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nettwork
Panthera leo




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Zitat:

http://iceagetiger.com/tiger.pdf


DEMNACH wird eine unbekannte DNA-Probe nach erfolgter Untersuchung und Vergleich mit 6 DNA-Profilen der Unterart P. t. sumatrae zugeordnet. Vermutet wurde zuvor, dass es sich um einen Bali- oder Java-Tiger handelt.

Warum so ein Brief im Internet zu finden ist, ist mir schleierhaft.


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

23.04.2010, 16:39
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Kaspi tiger
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Inseltiger

DNS Untersuchung von 48 Museumsexemplaren von P.t Balica, P.t Sondaica, P.t. sumatrensis

Original .pdf. :

http://iceagetiger.com/tiger.pdf

Der Bali und Javatiger sind demnach gentisch nicht voneinander zu unterscheiden.

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 21.09.2011, 03:35 Uhr editiert.

23.04.2010, 08:09
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  Die fröhliche WissenschaftAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

http://arts.anu.edu.au/grovco/tiger%20SEAsia%20Mazak.pdf

Taxonomische Revision der Tiger (Panthera tigris) Südostasiens
Autoren: J.H. Mazák , a, and C.P. Gr

Zusammenfassung
Unsere vergleichenden kraniometrischen und kraniologischen Untersuchungen an südostasiatischen Tigern zeigen, dass die Stichproben des Festlands, von Sumatra und von Java/Bali absolut voneinander zu unterscheiden sind. Entsprechend dem phylogenetischen Artkonzept sind drei valide Arten zu benennen: Panthera tigris, P. sumatrae und P. sondaica. Der Balitiger kann als Unterart des Javatigers angesehen werden

Nun heisst der seit 1937 ausgestorbene Bali Tiger (Requiescat in pace) statt Panthera tigris ssp. balica (Schwarz, 1912)
nunmehr
Panthera sondaica ssp. balica (Mazák & Groves, 2006).

Da kann man nur sagen: fröhliche Wissenschaft :rotate:

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 21.09.2011, 03:36 Uhr editiert.

15.10.2009, 06:42
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Kaspi tiger
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  Sandokan � Der Tiger von MalaysiaAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von tiger-lilly
Ich finde diese Geschichte sehr spannend. Die Frage ist nur, ob der malayische Tiger wirklich eine neue Unterart ist. Malaysia liegt ja nicht gerade weit weg von Sumatra und da könnte es doch sein, daß es zum Beispiel eine genetische Verwandschaft zum Sumatratiger, oder gar zum Bali- oder Javatiger gibt. Man hat ja auch z. B. Exemplare des Sumatranashorns in Malaysia entdeckt oder Exemplare des Javanashorns in Vietnam.


Interessante Seite mit Vegetationskarten:
http://www.esd.ornl.gov/projects/qen/nerc.html#maps
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D7770-3-3.php

Asien in der letzten Eiszeit (Würm-Maximum, vor 20000-18000 Jahren):

http://www.esd.ornl.gov/projects/qen/euras(2.gif

http://www.esd.ornl.gov/projects/qen/euras(1.gif

http://www.esd.ornl.gov/projects/qen/NEW_MAPS/eurasia3.gif

http://www.esd.ornl.gov/projects/qen/NEW_MAPS/eurasia1.gif

die Karten zeigen eindeutig, dass der Kontinentalschelf von Südost-Asien zum Festland wurde weil ja die polaren Eiskappen eine ganze Menge Wasser gebunden haben.



Java, Bali, Sumatra, Borneo und die Malaiische Halbinsel bildeten eine einzige zusammenhängende Landmasse. Großwild wie Tiger, Nashörner, Banteng, Elefanten, Leoparden und auch Nebelparder könnten problemlos hin- und her wandern.

Die zweite Karte (Asien vor 8000 Jahren) zeigt die postglaziale Küstenlinie welche mit dem heutigen Zustand identisch ist:
http://www.esd.ornl.gov/projects/qen/euras8k.gif
http://www.esd.ornl.gov/projects/qen/NEW_MAPS/eurasia4.gif
Die Unterarten hatten wirklich nur wenige Jahrtausende um sich zu bilden, die geographische Isolation auf den Inseln wurde zum Katalysator.
Welche der genannten Tierarten auf welchen der entstandenen Inseln ausstarben (Wildelefanten auf Java), überlebten (Tiger auf Sumatra) oder dort wieder ausgewildert wurden (Javanische Elefanten auf Borneo) -siehe> http://www.wildlifeextra.com/go/news/jav...ants876.html#cr war das Resultat von Umweltfaktoren und menschlichen Einwirkungen. Inwieweit die Landenge von Kra auf der Malaiischen Halbinsel ein Hindernis für die Tiger war und wieso sich die malaysische Jackson-Tiger http://image.take40.com/400x300/michael_...ger_400x300.jpg entwickelten, bleibt ein Rätsel der Natur.
Vielleicht war er ein Selektionsfaktor:
http://www.youtube.com/watch?v=4cXhgJuxDmM

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 21.09.2011, 03:35 Uhr editiert.

