn sie die Schläge auf den Schädel bekommen haben.

Hier ist übrigens mal ein Bild einer Protestaktion:

folgendes Bild wurde angehängt:

29.03.2005, 21:23
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Tiger|ady
Routinier




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Ich habe da mal eine Frage,
die habe ich zwar schon mal in einen anderen Beitrag gestellt, muss aber irgendwie unter gegangen sein....

Warum um alles in der Welt, häutet man Tiere bei lebendigen Leib? Warum?
Kann mir das irgend jemand erklären?Schlimm genüg, dass diese Tiere "um sonst" sterben müssen...aber warum tut man denen das noch an?

Ich habe keine Verständnis für sowas und ich könnte mit solchen Menschen, die das tun, nichts anfangen, weil sie in meinen Augen Monster sind.

29.03.2005, 20:47
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tiger-lilly
Tiger




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In den 70iger Jahren haben Tierschützer die Felle der Robben in der Form wertlos gemacht, daß sie die Robben mit Farbe besprüht haben. Heutzutage will man wohl schon im Vorfeld derartige Störungen und Demonstrationen verhindern.

29.03.2005, 15:58
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Flatline
Jungwolf




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Ekelhaft. Eine sehr viel ausführlichere Beschreibung der Vorgänge findet man hier:

http://www.tiermord.de/Robbenmord.html

Das war die erste Seite die ich gefunden habe und da reichte es mir schon.

Interessant ist die Schilderung, daß man die ,Schlächter’ gar nicht in ihrem Tun kontrolliert und ,unbeteiligte’ (wie bitteschön kann man da unbeteiligt bleiben?) Beobachter x-mal überprüft werden.

Außerdem: Brigitte Bardot ist Jahrgang 1934, ist also jetzt über 70 und hat wirklich was bewegt im Tierschutz. Da muß ich jetzt wirklich die Lanze für sie brechen.

Andere hochdotierte Prominente lassen sich gerade mal (weil’s gut für die Publicity ist!) für ein billiges Foto ablichten und BB hat sich ja wirklich aktiv engagiert und auch mal den Geldbeutel aufgemacht. Das müssen ihr andere erst mal nachmachen!!!!

29.03.2005, 15:35
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tiger-lilly
Tiger




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Robbenjagd-Saison beginnt in Teilen Kanadas



Montréal (AFP) - In einem Teil Kanadas beginnt heute wieder die umstrittene Robbenjagd: In dieser Saison haben die Behörden 319.517 Robben zum Töten freigegeben. Damit würde die Zahl der seit 2003 abgeschlachteten Robben auf 975.000 steigen. Die Jagd beginnt auf den Madeleine-Inseln am St.-Lorenz-Strom im Bundesstaat Québec; am 12. April folgt dann Neufundland.

Tierschützer riefen zu einem Boykott kanadischer Fische und anderer Meerestiere auf. Sie kritisieren unter anderem die Methode der Jäger, die Robben mit Knüppeln erschlagen. Die Regierung sieht in der Jagd dagegen eine notwendige Maßnahme, um die Robbenpopulation zu verringern. Mehr als 15.000 in dieser Jahreszeit arbeitslosen Fischern im Osten Kanadas sichert die Jagd zudem ein Einkommen.

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Wie schon in früheren Zeiten werden die Robbenbabies bei lebendigem Zustand gehäutet. Und alles im Zuge der Arbeitsplatzsicherung. Tja, wo ist eigentlich Brigitte Bardot, wenn man sie braucht?

29.03.2005, 10:05
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