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nettwork
Panthera leo




Dabei seit: Januar 2002
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Beiträge: 702
nettwork ist offline
es passiert schon wiederAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Im US Bundesstaat Kansas steht derzeit die Evolutionstheorie auf dem Prüfstand. Darwins Gegner vertreten die Theorie des "Intelligenten Designs", wonach nicht die Weiterentwicklung der Arten sondern eine höhere Kraft den Menschen gezielt geschaffen habe. Ihrer Ansicht nach ist das Leben zu komplex, um durch Zufall entstanden zu sein.

In der zehn Mitglieder umfassenden Schulbehörde von Kansas haben derzeit die Konservativen die Mehrheit. Daher erwarten Beobachter, dass die Richtlinien für den Biologieunterricht in Kansas im Juni geändert werden und künftig auch die Theorie des ''Intelligenten Designs'' in den Schulen gelehrt werde.

Wissenschafter boykottieren die Anhörung und beklagen, dass Wissenschaft mit Atheismus gleichgesetzt werde. Sie bezeichneten den Vorstoß bei der Schulbehörde als absurd.

Website von Intelligent Design
Quelle: orf.at


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

15.05.2005, 12:31
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Siegmar
Jaguar




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Siegmar ist offline
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Wer bestimmt den was in den Schulen gelehrt wird, genau die breite Masse. Wer hier mitdiskutiert gehört nicht zur breiten Masse, den er kann selber denken. Er nihmt den Werbespruch der Bildzeitung wörtlich, bild dir deine Meinung.

Ich bin christlich erzogen, als streng gläubig würde ich mich aber nicht bezeichnen. Meine persönliche Meinung zum Thema Religion ist, sie wurde mehrfach in der Geschichte zum Zwecke der Machterhaltung und -ausweitung von den Mächtigen missbracht. Es gibt genügend Beispiele das Christen Christen neidergemetzelt haben, im Namen Gottes.

20.11.2004, 20:30
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Spiritus, der Panther
Träumer




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Spiritus, der Panther ist offline
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Toll Siegmar, das mag für eine breite Masse zutreffen, was ist aber mit jenen, denen die kuruppierten großen Religionen am Ar... vorbei gehen, bzw. sich ersteinmal gründlich über diese informieren. Das sollten vielleicht auch Personen wie Madonna bzw. Esther wie sie sich nun nennt oder Britney, ähm, hat die jetzt eigentlich nen neuen Nachnamen, egal, ich komme vom Thema ab, die die Lehre des Kabbala in die Öffentlichkeit zwingen, dabei aber nichteinmal dessen grundregel kennen: für Frauen verboten!
Taoismus, Hinduismus, wer kennt hierzulande schon diese 2 großen Weltreligionen? Ganz zu schweigen von jenen, die von dem ach so beliebten Christentum einfach mal ausgemerzt wurden? Dank derem Tun in der Vergangenheit hat man kaum ne Ahnung, was es mit der Religion in unseren Breitengraden auf sich hatte. Alles Ketzerei und Götzenkult? Wohl kaum!
Ich versuche meinen eigenen Weg zu finden, meinen Glauben, in dem die Evolutionstheorie ihren festen sitz hat.
Weit ausgeholt und doch noch ans Ziel gekommen

S, d P


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In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

20.11.2004, 19:52
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Siegmar
Jaguar




Dabei seit: Juni 2002
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Brandenburg (DE)
Beiträge: 457
Siegmar ist offline
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In einer komplizierter werdenen Welt führt die Suche nach einfachen Denkansätzen zwangsweise zu Religion oder Idelogie.
Die "Evolutionstheorie" ist für viele schwer verständlich. Den wer kann sich schon wirklich vorstellen, das alles Leben auf wenige Ursprungsformen zurück geht. Da ist eine von Gott geschaffene Welt einfacher.

Ist es nicht einfacher zu sagen, das war mir vorherbestimmt, Gott wollte es so und schon habe ich die Verantwortung für mein Tun abgeben. Ersetzen wir Gott gegen "Führer" und schon sind auch die nicht religösen Fanatiker bedient. Es ist schwer sein Selbst aufzubauen und wer dabei regelmäßig Rückschläge erleidet ist für die Verheißung des einfachen Anfällig.

Schwarz - Weiß, Gut - Böse, einfache Gegensätze. Wir sind die Guten und alles andere ist das Böse, so erreicht man den Menschen dem alles zu viel wird.