02.10.2009, 06:40
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Kaspi tiger
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  100 Jahre alte Tiger info - sehr interessantAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

QUELLE:

http://www.archive.org/details/ausdemreichederp00brasrich

EMIL BRASS: NATURGESCHICHTE DER PELZTIERE
1911


....Tiger.



Auch von dieser schönen Katze, deren Heimat ausschließlich Asien bildet, gibt es verschiedene scharf unterschiedene Arten. Die am längsten bekannte Art ist der bengalische Tiger, Felis tigris bengalensis , der Vorderindien bewohnt, vom Himalaja bis zur Südspitze und noch heute, trotz aller Nachstellungen, recht häufig ist. Trotzdem kann man viele Jahre in Indien leben, ohne einen Tiger zu Gesicht zu bekommen. Das schone dunkel rotbraune Fell mit den schwarzen unregelmäßigen Querstreifen, ist der Farbe des Dschungels und namentlich dem Spiel von Sonne und Schatten so angepasst, dass er fast unsichtbar bleibt.

Das ausgewachsene Männchen besitzt einen starken Backenbart, der auch als Mähne bezeichnet wird. Das Fell des indischen Tigers ist stets flach, die Haare kurz und die Unterwolle sehr wenig dicht, am Bauch 1st die Behaarung etwas langer. Seinen Lieblingsaufenthalt bildet der sich am Fuß der Gebirge hinziehende Waldgürtel der ,,Terai", aber auch weit vom Walde entfernt tauchen Tiger auf.

Im allgemeinen gehen sie dem Menschen aus dem Wege und stellen mehr dem Wild und dem weidenden Vieh nach. Auch hierbei werden sie öfters von den wehrhaften Büffeln böse zugerichtet. Beim Herannahen eines Tigers flüchtet sich der Hirt auch persönlich unter seine Büffelherde, um ungefährdet zu entkommen. Einzelne Tiger aber, meist altere Exemplare, werden zu sogenannten ,,man-eaters", und legen sich nun ausschließlich auf die Menschenjagd, indem sie in der Nahe der Straße sich auf die Lauer legen, und nachts selbst in die Dörfer brechen, um ihre Opfer zu holen. Ganze Dörfer müßten schon verlassen werden wegen der Nähe eines solchen Man-eaters, die übrigens auch häufig paarweise auf tret en. Die englische Regierung zahlt hohe Prämien für die Erlegung jeden Tigers, die Zahl derselben ist dadurch auch stark zurückgegangen. Immerhin sollen noch jetzt jährlich mehrere Tausend Menschen den Tigern zum Opfer fallen. In den meist en Dörfern ist ein berufsmäßiger Jäger, ,, Shikaree", vorhanden, der hauptsächlich die Gegend von gefährlichen Raubtieren freihalten soll. Dies Amt ist in der Familie erblich. Besonders gute Tigerjäger liefern die Angehörigen der vor-dravidischen Stämme, z. B. die Ghonds und andere.

Die meisten Tiger werden aber von den englischen Offizieren und Beamten erlegt, bei denen dies der beliebteste und am höchsten stehende Sport ist.
Auch die indischen Fürsten betreiben die Tigerjagden im großen Stil, als die Treibjagd mittels Elefanten. Berühmt sind die Tigerjagden des Nabobs von Kutsch Behar, des Maharadja von Jeypore und des Nizam von Hydarabad. Diese Treibjagden, wobei der Jäger hoch oben in der Howdah des Elefanten sitzt, sind meist wenig gefährlich für den Teilnehmer, aber wegen des großen Apparats sehr kostspielig. Die englischen Sportsleute erlegen den Tiger mit der Büchse auf dem Anstande oder auf dem Pirschgange zu Fuß, nachdem die Nähe eines Tigers gemeldet ist.

Der Tiger ist übrigens der Todesgöttin Kali heilig, der Schutzpatronin der Thugs. Der indische Tiger halt sehr lange in der Gefangenschaft aus. Im Berliner Zoologischen Garten lebt ein riesiger bengalischer Tiger schon über 20 Jahre. Auch im Zoologischen Garten von Kalkutta sah ich Exemplare, die dort schon gegen 30 Jahre gefangen gehalten wurden. Den größten Tiger aber, der wohl eine Lange von 12 Fuß von der Schnauze bis zur Schwanzspitze hatte, sah ich im Garten des Maharadja von Jeypore.

Von den bengalischen Tigerfellen gelangen nicht viele in den Großhandel. Die von den europäischen Sportsleuten erbeuteten Felle verbleiben naturgemäß in deren Besitz als Trophäen, wahrend die von den eingeborenen Shikaree erlegten Felle in den Basaren von Kalkutta, Simla, Delhi usw. meist an die Touristen verkauft werden. Es geht sogar das Gerücht, dass einzelne solcher Tigerfelle nachher als ,,selbsterlegt" mitgebracht wurden.

Der Handelswert eines guten bengalischen Tigerfelles ist etwa 100 Mk. Aus den Klauen werden namentlich in Benares sehr schone Broschen und Ohrringe gefertigt.

