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PattWór
Crond'Llor




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Zitat:
Original von TamedTigress
In Deutschland laeuft es eher so ab wie Pattarchta das (wahrscheinlich ungewollt) unten so schoen demonstriert hat: sagt offen seine Meinung, lenkt aber anschliessend sofort ein und sagt: "Nicht dass Ihr jetzt denkt ich waer ein Nazi oder sowas..."

Dieses schon beinahe paranoide Verhalten, welches du da angesprochen hast, Tamed Tigress, hat auch seine Ursache. In unserer Verfassung ist jedem Bürger ein Recht auf freie Meinungsäußerung versichert. Gesellschaftlich war und ist dem jedoch nicht so. Wenn man beispielsweise ehrlich gesagt hat, "Ich kann Ali nicht leiden.", oder (noch schlimmer), "Ich kann die Israelis nicht leiden.", dann war man sofort als Nazi oder zumindest als Rechtsradikaler verschriehen. Wenn man sich das Gewand der Deutschdemut nicht angelegt hatte, mußte man mit Restriktionen rechnen. Dies schlug sich sogar in der Rechtsprechung und in der Kriminalitätsstatistik nieder. Ausländer hatten keine Verbrecher zu sein, weswegen sie keine Kriminelle sein und in der Kriminalitätsstatistik nicht auftauchen durften. Man fand fast nur deutsche Delinquente. War es zu einer Prügellei zwischen einem Türken und einem Deutschen gekommen (dies kann sehr schnell geschehen. Man braucht diesen (...) Subjekten nur länger als zwei Sekunden in die Augen schauen, dann hat man schon ein großes Problem.), so hat man als Unterlegener noch Schelte bekommen, da man ja die Mentalität des Türken nicht berücksichtigt hätte. Man habe ja selbst Schuld. Wurde der Aggressor aber verprügelt, dann war man ein böser Rechtsradikaler, der dem armen Türken verprügelt hatte. Ein gesundes Nationalverständnis wie es die Franzosen, die Briten und all' die anderen Nationen haben, war hier höchst anrüchig. Als Bundestagsabgeordneter waren die Worte "Ich bin stolz auf unsere Nation" und "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein" Tabus. Alles, was deutsch war, war teuflisch, schlecht und anrüchig, alles, was fremd war, gut. Das ging über Jahrzente hinweg so. Und daß eine Gesellschaft davon fast paranoide Berührungsängste mit aufkeimender Kritik an eben diesen Bevölkerungsgruppen und Völkern, die vorher als potentielle Opfer "unantastbar" waren und pauschal als Vorbildfunktion dienten, entwickelt, ist ja leicht einzusehen. Das deutsche Volk muß erst zu einem gesunden Selbstverständnis zurückfinden.

Zitat:
Original von TamedTigress
In Gegenwart anderer sich in einer Fremdsprache zu unterhalten welche die wenigsten verstehen, halte ich fuer schlichtweg respektlos!

Da stimme ich dir vollkommen zu. Es ist nichts dabei, wenn man sich in einer Fremdsprache unterhält, wenn man unter sich ist. Das ändert sich aber, sobald jemand dabei ist, der diese Sprache nicht versteht. Damit grenzt man ihn bewußt aus, und das ist im höchsten Maße unhöflich. Leider kennen die meisten unserer ausländischen Mitbürger diese Form der Höflichkeit nicht. Oder respektieren uns gar nicht?


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


Dieser Beitrag wurde von PattWór am 19.11.2004, 15:54 Uhr editiert.

19.11.2004, 15:45
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TamedTigress
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Hi,

ich habe heute etwas interessantes in der Zeitung gelesen was gut hierzu passt:

McDonalds ht eine Klage gegen Menschenrechtsverletzungen am Hals nachdem eine Branche auslaendische Mitarbeiter per Memo im Pausenraum dazu aufgefordert hat englisch zu sprechen und sich nicht untereinander in der Muttersprache zu unterhalten.

Wie findet Ihr solch eine Aufforderung?

Also ich habe mal kurz in einer Weihnachtsbaeckerei gearbeitet und war eines Tages einem Tisch zugeteilt, an dem ich die einzige Deutsche unter Tuerken war. Alle sprachen tuerkisch untereinander und ich habe mehrere Stunden dort zugebracht und kam mir ja sowas von bloed vor!!