18.11.2004, 17:28
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PattWór
Crond'Llor




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Whough
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PattWór ist offline
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Darwin und ReligionAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Wissenschaft und Religion müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Hat dies der Papst vor einiger Zeit mit Erlassung des Dekrets bewiesen, daß auch extraterrestrische Wesen Gottes Kinder seien. Damit antwortet die Kirche auf die Möglichkeit der Entdeckung extraterrestrischen Lebens.

Und wer sich die Bibel, genauer das Kapitel Genesis genau durchliest, der wird darin keine Widersprüche zu der Theorie Darwins finden. Klar, wird dort doch in zahlreichen Metaphern gesprochen und ebenso viele Parabeln verwendet. Und es ist auch klar, daß der gesamte Schöpfungsvorgang auf einen sehr kleinen und überschaubaren Zeitrahmen übertragen wurde.
Wer die Bibel liest, der muß sich darüber im klaren sein, daß dort Geschichten und Texte niedergeschrieben sind, die zuvor erst Jahrhundertelang mündlich überliefert worden sind. Erfahrungsgemäß schwindet der Wahrheitsgehalt einer Information mit der Anzahl sie überliefernden Münder. Wer also tatsächlich glaubt, die Schriften der Bibel, wie die Kreationisten in den USA, wörtlich nehmen zu können, der muß auch seinem Nachbarn glauben, er habe einen drei Meter langen Hecht gefangen. Das bedeutet jedoch nicht, daß in der Bibel nur Humbug zu finden wäre, denn jede dieser Geschichten hat ihren wahren Kern und jede Parabel ihre Aussage. Es liegt an dem Lesenden diese Wahrheit und die Kernaussage für sich selbst daraus zu extrahieren. Diese Prozedur zeigt einem jeder Pfarrer bei seiner Sonntagsprädigt in der Kirche, wenn er Bezug zu aktuellen Geschehnissen nimmt.
Im Falle Darwin bedeutet das, daß man fundierte wissenschaftliche Ergebnisse nicht einfach wegwischen oder gar negieren kann, nur weil sie einem nicht ins Konzept passen. Ich spreche hier von der Existenz und dem ermittelten Alter von Fossilien, die nunmal beweisen, daß das Leben nicht erst seit ein paar tausend Jahren existiert, sondern seit vielen hundertmillionen Jahren und daß das Leben nicht in dieser Gestalt zu einem bestimmten Zeitpunkt entstanden ist und als statisches konstrukt unverändert, so wie Gott es sich gedacht hat, weiterbesteht, sondern sich in einem stetigen Wandel befindet, der bestimmten Parametern unterworfen ist, die in der Darwin'schen Theorie mit Selektionsfaktoren bezeichnet werden.

Wer all' diese Fakten zu ignorieren können meint, der muß sich auch vom heleozentrischen Weltbild verabschieden und zum geozentrischen zurückkehren, da dieses die zentrale Bedeutung dieser Welt insbesondere des Menschen als Krone der Schöpfung zum Ausdruck bringt, der muß sich auch von der Tatsache verabschieden, daß die Erde eine Kugel ist und zum Model der flachen Scheibe zurückkehren. Desweiteren muß er die Existenz und die Funktion moderner technischer Errungenschaften wie TV, Telefon, Computer, Fortbewegungsmittel, Medikamente, diagnostische Verfahren, u.s.w verleugnen und aus seinem Leben als Teufelszeug verbannen.

Mit einer Frage, die ich euch stelle, möchte ich hier schließen: "Ist es besser, seine Augen zu verschließen und nach alten Dogmen zu leben, oder mit offenen Augen und einem wachen Verstand mit der Fähigkeit Dinge hinterfragen und nach dem Warum fragen zu dürfen?"

Nachtrag:
Die Entwicklung in den USA, in der die Kreationisten, gestützt von dem plötzlich gefunden Glauben des einstigen Lebemanns und Säufer George W. Bush, beobachte ich mit zunehmender Sorge. Ich muß sehen, wie religiöse Einflüsse mehr und mehr in weltliche Bereiche, die der Obhut und Verantwortlichkeit des Staates obliegen, dringen, die Kirchen so wieder stark an Macht gewinnen und der Code sivile, der einst von Napoleon eingeführt wurde und die strikte Trennung von Staat und Kirche fordert, an Bedeutung verliert. Dies geht einher mit der Zerrütung der Demokratie und das in einem Land, welches sich selbst als Bollwerk der freien Welt und der Demokratie sieht. Hier seien nur die neuerlichen Pannen bei der Präsidentschaftswahl genannt. Dies hat starken Symbolcharakter und es bleibt zu befürchten, daß diese Welle der Rückorientierung zu mittelalterlichen Dogtrien und Strukturen nach Europa hinüberschwappt und ein zweites Mittelalter einleitet, in denen weiterführende Ideen als Ketzerei abgetan und die Protagonisten dieser Ideen als Ketzer auf Scheiterhaufen verbrennen.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