Etwas abweichend in der Farbe ist der Tiger, der Hinterindien, Birma, Siam, Cochin-China und die Malakka-Halbinsel bewohnt. Er ist heller in der Grundfarbe und die dunklen Streifen schmaler. Vom Festland aus, namentlich vom Fürstentum Johore aus, durchschwimmen noch jetzt Tiger den schmalen Meeresraum nach Singapore und machen die Plantagen dieser schonen Insel unsicher. Früher geschah dies in sehr großem Umfange, aber auch jetzt noch kommen jährlich 3 oder 4 Tiger nach der Insel. Bei meiner letzten Anwesenheit dort war ein Tiger von den Sikh-Polizisten erlegt worden, der
in ein Chinesen-Haus der Vorstadt von Singapore eingedrungen war.


Eine eigene Rasse bildet der Inseltiger, Felis tigris sondaicus , der auf Sumatra und Java lebt. Er 1st viel kleiner als der bengalische, die Grundfarbe ein helles, ins Graue spielende Gelb, die schwarzen Streifen viel schmaler und in weiteren Zwischenraumen. Das Fell ist glatt, glänzend und kurzhaarig, der Schweif kürzer und dünner als beim bengalischen Tiger. Auch dieser Tiger richtet sehr großen Schaden an, ist aber auf Java durch die vielen Nachstellungen seltener geworden, auch finden sich hier Menschenfresser-Tiger seltener, da ihm die vielen Wildschweine eine leichte Beute liefern.

In Ostasien findet sich der Tiger, Felts tigris, chinesisch Lao Fu oder Lao Hu, Koreanisch Huran, in allen Gebieten des Kontinents, d. h. vom Süden Chinas bis über den Amur hinaus, und auf Korea ; dagegen fehlt er auf Japan.
Auf der Insel Hainan soll er nicht selten vorkommen. Schrenck behauptet, dass einzelne Exemplare auch auf Sachalin umherstreifen, doch bezweifle ich dies.

Es sind mehrere Rassen des Tigers in Ostasien scharf zu unterscheiden.

i. Der südliche, im Handel Amoy-Tiger genannte. Er kommt in den Provinzen Kwangsi, Kwantung, Yunnan, Fokien, Anhui, Kiangsee und vereinzelt auch in Chekiang vor. In Grösse und Habitus ähnelt er dem bengalischen Tiger, weicht aber in der Farbe stark von ihm ab. Die Grundfarbe ist viel heller und gelblicher, und die Streifen sind schmaler, zahlreicher und schärfer gezeichnet. Er gleicht in der Farbe dem Sunda-Tiger, ist aber
erheblich größer als dieser und steht dem Tiger aus Indochina (Anam, Tonkin, Cochin-China) wohl ziemlich nahe. Im allgemeinen geht er dem Menschen aus dem Wege, es finden sich aber doch zahlreiche ,,Maneater" dazwischen.

Namentlich in der Nachbarschaft von Swatow und Amoy rauben Tiger jährlich zahlreiche Chinesen, und auch in dem von Missionaren viel besuchten Luftkurort Kuliang, unweit Foochow, schleppte im Vorjahre ein Tiger eine Frau fort. Erst kürzlich baten die Einwohner eines ca. 50 km von Foochow gelegenen Ortes die Missionare, doch sportlustige Europäer zur Tiger jagd zu veranlassen, da die Bestien zu dreist geworden und im ganzen Distrikt jährlich wohl 200 bis 300 Menschen ihnen zum Opfer fielen. Mehrere Nimrode aus Schanghai leisteten auch der Einladung Folge.

Auch auf der Hongkong gegenüber liegenden Halbinsel Kowloon haben sich öfters Tiger gezeigt, ohne indessen größeren Schaden anzurichten. Im Allgemeinen aber weicht der Tiger dem Menschen scheu aus und begnügt sich mit Wild, weidendem Vieh und Haushunden. Auch die wehrhaften Wasserbüffel sind vor seinen Angriffen sicher, da er im Großen und Ganzen feige ist.
Die meisten der sogenannten Man-eaters sind ältere und schwache Exemplare, die dem Wilde nicht mehr folgen können und, von Hunger getrieben, Menschen angefallen haben. Haben sic allerdings erst einmal Menschenblut gekostet und gesehen, eine wie leichte Beute die Krone der Schöpfung darbietet, so suchen sie ihn ausschließlich zu ihrer Nahrung, bis das Schicksal sie in Gestalt einer Kugel oder Fanggrube ereilt.

Der allgemeine Glaube, dass ein Tiger, der Menschenfleisch genossen hat, räudig wird, beruht wohl auf einer Verwechslung von Ursache und Wirkung denn, wie schon gesagt, die Menschenfresser-Tiger sind eben meist alte und kranke Tiere.