Ich habe auch eine deutsche Kollegin und auch wenn sie gerne mal ein paar Worte Deutsch mit mir wechselt umd drin zu bleiben (sie lebt seit 40 Jahren in Schottland) tun wir dies grundsaetzlich nur wenn wir unter uns sind (wir teilen mit einer dritten Person ein Buero). In Gegenwart anderer sich in einer Fremdsprache zu unterhalten welche die wenigsten verstehen, halte ich fuer schlichtweg respektlos!

TamedTigress

19.11.2004, 14:00
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TamedTigress
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Diese von Sesshoumaru angesprochene Nachkriegskrankheit - ja, die kann ich bezeugen, wenn ich die Einstellung zu Auslaendern in Deutschland und Schottland vergleiche.

Ich glaube nicht unbedingt dass Auslaenderhass und Rassismus hier staerker ausgepraegt ist, jedoch wird viel offener dazu gestanden, und folglich ist es hier auch viel aggressiver: Farbige werden auf der Strasse beschimpft und Parolen an die Waende von Pakistani-Shops gesprueht.

In Deutschland laeuft es eher so ab wie Pattarchta das (wahrscheinlich ungewollt) unten so schoen demonstriert hat: sagt offen seine Meinung, lenkt aber anschliessend sofort ein und sagt: "Nicht dass Ihr jetzt denkt ich waer ein Nazi oder sowas..."

Diese Kritik an gewissen auslaendischen Mitbuergern hat doch nichts mit den Nazis zu tun die im Dritten Reich ihr Unwesen getrieben haben! Es ist doch nicht zu viel verlangt von einem Gast zu erwarten dass er sich anpasst und dies auch der zweiten Generation vermittelt.

Jedoch scheint man in Deutschland nicht allzu gern dazu zu stehen, wenn man bestimmten Auslaendern, aus was fuer Gruenden auch immer, nicht sonderlich freundlich gestimmt ist.

Ich glaube das ist auch das Problem unserer Regierung die immer noch mit offenen Armen Asylanten aufgenommen hat welche anderorts kurzerhand weg geschickt wurden.

Und ich ganz persoenlich finde, haette die Regierung nicht so viele aufgenommen und finanziell unterstuetzt, waeren die Leute ihnen auch anders gesinnt.

Ich hab wirklich nichts gegen Auslaender - schliesslich bin ich selbst einer hier in meiner Wahlheimat. Aber ich wuerde den Teufel tun z. B. in einer englischen Kneipe mit einer Deutschlandfahne in der Hand ein Fussballspiel England - Deutschland zu gucken und laut fuer die Deutschen zu johlen und auf die Englaender zu fluchen (ich nehme das jetzt mal als Beispiel weil mir kein groesserer Reibungspunkt einfaellt :-))

TamedTigress

18.11.2004, 14:41
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PattWór
Crond'Llor




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Ja, genau das, was Sesshoumaru gesagt hat, ist die Essenz meiner vorigen ausführungen. Bayerisch prägnant und die Sache auf den Punkt bringend formuliert. !


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18.11.2004, 12:40
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Wie sagen die Nordlichter => "Mal Butter bei die Fische"
Es ist mir absolut schnurz seit wann jemand in einem Land lebt, warum er in dieses Land gekommen ist und vor allem wie seine Erziehung von statten gegangen ist. Sobald er einen Fuß in dieses Land setzt hat er sich "verdammt nochmal" an die Gesetze und Sitten in diesem Land zu halten.

Wir hier in Deutschland kranken an einem Problem, daß ich hyperstimulierte Tolleranz nennen möchte. Geht doch mal in die Türkei und versucht eine christliche Kirche zu bauen... seit froh, wenn ihr nicht traditionell gesteinigt werden (angelehnt an den TamTam beim Bau einer chr. Kirche in Istanbul). Die Deutschen sollten sich endlich von dieser "nach 2ten Weltkriegsmentalität" verabschieden. Wir schulden niemanden mehr etwas... Geschichte ist Geschichte. Es könnte nicht schaden unserer Werte so hoch zu halten wie andere es auch machen.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

18.11.2004, 12:19
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TamedTigress
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Ich bin geneigt sowohl Pattarchta als auch Azalea recht zu geben.

