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tiger-lilly
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  Appell des WWF an George W. BushAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hier ist ein Appell des WWF-Vorsitzenden Peter Krokosch an George W. Bush. Ob der allerdings etwas Nutzen wird, ist fraglich. Die Umweltpolitik von Bush ist die schlimmste seit Richard Nixon.

Appell an Georg W. Bush von Dr. Peter Prokosch, CEO des WWF Deutschland:

Sehr geehrter Herr Präsident der Vereinigten Staaten,

die amerikanischen Wähler haben Ihnen nach einem harten Wahlkampf für weitere 4 Jahre das mächtigste Amt der Welt anvertraut. Dazu gratuliere ich Ihnen. Gleichzeitig möchte ich ganz offen und direkt meine Sorgen und Erwartungen ausdrücken. Sie haben in Ihrer bisherigen Amtszeit und in Ihrem Wahlkampf viele Probleme bei Seite geschoben, die für das Wohlergehen der Erde von zentraler Bedeutung sind. Darunter der Schutz unserer Umwelt, des Klimas und der Natur. Diese Aufgaben müssen in Ihrer zweiten Amtsperiode unbedingt in den Vordergrund rücken.

Die Erde steht an einem Scheidepunkt: Die nächsten Jahrzehnte entscheiden darüber, ob wir den Übergang von fossilen Energieträgern zu alternativen Energien ohne größere soziale Verwerfungen und kriegerische Auseinandersetzungen bewältigen. Wir Menschen müssen uns jetzt entscheiden, ob wir die Folgen der Erderwärmung, das Abschmelzen der Polkappen und das Steigen des Meeresspiegels abwenden; ob wir die Wüstenbildung und den Verlust sauberen Trinkwassers bei gleichzeitig anhaltendem Bevölkerungswachstum stoppen; und ob unsere Kinder auch in Zukunft noch einen Planeten vorfinden sollen, der reich ist an Tieren und Pflanzen, an Wäldern, unverbauten Wildnissen, fischreichen Meeren und Bergen mit Gletschern.

Wie kein anderer US-Präsident zuvor, haben Sie bisher sektorale Wirtschaftsinteressen über das Interesse an einer gesunden Umwelt und nachhaltigen Zukunft gestellt. Amerika ist unter Ihrer Regierung zum führenden Nachhaltigkeitsverweigerer der Erde geworden: Kein anderes Land verschlingt so viele Bodenschätze, verschwendet so ungehemmt Energie, belastet die Erdatmosphäre mit soviel Kohlendioxid und verweigert sich zugleich so hartnäckig allen Bemühungen der Staatengemeinschaft gegenüber, zu gemeinsamen Lösungsvereinbarungen zu kommen.

Die Folgen der Umweltsünden treffen die ärmsten Länder der Erde am härtesten; aber sie fallen auch auf die Industrieländer zurück. Die schweren Tropenstürme dieses Sommers haben die USA und Japan schwer getroffen. Weit gravierender sind die Folgen, die der neue Arktis-Klimareport in Aussicht stellt, den die acht Arktisstaaten unter Leitung von US-Wissenschaftlern jetzt veröffentlichen. Hiernach erwärmt sich die Arktis doppelt so schnell wie der Rest der Welt. Die Eiskappe um den Nordpol hat sich in den vergangenen 30 Jahren um bis zu 20 Prozent verkleinert. Treten die Voraussagen des Reports ein, ist mit einem Anstieg des Meeresspiegels zu rechnen, der z.B. große Teile Floridas unter Wasser setzen würde.

Für den WWF Deutschland appelliere ich daher an Sie:
Herr Präsident, ratifizieren Sie das Kyoto-Protokoll, durch das der Kohlendioxidausstoß der Industriestaaten verringert werden soll. Alle europäischen Staaten haben unterzeichnet, zugleich alle asiatischen Staaten, darunter China und Japan und zuletzt auch Russland.
Unterzeichnen Sie die Konvention zum Schutz der Biologischen Vielfalt und bringen Sie die ganze Stärke Ihres Landes in die Initiativen ein, die den Rückgang von Ökosystemen, Tier- und Pflanzenbeständen bis zum Jahr 2010 entscheidend verringern wollen. Es geht um die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung und um unsere Kinder und Enkel.

Ihr Platz in der Geschichte, als 44. Präsident der Vereinigten Staaten, wird auch an der Förderung des Gemeinwohls gemessen werden; und daran, ob Sie Ihrer Verantwortung und Vorbildrolle für die Welt gerecht geworden sind. Horst Köhler, der Bundespräsident Deutschlands, hat vor wenigen Tagen bei einer öffentlichen Veranstaltung über die Nachhaltigkeit als Konzept der Zukunft gesagt: „Es geht nicht um Verzicht, sondern um Gewinn. Nicht um Beschränkung, sondern um Verantwortung. Nicht um Gängelung, sondern um Freiheit.“ Diese Worte, sehr geehrter Herr Präsident, lege ich Ihnen ans Herz.

Quelle: WWF

04.11.2004, 18:55
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