2. Der nördliche oder Mandschu-Tiger, Felis tigris longipilis , unterscheidet sich sehr wesentlich vom vorigen und bildet eine besondere Art. Das Haar ist viel langer und dichter, erreicht auf dem Rücken und den Flanken ca. 5 cm Lange, mit einer dichten Unterwolle, die dem südlichen Tiger fehlt. Auf der Brust und am Halse ist das Haar viel langer, aber auch dünner und lockerer. Hals, Brust und Bauch sind weiß, während sie beim südlichen Tiger gelb sind. Die Streifen sind breiter und mehr verlaufend. Der ganze Körperbau ist viel stämmiger und gedrungener, der Schädel breiter und das Tier auch im Durchschnitt viel größer. So habe ich mehrere Felle des nördlichen Tigers gesehen, die von Schnauze bis Schwanzspitze 13 Fuß engl. (3,95 m) maßen Die Grundfarbe variiert, so sind z. B. die Felle aus der Mandschurei gelblicher, die aus Sibirien und der Mongolei rötlicher im Grundton.

In China findet sich der nördliche Tiger in der Mandschurei, der Mongolei und der Provinz Kansu, auch soll er in einzelnen Exemplaren in Shansi und Shensi vorkommen. In Ostsibirien ist er bis an den unteren Amur häufig.
Der Ostsibirische Tiger wird jetzt als Felis tigris amurensis besonders unterschieden, während der mongolische Tiger als Felis tigris mongolicus bezeichnet wird. Radde gibt an, dass der Ostsibirische Tiger vom kaukasischen, der bis zum Altai streift, stark erschieden ist. Im Nordwesten Chinas ist der nördliche Tiger in der letzten Zeit selten geworden, und auch in der Mandschurei und Ost- Sibirien ist er nicht mehr so häufig wie früher.

1892, als ich zum ersten Male nach Wladiwostok kam, waren die Tiger noch in der nächsten Umgebung nicht selten, und kurz vorher war ein riesiges Exemplar auf dem Hofe der dortigen Brauerei in einer Falle gefangen, nachdem es vorher schon verschiedene Schweine aus der Umzäunung geholt. Auch lief in den Geschäftsräumen der deutschen Firma Langelüttje ein junger, zahmer Tiger umher, der in der Nachbarschaft gefangen war. Man zeigte mir dort auch einen russischen Tigerjäger, der in einem Renkontre mit drei Tigern, die er auf einer Lichtung überrascht hatte, schwer verletzt war. Mit seiner Winchester-Repetierbüchse hatte er zwei getötet und den dritten tödlich verwundet, wurde aber von diesem schlimm zugerichtet. Er schleppte sich noch nach seiner Hütte, wo er nach zwei Tagen von seinen Kameraden gefunden wurde. Trotz der schweren Verletzungen genas er aber und betrachtete die 600 Rubel, die er für die drei Felle erhielt, als ausreichendes Lohn.

In den Provinzen Kweichau, Hunan, Honan, Szechuen und vereinzelt in Hupeh kommt ein Tiger vor, im Handel ,, Hankow-Tiger" genannt, der in seinem Habitus, namentlich auch in Lange und Dichte der Behaarung einen Übergang vom nördlichen zum südlichen Tiger zu bilden scheint, sich aber mehr dem letzteren nähert. Er ist wahrscheinlich mit dem Hoangho-Tiger neuerer Forscher identisch. In den Provinzen Chili, Schantung, Kiangsu und wahrscheinlich auch in Chekiang kommt der Tiger überhaupt nicht vor.

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 21.09.2011, 03:36 Uhr editiert.

06.09.2009, 23:49
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Eine besondere Art bildet der koreanische Tiger, den ich Felis tigris coreensis nennen möchte. Er ist bedeutend kleiner als die vorgenannten, aber gedrungener und fast so lang und dicht behaart wie der mandschurische. Die Grundfarbe ist rötlich, die Streifen sind breit, aber sehr deutlich ausgeprägt. Die koreanischen Tiger sind fast alle ,,Man-eater", wenn auch ihre Hauptnahrungsquelle die zahlreichen Hunde bilden. An der Westküste der Halbinsel ist er selten, dagegen im Osten und Nordosten noch sehr zahlreich und dabei ungemein frech. Im Winter kommt er aus den Gebirgsschluchten mitten in die Dörfer und Städte, um sich Hunde zu holen, dringt aber auch in die Häuser ein, um menschliche Opfer herauszuschleppen. So war der Engländer Stripling Zeuge, wie ein Tiger nachts in dem Dorf, in welchem er übernachtete, eine Frau
aus einer Hütte, deren Lehmwand er zertrümmert hatte, herausriss und mit ihr verschwand. Auf einer Reise im Keum Gang San (Diamantgebirge) traf ich im Kloster Mai Ha Yan die Mönche in großer Aufregung, und man zeigte mir die Spuren, wo in der Nacht vorher ein Mönch vom Tiger weggeschleppt war, während er sich nur auf kurze Zeit vor die Tür des Klosters begeben hatte.
In den hauptsächlichsten Tigergegenden werden die Reisenden, welche nach Einbruch der Dunkelheit weiter müssen, von Ort zu Ort durch Fackelträger begleitet, zu deren Stellung die Ortschaften gesetzlich verpflichtet sind.
Auch wir wurden von solchen begleitet, und es gewahrte einen prächtigen Anblick, die Karawane im Scheine der aus wohl 12 Fuß langen und fußdicken Bündeln trockener Hänfstengel bestehenden Fackeln sich über die Felsen winden zu sehen, wahrend der langgezogene Ruf ,,Pul, Pul" (Feuer, Fackeln), der die Ablösung im nächsten Orte aufmerksam machen sollte, das Echo der Wälder wachrief. Obwohl zu deren Empfang gerüstet, bekamen wir übrigens nirgends Tiger zu Gesicht, wohl aber zahlreiche frische Spuren.