Wenn die zweite Generation in einem westlichen Land aufwaechst und, wenn auch nicht nach westlichen Werten, *nicht* als radikaler Moslem erzogen wird welcher sich problemlos ausserlich wie innerlich seiner Umgebung anpassen kann, dann wird diese Person sicherlich keine Probleme haben oder fuer andere darstellen (wenn man das mal so ausdrueckenkann).

Wenn aber jemand in eine andere Kultur einwandert, Kinder hat und diese genau so erzieht wie er sie im Heimatland erziehen wuerde, dann kann es zum Beispiel passieren dass der Sohnemann irgendwann in einer Talkshow (wie von mir gesehn), sagt: "Deutsche Frauen sind gut zu f***, aber zum Heiraten will ich ne moslimische Jungfrau!"

Oder dass die Frauen und Toechter die ich kenne von Maennern und Bruedern nach Kraeften daran gehindert werden deutsch zu lernen damit sie nun ja keinen Anschluss oder gar Arbeit finden und sich anpassen koennen.

Und sowas, ja, sowas stoert mich ueber die Massen!!

TamedTigress

18.11.2004, 08:06
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tiger-lilly
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Ich möchte mich den Worten von Alice Schwarzer anschließen: "Islamisten sind gefährlicher als Nazis". (Auch im Hinblick auf die Bedrohung einer belgischen Politikerin oder der Ermordung der Care-Chefin im Irak).

Interview Sonntagsblick, Schweiz, 14. November 2004

"Islamisten sind noch gefährlicher als Nazis"

Die schleichende Islamisierung Europas hat begonnen. Und niemand schaut hin. Die deutsche Frauenrechtlerin und Publizistin Alice Schwarzer warnt seit 25 Jahren vor pseudoreligiöser Männerbündelei über Religionsgrenzen hinweg und warnt vor den Konsequenzen.

Sonntagsblick Seit dem Mord an dem Filmemacher Theo van Gogh brennen in Holland Moscheen und Kirchen. Und die Frau, die das Drehbuch für den Film schrieb, hält sich unter Polizeischutz versteckt.

Alice Schwarzer Ayaan Hirsi Ali? Ich bewundere ihren Mut seit langem. Die muslimische Somalierin ist vor Jahren vor einer Zwangsverheiratung in die Niederlande geflohen. Heute ist sie Abgeordnete im holländischen Parlament. Für ihre unerschrockene Kritik an den Islamisten hat sie sich von den Holländern in den vergangenen Jahren als "Rassistin" beschimpfen lassen müssen, vor allem von Linken und Liberalen.

Sonntagsblick Sie selber sind aber auch nicht zimperlich, wenn es um das Thema Frauen und Islam geht.

Alice Schwarzer Bei mir ging das 1979 los. Als ich auf Bitte iranischer Frauen in den Iran fuhr, war Khomeiny seit zwei Wochen an der Macht. Auf den Strassen waren diese jungen Männer mit ihren Bärten, mit Kalashnikows und Blumen. Die begegneten uns Europäerinnen damals sehr freundlich. Aber schon damals war klar: Die Sharia und die Steinigung bei Ehebruch oder Homosexualität würden kommen. Und das sagte die weibliche intellektuelle Elite. Diese Leute haben aus ihren Plänen nie ein Geheimnis gemacht, so wenig wie die Nazis 1933.

Sonntagsblick Wie haben Sie darauf reagiert?

Alice Schwarzer Ich habe mich nicht einschüchtern lassen. Keine deutsche Zeitung hat in den letzten 25 Jahren so genau und kritisch über den Kreuzzug der Islamisten berichtet wie EMMA: vom Iran über Algerien, Afghanistan und Tschetschenien bis mitten in das Herz Europas.

Sonntagsblick Und was war die Reaktion?

Alice Schwarzer Nie in meiner politischen Geschichte ist mir, und vor allem von der Linken, soviel Häme und Einschüchterung entgegen geschlagen. Bloss - Es kam noch schlimmer als befürchtet.

Sonntagsblick Der Angriff kam von der Linken?

Alice Schwarzer Vor allem. Mal abgesehen davon, dass es so manchem Genossen nicht so unrecht war, wenn da irgendwo auf der Welt den allzu selbstbewussten Frauen wieder ihr Platz gezeigt wurde, grassiert ja vor allem in der Linken das so genannte differenzialistische Denken, nach dem die Menschenrechte durchaus teilbar sind: andere Kulturen - andere Sitten.