25.10.2004, 19:03
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PattWór
Crond'Llor




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Zitat:
Die Evolutionstheorie Darwins ist zwar wissenschaftlich bewiesen, trotzdem halten die meisten Amerikaner an Gott als Schöpfer des Menschen fest. Eine Umfrage ergab, dass in den USA rund 45 Prozent der Erwachsenen glauben, dass Gott den Menschen innerhalb der vergangenen 10.000 Jahre geschaffen hat. Das berichtet das Magazin National Geographic Deutschland in seiner November-Ausgabe. Weitere 37 Prozent der befragten Amerikaner sind der Ansicht, dass eine göttliche Initiative am Anfang allen Seins war und die Evolution in Gang setzte. Nur eine Minderheit der Amerikaner glaubt, dass sich die Menschheit ohne das Zutun eines Gottes aus anderen Lebensformen entwickelt hat.

Österreicher sind skeptisch


Die Darstellungen der Bibel, wonach das Universum, die Erde und das Leben vor 10.000 Jahren von Gott erschaffen wurden, nimmt - nach einer Umfrage des Schweizer Meinungsforschungsinstituts IHA-Gfk - aber auch jeder Fünfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz wörtlich. Etwa genauso viele stimmen der Ansicht zu, dass es zwar die Evolution gebe, dass sie aber von Gott gesteuert werde. An eine Evolution, wie Darwin sie beschrieb, bei der Gott keine Rolle spielt, glauben in Deutschland mit 46 Prozent fast jeder Zweite, in Österreich knapp 41 Prozent, in der Schweiz aber nur jeder Dritte (33 Prozent).

"
Evolutionsstreit" an US-Schulen


Der mehrheitliche Glaube an einen Gott als Schöpfer hat auch Auswirkungen auf den Schulunterricht in den USA: In 31 von 50 Bundesstaaten der USA gibt es zur Zeit juristischen Streit darüber, wie man in der Schule die Entwicklungsgeschichte lehrt. Aber auch an Europas Schulen gibt es offenbar Skepsis bezüglich der Theorien Darwins: Die italienische Bildungsministerin Letizia Moratti wollte in diesem Frühjahr die von Darwin begründete Evolutionstheorie vom Lehrplan der 13-14-jährigen Schüler streichen und stattdessen die Schöpfungsgeschichte der Bibel unterrichten lassen. Erst nach massiven Protesten gab sie ihr Vorhaben auf.

Darwin wird wissenschaftlich anerkannt


Dabei lässt die Wissenschaft inzwischen kaum noch Zweifel an der Richtigkeit der Theorie Darwins. Seine Idee der Evolution der Arten und die natürliche Auslese als Motor dieser Entwicklung hat er bereits 1859 in seinem Werk "Die Entstehung der Arten" ausführlich dargelegt. Darin schreibt er, dass kleine, zufällige erbliche Unterschiede zwischen Lebewesen einer Art unterschiedliche Überlebens- und Vermehrungschancen zur Folge haben. Wer besser an seine Umwelt angepasst ist, hat größere Chancen zu überleben und sich fortzupflanzen. Diese natürliche Auslese führt dazu, dass sich über viele Generationen hinweg Aussehen, Körperbau und Verhalten der Nachkommen verändern und weiterentwickeln.

Genetik stützt Evolutionstheorie


Darüber hinaus können sich bei räumlich isolierten Populationen neue Arten bilden, wenn sich diese Lebewesen an die speziellen örtlichen Gegebenheiten anpassen. Dieses "Divergenzprinzip" erklärt die Veränderungen innerhalb einer Art und die Entstehung der Artenvielfalt auf der Erde. Heute dient auch die moderne Genetik dazu, Darwins Theorie zu untermauern. So zeigen etwa Untersuchungen des Erbguts der Maus, dass sie 30.000 Gene besitzt, von denen 99 Prozent direkte Entsprechungen bei Menschen haben. Diese Ähnlichkeit zwischen Maus und Mensch sowie neues Wissen aus Disziplinen wie Bevölkerungsgenetik, Biochemie und Molekularbiologie stützt, bestätigt und ergänzt Darwins Evolutionstheorie.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


25.10.2004, 19:00
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