In Gensan war vor einigen Jahren ein Tiger sogar in das Gehöft des Zollhauses eingedrungen, und man sah aus den Spuren, dass er eine ganze Weile unter den offenen Fenstern des im Parterre gelegenen Schlafzimmers des Zolldirektors Oisen gestanden hatte. Ob ihm derselbe aber zu mager erschienen, oder ob der Tiger sonst misstrauisch war, er begnügte sich damit, den Hofhund als Andenken mitzunehmen. In Korea existiert übrigens eine besondere Gilde der Tigerjäger, die namentlich vor der Erschließung des Landes eine große Rolle in allen Berichten spielen wegen ihrer angeblichen Todesverachtung und Schiess-sicherheit. Bei der großen Feigheit aller Koreaner und der erbärmlichen Beschaffenheit der von ihnen gebrauchten Lunteflinten glaube ich, dass alle von Koreanern erlegten Tiger die Todeskugel erst erhalten haben, nachdem sie in einer Fanggrube gefangen waren.

In Korea gehört es übrigens bei den �Yenbans", der herrschenden Klasse, zum guten Ton, ein Tigerfell auf dem Ehrensitz gebreitet zu haben, doch ziehen sie bei dem in Korea allgemein herrschenden Mangel an Kleingeld meistens vor, sich dasselbe zum Geschenk machen zu lassen.

Im chinesischen Handel spielt der Tiger keine unbedeutende Rolle, und kein Körperteil bleibt ungenutzt. Die Felle, abgesehen von der Verwendung für den Ausfuhrhandel, bilden auch beliebte Geschenke für die Mandarinen. Die Krallen sind als Amulette sehr beliebt (man muss, wenn man ein Tigerfell gekauft hat, sehr genau aufpassen, da sonst die Klauen unter den Händen weg gestohlen werden). Das Herz wird als mut- und kraftverleihend gegessen, und die Knochen bilden einen wichtigen Bestandteil der Pharmacopoea sinaica.

Das Fell des nördlichen Tigers hat im Großhandel in Europa einen Wert von 200 bis 800 Mark, nach Grösse und Schönheit, wahrend der Amoy-Tiger 50 - 100 Mark und der Hankow-Tiger 100 bis 300 Mark erzielt. Das Fell des koreanischen Tigers, welches sehr schön, aber klein ist, kostet etwa 150 bis 300 Mark.
Fleisch, Krallen und Knochen des Tigers werden schon im Innern mit 25 bis 100 Tael (1 Tael = ca. 3 Mark.) bezahlt. Der glückliche Erleger eines Tigers erhält also für Chinesische Begriffe ein ziemliches Vermögen. Die Zahl der zur Ausfuhr gelangenden Tigerfelle hat in den letzten Jahren sehr nachgelassen, es dürften jährlich etwa nur 200 nördliche, ca. 300 südliche China-Tiger, etwa 50 bis 100 sibirische und 30 bis 40 koreanische Tigerfelle nach Europa gelangen. Lebende Exemplare von nordischen und koreanischen Tigern sind übrigens erst seit kurzem nach Europa gekommen und in den
Zoologischen Garten große Seltenheiten.

Die Javaner haben übrigens den Aberglauben, dass nach Art des alten Werwolf-Glaubens gerade die Menschenfresser-Tiger eigentlich Menschen seien, die sich nachts in Tiger verwandeln. Gefangen wird er auf Java und Sumatra von den Eingeborenen meist in Fallgruben, auf den europäischen Plantagen wendet man aber große Stahlfallen mit Erfolg an, von denen die besten aus Deutschland geliefert werden.

Auch von diesem Tiger kommen wenig Felle auf den Markt. Auf Borneo soll der Tiger nicht vorkommen, ebenso fehlt er auf Ceylon. Bei den Fürsten von Solo und Djokjokarta auf Java gehörte es zu der regelmassigen Hoffestlichkeit, gefangene Tiger mit Büffeln kämpfen zu lassen, oder gegen eine dichte Reihe Lanzenträger loszulassen, wo er beim Versuch, zu entkommen, sich an den Lanzen aufspießt.

Eine weitere Tigerart ist Felis tigris virgata , dessen Verbreitungsbezirk am nächsten nach Europa reicht. Er findet sich am Osthänge des Kaukasus, am Ufer des Kaspischen Meeres, in Trans-kaspien, Turkestan und Ostpersien. Die Turkmenen nennen ihn Julbars, wie Radde, oder Jollbars, wie Sven Hedin schreibt. In den Rohrbruchen und den Tamariskendschungeln des Murgab, des Sir Darja, und des Tarim ist er häufig, stellt aber den Menschen wenig nach, da er genügend Nahrung unter den Wildschweinrotten findet. Dieser transkaspische Tiger ist sehr groß, die Grundfarbe rötlich, die dunklen Streifen breit, aber etwas verschwommen, das Haar etwa als mittellang zu bezeichnen.
Es kommen mehrere hundert Felle jährlich nach Nishny-Nowgorod, die einen Wert von 200 bis 300 Mark per Stück haben, und einige Exemplare werden auch höher bezahlt. Nördlich schließt sich der Verbreitungsbezirk des Altai-Tigers Felis tigris altaicus an, der bedeutend kleiner und gedrungener ist, ein langes, dichtes Haar und rötlichbraune Grundfarbe hat.