Sonntagsblick Wie erklären Sie sich das?

Alice Schwarzer Diese Art von falsch verstandener Fremdenliebe ist eigentlich nur die andere Seite der Medaille Fremdenverachtung. Und allem voran Frauenverachtung. Als wir Feministinnen gegen Zwangsverschleierung und Klitorisverstümmelung protestierten, hieß es: Wir "weißen, privilegierten Frauen" sollten uns gefälligst nicht in anderer Leute Angelegenheiten einmischen.

Sonntagsblick Wie meinen Sie das?

Alice Schwarzer Es gab von Anfang an eine Komplizität der europäischen Linken mit der islamistischen Bewegung.

Sonntagsblick Warten Sie! Das Europa von heute ist ein Kind der Aufklärung. An den erkämpften Rechten der Frauen lässt sich nicht mehr rütteln!

Alice Schwarzer Glauben Sie? Aber die Geschichte hat uns doch gelehrt, dass der Fortschritt nicht automatisch ist - und dass auf Zeiten der Erkenntnis auch Perioden der Dunkelheit folgen können.

Sonntagsblick Ist das die Gefahr des Islamismus?

Alice Schwarzer Ich halte diese Bewegung auch und zentral für eine internationale Anti-Emanzipationsbewegung. Gegen die Frauen. Die Frau wird zum Anderen gemacht und der Mann erhebt sich zum Einen. Dahinter steckt immer ein hierarchisches Denken. Nur wer der Eine ist, kann bestimmen, wer der Andere ist. Das ist ganz einfach.

Sonntagsblick Ausgerechnet die Linke, die Progressiven entpuppen sich als Gegner der Frauenrechte?

Alice Schwarzer Die klassische Rolle der Frau ist in den USA und in Europa in den letzten 30 Jahren doch erheblich ins Wanken gekommen. Und das tut vor allem denen weh, die die Einen sind. Die islamischen Fundamentalisten sind in den letzten 25 Jahren von der Linken offensiv umarmt worden. Die Konservativen haben sich da indifferent bedeckt gehalten.

Sonntagsblick Und ist die Linke der einzige Verbündete der Islamisten?

Alice Schwarzer Nein. Eine fatale Rolle spielen bei uns auch die Kirchen. Bei der Katholischen Kirche sehe ich eine klare Absicht. Nehmen Sie etwa die Familienplanungs-Konferenz vor einigen Jahren in Kairo - und wieder sind wir bei der Emanzipation. Ob Abtreibung, Selbstbestimmung des Lebens oder selbst bestimmte Sexualität der Frau. Der Schulterschluss war nicht zu übersehen.

Sonntagsblick Und die Protestanten?

Alice Schwarzer Die Protestanten verfolgen noch nicht einmal eigene Interessen. Die haben ja so eine fatale Tradition der Selbstgeisselung und der Fremdenliebe.

Sonntagsblick Und hinter dieser Bugwelle der Toleranz lauert die Gefahr einer schleichenden Islamisierung Europas?

Alice Schwarzer In Wahrheit sind wir schon bei der dritten Welle. Die erste kam nach der iranischen Revolution und mit dem Geldstrom der saudischen Wahabiten. Diese Welle zielte auf die jungen Muslime in den europäischen Ghettos, um die sich unsere Gesellschaften nicht gekümmert hatten. Und diese «islamistische Sozialarbeit» hat auf diese Gruppen verständlicherweise sehr verführerisch gewirkt.

Sonntagsblick Und dann?

Alice Schwarzer Die zweite Welle zielte auf die Schul- und Bildungspolitik. All diese Kulturgruppen, die dafür kämpfen, muslimische Mädchen etwa vom Sport- und Biologieunterricht auszuschliessen. Und die dritte Welle jetzt ist die klammheimliche Einführung der Sharia in unser Rechtssystem.

Sonntagsblick Wie bitte?

Alice Schwarzer Genau das. Zumindest hier in Deutschland. Ich habe gerade gelesen, dass die vier Frauen eines muslimischen Mannes in Deutschland sozialversichert sind und Rentenansprüche haben. Alle vier. Das ist de facto die Anerkennung der Polygamie.

Sonntagsblick Gibt es noch andere Symptome einer solchen schleichenden Islamisierung?

