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Sarabi





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Die Asiaten scheinen momentan in Mode zu kommen
Aber ich finde es gut. Leider gibt es eine ganze Menge Menschen, die gar nicht wissen, dass es in Asien Löwen gibt bzw. gab. Kein Wunder bei der geringen Anzahl, die nur noch in einem sehr kleinen Gebiet lebt. Ich kann nur hoffen, dass der Rettungsversuch - auch in freier Wildbahn - noch rechtzeitig kommt.


__________________
Es ist schon über so viele Dinge Gras gewachsen, dass man keiner Wiese mehr trauen kann. *Pfoten einzieh*

25.12.2004, 15:23
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tiger-lilly
Tiger




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  Magdeburg beteiligt sich an Erhaltungszucht für asiatische LöwenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Im indischen Gir-Forrest Nationalpark im Staat Gujarat leben nur noch ca. 350 Löwen. Deshalb haben Zoologische Gärten ein Erhaltungszuchtprogramm erarbeitet, an dem sich auch der Zoo Magdeburg beteiligt:

Zoo will ein Rudel mit vom Aussterben bedrohten asiatischen Großkatzen aufbauen
Auf Löwen-Prinz "Paris" wartet richtig viel Arbeit

Magdeburg - Die Zukunft der Löwen im Magdeburger Zoo ist eine asiatische, das heißt, der Tierpark wird nur noch Asiatische Löwen züchten. Zwei Weibchen und ein Männchen sollen es in den kommenden Jahren zu einem stabilen Rudel im Löwengehege bringen.
Foto-Shooting im Zoo! "Paris" liegt in seinem Gehege und sieht zwar stattlich, aber auch etwas gelangweilt aus. Schon mehrfach hat der Bursche gezeigt, dass er etwas medienscheu ist und hat die geladenen Fotografen durch Abwesenheit enttäuscht. Gestern nicht, der Löwen-Prinz ließ sich sehen.

"Paris" ist der Neue im Löwengehege, und er ist ein Kosmopolit. Sein Stammbaum ist ein asiatischer, geboren wurde er im polnischen Lodz, seine Jugend hat er im Prager Zoo verbracht und jetzt soll er an der Elbe helfen, die Löwenwelt zu retten. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

"Die asiatischen Löwen gehören mit zu den vom Aussterben bedrohtesten überhaupt", sagt Zoodirektor Dr. Kai Perret. Darum hätten sich die europäischen Tierparks auch entschlossen, vermehrt asiatische Löwen-Gruppen aufzubauen. So auch der Magdeburger Zoo. Folglich braucht "Paris" auch nur eines zu tun: seine Gene weitergeben, das heißt, er darf sich paaren, wann immer er will oder kann, und wenn die beiden Löwen-Damen "Kampti" und "Kalindi" Prinz Paris zum Techtelmechtel bitten.






Dass der Löwenmann für seinen Job gut gerüstet ist, davon ist Kai Perret überzeugt. "Er ist für seine Art besonders groß und macht einen kraftvollen Eindruck", sagt der Zoo-Chef und meint natürlich die Manneskraft, die von Paris erwartet wird. Denn immerhin soll er der Stammvater eines erfolgreichen Löwenrudels in Magdeburg werden.

Vor das Vergnügen haben die Götter allerdings in diesem Fall vorerst Geduld gesetzt. Zwar braucht Löwenmann Paris nicht, wie sein Namensvetter aus der griechischen Mythologie, ein Urteil darüber zu fällen, welche die Schönste ist, aber er muss "Kampti" und "Kalindi" erst einmal von seiner Unwiderstehlichkeit überzeugen. "Das ist wohl nicht ganz einfach", blickt Kai Perret mit krauser Stirn in das Löwengehege. Die beiden Damen sind nämlich echte Löwinnen. "Sehr kratzbürstig und sehr angriffslustig."

Darum ist das Trio auch zurzeit in Solo und Duo aufgeteilt, getrennt durch einen so genannten "Kontaktschieber". In einem Gehege-Teil Paris, im anderen die Löwinnen. Sie dürfen sich gegenseitig sehen, allerhöchstens mal beschnuppern, mehr nicht. "Wir müssen die drei ganz langsam zueinander führen, sonst gibt es richtig Ärger im Löwenhaus", sagt Dr. Perret. Erst, wenn eine gewisse Sympathie, natürlich auf löwisch, zu beobachten ist, werde der "Kontaktschieber" gezogen.

Ob es dann gleich funkt zwischen "Paris", "Kampti" oder "Kalindi" und der Löwenprinz zur Sache kommen kann, man weiß es nicht, aber hofft es. "Wenn alles richtig gut läuft, könnte sich schon im kommenden Jahr Nachwuchs einstellen", ist der Zoodirektor hoffnungsvoll-optimistisch.

Die Tragzeit bei Löwinnen dauere drei Monate und, was für den zügigen Aufbau eines Rudels von Vorteil ist, sie können das ganze Jahr über "rollig" werden. Ein Unsicherheitsfaktor sind natürlich auch die Löwinnen selbst, denn sie sind, ebenfalls wie "Paris", noch sehr jung, unerfahren und dazu auch noch Schwestern, was durchaus zu Eifersüchteleien führen könnte. Aber der Zoo-Chef ist zuversichtlich und erwartet, dass die drei bald ein harmonisches Trio bilden.

Wenn diese "Vermehrungs-Hürden" genommen sind, können sich die drei nach Herzenslust vermehren. "Wie groß unser Löwenrudel in Magdeburg wird, wissen wir noch nicht genau, das hängt auch von den Tieren selbst ab und natürlich vom zur Verfügung stehenden Platz", sagt Kai Perret. Es sei allerdings zurzeit und in Zukunft wohl kein Problem, junge Asiatische Löwen an andere Tierparks abzugeben.

Der Unterschied zwischen Asiatischen und Afrikanischen Löwen liegt in Größe und Farbe. Die asiatischen sind deutlich größer als ihre afrikanischen Verwandten und auch erheblich heller.

Bis jetzt wurden die Asiatischen Löwen in Zoos nur sehr selten gehalten, da sie aber zu den vom Ausrotten bedrohten Großkatzen gehören, wollen die europäischen Tierparks mit einem gezielten Zuchtprogramm versuchen, den Bestand zu vergrößern. Der Magdeburger Zoo beteiligt sich an diesem Programm. In Asien ist der Lebensraum dieser Löwenrasse stark gefährdet. Nur noch im indischen Naturschutzpark Ghir leben Asiatische Löwen.

Und darum besteht die Hauptaufgabe von "Paris", "Kampti" und "Kalindi" auch darin, die Löwenwelt zu retten - durch viel Liebe und noch mehr Nachkommen.

Von Peter Ließmann

Quelle: Volksstimme Magdeburg

25.12.2004, 12:44
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