***
Google Books. Jürgen Reulecke: Generationalität und Lebensgeschichte im 20. Jahrhundert , Seite 87.
"Bis 1913 stieg die Monatsrente auf 16 Mark und betrug 23% des Durchschnittslohns " - d.h. der monatliche Durchschnittslohn betrug damals ca. 70 Mark.

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 21.09.2011, 03:36 Uhr editiert.

06.09.2009, 23:48
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Einige Gedanken zum PlosOne Artikel, wo gesagt wird dass Kaspische (P.t. virgata ) und Sibirische (P.t altaica) Tiger quasi identisch sind:
Ich weiß nicht, wie gut die DNS in den Mitochondrien der 24 Museumsexemplare des Kaspischen Tigers die Präparation überdauern konnte (die Häute wurden gegerbt und die Knochen ausgekocht und mit Chemikalien behandelt)� es sind alles Tiger die zwischen 1878-1950 gesammelt (geschossen) wurden �und seither sammeln sie Staub.
Klar, dass die 3 Tarim-Tiger Felle hell sind � nach 130 Jahren verwandelt sich die Grundfarbe bestimmt nicht zum satten Orange. Allerdings schrieb Hedin dass am Ufer des Kaspischen Meeres im Nord-Iran der Königstiger vorkommt (der Kaspische musste dem Bengalischen ähnlich sein) und die beiden Engländer Percy W. Kirche und Rivingtons sagen, dass der Tarim-Tiger dem Indischen in der Größe und Färbung gleichkommt. Sie hatten die Spuren des Tarim-Tigers mehrmals gesehen und konnten sogar einem ausgestopften Exemplar im Sommerkleid beobachten.
Anderseits sind 24 Exemplare nicht repräsentativ � die Wissenschaftler haben davon gearbeitet was sie hatten.
Dann kommt die Frage der lebenden Sibirischen Tiger � sie sind genetisch extrem verarmt weil die Population in den 1940er Jahren vom Rande des Aussterbens zurückgebracht wurde (20-30 Exemplare im Amur-Ussuri Gebiet). Die Sibirischen Tiger aus Korea und der Mandschurei verschwanden. Verschiedene Allele des Sibirischen Tigers sind nur noch bei Zootieren vorhanden.

Artikel:
http://www.scientificamerican.com/blog/6...tial-2009-07-08
http://news.bbc.co.uk/earth/hi/earth_new...000/8128738.stm
Emil Brass beschreibt dass Pelzhändler zwischen den Nordischen, den kleineren aber schön gefärbten Koreanischen und Chinesischen Tiger unterschieden. Damals kamen alleine aus Ostasien 300-500 Tiger jährlich auf dem internationalen Pelzmarkt. Der Amoy-Tiger war schon damals als eigene Unterart beschrieben.
Vielleicht wurden ja auch die Varianten des Kaspischen Tigers aufgestellt weil im riesigen Verbreitungsgebiet verschiedene Phänotypen vorkamen. Da heute ein paar hundert Sibirische Tiger in Freiheit leben ist die Frage der Unterscheidung von Phänotypen der ausgestorbenen Tiger akademisch. Leider.

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 21.09.2011, 03:37 Uhr editiert.

30.08.2009, 09:32
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Hallo Tiger-Lilly,

Eine interessante Seite:
http://www.lairweb.org.nz/tiger/caspian.html

Artikel über die Verwandtschaft der Kaspischen Unterart mit dem Sibirischen Tiger.
http://www.plosone.org/article/info:doi/...al.pone.0004125


Table S1 Untersuchte Tarim -Tiger

PTV-23 Zoologisches Museum, R.A.S., St. Petersburg 1512(1654) Kitai, Lobnor, Xinjiang, Volksrepublik China, 1878

PTV-21 Zoologisches Museum, R.A.S., St. Petersburg 4046 Kitai, Kulvdja, Lobnor, Xinjiang, Volksrepublik China,1888

PTV-15 Zoologisches Museum, R.A.S., St. Petersburg 7862(2983) Kitai, Lobnor, Xinjiang, Volksrepublik China, 1889


Drei 120-130 Jahre alte Tigerfelle aus Sankt Petersburg - das ist von dieser kleineren Variante des Kaspischen Tigers übriggeblieben.
Der Lebensraum wurde umgewandelt, die Flussoase der Tarim-darya war/ist ein ohnehin stark begrenztes Gebiet und Lob-Nor wurde in den 1960er Jahren nukleare Testgebiet.
Was soll's, der ursprünglich 3100 km2 grosse Lop-Nor ist sowieso seit 1972 VÖLLIG AUSGETROCKNET:
http://www.uni-giessen.de/zeu/Papers/DiscPap%2325.pdf

Sven Hedin berichtete während seiner zweiten Expedition (1899-1902) im Tarim-Becken immer wieder von Tiger-Jäger (jeder, der Laufen konnte und eine Waffe besass nannte sich Tiger-Jäger und wollte einen abknallen, hinzu kamen die Reisenden die dasselbe wollten), und dass Tiger geschossen werden - und zitiert Ortskundige die ihm sagten, seit Jahren keinen Tiger mehr gesichtet zu haben - es scheint er hatte den Tarim-Tiger in letzter Minute getroffen.