Alice Schwarzer Ehrenmorde werden, wenn sie von Muslimen begangen werden, von deutschen Gerichten anders bewertet als bei nicht-muslimischen Tätern. Und da sind wir wieder beim Thema der Männer-Komplizität. Es gibt bis heute ja auch durchaus noch milde Urteile bei "verletzter Männerehre" oder "narzistischer Kränkung" auch für deutsche oder schweizer Mörder. Aber bei muslimischen Männern ist das Verständnis zur Zeit noch größer. Die Frau will sich scheiden lassen? Die Tochter geht ins die Disco? - der arme Mann! Der kennt das eben nicht anders.

Sonntagsblick Sie meinen, dass es da eine automatische Solidarität gibt?

Alice Schwarzer Es gibt ein starkes Element der Männerbündelei bei der Sympathie für die Islamisten, solange es nur die Frauen trifft. Aber das ist natürlich zu kurz gedacht. In Ländern wie Algieren, Iran oder Afghanistan konnten wir sehen, was passiert. Zuerst die Frauen. Dann die Juden. Dann die Intellektuellen. Dann alle die, die "anders" sind oder einfach ein wenig Spass haben wollen. Irgendwann sind alle dran.

Sonntagsblick Sie malen ein ziemlich beängstigendes Bild!

Alice Schwarzer Ich halte die Islamisten für noch gefährlicher als die Nazis, weil sie wirklich im Weltmasstab operieren. Der deutsche Flächenbrand hatte ja noch Grenzen.

Sonntagsblick Den industrialisierten Judenmord der Nazis vergessen Sie!

Alice Schwarzer Der Anti-Semitismus in der islamistischen Bewegung lässt ja nichts zu wünschen übrig. Und tönt nicht anders als bei den Nazis. Und was tun wir dagegen? Gar nichts. Es ist die Sprache der Unmenschen. Und das trifft heute die Musliminnen und Muslime in erster Linie - und uns in zweiter. Darum ist es so wichtig, dass wir endlich aufhören, falsche Dialoge mit den Fanatikern zu führen und endlich einen Schulterschluss machen mit den aufgeklärten MuslimInnen.

Interview: Johannes von Dohnanyi

Quelle:
http://www.aliceschwarzer.de/632361133612520.html

17.11.2004, 21:00
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ShaTanka
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Ich schließe mich folgendem Beitrag an:

Mord in den Niederlanden: Abschied von einer Illusion.

Es mehren sich in letzter Zeit die Zeichen, daß der mulikulturelle Traum ausgeträumt ist, von dem sich Europa in einer Phase nicht enden wollender Prosperität die Sinne hat trüben lassen. Der Mord an dem niederländischen Skandal-Regisseur Theo van Gogh ist das jüngste Wetterleuchten eines drohend am Horizont heraufziehenden Unwetters. Geschockt war unser für Toleranz gerühmtes Nachbarland schon vor zwei Jahren, als der Kritiker einer multikulturellen Einwanderungsgesellschaft und populäre rechtsliberale Politiker Pim Fortuyn kurz vor dem sensationellen Wahlsieg seiner Partei auf offener Straße von einem Linksradikalen ermordet wurde.

Mit van Gogh, Autor beleidigender Kolumnen und Regisseur religiöse Gefühle verletzender Filme, wurde nun ein erklärter Anhänger Pim Fortuyns von einem radikalen Moslem ebenfalls auf offener Straße regelrecht abgeschlachtet.

Nun droht die Lage in Holland zu eskalieren: In der Nacht zum vergangenen Montag explodierte vor einer muslimischen Grundschule in Eindhoven ein Sprengsatz, es entstand Sachschaden. Zuvor kam es zu (teilweise verhinderten) Brandanschlägen auf Moscheen in verschiedenen Orten. Eine islamistische Terrorgruppe hat nun ihrerseits mit Anschlägen gedroht, wenn sich die Niederländer nicht von diesen Brandanschlägen distanzieren.

Verantwortungslose Politiker haben den europäischen Gesellschaften das illusionäre multikulturelle Projekt übergestülpt, in der blauäugigen Annahme, die Liberalität und Toleranz unserer Nationen gründeten auf unerschütterlichen Fundamenten. Es ist vergessen worden, welche Hekatomben von Menschen in den unzähligen europäischen Kriegen geopfert worden sind, mit wieviel Blut allein die Erde in Deutschland im Dreißigjährigen Krieg getränkt worden ist, ganze Jahrgänge der besten Söhne Europas in den Schlachthöfen von Verdun und auf den Äckern Flanderns ausgelöscht wurden, bis so etwas wie die einende Idee eines europäischen Friedens entstand.

Und nun hatte man geglaubt, quasi eine Stunde Null erreicht zu haben und - ohne Rücksicht auf die labile Membran, die unsere Gesellschaften von Mord und Totschlag trennt - die Völker Europas einem nahezu ungebremsten Zuwanderungsdruck folgenlos aussetzen zu können.

Diejenigen, die für diese Politik mitverantwortlich sind, äußern sich zuweilen, als wären es andere gewesen. So urteilte Helmut Schmidt, bis 1982 deutscher Bundeskanzler, erst dieses Jahr lakonisch in der Zeit: Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen. Konsequenzen? Keine. Die unkontrollierte Migration in eine überalternde, schrumpfende europäische Bevölkerung hält an. Die christlichen Kirchen implodieren, während Monat für Monat neue Moscheen wie Pilze aus dem Boden schießen.

Es ist allerhöchste Eisenbahn, daß die Regierungen Europas die Notbremse ziehen. Schluß mit der multikulturellen Gefühlsduselei! Die Zeichen des Bürgerkrieges stehen an der Wand!

Quelle: I-Net


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Zeit zu gehen...

17.11.2004, 20:36
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tiger-lilly
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Als Anmerkung sei noch erwähnt, das anscheinend selbst gemässigte Moslems durch ihre Kritik an diesem Film versuchen, den Mord an Van Gogh zu rechtfertigen. Es hieß zum Beispiel in einem Email auf der Filmseite, das von einem Moslem stammt , daß er zwar die Botschaft des Films verstanden hätte, aber durch die Darstellung der Frau sich in seinen religiösen Gefühlen verletzt gefühlt hat. Er sprach von einer Verletzung oder Beleidigung aller Moslems durch eine "nackte Frau" (unrein nach Meinung der Moslems), weil auf ihrem Körper Koranverse standen (=heilig, rein). Nun anscheinend hat der Mann den Film nicht verstanden. Denn in diesem Film geht es doch darum, wie sich Frauen dem Wort des Mannes (das mit Gesetzes Allahs gleichgesetz wird) unterwerfen müssen und jedes Vergehen (in diesem Film war es Ehebruch) gegen dieses Gesetz mit dem Tode oder mit Peitschenhieben bestraft. Die Koranverse (=Gesetze) auf der nackten geschundenen Haut stellen praktisch also nicht anderes als eine Knechtung der Frau dar.

17.11.2004, 19:46
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PattWór
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@ Azalea:
Mit Kritik, die in diese Richtung geht, habe ich schon gerechnet. Ich habe das mal so hingeschrieben, auch auf die Gefahr hin, daß ich sofort als Rechtsradikaler oder gar Nazi beschimpft werde. (Das soll hierzulande ja sehr schnell gehen ) Aber sei's drum. Ich denke so wie ich es niedergeschrieben habe, denn meine Meinung hat sich langsam aus unzähligen Erfahrungen und sehr vielen Berichten unterschiedlicher Quellen heraus gebildet.

Ich nehme mal an, daß du als moderner, gemäßigter Moslem keine Probleme mit dem Befolgen unserer Gesetze und dem Anerkennen unserer Verfassung hast, gell? Wenn dem so ist, fällst du nicht unter der genannten Rubrik.

Aber, wenn Imigranten dies aus irgend welchen Gründen nicht können, dann haben sie sich die falsche Wahlheimat ausgesucht und müssen, ob nun Gäste oder nicht, wieder gehen und sich eine Heimat suchen, wo sie gemäß ihrer Traditionen entsprechend ihrer Kultur ungestrt leben können und ihre Riten ausüben können.

Ich kann auch nicht nach Alaska gehen und mich dann beschweren, daß es im Winter zu kalt wird und fordern, daß eine wetterregulierende Kontrollmatrix installiert wird.

Soviel dazu ...


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Dieser Beitrag wurde von PattWór am 17.11.2004, 19:54 Uhr editiert.

17.11.2004, 19:22
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