Ein alter Wilderer erzählte, dass der letzte Tiger sich vor Jahren an seine Haustiere vergriff - danach wurde er gejagt und flieh in die Wüste - Verlust von Beutetiere und Lebensraum.
Außerdem war die Provinz Xinjiang-Ujgur damals und ist heute noch politisch unsicher - zu Sven Hedins Zeiten existierten offenbar keine Naturschutzmaßnahmen, heute sind sie auch schwer durchzusetzen.

P.t. lecoqui wurde übergejagt, und verschwand lange vor der chinesischen Annexion und der systematischen Umwandlung des Lebensraums und Jahrzehnte bevor der Kaspische Tiger in seinem übrigen Verbreitungsgebiet ausgerottet wurde.

Sven Hedin kaufte einen Tigerfell und schrieb, dass dieser seinen Arbeitszimmer in Stockholm schmückt. Also noch ein P.t. lecoqui Fell irgendwo in Schweden...
Quelle:
http:// books.google.com
MY LIFE AS AN EXPLORER KAPITEL
Suchwort: Tiger
XXXIII, SEITEN 256-264
Die Wildschweine -wichtigste Beutetiere auch dieser Tigerform- im Schilfdickicht sind dort ebenso abgebildet wie ein Tarim Tiger - die Pfote in der Eisenfalle - kurz vor dem Abschuss.

****
http://www.archive.org/stream/chinesetur...urrich_djvu.txt

MIT KARAWAN UND GEWEHR durch Chinesisch-Turkestan

Percy W. KIRCHE F.R.G.S. UND F.Z.S. Rivingtons

34, King Street, Covent Garden CO LONDON 1901

Von Yarkand nach Maralbaschi

Der Tiger ist im Yarkand nicht so häufig wie im Westen

Chinesisch-Turkestan

Ich sah auch die frische Spur eines großen Tigers. .... Im Jilgalong sah ich Tiger-Spuren fast täglich, demnach müssen es mehrere Exemplare sein. .... Ich hätte gerne einen dieser Tiger zur Strecke gebracht, da sie anhand der Fußabdrücke groß sein müssen, und in dem kalten Klima muss ihr Fell besonders fein sein � leider hatte ich aber kein Glück gehabt.....

Von Kuldja nach Urumtschi 153
Vier oder fünf Meilen von Toutou, die aus einem Serai und der üblichen kleinen chinesischen Festung besteht, geht die Landschaft zum Sumpf und Wald über. Hier sah ich einige Hirsch-Spuren, welche vom Yarkand-Hirsch stammen müssen. Die örtliche Leute sagten, dass sie hier häufig seien genau wie die Wildschweine, gelegentlich kommt auch der Tiger vor. .....
154 Chinesisch-Turkestan
Einer seiner größten Schätze war ein ausgestopfter Tiger, den er letzten Herbst in der Umgebung geschossen hat. Der Tiger hatte keinen besonders dichten Pelz und die Färbung war nicht heller als es im Indien üblich ist. Der Balg war kein Meisterstück der Präparationskunst, trotzdem war der Besitzer stolz darauf und er hatte den Tiger auf einem kleinen Trolly montiert.... Wir erreichten den Yangi Daria (den Neuen Fluss), der Dschungel ist hier ausgedehnt und das Land ist feucht. Ich sah acht oder zehn Reiher, sowie viele Spuren vom Wildschwein -und einige vom Hirsch. Wie man erzählte, kommen Tiger nicht vor, obwohl es ein paar an den Ufern des Tarim gibt....
202 Chinesisch-Turkestan
Der Tiger, von den Kalmaks �teager" genannt, ist in Jilgalong nicht selten, man kann sie häufig beobachten aber um einen zu schießen, braucht man mehr Glück. Ihren Spuren nach sind sie so groß, wie die Königstiger, und sie müssen einen wunderschönen Winterfell haben um die Kälte standzuhalten.


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Brigadier-General E. Pigot wollte im 1925 im Lop-Nor Gebiet den seltenen Lop-Nor Tiger und seinen ebenso seltenen Beutetier, den Yarkand-Hirsch erbeuten, aber konnte nur die Tigerspuren sichten, vom Yarkand-Hirsch fehlte jede Spur - die örtliche Jagdführer erzählten, dass Hirsche sich in der heißen Jahreszeit aus den Flussauen in die Bergwälder zurückziehen.



Eine Million Yuan Kopfgeld auf den Xinjiang Tiger
http://en.invest.china.cn/english/SO-e/25351.htm

Ein Entdeckungs-und Reiseunternehmen aus Xinjiang hat kürzlich eine Belohnung von einer Million Yuan (125.000 US dollar) ausgesetzt, um die Bevölkerung der West-Chinesischen Autonomen Region Xinjiang-Uygur auf die Suche nach dem Xinjiang-Tiger zu machen.
Der Xinjiang Tiger lebte als einzige Tigerform in der Wüste und wurde noch am Ende des 19. Jahrhunderts häufig im Tienshan Berggebiet und am Tarim-Flussbecken beobachtet.

Laut historischen Aufzeichnungen war der Xinjiang Tiger vergleichsweise klein und hatte eine hellere Fellfärbung mit hellen streifen. Wildschweine waren ihre Lieblingsspeise.
Sven Hedin, der schwedische Forscher berichtete, den Xinjiang Tiger während seiner Entdeckungsreisen in der Taklamakan-Wüste um 1900 einmal beobachtet zu haben. Der Xinjiang Tiger wurde im Jahre 1916 offiziell für ausgestorben erklärt. Der Grund für seinen Aussterben ist immer noch ein Rätsel.
Nach langer Diskussion sind sich Wissenschaftler einig, dass zu viele Feuchtgebiete umwandelt wurden so dass die Zahl der Wildschweine sich drastisch verringerte und dadurch viele Xinjiang Tiger einfach verhungerten. Der Rest wurde durch den traditionellen Tigerjagd getötet, so dass schließlich der ganze Bestand erlosch.

Doch in den vergangenen Jahren wurden im Süden der autonomen Region Xinjiang-Uygur regelmäßig Tigerspuren beobachtet.

Laut Experten ist es durchaus sinnvoll zu vermuten, dass im riesigen und dünn besiedelten Süd-Xinjiang doch einige Tiger überlebt haben könnten.
"Wir hoffen, dass unsere Aktion den Bewusstsein für Wildtierschutz erweckt und dazu beiträgt, den Xinjiang Tiger so bald wie möglich zu finden", sagte der Sprecher des Unternehmens.
Statistiken zeigen, dass alle in China lebenden Unterarten des Tigers (Sibirische-, Bengalische-, Südchinesische-) schon am Rande der Ausrottung standen, aber durch ambitionierte und langfristige Rettungsprogramme der Regierung ihre Situation verbessert werden konnte.
(Xinhua News Agency 16. Januar 2002 [/ I]


Photos des Kaspischen Tigers - aus deutschen Tiergärten...
http://andysworld.net/images/Tiger_Analy...iger/Caspian%20(2).jpg
http://andysworld.net/images/Tiger_Analy...r/Caspian_4.jpg
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http://andysworld.net/images/Tiger_Analy...r/Caspian_6.jpg

Tschüss

K. T.

P.S.: Weitere Unterarten vom Kaspischen Tiger wurden aufgestellt (P.t. Septentrionalis - Ostkaukasus P.t. trabata - Balhasch See. Es scheint, manche Wissenschaftler sind imstande, anhand 3-4 Museumsexemplaren eine neue Unterart zu beschreiben/sich dadurch zu verewigen.

Vom Sibirischen Tiger (P.t. altaica ) wurden auch etliche Unterarten aufgestellt: P.t. longipilis - Amur Region, Felis tigris var. amurensis - Ussuri, F.t. coreensis - Nordkorea, Tigris mikadoi - Korea, F.t. Mandchurica Harbin/China/Mandschurei. QUELLE : Books.google.com Mammals of the Soviet Union.

Nun gehören alle tote/lebendige geographische Varianten des Kaspischen und Sibirischen Tigers zum ein und selben Unterart -laut der mitochondrialen DNS Analyse von 2009. Die Welt ist heil, nix ist ausgestorben :Dg .

Dieser Beitrag wurde von Kaspi tiger am 21.09.2011, 03:37 Uhr editiert.

25.08.2009, 13:16
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tiger-lilly
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Zum Thema Taxierung hätte ich auch mal ne Frage. Es gab Wissenschaftler, die haben die Tiger des Tarimbeckens (China) früher mal als eigene Unterart klassifiziert, die als Panthera tigris lecoqi bezeichnet wurde. Heute werden diese Tiere aber als Kaspische Tiger angesehen. Weiss irgendjemand genaueres darüber?

16.02.2005, 21:41
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Sesshoumaru
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TaxierungAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Die Taxierung ist keine exakte Wissenschaft, jedenfalls nicht, wie sie sich darstellt. Jeder Forscher führt andere Gründe an, warum er seine eigene Taxierung verwendet. Manchmal gibt es für ein Tier oder eine Pflanze mehrere Namen gleichzeitig.

Welche Taxierung sich durchsetzt zeigt, genau wie früher, die Zeit. Nicht mal die DNA Abstammungstests werden von vielen Wissenschaftlern voll akzeptiert. Schließlich ist man sich nicht im grünen, an wann Unterschiede groß genug sind, um eine Abspaltung zu rechtfertigen. Aus diesem Grund habe die Taxierung auf meiner Homepage noch nicht überarbeitet.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

11.02.2005, 16:44
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